DotA-Inside RPG I Kapitel V Hort der Drachen

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  • Ein schmaler Pfad schlängelte sich entlang des Berges. Sein Gipfel war von Schnee und Gletschern bedeckt. Eliza hatte sich diesen ausgesucht, weil sie hoffte mit ihren Erfahrungen, die sie in Polaria gesammelt hatte hier besser aufgehoben zu sein, als ihre neuen Gefährten. Und sie hoffte auch, dass sie vielleicht die Kräfte des Amuletts zu Gesicht bekam. Sie war sich sicher, dass sie etwas mit Kälte zu tun hatten. Allein schon wegen dem kühlen Gefühl, welches es verursachte, wenn es auf ihrem Dekolté lag.
    Langsam ritt sie auf dem Rücken ihres Wolfes. Diese Art der Fortbewegung hatte sich als äußerst gemütlich herausgestellt. Gemütlich natürlich nicht im Sinne des Komforts, sondern wegen der Schnelligkeit. Er würde sich gewiss auch dazu eignen, wenn der Pfad zu Ende war und sie klettern musste, denn sie würde alleine den Berg nicht hinaufklettern können. Sie hoffte allerdings, dass sie möglichst schnell das letzte Auge fand, damit es nicht an ihren Kletterkünsten scheiterte.
    Mit jedem Höhenmeter wurde es kälter. Es begann zu schneien. Der Pfad wurde immer rutschiger. Das war zwar kein Problem für die Krallen des Wolfes, welche sich auch in Eis tief hineinbohren konnten, aber durch den Schnee konnte sie den Weg nicht mehr genau erkennen. Zur Zeit war es noch nicht problematisch, da er noch entlang des Gebirges verlief. Sollte sie aber auf eine Ebene kommen würde sie wahrscheinlich nicht wissen, wo sie entlang gehen sollte. Eigentlich war der Weg sowieso eine Farce. Sie wusste nicht wohin er führte… und zum Gipfel würde sie sowieso finden.
    Die Sorgen, welche sie sich gemacht stellten sich als unbegründet heraus: Sie endete an einem Höhleneingang. Eliza schwang sich vom Wolf. Zuerst würde sie sich die Höhle ansehen. Die Höhle war gigantisch. Die Decke war etwa drei Meter hoch und so weit, dass man sie wegen der spärlichen Ausleuchtung nicht komplett sehen konnte. Eine Menge Stalaktiten ragten aus der Decke. Eliza hatte das ungute Gefühl, dass diese bei der geringsten Erschütterung hinunterfallen werden. Sie musste sich einfach nur ruhig verhalten. Der Boden war eisglatt. Aus ihm sprießten Stalagmiten, welche lange Schatten in die Höhle warfen. Vorsichtig ging sie auf einen zu. Er war etwa um einen „Kopf“ größer als sie. Vorsichtig fuhr sie mit der behandschuhten Hand über die glatte Oberfläche. Das Eis war äußerst massiv. Wie viele Jahre hier wohl kein Mensch mehr war? Die Frage war eher wie viele Jahrzehnte. Sie wurde an Polaria erinnert. Es war genau wie dort… Nur wahrscheinlich ohne die ganzen Fallen. Eliza kicherte ein wenig und strich über den Knochenpanzer des Wolfs. Sie bezweifelte, dass das Auge des Phoenix hier war, obwohl sie sich nicht ganz sicher war, wie es aussehen würde… sie kannte nur die Beschreibung ihrer Kameraden. Sie würde es sicher nicht übersehen. Ein wenig dachte sie an die Gefährten. Sie wusste genau, dass sie sie noch nicht ganz akzeptiert hatten. Gewiss… es war auch schwer einer wildfremden Person zu vertrauen. Ein mattes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Sie wollte ihnen beweisen, dass sie eine von ihnen war. Sie würde
    Der Gedanke wurde so schnell abgeschnitten, wie der Stalagmit durchtrennt wurde. Wo vor einem Atemzug noch glattes Eis war, war jetzt ein geradliniger, diagonal verlaufender Riss. Eliza merkte, dass sie sich geduckt hatte. Ihre untote Intuition hing scheinbar mehr an ihrem Unleben, als sie selbst. Der durchtrennte Eisblock glitt beiseite. Das schale Licht beschien eine Gestalt. Sie hielt ein Schwert in den Händen. Viel mehr konnte sie auch nicht beobachten, denn Sie setzte schon zum zweiten Angriff an. Eliza wich zurück, als die Klinge auf sie zuraste. Plötzlich wurde ihr Blick von einem Schemen verdeckt: Ein dumpfes Krachen war zu hören. Ihr Wolf hatte sich zwischen Eliza und den Angreifer gestellt. Das Schwert drang durch einige Knochen am Panzer. Eliza krabbelte ein paar Schritte zurück und richtete sich wieder auf. Mit einer Handbewegung warf er (Eliza konnte schon so viel sagen, dass es sich um einen Mann handeln musste, oder um etwas, was einem Mann ähnlich sah) seinen Mantel beiseite. Eliza weitete die Augen. Auf seiner Brust sah sie drei Ausbuchtungen. Sie sahen aus wie geschlossene Augen, die in einem Dreieck angeordnet waren. Eines davon war geöffnet. Er nutzte ihr erstaunen ohne ein Zögern aus, indem er sich wieder auf sie stürzte. Ihr Gegner hatte wohl von Anfang an begriffen, dass es keinen Sinn machte zuerst den Wolf zu besiegen. Man bemerkte an seinem Bewegungsstil, dass er eigentlich viel schneller war. Er konnte auf dem glatten Untergrund allerdings nicht so schnell rennen, wie er wollte. Und das wusste er auch genau. Der Wolf stellte sich wieder vor Eliza hin. Er riss das Maul mit den Zähnen, welche sich sofort zu vermehren schienen auf. Kurz vor dem Auftreffen des Schwertes machte er noch einen kleinen Schwenker. Anstatt seine Bewegung vor dem Wolf abzubrechen sprang er in die Luft, landete auf dessen Rücken und flog direkt in Richtung Eliza. Sie hechtete so schnell sie konnte zur Seite, doch es Reichte nicht komplett aus. Das Schwert schnitt tief in ihre rechte Schulter. Es durchtrennte einige Knochen und Sehnen. Blut spritzte auf den Boden und ihren Körper. Ein brennend heißer Schmerz machte von der rechten Körperhälfte aus seine Runde in ihrem Leib. So schnell wie möglich versuchte sie sich wieder aufzurappeln. Doch ihr Körper rebellierte. Sie konnte sich nicht bewegen. Ihr Wolf ging wieder in Stellung. Blitzschnell setzte Der Schwertkämpfer wieder zum Angriff an. Wieder fletschte der Wolf die Zähne. Er war aber nicht schnell genug. Teron sprang wieder in die Höhe. Diesmal war Eliza (mehr oder weniger) vorbereitet. Als sein Fuß den gepanzerten Rücken des Wolfes erreichten formten sich aus den Knochen der Rüstung eine skelettene Hand, welche das Bein des Gegners packte. Durch den Schwung, den er hatte krachte er auf den Rücken des Wolfes. Sofort ragten weitere Arme empor und packten den Körper des Feindes, bis er komplett in Arme eingewickelt war. Ihr Griff war so fest, dass er sich kaum bewegen konnte. Sie lösten sich vom Rücken des Wolfes so, dass er auf den Boden fiel. Der Wolf schwenkte um und riss erneut sein Maul auf. Die Wirkung der Lähmung hatte inzwischen nachgelassen und Eliza hatte sich erhoben. Mit einer knappen Handbewegung des linken Armes (den rechten konnte sie nicht mehr bewegen) schoss der Stab, den ihr Zheyt-lahirije gegeben hatte aus den Boden. Sie stützte sich etwas darauf ab. „Das war wohl nichts“ Eliza grinste breit. Die Sonnenstrahlen beleuchteten schwach ihr Gesicht, welches ein paar Blutspritzer abbekommen hatte. „Bevor ihr euch von mir verabschiedet… sagt mir doch, ob ihr das Artefakt habt. Sonst muss ich euren toten Körper durchsuchen. Und das mache ich ungern.“ Den leichten Schreck unterdrückte Eliza. Sie hatte gar nicht gewusst, wie viel Freude ihr diese Situation doch machte. Sie wartete einen Moment. Als der Schwertkämpfer keine Anstalten machte etwas zu sagen öffnete der Wolf das Maul. Die Zähne sprießten weiter als zuvor heraus. Er setzte zum finalen Schlag an.
    Ein zweites, kleines Auge an Terons Brust öffnete sich. Eliza fühlte, dass sich die Knochen plötzlich veränderten: Sie wurden schwächer. Mit einem kurzen Ruck befreite er sich. Teron wollte nur seinen Gegner prüfen.
    Dieser Kampf war noch lange nicht vorbei. Im Gegenteil: er hatte gerade erst begonnen. Und Eliza hatte definitiv die schlechteren Karten.

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  • Larten wandte sich dem Berg des Windes zu. Sein ausgiebiges Training auf dem Berg der Vampire in seiner Heimat hatten ihn gelehrt, mit dem Wind umzugehen und ihn sich zu nutze zu machen. Die vielen hohen Bäume würden dem Vampir helfen, den Berg schneller zu erklimmen, da er einfach an den Bäumen entlang springen kann. So kletterte er also auf den ersten Baum und arbeitet sich langsam Richung Gipfel empor.
    Hoffentlich werde ich gleich noch eines dieser Augen bekommen. Ich denke ich werde es schnell erkennen, vielleich wird mein Auge mir den Weg weisen. Wenn das Auge hier ist, wird es wohl am Gipfel sein. Hoffentlich kommt mir kein Drache in die Quere.
    Mit diesen Gedanken machte Larten jetzt doch auf jedem Plateau kurz halt, um sich nach dem Auge umzusehen. Der Gipfel war jetzt schon in Sicht, als der Vampir etwas ganz aussergewöhnliches entdeckte: Der Boden auf einem großen Plateau ein wenig unterhalb des Gipfels glätze metallisch!Dem muss ich auf den Grund gehen. Ich denke das Auge wird sich dort finden lassen.
    Auf dem Plateau angekommen wurde ihm langsam mulmig zumute. "Was ist das hier", frage er sich. Eine Stimme, die von überall und nirgens herzukommen schien antwortete mit einer dumpfen Stimme: "Dein Tod!"
    Plötzlich raste das Metall von den Rändern des Plateaus auf Larten zu, doch dieser reagierte blitzschnell und sprang mit aller Kraft zur Seite und bohrte sich mit seinen Fingernägeln in die nächste Wand, die nicht aus Metall bestand. Erstaunt sah er auf das Plateau, in dessen Mitte, wo er vor kurzem noch gestanden hatte, sich ein wahrer Riese erhob. Der Vampir zögerte keine Sekunde, er erkannte, das dieser ihm die Falle gestellt haben musste und griff ihn an.
    Er sprang auf den Boden, zog seine Messer und rannte auf den Koloss zu. "Ihr seid ja nicht mal mehr bewaffnet", höhnte Larten noch, bevor die Klingen den Riesen erreichten, der sogar größer als Gyulkus war. "Die brauche ich für euch auch nicht!", dröhnte der namenlose Koloss und urplötzlich floss irgendetwas aus seinen Händen, und binnen eines Bruchteils einer Sekunde formte sich ein Metallschild vor ihm. Larten konnte nicht mehr stoppen, seine Klingen prallten wirklungslos gegen das Schild und wurden ihm aus den Händen geprellt, er selbst wurde durch die Geschwindigkeit seines eigenen Angriffs gegen das Schild geschleudert und brach davor zusammen.
    "Kein kleiner untoter Wicht macht mir, Worgra, irgendwelche Probleme", grölte der Riese, dessen Name Wogra war. Doch aufgrund des Schildes konnte er nicht sehen, das Larten keineswegs besiegt war, sondern nur kurz nachdachte, um die Situation doch noch zu seinen Gunsten zu wenden. Dem werde ich es noch zeigen, jetzt muss ich beweisen, was ich kann! Als Wogra den Schild wieder in sich hineinzog, sprang Larten mit übermenschlicher Schnelligkeit auf, spreitze die Arme und Hände, woraufhin seine Klingen wieder zu ihm flogen und stach noch in der gleichen Bewegung nach Worgras Kopf. Dieser war zwar überrascht, doch reagierte schneller, als Larten gedacht hätte. Er zog seinen Kopf blitzschnell weg, doch Larten erwischte noch ein Ohr von ihm und landete auf seiner Schulter. Doch aus dem Ohr floss auf einmal heißes0, flüssiges Metall, welches den Vampir verbrannte und zum Rückzug trieb.
    "HAHAHAHA", lachte Worgra, dem bereits ein neues Ohr wuchs, "So werdet ihr mich jedenfalls nicht besiegen, doch jetzt ist genug mit den Spielereien!" Aus seinen Händen formtem sich nun vier rotierende Hammer, mit denen er langsam auf Larten zukam. Dieser nahm furchlos den Kampf auf.
    Er wich den Hämmern aus, schlug einen von ihnen sogar ab und sprang sofort wieder in die Richtung von Wogras Kopf, doch dieser war vorbereitet, sodass aus seiner Brust ebenfalls ein Hammer kam, der den Vampir mit woller Wucht erwischte und gegen einen Baum schlug, an dessen Fuß Larten liegenblieb. Verdammt, was soll ich gegen diesen Koloss tun? Ich kann keine Magie absorbieren, oder sind die Winde von diesem Berg magisch? Ich muss mir meine Messer irgendwie zunutze machen!
    Doch Worgra kam schon wie eine Dampflok auf ihn zugewältz, abermals mit vier Hammern, doch aus seinem Kopf ragte nun auch noch eine lange Kette, die mit hoher Geschwindigkeit auf Larten zuschoss. Larten sprang und hielt sich am untersten Ast des Baumes fest, von welchem aus er immer weiter nach oben kletterte. Worgras Kette war dicht hinter ihm. Der Vampir erreichte die Spitze des Baumes, sprang von ihr ab und ergab sich der Kraft des Windes. Er spürte, dass wenn er den Wind schon nicht lenken konnte, ihn immerhin beeinflussen konnte und ein wenig von dessen Kraft in seinen Messern speichern konnte. Er landete sanft auf der anderen Seite des Plateaus, und Worgra stürmte erneut auf ihn zu. Doch bevor er ihn erreichte, wurde der Koloss von einer unfassbar starken Bö vom Plateau gerissen! Kurz bevor er jedoch aus Lartens Sichtfeld verschwand. sah er, wie sich die Kette um den Stamm eines Baumes am Rande des Plateaus wickelte. Worgra zog sich daran herauf und schien nun wirklich erbost, aus seinen vier Hämmern wurden vier Klingen, von denen Larten nicht einmal eine hätte halten können, und aus der Kette an seinem Kopf wurde ein dreikugeliger Morgenstern.
    Larten, der von seiner Kraft selbst überrascht gewesen war, ging nun in die offensive, immer wenn ein Hieb Worgras ihn erwischt hätte wurde der Hieb von einer Windbö ins Leere geleitet. Währenddessen bearbeitete der Vampir Worgras Körper, denn ihm war klar das er am Kopf wohl nichts ausrichten konnte. Schlag um Schlag grub er sich tiefer in das "Fleisch" von Worgras Brust, geschützt von dem Winden um ihn herum, die selbst das flüssige Metall von Lartens Händen fernhielten. Bald musste er Worgras Herz erreicht haben, er hoffte das er ihn töten könnte, wenn er sein Herz durchstach.
    Plötzlich brüllte Worgra auf, seine vier Klingen hatten sich in eine Art Sprungfeder verwandelt, mit der er von Larten wegsprang. "Ihr seid ein starker Gegner, Vampir, doch nun werde ich euch vernichten", mit diesem Worten schlug Worgra seine Hände in den Boden und sein Herz, das man inzwischen in seiner Brust metallen schimmern sah, begann unglaublich schnell zu pumpen. Was hat er nur vor? Sollte ich mich zurückziehen? Nein, wenn hier ein so starker Gegner auf mich wartet muss das Auge irgendwo in der Nähe sein, ich werde auf alles gefasst sein.
    Doch auf das, was jetzt kam, konnte auch ein Larten Crepsley nicht gefasst sein. Um ihn herum erhob sich eine Kupel, die ihn einschloss, und so schnell er auch war, er konnte ihr nicht mehr entkommen. Er hämmerte mit aller Wucht gegen die Wände, doch er konnte sie nicht durchbrechen. Ein höhnisches Gelächter erklang auf einmal, und von der Decke wuchs ein Stachel heraus, der auf Larten zuschoss. Dieser war immernoch in dem Glauben, der Wind würde ihn schützen, und machte keine Anstalten, dem Stachel auszuweichen. In der Kuppel jedoch war es Windstill, und so traf der Stachel Larten in den linken Oberschenkel. Der Vampir schrie vor Schmerz und Überraschung auf und ging zu Boden. Nun kam auch aus dem Boden ein Stachel, der sich von unten in seinen rechten Oberschenkel bohrte. Verdammt, ich habe ihn unterschätzt...Jetzt kann ich nurnoch hoffen das mir einer meiner Gefährten zu Hilfe eilt, ich sehe sonst keinen Ausweg aus diese Situation
    Damit nicht genug, sah Larten bereits wie sich, diesmal langsam, direkt über seinen Kopf ein großer Stachel bildete...

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  • Dank seiner Erdbeherrschung war es für Zivot ein Leichtes den Berg zu erklimmen. Sein Füße waren in der steinigen Bergwand versunken damit Zivot sanft und elegant die steile Felswand hochgleiten konnte. Mit eingeschränkten Armen dachte er nach Ich muss Benam irgendwie loswerden, dieser Kerl ist unberechenbar, doch noch fehlt mir die entgültige Macht um ihn zu beseitigen. "Und sobald er tot ist, wird Necropol dran glauben!" lachte Zivot in sich hinein. Doch sein Lachen wurde von einer ungewöhnlichen Helligkeit in einer soeben entdeckten Höhle unterbrochen. Er war sich bewusst, dass Drachen kein Licht von sich gaben, geschweige denn benötigten. Jemand anderes war hier.
    Jemand der auch nach den Artefakten sucht! schoss es durch seinen Kopf.
    Das Licht wurde immer heller, bald würde die Gestalt aus der Höhle heraustreten und Fuß auf den schmalen Weg, der sich durch den hohen Berg schlängelte setzen.
    Zivot versteckte sich in der Felswand, ein Teil seines Gesichtes ragte heraus um den vermeindlichen Gegner zu beobachten.
    Die Silouhette einer Frau war zu erkennen, nein, es war nicht die Silouhette, es war die Frau selbst, sie war in vollkommener Schwärze getaucht und schlenderte mit ihrem wohlgeformten Hintern aus der Höhle hinaus. Sie war von einer unnatürlichen Helligkeit umgeben die sich je weiter von ihr entfernt immer weiter abnahm.
    Zivot überlegte nicht lang. Ob Feind oder Freund, ich kann es mir nicht leisten Zeit zu verlieren, sie muss erledigt werden!
    Zivot schloss kurz die Augen woraufhin vier Stalagmiten die die Frau umzingelten schräg aus dem Boden schossen und sie aufspießten. Wie erwartet war die Frau von dem Angriff durchbohrt. Zivot trat aus der Wand heraus doch zu seinem Unglück musste er geschwind feststellen, dass der Frau nichts passiert ist. Die Stalagmiten sind allesamt durch die Frau hindurch gefahren als wäre sie Luft. Nun erblickte sie Zivot.
    "Thehehe, nicht sehr nett Rika von aus dem Hinterhalt anzugreifen, sowas tut man nicht!" Rika ging langsam auf Zivot zu welcher unsicher zurückwich.
    "Ein Dämon also" schloss Zivot aufgrund der ungewöhnlichen Gestalt.
    "Ohh, ein ganz schlauer nicht wahr? Wie dem auch sei, Rika ist etwas genervt von solchen Zwischenfällen, jetzt ist Rika am Zug!"
    Rika machte einen Satz auf Zivot zu, während sie im Flug ihren Arm in eine leuchtende Stange verwandelte. Die Umgebung wurde etwas Dunkler doch ihr Arm heller denn je. Hinzu kam eine sengende Hitze, die selbst auf einige Meter Entfernung deutlich zu spüren war.
    Doch Zivot konnte dem Angriff knapp ausweichen indem er, anstatt nach hinten zu gehen, ihr duckend entgegenlief. So konnte er dem Schlag ausweichen und lief durch die nicht vorhandene Masse hindurch.
    Nun stand er hinter der Frau. Er war im Vorteil, da Rika solch eine Reaktion auf ihren Angriff sicher nicht erwartet hätte. Zivot wartete nicht lang. Er Vergrößerte sein Bein, stampfte damit auf den Boden und sofort flogen Felsstücke aus allen Richtungen zu Zivot. Während des Fluges ließ er das Gestein durch seine Fähigkeiten umschleifen, sodass diese Spitz und Scharf wurden. Für den Bruchteil einer Sekunde blieb alles inder Luft stehen, nur um millisekunden danach dank einer Handbewegung von Zivot auf Rika zuzurasen. Vergebens. Wieder glitt alles durch Rika hindurch. Doch Zivot ließ nicht nach, zog seine Hand ruckartig zurück und dieselben Felsstückchen flogen aus der entgegengesetzten Richtung zurück, diesmal war der Fokus jedoch auf den in Licht getauchten Arm. Doch bevor jene auftreffen konnten, zerfielen sie, durch die Hitze, die vom Arm ausging, zu Staub.
    Jetzt war Rika gereizt. Wieder wurde es dunkler, denn auch ihr zweiter Arm wurde nun mit Licht und Hitze übersät. "Jetzt bist du dran!" kreischte sie mit ihrer haserfüllten Stimme.
    Mit beiden Armen ausgestreckt sprang sie auf Zivot. Die Hitze kam immer näher und Zivot musste handeln! In den Boden verschwinden würde zu lange dauern, die Wand neben mir ist zu weit weg, ich würde in dem Fall direkt in ihre Arme laufen. Scheiße!
    Es blieb Zivot nichts anderes übrig als von der Klippe zu springen, wie er den sturz überleben würde wusste er noch nicht, doch erstmal musste er vor dieser scheinbar unverwundbaren Frau fliehen.
    Rika lachte nur über den Ausweichmanöver ihre Gegners "Thehehe was für ein Weichei, bringst dich lieber selber um als dich von Rika töten zu lassen!" schrie sie mit ihrer für eine Frau ungewöhnlich tiefen Stimme dem abstürzenden hinterher.
    Doch zu ihrem Erstaunen hatte Zivot noch nicht aufgegeben. Er vervierfachte seinen Arm und konnte mit seiner neu erworbenen länge sich an der Felswand festhalten. Nun schwang auch der Rest seines Körpers gegen die steinige Wand, doch anstatt dagegenzuprallen versank der Mensch gänzlich in der Wand. Rika war von der Aktion Zivot's beeindruckt und musste sogleich ihre Auswirkung miterleben. Der Boden unter ihr fing an zu zittern und öffnete sich langsam, Rika konnte nicht rechtzeitig reagieren und fiel in die kürzlich erschaffene Grube hinein. Noch während des fallens schloss sich die Grube wieder und sperrte Rika in den Erdboden ein.
    Zivot kam wieder vor der Höhle raus um nach Luft zu schnappen, "Das war knapp, ich sollte die Suche lieber schnell fortführen." murmelte Zivot in sich hinein und ging weiter Richtung Gipfel.
    Was er jedoch nicht sah, war dass die Schwarze gestalt sich wieder aus dem Boden erhob und Wütend richtung Gipfel schaute.

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  • Seit mehr als zwei Stunden durchforstete Gyulkus den Berg der Erddrachen auf der Suche nach Hinweise, die ihm zu den legendären Augen des Phoenix führen könnten, bisher ohne Erfolg.
    Noch wagte der Echsenmensch es nicht die Höhlen des Berges zu betreten. Er hoffte, dass sich das Artefakt irgendwo an der Oberfläche befinden würde, um sich nicht unnötig den Erddrachen nähern zu müssen.
    Alles mit seinen Augen abtastend durchstreifte er die kargen Strauchebenen auf einem recht niedrigen Plateau des Berges. Plötzlich raschelte es in den Sträuchern.
    Blitzschnell drehte sich Gyulkus um und fuhr die rechte Arkanitklaue aus mit der er in die Richtung zielte, von wo das Geräusch herkam.
    Ein großer Brachlandwaran kam aus dem Gebüsch hervor und richte sich vor Gyulkus auf. Er überragte den Echsenmenschen bei weitem, und schaute aus seinen Augenwinkeln auf Gyulkus herab.
    Instinktiv nahm Gyulkus die Klaue wieder herunter und schnaubte einmal laut. Die gigantische Echse tat es ihm gleich und drehte ihren Kopf etwas zur Seite, sodass eines ihrer Augen den Echsenmenschen in vollem Ausmaß fixieren konnte.
    Es hat schon Vorzüge, anders als diese Menschlinge zu sein …
    Gyulkus näherte sich dem Waran, gleichzeitig die Gerüche der Umgebung abtastend.
    Diese Tiere leben für gewöhnlich ausschließlich in Höhlen und führen ein Leben in Symbiose mit den Erddrachen. Doch warum taucht ein so großes Exemplar plötzlich so weit außerhalb ihrer Brutstätten auf? Irgendetwas kann nicht stimmen. Etwas muss diese Tiere aus ihren Brutplätzen gejagt haben.
    Ein weiteres Rascheln war vernehmbar und kurz darauf kroch ein weiterer Brachlandwaran aus einem Höhleneingang, welcher hinter einem großen Busch versteckt war. Ihm blieb nun keine Wahl, er musste nachschauen was dort los war.
    Vorsichtig streifte er durch den Busch und gelangte in den ersten Tunnel des Bergs. Es war ungewöhnlich warm. Warm war es in solchen Echsennestern ohnehin, das ungewöhnliche aber war die Tatsache dass es nicht für ein Höhlennest typisch schwül war sondern tatsächlich sengend heiß.
    Gyulkus begegneten weitere Warane. Natürlich würden sie ihm nicht im Wege stehen, sie hielten ihn für einen von ihnen, oder zumindest etwas Vergleichbares.
    Was er weiter drinnen sah konnte er seinen Augen nicht trauen: Ein Kanal voll dickflüssiger Magma zog sich quer durch das Höhlensystem der Warane. Das Auftreten von Magma war, unter normalen Bedingungen, so weit oben im Berg unmöglich. Gyulkus wusste, dass dies nichts Gutes verheißen konnte. Wenn sich das Magma weiterhin ihren Weg ins Innere der Höhlen bahnen sollte, so würden die Erddrachen erwachen, und diese würden Gyulkus nicht so einfach an ihnen vorbeilassen wie diese Warane es taten.
    Da er einerseits nicht weiter ins Bergesinnere vorstoßen wollte um den Drachen nicht zu nahe zu kommen, andererseits aber so schnell wie möglich die Quelle dieser Hitze finden musste, eilte er so schnell ihn seine Beine trugen nach draußen und erklomm den Berg von außen.
    Er suchte nach verbrannten oder verkohlten Stellen an den Felswänden und Berghängen während er immer weiter nach oben kletterte. Die Klauen seiner Armschienen waren hierzu sehr praktisch und die Felswände waren im Nu erklommen und Gyulkus erreichte das nächst höhere Plateau.
    Er schaute nach oben, die Sonne strahlte an diesem späten Nachmittag noch immer ins Gesicht und ihm war kalt. Kalt!
    Es wurde dunkler, die Sonne schien noch immer in der Ferne, nichtsdestotrotz wurde es dunkler.
    Was geschieht hier nur?!
    Plötzlich hörte das Donnern von kollidierendem Gestein. Er drehe sich zur Felswand und schaute nach oben, um zu sehen, wie riesige Felsen vom nächst höheren Plateau geschleudert wurden, nur um kurz darauf wieder auf magische Weise in der Luft umzudrehen und zurückzufliegen. Ein unglaublich helles Licht erstrahlte und er hörte förmlich wie die Felsbrocken pulverisiert wurden.
    Das muss es sein!, dachte er sich und kletterte so schnell er konnte weiter nach oben.
    Endlich auf dem Plateau angekommen sah er eine schwarze Wolke, mitten drin eine Menschenfrau. Nein, die Frau wurde nicht von dieser Dunkelheit umgeben, sie war die Dunkelheit selbst. Noch schien sie ihn nicht bemerkt zu haben, denn sie blickte zum Gipfel des Berges. „Rika wird dich finden, du Wurm!“, sagte sie sich und drehe sich gerade um als Gyulkus sich ihr in den Weg stellte. „Wer bist du schon wieder und warum stellst du dich Rika in den Weg?!“
    „Seid Ihr es, die den Berg mit dieser sengenden Hitze zum Schmelzen bringt?“
    „Was wäre wenn, schmächtiger Echsenmensch?“
    „Ich kann nicht zulassen, dass Ihr das empfindliche Gleichgewicht der Elemente zerstört. Diese Welt und ihre Bewohner dürfen nicht euretwegen leiden! Ich werde Euch aufhalten, mit all meiner Macht!“
    „Versuchs doch, Lizard! Was interessiert Rika diese Welt, wenn sie Rika nicht einmal untertan ist?“
    Gyulkus warf seinen Beutel beiseite und stürmte erzürnt auf Rika zu. Seine Klauen ausgefahren sprang er ab und hechtete auf sie zu. Sein Angriff ging durch sie hindurch.
    „Was zum …“
    „Rika ist an der Reihe!“
    Die Dunkelheit wich von ihrem rechten Arm und dieser verwandelte sich in glühendes Licht.
    Gyulkus lud seine Klauen mit Elektizität und stürmte erneut auf Rika zu.
    Kurz bevor sich die beiden trafen drehte sich Gyulkus um die eigene Achse um Schwung zu holen und das energiegeladene Arkanit kollidierte mit dem lichtdurchströmten Arm Rikas.
    Funken von unglaublicher Menge sprangen in alle Richtungen.
    Die Kontrahenten wichen gleichzeitig zurück. Glücklicherweise schmolz das Arkanit selbst nicht bei Hitze von solch einer Intensität. Aber Gyulkus wusste, dass dieser Kampf zu seinen Ungunsten ausgehen würde, würde es auf diese Weise weitergehen. Für den Moment musste er fliehen und sich einen günstigeren Platz zum kämpfen suchen.
    Hastig drehte er sich also um, hob seinen Beutel vom Boden und rannte hinter die nächste Felswand. Ich muss den Gipfel erreichen, dort oben habe ich vielleicht eine bessere Chance.
    „Jämmerlicher Salamander, du siehst, du kannst Rika nicht aufhalten!“
    Aber Gyulkus erklomm bereits weiterhin den Berg.
    Rika richtete ihren blick zum Gipfel. „Dich hat Rika noch nicht vergessen, Menschenwurm!“

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  • Mit einem Grinsen im Gesicht hob Corwyn einen faustgroßen Stein hoch.
    Schade, hierdrunter ist kein Artefakt versteckt.
    Corwyn befand sich nun einige Ebenen höher auf dem Berg des Feuerdrachen. Je höher er kam, desto mehr Lava durchdrang die jeweiligen Plateaus und die Hitze stieg noch weiter an. Corwyn schwitze nun schon, doch er würde noch höher gehen, sollte er hier kein Artefakt finden. Er ließ seinen Blick über das Plateau schweifen, in dem sich nun schon Lavaströme von den Ausmaßen eines Flusses befanden. Viel anderes gab es hier nicht, die Hitze und die Lava machte es Pflanzen und Tieren gleichermaßen unmöglich hier zu leben. Corwyn wischte sich den Schweiß von der Stirn und machte sich auf die andere Seite des Plateaus zu erreichen und dort nach eventuellen Artefakten zu suchen.
    Doch als er sich grade in Bewegung gesetzt hatte, überkam ihm das Gefühl das er nicht mehr alleine war. Seine innere Ruhe, die er in der Einsamkeit gespürt hatte, war verflogen. Langsam zog Corwyn sein Schwert; das Schwert, über dessen Klinge Blitze zuckten. Kaum hatte er seine Klinge gezogen, da zeigte sich eine Gestalt mit schwarzem Umhang, die mit langsamen Schritten den Pfad heraufschritt, den Corwyn vor einiger Zeit selbst beschritten hatte, um das Plateau zu erreichen. Er ging noch einige Schritte auf Corwyn zu, sodass sie sich gegenüber standen und durch einen Lavafluss und ein paar Fußschritten getrennt waren.
    Lässig stütze die Gestalt ein schwarzes, schlichtes Schwert auf ihren Schultern und sagte zu Corwyn:
    „Ich dachte Würmer verabscheuen Hitze, was machst du Wurm also hier? Los kriech in den kaltes, nasses Erdloch zurück!“
    „Deine Scherze sind ja wirklich beeindruckend, verdingst du dich etwa als Gaukler auf Jahrmärkten?“, erwiderte Corwyn spöttisch. „Was willst du hier?“
    „Ooooh das Würmchen spricht, nun als was ich mich verdinge geht dich gar nichts an und was ich hier suche noch weniger, obwohl… eigentlich könnte ich dir alles sagen, denn bald wirst du es eh niemandem mehr erzählen können, Würmchen, hahahahahahahaha.“
    Mit diesen Worten sprintete die Gestalt Corwyn entgegen. Corwyn setzte sich nun selbst in Bewegung und rannte auf sein Gegenüber zu. Kurz vor dem Lavafluss, der die beiden Kontrahenten trennte, sprangen diese hoch und tauschten zwei Schläge in der Luft bevor sie wieder auf dem Boden ankamen, wenige Schritte weit rutschend.
    „Oooh, das Würmchen kann sich ja wehren!“, spottete die Gestalt mit dem schwarzen Umhang.
    „Red du nur, Dämon...“, sprach Corwyn mehr zu sich selbst als zu seinem Kontrahenten. Nun ging Corwyn in die Offensive. Er rannte erneut auf die Gestalt zu, sprang wieder kurz vor dem Lavafluss hoch und hieb seine beiden Schwerter nach links und rechts, sodass sie einen Windstoß und einen Blitzstrahl erzeugten, die auf seinen Gegner zuflogen. Doch die Magieattacken verfehlten ihr Ziel, denn Corwyns Gegner war verschwunden!
    Wo ist er hin? Wie kann er auf einmal verschwunden sein?
    Corwyn landete auf seinen Füßen, richtete sich auf und schaute sich um.
    Nichts… Wie kann das sein?

    Auf einmal hörte er die schrille Stimme seines Gegners, die immer näher auf ihn zuzukommen schien.
    „Achtung Würmchen, jetzt komm ich, Layx, der großartige Wurmtöter, hahahahaha!“
    Corwyn hatte immer noch keine Vorstellung davon, von wo die Stimme kam, und somit wusste er auch nicht wo und wie Layx sich seinen Blicken verborgen hielt. Gehetzt blickte er sich auf dem Plateau um, bis er seinen Blick auf den Boden vor sich richtete. Dann sah er es! Ein schwarzer Fleck kam immer schneller auf ihn zu.
    „Das..., das ist ein Schatten!“, bemerkte Corwyn jetzt.
    „Nicht ganz, Würmchen, das bin ich!“
    Verdammt! Er kann sich in einen Schatten verwandeln!
    Doch Corwyn bemerkte dies zu spät, der Schatten, Layx, war schon zu nahe heran gekommen. Corwyn kreuzte noch schnell seine Schwerter vor seinem Körper bevor der Schatten ihn erreicht hatte. Kurz vor Corwyn kam nun Layx’ Kopf aus dem Schatten und schnell auch der restliche Körper. Doch seine Geschwindigkeit behielt er bei. Mit voller Geschwindigkeit und ausgestrecktem Schwert traf Layx nun auf Corwyn und stieß ihn mit voller Wucht in die Höhe. Corwyn landete hart und einige Fuß von Layx entfernt auf dem Boden.
    Verdammter Dämon, das wird nicht leicht…

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  • Einige Dampfwolken stiegen von Terons Mund auf, als er ruhig vor dem Eingang der Höhle stand und ein paar Atemzüge machte. Die Temperatur in der Höhle war noch weiter gesunken, seit dem Eliza die Höhle betreten hatte. Der Gefrierpunkt war lange unterschritten. Eliza war nicht besonders empfindlich gegenüber Kälte. Aber war ein gewisser Punkt überschritten konnten Knochen leichter als trockene Äste brechen. Sie fragte sich, ob es bei ihrem Gegner genauso war. Falls er überhaupt unter dem Frost litt. Eliza lehnte den Stab leicht an ihre Schulter, öffnete die Tasche an ihrer Seite und Kippte sie um. Die Knochen fielen auf den Boden und verstreuten sich wie von Geisterhand. Sie musste jetzt alle ihre Kräfte benutzen. „Vielleicht auch jene, die ich noch nicht kenne“, dachte sie, wobei sie einen kurzen Blick auf das Amulett warf. Es schien ihr antworten zu wollen, indem sich sein bläuliches Schimmern noch etwas verstärkte. Sie brauchte aber noch etwas Zeit. Ihr Wolf musste den Schwertkämpfer noch etwas hinhalten. Ihre Gesunde Hand packte den Stab. Schnell zog Eliza um sich. Die Knochen ordneten sich sternförmig an. Ein Schutzzauber. Den Rest musste der Wolf erledigen. Sie drückte den Stab wieder in die Erde. Ihre Hand griff nach dem Anhänger. Sie konzentrierte sich komplett auf das Amulett – Die Augen fest aufeinander gepresst. Die gesamte Höhle rückte in weite Ferne. Die Schläge des Schwertes auf den Knochenpanzer hallten noch ein letztes Mal nach.
    Sie spürte viele, kleine Bisse auf ihrer Haut. Anstatt sich des Gefühls zu freuen verzog Eliza das Gesicht. Es schmerzte. Schmerzte unglaublich. War sie ein Mensch geworden? Im ersten Moment dachte sie, dass Teile ihrer Erinnerung fehlten. Doch sie wusste es besser. Diese Schmerzen! Benebelt öffnete sie die Augen... Und kniff diese sofort wieder zusammen. Schnee peitschte ihr ins Gesicht. Sie schirmte es mit den Händen ab (ihr rechter Arm schien wieder zu funktionieren). Sie war auf einem Berg mitten in einem Schneesturm gelandet. Es war eine Prüfung. Ein Examen des Amuletts (welches sie nicht mehr auf ihrem Dekolte spürte – ob es weg sein würde, wenn sie den Test nicht bestand?), ob sie überhaupt würdig war es zu benutzen. Der Zeitpunkt war denkbar schlecht, doch sie musste sich beeilen. Zumal sie es hier nicht lange aushalten konnte. Ein paar Minuten noch, dann würde sie zusammenbrechen (und erfrieren?). Sie kämpfte sich ein paar Schritte weiter hoch. Sie wusste nur wegen der Steigung des Berges, dass sie nach oben ging. Ihre Hände konnte sie kaum sehen. Ihr menschlicher Körper war schwach. Ihre Kräfte schwanden rapide. Sie Kämpfte sich noch ein paar Meter durch den knietiefen Schnee nach oben. „Die letzten Schritte. Die Letzten Schritte. Dann kann ich nicht mehr.“ Schoss ihr durch den Kopf. Doch sie taumelte weiter vorran. Ihre Haut an den Lippen begann sich langsam abzuschälen. Die Zähne schlugen aufeinander. Ein Reflex, der bei diesen Temperaturen nichts brachte. Der Blizzard schien etwas nachzulassen. Ihre Sicht kehrte zurück. Nein- Der Schneesturm hatte nicht nachgelassen. Eine Höhle war vor ihr aufgetaucht. Sie erinnerte stark an der, in der sich bis vor ein paar (jetzt nötigen) Atemzügen befunden hatte. Eliza nahm noch ein letztes Mal alle Kräfte zusammen und schwankte in die Höhle. Das fahle Licht, welches die Schneeflocken im Sturm durchließen reichte zwar nicht aus, um die Höhle zu beleuchten, doch es war auch nicht nötig: Fackeln erleuchteten die Grotte. So gerne sie sich daran gewärmt hätte (und so nötig sie es hatte)- Ihr blieb keine Zeit mehr. Elizas blick fiel auf eine Kiste in Mitten des Raums. Sie schleppte ihren zittrigen Körper dort hin. Die letzten Schritte waren so schmerzvoll, dass sie kurz davor war das Bewusstsein zu verlieren. Wieso hatte das Amulett sie nicht im Leib der Untoten in sein Reich geholt? Bestimmt, weil sie zu resistent gegen die Kälte war. Sie hätte nie seine volle Macht zu schätzen gewusst, wenn sie seine Macht auf andere nicht kannte. Sie ließ sich vor der kleinen Truhe auf die Knie fallen. Ein lautes knacken war zu hören. Ihre Knie brachen unter der Belastung, doch sie schaffte es gerade noch die Kiste zu öffnen. Erkenntnis durchströmte sie. Erkenntnis über die Kälte und über das Amulett. Erschöpft schloss sie wieder die Augen.
    Und spürte wieder das Gewohnte Gefühl der Taubheit – Ihr „alter“ Körper. Und sie wusste, dass ihr Wolf vorerst außer Gefecht gesetzt war. Ihr blieb keine Zeit sich zu fragen, ob sie nur geistig oder auch körperlich weg gewesen war. Sofort raste Terons Schwert auf sie zu. Die Knochen Schossen herauf und blockten den Angriff. Rasch ballte Eliza die linke. Eine Gruppe Stalaktiten stürzte auf Teron. Obwohl dieser sie nicht gesehen haben konnte (das nahm Eliza jedenfalls an) wich er ihnen problemlos aus. Die überdimensionalen Eiszapfen bohrten sich vor Eliza in den Boden. Sie bewegte sich langsam ein paar Schritte in Richtung Höhenausgang. Sie hatte einen Plan. Die Knochen folgten ihr langsam; sie immer noch schützend. Ihr Gegner wollte ihr allerdings keine Zeit mehr lassen. Er hatte gemerkt, dass sie stärker geworden war. Er stürmte wieder auf sie zu. Elizas Blick ging auf den Boden vor ihm. Sie ließ wieder ein paar Eisbrocken von der Decke hinabstürzen. Und wieder Wich er problemlos aus. Er setzte zum Hieb an. Augenblicklich fuhren die Knochen vom Boden hoch und bildeten ein Schild. Die Mächtige Klinge, mit der nötigen Kraft geschwungen, durchschlug dieses aber und hinterließ eine tiefe, rote Wunde auf Elizas Bauch. Ihr Blut ergoss sich auf den schneeweißen Boden. Er wollte noch einen weiteren Schlag nachsetzen, der sie bestimmt erledigt hätte, wurde aber gerade noch von ihr weggestoßen. Ein zweites Mal innerhalb kürzester Zeit musste Eliza ihre Kräfte zusammen nehmen. Diesmal, um nicht wegen der Lähmung hinzufallen. Sie zwang ihren Körper weiterzumachen. Ihr Blickfeld war von schwarzen Schlieren der Ohnmacht übersäht. Würde sie jetzt wegtreten hätte sie verloren. Sie war wenige Schritte vom Ausgang entfernt. Die letzten unsicheren Fußstapfen im Schnee…
    Elizas Gesicht war zum Grinsen eines Gewinners verzogen (sie war draußen), während Terons seine Visage entsetzt verzog (als ob er wissen würde, was ihm gleich bevorstand). Eliza ballte das Fäustchen und rammte es in den Boden. Die Knochen schossen hoch. Wie Gitterstäbe versperrten sie den Weg in und aus der Grotte. Der Boden unter ihren Füßen wackelte. Eis- und Felsbrocken fielen von der Decke in der Höhle. Langsam richtete sich Eliza auf. Sie sah vor Erschöpfung die einstürzende Höhle gar nicht mehr. Nur die Zersplitternden Knochen. Und Ihren Gegner, der mit einem weiten Satz und mit dem größten Auge auf seiner Brust weit aufgerissen, aus der Höhle sprang. Sein Schwert bohrte sich tief in Elizas Magengegend. Sie sackte in sich zusammen. Die vielen Hiebe, welche folgten spürte sie nicht mehr.
  • Bedrohlich erhob sich der Schattenberg vor Medea. Dunkle Wolken kreisten um die Spitze und verdeckten die Sicht auf den Gipfel. Langsam bewegte sie sich auf den bedrohlich wirkenden Ort zu, während lang gezogene Schmerzensschreie durch die toten Bäume der Bewaldung hallten. Den steinigen Weg wanderte sie hinauf, ständig gefasst auf einen Angriff der Verursacher. Es wurde dunkel, noch dunkler als es eh schon war. Die toten, verrottenden Blätter an den schwarzen Ästen rauschten im Wind, welcher immer neue Schmerzensschreie an Medeas Ohr trug. Angsterfüllt riss sie die Augen auf, unaufhaltsam nach vorne fallend schlug sie auf den Boden. Es gab ein lautes Krachen, dass den toten Wald durchdrang. Warmes Blut quoll aus ihrem Mund und rann ihr Kinn hinab, tropfte dickflüssig und tränkte den kalten Boden.
    Eine kalte, knochige Hand drang aus der Erde und zog, zog sie unaufhaltsam nach unten. Verzweifelt rang sie mit den Armen, umfasste einen Stein, der im Boden steckte, und packte so fest, dass ihre Finger ganz weiß wurden. Ihre Händen rissen auf. Wieder Blut...
    Gnadenlos zog sie die Hand nach unten in das feuchte Erdreich, ihr Griff durch den Schmerz gelockert war sie der Klaue ausgeliefert. Sie fühlte nichts mehr, ihre Seele war leer. Der Geist von einer dunklen, alles erdrückenden Präsenz verwirrt, war keine vertraute Stimme in ihrem Inneren zu hören... Niemand der ihr half, sie war wieder allein...

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  • Plötzlich erstrahlte ein helles Licht vor Medea, und Medea verlor das Bewusstsein. Das letzte, was sie bemerkte, war, dass die Hand losließ…

    Faran blickte auf die am Boden kauernde, und zitternde Medea hinab. Seit er etwas Lichtmagie an diesen düsteren Ort geschickt hatte, hatte sie aufgehört, zu schreien. Doch hatte sie noch nicht das Bewusstsein zurück erlangt.
    Als der Zwerg begonnen hatte, den Lichtberg zu erklimmen, hatte er eine schwache Stimmt vernommen, die er als die von Medea erkannt hatte. Schnurstracks war er, ohne auf Géraks Widerworte zu hören, umgekehrt, und zum Schattenberg gerannt. Dort hatte er Medea gefunden, die schreiend am Boden kauerte und um sich schlug. Nach Géraks Anweisungen hatte er die Magie des Schattenberges vertrieben, und seit dem wartete er auf ihr Erwachen.

    Was meinst du, wird sie wieder zu sich kommen? Zweifelsohne, ja. Die Nachwirkungen werden bald vergehen. Na dann….

    Stimmen umirrten von neuem Medeas Geist. Doch diesmal, war es keine dunkle Präsenz, sondern wieder eine bunte Vielzahl an selbigen, die sich allesamt angeregt unterhielten. Sie konnte jedoch zuerst nichts verstehen, bis plötzlich eine der Stimmen lauter wurde, und jene sprach, mit erdrückter Wuchtigkeit: „Jetzt werde ich übernehmen, so kann es nicht weiter gehen!“

    Als Faran ein Geräusch hinter seinem Rücken vernahm, drehte er sich ruckartig um, und sah, wie Medea die Augen aufschlug. Na endlich… Sei nicht so streng mit ihr, sie hat sich schneller erholt als ich es erwartet hatte. Wirklich? Ja, vermutlich hätte jeder andere mindestens doppelt solange gebraucht. Nun gut, wenigstens etwas Positives.
    „Medea, wie geht es dir?“ „Danke der Nachfrage, schon besser. Was ist passiert?“ „Das war die Magie dieses Berges. Sie lässt jeden verzweifeln, ohne Fremde Hilfe kommt man hier nicht weit.“ „Also wurde ich gar nicht angegriffen?“ „Nein, aber ich dich dennoch gerettet. Jetzt sollten wir quitt sein. Kommst zu mit mir zum Lichtberg?“ „Ja, ich denke wir sollten zusammen bleiben. Lass uns keine Zeit verlieren.“

    Schon bald hatten sie den Schattenberg hinter sich gelassen, und betraten den Lichtberg. Die Sonne strahlte mit einer unglaublichen Intensität, und jeder normale Mensch hätte vermutlich bereits nach einigen Minuten sein Augenlicht eingebüßt. Faran und Gérak hingegen blühten geradezu auf, und kaum war Medea einige Zeit auf dem Berg, wuchsen ihr Flügel, und sie wurde von einer Lichtaura umgeben. Faran dachte nicht länger darüber nach, und erklomm weiter den Berg, stetig, mit wachsamen Augen auf der Suche nach einem Artefakt. Schließlich fanden sie ein Loch in der Erde, dass sich, nachdem Faran eine kleine Lichtkugel hinabschickte, als Eingang zu einer gewaltigen Höhle erwies, die sich unter dem ganzen oberen Bergteil, inklusive des Gipfels zu erstrecken schien.

    Das könnte eine Falle sein. Ich denke, wir müssen es riskieren. Der Meinung bin ich auch.


    „Medea? Ich denke wir müssen hinunter.“ „Wenn es sich nicht vermeiden lässt. Nach dir.“

    Faran schwebte langsam in die Höhle hinunter, und ließ sie in gleißendem Licht erstrahlen. Medea sprang schlicht und ergreifenden das Loch hinunter, und als sie kurz vor dem Aufprall auf dem Boden war, streckte sie ihre Flügel aus, und landete elegant neben dem Zwerg.

    „Hier ist nichts.“ Rief Faran aus, nachdem sie bereits seit einigen Stunden in der Höhle umherstreiften. „Hier ebenfalls nichts.“ Ertönte Medeas glockenhelle Stimme aus einer anderen Ecke. „Aber das Licht wird auch schwächer, ich kann schon fast nichts mehr hier erkennen!“ Seltsam, das dürfte eigentlich nicht passieren. Du hast Recht, lass uns einfach etwas mehr Licht schaffen.
    Eine Lichtwelle ging von Faran aus, und erleuchtete die Ganze Höhle. Doch schon nach kurzer Zeit, begann sich der Schatten wieder auszubreiten, und eroberte die Höhle wieder zurück. Was ist das? Das hat auf keinen Fall natürlichen Ursprung. Versuch das Licht in einem kleinen Bereich zu halten. Dann wandte sich Gérak direkt an Medea, und brüllte: „Schnell, komm hierher, ich denke wir werden angegriffen.“ Medea eilte herbei, und als sie bei Faran angelangt war, bemerkte auch sie den sich ausbreitenden Schatten. „Was ist das?“ fragte sie, mit einem Anflug von Panik in der Stimme. „Wir wissen es nicht, jedenfalls kein normaler Schatt]en.
    So stark auch dagegen ankämpfte, der Schatten verschluckte mühelos Meter für Meter das Licht. Als er kaum noch eine Steinwurflänge von den Beiden entfernt war, begann sich ein Gefühl der aufkeimenden Angst unter ihnen breit zu machen. Einzig und allein Gérak schaffte es noch, die Ruhe zu bewahren, doch als der Schatten sie fast erreicht hatte, begann auch er in Panik zu versinken. Hoffnungslosigkeit erfüllte Farans Bewusstsein. Das Wissen, dass sich niemand jemals an seine Taten erinnern würde. Das Gefühl, nutzlos zu sein. Vom Schatten umgeben. Der Dunkelheit schutzlos ausgeliefert. Allein. Für Immer. Und Ewig.

    Plötzlich vernahm er eine durchdringende Stimme, von einem noch dunkleren Charakter als die Finsternis selbst. „Ihr werdet Leiden, meine kleinen, ihr werdet durch die Angst selbst den Tod erleiden. Aber erst werdet ihr leiden. Lange leiden. Sehr lange, um genau zu sein. Das wird ein Höllenspaß!“ Ein Kichern, das eine tiefschwarze Seele zu Tage förderte, erfüllte die Höhle, und breitete sich zu einem schallenden Gelächter aus, das sich langsam, aber sicher mit den Schmerzensschreien von Medea und Faran vereinte.
  • Es wurde kälter und die Windböhen nahmen zu je mehr Zivot sich dem Gipfel näherte. Zivot kam an einem Plateau an wo ungewöhnlich viele Sträucher vorzufinden waren. Zivot spürte die Anwesenheit von Drachen. Drachen die schliefen und jederzeit aufwachen konnten. Von den Plateau aus konnte Zivot 6 Höhleneingänge sehen. Allesamt von Drachen bewohnt (dies konnte er an den Knochenresten von Tieren und Menschen vor den Höhlen erkennen).
    gacciuuuull Rika kschakitschi(Diese verdammte Rika auf Echsisch?) hörte der Mensch in seinem Kopf.
    "Was zum- wer ist da?" sagte er während diese sich Umdrehte und sah wie eine Echse mitsamt Rüstung emporkletterte. "Wie kannst du Rika getroffen haben, ich hab sie getötet!"
    Die Echse rannte nur an dem Menschen vorbei und deutete hinter sich. Doch Zivot sah nichts außer den Sonnenuntergang der ungewöhnlich schön war. Doch diese Schönheit wurde von einer unnatürlichen Helligkeit unterbrochen und kurz darauf blickte er wieder auf die schwarze Gestalt die anscheinend doch noch lebte.
    "Da hat Rika euch gefunden!" kreischte sie in einer Zivot leider nicht unbekannten Stimme.

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  • Mein Leben hat keinen Sinn, noch nicht einmal den Raum kann ich erhellen...- warum fühle ich mich so schlecht?
    Reiss dich zusammen und stell dich nicht so an
    Rotes Licht erfüllte die Höhle, ausgehend von den flackernden Flammen, die sich um Medeas Körper rankten und sich an ihr emporfrassen. Faran - immer noch schreiend - kauerte am Boden und schreckte schließlich aus seiner Trance auf, als das schwache Licht auf sein Antlitz fiel. Die Schatten schreckten kurzzeitig zurück und sammelten sich an den majestätischen Stalaktiten, die die Decke säumten. Zwei lange, dürre Arme kämpften sich aus den Schatten und rauschten schließlich auf den Zwerg und die immer noch in Flammen aufgegangene Medea zu. "Mit solchen Spielereien wirst du mich nicht aufhalten können, Weib, dein kleiner verstörter Freund hier wird dir dabei auch nicht viel helfen. Zwerge sind nicht viel besser als Menschenkinder, wenn überhaupt." Die Pranken wuchsen an und entrissen der Höhle den letzten Rest an Licht.
    "Es ist ganz dunkel...," flüsterte Medea und rannte hysterisch in die Finsternis, stolperte schließlich über einen Fels und schrammte über den harten Boden. Ihr langes Kleid klebte an der Haut, dass von Angstschweiss getränkt war. Etwas traf sie an der Seite und riss sie erneut zu Boden. Warm rann es ihrem Oberkörper hinunter und sie führte langsam ihre Finger an den Bauch. Blut...

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  • Keuchend lag sie auf Stein, während sich die Schattenhände über ihr aufbäumten und unaufhörlich wuchsen. Ein etwa faustgroßer Stein - von Faran beschworen - flog auf das dämonische Gebilde zu. Unbeeindruckt glitt es durch die immer größer werdenden finstren Pranken.
    Das Feuer erlosch und Medea rappelte sich mit zittrigen Beinen auf. Ihre Hände auf die Bauchwunde gepresst, humpelte sie zu dem verwirrten Zwerg, der mit leerem Blick auf den Dämon starrte. Goldenes Licht erhellte die Höhle wie ein Funken Hoffnung. Er ging von der sichtlich mitgenommenen Seraph aus und legte sich über ihren, sowie Farans Körper. Wie Glühwürmchen schwirrten Lichtpartikel um ihre blutverschmierten physischen Gestalten, die sich schließlich auf die großen und tiefen Schnitte legten. Die unzähligen Schürf- und Medeas Bauchwunde fingen unverzüglich an sich zu schließen, bis nur noch getrockneter Schorf zurückblieb.
    "Faran, versuch dieses Monster einzuschließen", presste die verschwitzte Medea heraus, worauf Faran flüsterte: "Einen Versuch ist es Wert..."
    Medeas Körper begann zu verschwimmen, reflecktierte das - jetzt von Faran ausgehende - hellbraune Licht und schließlich bestand ihr Körper komplett aus Wasser, das so schien als würde es von ihrem azurblauem Kleid in weiblicher Form gehalten werden.
    Ah... ich fühle wie meine Energie sich regeneriert
    Die Stalaktiten begannen zu wackeln und wuchsen anaufhörlich zu Boden. Blitzschnell umschlossen sie das, sich ständig umändernde Gebilde wie ein Gefängnis. Schließlich verbreteten sich die Felssäulen und riegelten es völlig ab. "Das sollte uns etwas Zeit verschaffen, wir müssen fliehen!", kam es von Faran und sogleich rannte er dem entfernten Tageslicht zu. Medea folgte ihm plätschernd.
  • Rasend schnell zog er an den ihm noch unbekannten Zivot vorbei, denn er wusste, dass er im Moment nichts gegen dieses seltsame Höllenweib namens Rika ausrichten konnte, doch er würde sich schon noch etwas einfallen lassen. Im Notfall würde er bei den Erddrachen Zuflucht suchen, diesen Vorteil hatte er als Echsenmensch.
    Der Gipfel des Berges war nichts besonderes, nichts was ihm einen Vorteil im Kampf gegen Rika bringen könnte, aber vor dort aus hätte Gyulkus zumindest einen besseren Überblick über das Gelände, sodass er immer noch schnell genug reagieren könne, sollte etwas passieren.
    Zielstrebig kletterte er an Felswänden empor, zog sich an Felsvorsprüngen hoch, die Augen stets offen haltend für das heiß begehrte Artefakt, dem Auge des Phoenix.
    Einige Zeit später erreichte er ein weites Plateau, nur wenige Büsche standen hier, ein schwacher Wind fegte über den Platz und am anderen Ende des Plateaus befand sich ein riesiges Loch – ein Höhleneingang, wie sich Gyulkus dachte.
    Plötzlich war ein Beben wahrzunehmen, zunächst sehr schwach, doch es wurde immer stärker und stärker, bis scheinbar wie aus dem Nichts ein Geröllmassiv aus dem Boden hervor schoss, alles zermalmend was sich ihm in den Weg stellte.
    „Jämmerlicher Wicht!“, hörte Gyulkus jemanden rufen. Rika kam ebenfalls aus dem Plateauboden hervor, ihr Körper komplett dunkel und durchdringlich. Die lebende Lawine spuckte regelmäßig große Felsbrocken auf Rika, die jedoch einfach durch ihren Körper hindurch flogen, als wäre dieser nicht präsent.
    Was geht hier vor?!, dachte sich Gyulkus, der sich mittlerweile im Schatten des Höhleneingangs versteckt hatte. Er wusste überhaupt nicht, was sich hier abspielte, warum diese ominöse Rika seinen Weg kreuzte und wer oder was diese Lawine zum Leben erweckte.
    Rika drehte sich um, steckte ihren Arm aus und tauchte diesen binnen Sekunden in glühendes Licht. Die Felsgeschosse pulverisierten und aus dem Boden erhob sich die Gestalt Zivots.
    Dieser Menschling, was hat er hier verloren und was hat er mit dieser Rika gemeinsam?! Es muss einen Grund geben, warum hier noch andere Leute außer uns sind, sie sind offensichtlich ebenfalls hinter den Artefakten her. Doch warum zwei unterschiedliche Fraktionen? Wir haben bisher angenommen, es seien nur die Yuhôlli … sollte ich diesem Menschling also helfen? …
    Kaum hatte sich das Dämonenweib wieder in ihre Lichtform verwandelt, schossen Hunderte von Stalakmiten aus dem Boden hervor und versuchten Rika zu durchspießen.
    Dieser Menschling gebietet also über die Kräfte der Erde …
    „Rika wird dich töten, dich pulverisieren! Das Auge gehört Rika!“
    Das Auge?!!!
    Gyulkus wurde hellwach. Diese Dämonin will das Auge, ich muss dem Menschling helfen!
    Ohne zu zögern sprang Gyulkus aus seinem Versteck hervor, fuhr die Klauen aus und lud diese bereits mit Energie. Noch ehe sich Rika umgedreht hatte, verpasste ihr der Echsenmensch einen harten Schlag und schleuderte sie gegen eine Felswand, die jedoch sofort schmolz.
    Gyulkus und Zivot blickten sich kurz gegenseitig in die Augen, bevor sie Ihre Aufmerksamkeit wieder der Dämonin widmeten. Sengend heißer Dampf stieg empor und aus dem Rauchnebel erhob sich Rika.
    „Ihr werdet sterben, durch Rikas Hand!“
  • Medea glitt Faran hinterher, der sich auf die schwache Lichtquelle zu bewegte. "Wir haben es wirklich geschafft...", flüsterte er leise der sichtlich erleichterten Seraph zu. Nach kurzer Zeit erreichten sie den Ausgang und traten in die gleißenden Strahlen der Sonne.
    Totenstille breitete sich in der Höhle aus, die von schwachen Licht aus dem Eingang beschienen wurde. Niemand war zu sehen.
    Langsam folgte das Licht dem Lauf der Sonne und machte schließlich zwei zusammengekauerte, am Boden liegende Gestalten sichtbar. Über ihren Köpfen ballte sich eine bedrohliche schwarze Flüssigkeit zusammen und tropfte langsam auf sie hinab...

    Schallendes Gelächter zerstörte die zuletzt aufgekeimte Hoffnung und gab Medea den Sinn für die Realität zurück: Sie waren gar nicht entkommen, er war immer noch hinter ihnen her. Die Sonne verdunkelte sich... Nein, war es überhaupt die Sonne, die wie ein riesiger Ball am Firmament schwebte? Das Gebilde transformierte sich, wechselte die Gestalt und formte sich zu einer geisterhaften, schwarzen Gestalt, die sich ohne erbarmen den Beiden näherte.
    Mit der zuvor regenerierten Energie formte Medea nun einen Wall aus eisigem Wasser. Von ihren Händen ausgehend schoss es in alle Richtungen und bildete schließlich eine schützende Kugel um den Zwerg und die Seraph. Immer noch bewegte sich der Dämon auf sie zu.
    Es klirrte hell als er auf den Schutzschild prallte, doch mehr als einen Ton vermochte der Schild nicht mehr von sich zu geben als er wie dünnes Glas zerbrach. Wie die personifizierte Finsternis umschlang der Schatten Medea und Faran und labte sich an ihrer Angst. Er wuchs ins Unermessliche und lachte schließlich mit tiefer, bedrohlicher Stimme: "Gestatten, ich bin Dûl, euer schlimmster Alptraum."

    Sie riss die Augen auf. "Wo bin ich??", schrie Medea als sie entdeckte das sie das bizarre Bild der verdunkelten Sonne nicht mehr sah, sondern wie zuvor den kalten Stein in der dunklen Höhle. Eine pechähnliche Flüssigkeit vermischte sich mit ihrem Blut und tropfte auch über Faran, der sich selbst nicht durch das nicht enden wollende Rütteln Medeas nicht zum Aufwachen bewegen ließ. "Das ist unser Ende...," sinnierte sie vor sich hin und hatte nach Stand der Dinge zu urteilen kein Unrecht...
  • Corwyn machte einen wackeligen Schritt zurück, als Layx mit einem Grinsen langsam auf ihn zukam. Corwyn atmete schwer; er hatte viele Verletzungen davongetragen. Diesem Gegner war er nicht gewachsen.
    Er ist einfach zu stark, zu schnell – ich kann ihn nicht besiegen…verdammt.
    „Was ist los Würmchen? Geht dir die Puste aus? Hahahahaha“, stichelte Layx weiter.
    Verzweifelt ging Corwyn noch einmal in die Offensive und führte einen Hieb gegen Layx, der diesen aber mühelos abwehrte und Corwyn einen Tritt in den Magen verpasste, der ihn mehrere Meter weit nach hinten fliegen ließ.
    Verdammt mit meinen Verletzungen bin ich zu langsam und kann nicht ausweichen..
    „Ooh das Würmchen kann ja auch fliegen, kannst du auch glühen?
    Layx ging mit gemächlichen Schritten wieder auf Corwyn zu, der nun einige Wurfdolche auf Layx warf, die dieser aber ohne Problem mit seinem Schwert abwehrte. Als er nah genug heran war, schlug Layx einmal mit der flachen Seite seines Schwertes zu, sodass Corwyn zur Seite geworfen wurde und wieder einmal am Boden lag. Ohne Gnade kam Layx auf Corwyn zu und sprang in die Luft, nur um auf seinen Knien aufzukommen und Corwyn somit beide Beine zu brechen! Vor Schmerzen schrie Corwyn auf und wand sich auf dem Boden herum. Ihm wurde schwarz vor Augen, der Schmerz war unerträglich.
    "Hahahahaha, genug gespielt, schließlich muss ich ja das Auge finden und du fängst sowieso an mich zu langweilen Würmchen.“
    Wir sind also nicht die einzigen die das Auge suchen!
    Mit erhobenem Schwert ging Layx auf Corwyn zu, um ihn endgültig zu erledigen. Corwyn, am Ende seiner Kräfte, versuchte sich mit den Armen wegzurobben, doch er kam nur langsam voran, denn an den Armen hatte er zahlreiche Schnittwunden erlitten. Layx war schon wieder heran, wälzte Corwyn mit einem Fußtritt auf den Rücken und stellte einen Fuß auf Corwyns Bauch, um ihn am Boden festzuhalten
    „Nun denn Würmchen, nun hörst du doch auf zu kriechen, hahahaha.“
    Doch bevor Layx seinen Todesstoß ansetzen konnte, hatte Corwyn noch ein letztes Mal zugestochen und beinahe das Knie von Layx durchbohrt, hätte dieser nicht sein Bein nicht in der Schattenwelt verschwinden lassen.
    „Elendiger Wurm verreck endlich!“, zischte Layx und hob sein Schwert.
    So endet es also…

    Resigniert und müde schloss Corwyn langsam die Augen…

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  • Wogra war voll auf seine Kuppel konzentriert. Jetzt war Tomoes Chance, zuzuschlagen. Er zog sein Messer und verstärkte Ainos Körper, mit allem was er zu bieten hatte, ohne dem Körper zu sehr zu schaden. Er hatte sich bereits hinter Wogra positioniert, war nun also bereits. Er sprang auf Worgra zu und erreichte ihn, bevor dieser überhaupt bemerkte, das etwas auf ihn zuflog. Das Küchenmesser Ainos drang bis zum Anschlag in den Rücken von Wogra, der vollkommen überrascht war, verfehlte jedoch sein Herz.
    Wogra brüllte auf und drehte sich um, doch Tomoe, der erkannt hatte, dass sein Attentat nicht ganz nach Plan verlaufen war, verwandlte sich blitzschnell in das kleine unschuldige Mädchen Aino. Wogra, der aufgehört hatte, Metall in den Erdboben zu pumpen, konnte seinen Augen kaum glauben. "Was machst du hier, du kleiner Wicht?!", brüllte er Aino an, die auf die Knie ging und anfing zu weinen."Hast du gesehen wer mich mit diesem Messer angegriffen hat?! Oder warst das gar du?!", fragte Wogra, der nicht mehr verstand, was hier vor sich ging.Aino schluchtze:"Ich war es nicht Herr, bitte verschont mich".
    "Nun, ich habe noch nie irgendjemanden verschont Kleine. Aber ich mache es schnell". Mit diesen Worten ließ Wogra eine Klinge aus seinem Arm wachsen und holte zum Schlag aus, ohne darauf zu achten, das Ainos Augen in dämonischem Rot glänzten und die Luft um sie herum flimmerte...

    Zur gleichen Zeit konnte Larten kaum glauben, das der Metalldorn, der Sekunden zuvor noch im Begriff gewesen war, sich in seine Brust zu bohren, nicht von der Metalldecke gefallen war. Was geht hier nur vor sich? Anscheinend ist Wogra mit etwas anderem beschäftigt. Das ist meine Chance, ich muss hier rauskommen, vielleicht ist Gyulkus oder Corywyn da draußen!
    Unter Schmerzensschreien riss Larten also die Stacheln aus seinen Beinen und bedeckte die Wundränder mit seinem heilende Vampirspeichel. Das musste für sein Vorhaben reichen. Er stand also auf, sammelte seine Messer ein und versuchte erneut, die Metallkuppel zu durchdringen. Diesmal wurde sie schon beim ersten Schlag brüchig, da Wogra kein Metall mehr nachpumpen konnte. Larten fasste wieder Hoffnung.
    Wenn ich hier rauskomme werde ich mich ihm nicht sofort wieder zum Kampf stellen. Alleine bin ich ihm nicht gewachsen, von meinen Verletzungen ganz zu schweigen. Doch wer auch immer mich gerettet haben sollte, ich darf nicht zulassen das Wogra ihn tötet.
    Nach 3 weiteren, kraftvollen Hieben mit seinen verzauberten Messern brach ein großes Stück aus der Kuppel heraus und Larten konnte endlich wieder frische Luft atmen und die Winde des Berges spüren. Doch was er sah verwunderte ihn. Wogra holte grade zum Hieb gegen ein kleines Mädchen aus, das eine unheimliche Aura verstrahlte. Sollte sie etwa mein Retter sein???
    Doch das war Larten jetzt egal, wichtig war, sie zu retten, doch er wusste, er konnte sie unmöglich rechtzeitig erreichen. Nichts desto trotz versuchte er es.
    Die Klinge Wogras fuhr auf Aino hinab, doch natürlich hatte Tomoe seine Finger im Spiel. Der Schlag ging ins Leere, und zugleich attackierte Tomoe Wogra von hinten erneut mit dem Küchenmesser. Doch diesmal hatte Wogra seine Rückendeckung gesichert, denn schon einmal hatte ihm ein ungedeckter Rücken beim töten eines Gegners gestört. Tomoe jedoch war mächtig genug, sein erstes Schild zu durchbrechen, doch bevor er Wogra erneut verletzen konnte, wich dieser zurück. Gleichzeitig realisierte er, das Larten der Kuppel entkommen war.
    Was ist das für ein Kind? Es ist blitzschnell und scheint Wogra genauso gewachsen oder auch nicht gewachsen wie ich. Es muss über dämonische Kräfte gebieten, wie Wogra. Ich sollte nicht länger hier verweilen und lieber zu der Gruppe zurückkehren, ich brauche einfach ihre Hilfe. Auch wenn ich das ihnen gegenüber nich zugeben werde!
    Larten setze ein letztes mal seine Windbeherrschung ein, um den überraschten Wogra möglichst weit wegzuschleudern, und ließ das Mädchten und ihn auf dem Plateau zurück. Er eillte so schnell er konnte den Berg herunter, um wieder zum Treffpunkt zu gelangen, wo er hoffte, mit den anderen Wogra besiegen zu können.
  • "Du scheinst kein normaler Mensch zu sein. Der Dämon ist wie ich auf der Suche nach den Artefakten. Tut mir leid dich mit hineinzuziehen, aber du kannst mir vertrauen, ich bin der Gute", rief Gyulkus dem Menschen zu.
    Es scheint, dass insgesamt drei Parteien hinter dem Artefakt her sind. Diese Dämonen, diese Gestalten von Echsen und meine Wenigkeit. Die Echse vertraut mir... das sollte ich ausnutzen
    "Von welchen Artefakten redest du?", fragte Zivot, um seiner Tarnung mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen.
    "Das erzähl ich dir später, erst einmal müssen wir dieses Weib töten."
    Rika raste auf die beiden mit dunklem Körper und glühenden Händen zu. Mit einem großen Sprung und ausgestreckten Händen griff sie nach Gyulkus um ihn zu verbrennen und lechzte nach Vergeltung für den schweren Hieb den sie einstecken musste.
    Gyulkus wich geschmeidig aus und lud wieder seine Armschienen mit Energie auf,um ihr blitzschnell in die Seite zu schlagen, doch die Attacke ging durch ihren schwarzen Körper hindurch. Schnell verwandelte sie ihre unteren Extremitäten in helles Lich und trat Gyulkus in den Bauch.
    Ein lautes Zischen war zu hören.
    Sich am Bauch festhaltend sprang Gyulkus von Rika weg. Doch Rika war noch nicht fertig. Mit Leichtigkeit Sprang sie hinter ihm her, doch in der Luft wurde sie von einer riesigen steinernen Faust auf den Boden geschlagen.
    Zivot hatte seinen Arm vergrößert und eine dicke Steinschicht um seinen Arm gelegt, um Gyulkus zu retten, ohne dass er sich an der großen Hitze groß verletzt hätte.
    Rika lag auf dem Boden und ihr schmerzten die Arme und Beine, welche zu dem Zeitpunkt als einzige Schaden nehmen konnten.
    Zivot der seinen Arm wieder verkleinerte ging nicht unverletzt aus dem Angriff hervor. Die große Hitze verbrannte die Steine bevor er sie berührt hatte, und Brandwunden waren auf seiner Hand zu sehen.
    Hinter einem großen Fels hielt sich Gyulkus versteckt, sodass nur Zivot ihn sah. Zivot sah wie er wieder seine Armschienen mit Energie auflud. Er formte ein Ebenbild von ihm aus Stein und platzierte es hinter der noch etwas benommenen Rika. So, dass das Ebenbild genau zwischen der Echse und dem Dämon stand. Er selbst versteckte sich in der Erde damit die Täuschung perfekt war. "War das schon alles was du kannst? Nur deine Arme und Beine leuchten lassen reicht nicht um uns zu besiegen, da muss du dir schon mehr Mühe geben!", provozierte er sie.
    Wütend ließ Rika ihr ganzes Antlitz erleuchten. Es wurde unglaublich dunkel in der Umgebung, nur in einer kleinen Reichweite um Rika herum war es blendend hell. Zivot der im Boden nichts sehen konnte spürte trotzdem eine sengende Hitze die den Boden unter Rika zum Austrocknen brachte.
    Auf der Erdoberfläche jedoch hielt sich Gyulkus bereit. Er musste nich viel sehen um anzugreifen, das hellste Licht würde nicht seinen Geruchssinn trüben. Und Gyulkus wusste auf welchen Geruch er ausschau halten musste, es was ein starker Geruch nach Hitze und ein Hauch von Tod.
    Rika sprang raubkatzenartig auf den Doppelgänger, welcher unverzüglich zu Staub zerfiel. Sofort sprang Gyulkus aus seinem Versteck und verpasste Rika mit seinen scheinbar unzerstörbaren Armschienen einen schweren Schlag ins Gesicht und schickte gleichzeitig einen elektrisierenden Blitz los, demRika dank ihrer Reaktionen ausweichen konnte, indem sie sich sobald sie den Schlag spürte in Dunkelheit verwandelte.
    Nichtsdestotrotz wurde sie durch die Wucht des Schlages mehrere Meter zurück katapultiert.
    Zivot konnte sich vor Neugier nichtmehr halten. Er rannte auf die Person auf dem Boden zu und fragte drauf los. "Wie viele seid ihr? Welche Augen habt ihr? Wie viele Augen habt ihr schon gesammelt?"
    Gyulkus bekam die 'Verhörung' mit. Augen? Ich hab ihm nie was von Augen erzählt. Verdammt, er ist auch hinter den Dingern her.
    Ohne zu zögern griff Gyulkus seinen vermeindlichen Freund an. Er konzentrierte seinen Geruchssinn wieder auf das Menschliche in der Umgebung. Zivot hörte lautes Fußstapfen von hinten und merkte, dass Gyulkus angerannt kam. Die Echse stürmte so auf ihn zu, dass Zivot keinen Zweifel an der feindlichen Intention Gyulkus' hatte. Vorsichshalber wich Zivot zur Seite aus und Gyulkus flog mit seinem Flugkick ins Leere. Die Echse stand nun vor Rika, die selber wieder erwachte. "Was soll das? Ich bin doch dein Verbündeter!", schrie Zivot die Echse heuchlerisch an.
    "Hör auf zu lügen, ich habe dich durchschaut!", zischte Gyulkus und holte zum Schlag aus, nachdem er seinen Satz beendet hatte.
    "STOP!", schrie Zivot und hielt seine rechte Hand hinaus. In der Schlagbewegung blieb Gyulkus hängen. Rika, die sich wieder gefasst hatte, verwandelte sich wieder in gleißendes Licht. Zivot kniff seine Augen reflexartig zu und reichte auch seine linke Hand hinaus in Richtung Rika welche auch in ihrer Position verharrte.
    Gyulkus versuchte gegen die unsichtbare Kraft anzukämpfen und konnte sich trotz all seiner Macht nur langsam vorwärts bewegen. Auch Rika verwandelte ihre Beine in Dunkelheit und konnte diese nutzen, um sich nach vorne zu kämpfen.
    Nun war dem Menschen seine missliche Lage bewusst. Ruckartig ließ er sein Arme zur Seite schwingen und löste die Telikinese. Gyulkus und Rika die noch beide unter geringem Einfluss der Telikinese standen flogen beide mehrere Meter zurück. Plötzlich fing der Boden an zu vibrieren. Dutzende von Steinplatten schwebten in die Luft und auf einer von diesen konnte Gyulkus Zivot erkennen. Mit Leichtigkeit stand die Echse wieder auf und sprang von einer Steinplatte zur anderen und arbeitete sich schnell voran zu Zivot. Doch Zivot war hatte die Kontrolle. Er ließ andere Steinplatten auf Gyulkus zufliegen, denen Gyulkus jedoch ausweichen konnte und teilweise auch mit seiner Rüstung abwehrte. Auch Rika schwebte hoch in Richtung Zivot und die Steinplatten verwandelten sich zu Staub bei der geringsten Berührung mit dem Dämon. Zivot saß in der Falle.
    Innerhalb von Sekunden war Gyulkus vor Zivot angekommen. Gyulkus gab kurze und präzise Schläge von sich, die Zivot allesamt mit Schmerzen einstecken musste. Doch zu seinem Glück, oder Unglück kam Rika hinzu. Gyulkus musste seinen Angriff abbrechen, denn Rika war hinter ihm und war dabei alles in Staub zu verwandeln was sich ihr in den weg stellt. Mit einem Vorwärtssalto sprang er über Zivot hinweg um der herrannahenden Rika Zivot zu überlassen. Doch Zivot wollte sich nicht mit diesem Schicksal abfinden. Er vergrößerte beide Arme und griff nach oben wo er noch den Schwanz von Gyulkus zu fassen bekam. Mit all seine Kraft schleuderte er die Echse, die in der Luft ohne Halt völlig wehrlos war, auf Rika, um gleich zwei Gegner außer Gefecht zu setzen. Doch Rika war schneller als er erwartet hatte. Mit der linken Hand schlug sie auf den rechten Oberarm von Zivot, der ein Zischen von sich gab. Doch bevor Rika größeren Schaden anrichten konnte, wurde sie von der unfreiwillig fliegenden Echse unterbrochen. Gyulkus schaffte es sich in Letzter Minute zur Seite zu drehen, damit er die Kraft von Zivots Wurf für sich ausnutzen und mit seiner Armschiene Rika einen harten Schlag in die Seite verpassen konnte. Rika knallte hart auf den Boden auf, sowie auch kurz darauf Gyulkus, der keine Steinplatte finden konnte, die ihn in der Luft hätte halten können. Zivot, welcher von mehreren Verletzungen gezeichnet war, sank ebenfalls langsam zu Boden. Zivot schickte sich an weiterkämpfen und versuchte seine Arme zu erweitern, doch schmerzhafte Krämpfe in seinen Muskeln verhinderten dies.
    Gyulkus lag völlig erschöpft auf dem Boden und hatte nun Mühe sich auf den Beinen zu halten, von Kämpfen konnte keine Rede mehr sein. Nur Rika schien eine unausschöpfliche Quelle an Ausdauer und Energie zu besitzen. Sie schwebte wieder bedrohlich in die Luft und visierte den nahe stehenden Gyulkus mit einem zufriedenen Lächeln an.

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  • Zheyt-lahirije öffnete gemächlich die Augen.

    Es schien so lange herzusein, dass er Eliza mit nichts weiter als einigen alten Knochen, einer knappen Rüstung und einem kurzen Schreiben an Gyulkus fortschickte.

    Sein Blick berührte sanft die hohen, schneebedeckten Berge mit ihren Spitzen, die den weißen Mantel durchbohrten und fern silbern schimmerten, glitt über die scheinbar endlosen kalten Ebenen.

    Es schneite.

    Kleine, zarte Schneeflocken fielen langsam herab, streuten das kalte, eisige Licht - es schien, als blicke er durch eine dünne Gaze.

    Seit einigen Tagen schon waren sie dem „Ruf" gefolgt, wie ihn Zheyt-lahirije nannte - Aurora nannte es zielloses Umherirren, aber das würde sie ihm nie sagen;
    Zu sehr quälte er sich schon mit dem Gedanken, er habe seine Gefährten verlassen müssen.

    Der Vazhel spannte seine schmerzenden Muskeln an - gestern waren sie den ganzen Tag über gelaufen, einem unbestimmten Ziel entgegen, dass sie durch sein Gespür für Magie in der Nähe glaubten.

    Wie nah „nah" war konnte jedoch niemand sagen...

    Zheyt-lahirije wandte sich zu Aurora, friedlich schlief sie - bald würde sie sich wieder in einen Menschen verwandeln, unter Schmerzen, wie immer.
    Heiße Tränen stiegen in ihm hoch - wer hatte ihr das angetan?
    Wer hatte ihm das angetan?
    Zornig versuchte er seine Trauer zu unterdrücken, doch er konnte nicht verhindern, dass eine Träne fiel, ein Loch in der makellosen Schneedecke hinterließ.
    Es tat ihm weh, sie jetzt wecken zu müssen - müde war sie, man sah es ihr an, doch sie mussten weiter.

    Sanft berührte er das Fell des Wolfes.


    Lange schon waren sie gewandert - Aurora bereitete es kaum Schwierigkeiten, doch der Vazhel spürte die Erschöpfung, seine Glieder pochten und sein Kopf fühlte sich an, als ob er zur Implosion bereit wäre.
    Mühselig schleppte er seine schmerzenden Beine hinter sich her.
    Sein Amulett schien ihm immer schwerer zu werden, ihn hinunterzuziehen - doch immerhin verstärkte sich sein feuriges Glühen von Zeit zu Zeit, ein Beweis (hoffte er zumindest), dass sich der Vazhel die magische Präsenz nicht nur einbildete.
    Aurora blieb plötzlich stehen und wandte sich zu ihrem Gefährten - er sah, wie das Fell immer kürzer wurde, und sich schließlich ganz in der nun kahlen Haut zurückzog.
    Der Wolf richtete sich auf.
    Seine rechte Pfote spaltete sich in 5 schlanke, helle lange Finger, der Handteller vergrößerte sich und Knöchel traten einmalig hervor, bevor sie sich wieder zurückzogen.
    Sehnen wurden sichtbar.
    Alsbald geschah es auch mit der linken Pfote - die Hinterbeine verlängerten sich, wurden allmählich zu wohlgeformten Beinen, die in hübschen elfischen Füßen mündeten.
    Die Schnauze zog sich zurück, und an ihre Stelle trat eine kleine Nase, die Reißzähne verschwanden allmählich, ein weiblicher Mund mit Lippen wie Federn erschien - smaragdene Augen blickten ihn liebevoll an.
    „Da bin ich wieder.", lächelte sie, konnte jedoch ein schnappendes Atemholen nicht unterdrücken - konnte die Schmerzen nicht verbergen.
    Er schaute sie besorgt an, verzog seine Lippen zu einem traurigen Lächeln.
    Kam ein paar Schritte auf sie zu und legte seine Arme um ihren Körper.
    Langsam erwiderte sie seine Umarmung.

    Schon aus einigen Schritten Entfernung verschmolzen Aurora und Zheyt-lahirije zu einem einzigen, gräulichen Schemen vor einem eisigen Hintergrund, dessen Saum das frostige Gebirge schmückte.

    Der Schneefall verstärkte sich.

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  • Nestor hatte keine wirkliche Kontrolle mehr über das was er tat. Alle seine Handlungen waren nicht mehr durch seine Gedanken gesteuert, sondern nur noch durch animalische Instinkte. Nachdem der Vollmond sich am Himmel abgezeichnet hatte, war aus Nestor eine Bestie, ein Werwolf geworden. Seine Größe betrug nun an die 2m und unter dem dichten braunen Fell, das seinen ganzen Körper bedeckte, zeichneten sich deutlich riesige Muskeln ab. Nestors Blick war auf die Szenerie vor ihm gerichtet, die er von einer Felswand über einer Höhle hängend beobachtete. Eine kleine Gestalt lag bewegungslos auf dem Boden, während eine Größere immer wieder mit einem Schwert in ihren Brustkorb stach. Nestors Nasenflügel weiteten bei dem Geruch von Gewalt, der sich vor ihm erhob, und sein Blut geriet in Wallungen. Seine Krallen bohrten sich tief in das Gestein und aus seinem Maul tropfte inzwischen unentwegt Speichel, der sich am Boden schon zu einem kleinen See angesammelt hatte. Nestor konnte seinen Hunger nach Gewalt und Zerstörung nicht länger unterdrücken und presste sich mit solcher Kraft von der Wand ab, um die Gestalten anzugreifen, dass sich große Felsbrocken von der Wand lösten und zu Boden krachten.
    Das Auge der Gegenwart hatte den Werwolf schon lange beobachtet, wie er an der Wand geklammert gelauert hatte in Terons Rücken. Bisher hatte er keine Anzeichen von Feindseligkeit gegeben, doch gerade als Teron dazu ausholte das kleine Untote Mädchen zu köpfen, nachdem das Durchsieben des Brustkorbes eher unbefriedigend war, drückte sich der Werwolf von der Wand ab und sprang auf Teron zu. Sofort hielt Teron in seiner Bewegung inne und sprang zur Seite, während er sich gleichzeitig umdrehte. Die Bestie krachte mit voller Wucht auf die kleine Gestalt des Mädchens, die nun eingequetscht in einem tiefen Krater lag, den der Aufprall des Werwolfes hinterlassen hatte. Die Zeit, die er das Auge der Göttlichkeit offen halten konnte war bereits zur Hälfte abgelaufen, er musste die Bestie schnell töten, um nicht in Gefahr zu geraten einem Gegner geschwächt zu begegnen.
    Nestor erhob sich langsam aus dem Krater, nachdem er sich angewieder von deren Geruch von der kleinen Gestalt abgewendet hatte, und blickte zu Teron, der sein Schwert gesenkt in der einen Hand hielt. Nestors Instinkte schrien förmlich in ihm auf und sofort sprang er auf Teron zu eine Klaue erhoben, um ihn zu Köpfen. Das Auge der Zukunft sah wie die Klaue auf Höhe seinesâs Kopfes auf ihn zuraste und ihn Köpfte. Teron machte keine Anstalten auszuweichen, er würde dieser Bestie zeigen, was wahre Kraft war. Er hob eine Hand und fing mit ihr die riesige Klaue des Werwolfes auf. Von der Wucht des Aufpralls wurde er nach hinten geschoben und hinterließ eine Spur in der Erde. Nestors Maul war nur wenige Zentimeter von Teron entfernt und schnappte wild nach ihm. Doch Teron hielt der Kraft des Werwolfes stand, keinen Zentimeter bewegten sich die beiden Arme. Nestor holte nun mit seiner anderen Hand aus, um Teron zu packen, doch das Auge der Zukunft sah auch dies kommen. Bevor Nestors Hand ihn erreichen konnte, bohrte sich Terons Schwert in diese. Der Werwolf jaulte laut vor Schmerz auf, löste sich von Teron und sprang einige Meter zurück. Nestors durchbohrte Hand war wie gelähmt. Er konnte sie weder fühlen noch bewegen und dies ließ unermessliche Wut in ihm hinaufsteigen. Teron hatte nicht vor noch länger mit dem Kind zu spielen, immerhin musste er noch das Mädchen entsorgen. Langsam bewegte er sich auf die Bestie zu, darauf vertrauend, dass deren Instinkte ihm seine Gelegenheit schon liefen würden. Als Teron noch etwa 5 Meter entfernt war offenbarte sich diese Gelegenheit, als Nestor sich vor Wut auf seinen Hinterbeinen aufbäumte und ein lautes Brüllen ausstieß. Schneller als es der Werwolf wirklich wahrnehmen konnte, geschweige denn reagieren, war Theron mit gestrecktem Schwert an ihm vorbeigerast und stand nun hinter ihm, das Schwert langsam wieder in die Hülle steckend. Nestor drehte sich zu ihm um und wollte gerade wieder aufbrüllen, als er einen Schmerz an der Seite spürte, an der Teron vorbeigerannt war. Er blickte an sich herab und sah wie sich langsam ein tiefer Spalt in seiner Seite öffnete und halb durchtrennte Organe langsam aus ihm herausquollen. Nestor konnte nur noch ein leises Jaulen ausstoßen bevor er mit einem Krachen tot zu Boden fiel. Teron wandte sich wieder dem untoten Mädchen zu, um seine Arbeit zu beenden, als plötzlich der Boden zu vibrieren begann und ein lautes Brüllen zu hören war, dass sogar ihn erzittern ließ.

    Benam stand nun Râ in seiner wahren Gestalt gegenüber, in der er über seine komplette Macht verfügte, und er wusste, dass seine Chancen zu siegen nun beträchtlich gesunken waren. Râ erhob sich mit einem Schlag seiner Flügel in die Luft und richtete eine Hand auf ihn. Die hunderten kleinen Ascheteile, die ihn umschwirrten, blieben plötzlich alle in der Luft stehen und begannen sich zu kleinen spitzen Dolchen auszdehnen, die alle auf Benam gerichtet waren. Râ ballte seine Faust und die Dolche rasten sofort auf Benam herab. Dieser wollte sich wegteleportieren, doch er konnte nicht. Als er hinabblickte sah er sich auf einer noch dunkleren Erde stehen, als sie sowieso schon auf dem Berg war. Verdammt, wann hat Râ diesen Zauber gewirkt? Solange ich auf dieser gottverdammten Erde bin, werde ich mich nicht teleportieren können...
    In letzter Sekunde öffnete er ein Portal vor sich. Doch er konnte es nicht groß genug werden lassen, bevor die Dolche ihn erreichten, wodurch etwa ein dutzend Dolche ihn in Arme und Beine trafen. Den größten Teil der Dolche erwischte Benam mit seinem Portal und ließ sie direkt hinter Râ aus einem zweiten wieder hinausgleiten. Doch die Dolche trafen Râ nicht, sie durchflogen ihn ohne jeglichen Schaden anzurichten und rasten erneut auf Benam zu. Benam ignorierte den Schmerz in seinen Gliedern und sprang schnell in sein eigenes Portal. Sofort formte er einen großen Energieball von dunkler Magie in seiner Hand, den er auf Râ Rücken ausrichtete, nachdem er das Portal hinter ihm wieder verlassen und geschlossen hatte. Doch er kam nicht dazu seinen Angriff zu ende zu führen. Aus der dunklen unruhige Masse, die sein Körper war und an deren Oberfläche immer wieder menschliche Konturen zu sehen waren, kam eine dunkle Hand geschossen die ihn an seinem Hals packte und in die nächste Felswand schmetterte. Benam bekam unter dem Druck der dunklen Hand keine Luft mehr und stieß seinen Energieball in deren Arm. Der Arm riss an der Stelle, an der die dunkle Magie auf ihn traf und zog sich wieder in Râs Körper zurück, während der Teil, der Benam gepackt hatte, zu schwarzer Asche zerfiel. Asche? Aber das hieße ja..
    Panisch versuchte Benam sich aufzurichten und aus der kleinen Höhle, die sein Aufprall erzeugt hatte, zu entfliehen, doch Râ drehte nur seinen Kopf zu ihn um und schon schwebten alle Aschepartikel vor den Ausgang des kleines Loches und formten sich zu unzähligen kleinen Dolchen. Râ grinste erneut: ,,Das war's dann wohl.."
    Die Dolche flogen auf Benam zu, doch bohrten sie sich lediglich in die Wand vor der Benam gerade noch gekauert hatte. Benam selbst hatte sich über Râ teleportiert können, da er in dem Aufprallloch nicht von Râ dunkler Erde betroffen gewesen war. Benam zog sein Schwert und raste auf Râs Kopf zu, um diesen zu durchbohren. Doch dazu kam es nicht. Benam spürte wie sich die Dolche, die immernoch in seinem Gliedmaßen stecken zu bewegen begannen. Sie sanken bis zum Ansatz in seine Knochen und zogen plötzlich wie von unsichtbaren Fäden bewegten seine Gliedmaßen auseinander, sodass er mit weit von sich gespreizten Armen und Beinen in der Luft hing. Vor Schmerz ließ er sein Schwert, denn der Druck nach Außen hörte nicht auf. Benam spürte wie Sehnen rissen, sich Blut in seinem Körper ausbreitete bis schließlich alle vier Gliedmaßen von ihm gerissen wurden. Er schrie laut auf, als Ströme von Blut aus den zurückgebliebenen Stümpfen kamen und zu Boden flossen. Râ packte Benams übriggebliebenen Rumpf und hielt sein Gesicht vor sein eigenes.
    ,,Noch nie hat ein Seelenfresser einen Urdämon besiegt und das hat sich auch heute nicht geändert."
    Er senkte den kurz vor der Ohnmacht stehenden Benam, der nur dank seiner dämonischen Kräfte überhaupt noch am Leben war, auf die Höhe seines Brustkorbes. Die schwarze Masse seines Körpers geriet in starke Bewegung bis schließlich vier dunkle Hände aus ihr schossen, die Benam packten und in die dunkle Masse hineinzogen, bis sie ihn ganz verschlungen hatte. Enorme Kraft durchströmte Râ daraufhin und ließ ihn auflachen.
    Nun wusste er Endlich wie es war einen Seelenfresser zu absorbieren. Es war tatsächlich so gut, wie seine Brüder immer gesagt hatten. Plötzlich spürte er die Erde beben und hörte ein dunkles Brüllen aus der Erde kommen, das von gewaltiger alter Macht erfüllt war. Der Drache ist erwacht? Aber wi.... Elle...

    Elle hatte den Kampf zwischen Layx und dem Halbelfen aus ihren Träumen beobachtet. Der Halbelf hatte zu keiner Zeit des Kampfes auch nur den Hauch einer Chance gegen den Dämon gehabt. Doch so ging jedem, der Layx zum ersten mal gegenüberstand, das wusste Elle aus ihren eigenen Erfahrungen. Erst wenn man sich auf ihn und seinen eigenartigen Kampfstil eingestellt hatte, konnte man mit ihm fertig werden. Elle beobachtete wie Layx den Halbelfen zu Boden schlug. Elle wollte bereits eingreifen, doch sie beruhigte sich selbst noch einmal. Der Halbelf kann es noch schaffen, wenn ich zu früh eingreife könnte ich verhindern, dass Râ besiegt wird, doch wenn ich zuspät eingreife wird Râ Benam absorbieren können...
    Mit Entsetzen sah sie mit an wie Layx sich in die Luft erhob und dem Halbelf seine beiden Beine bei dem Aufprall brach. Der Halbelf hatte keine Chance mehr, Layx würde ihn jeden Augenblick töten. Sie musste es riskieren, auch wenn sie selber nicht wirklich wusste waren, aber dieser Halbelf durfte auf keinen Fall sterben. Es war als hätte sie jeden Schlag, jede Wunde, die er bekommen hatte, mitgefühlt, noch nie hatte sie so etwas bei jemanden gefühlt und dazu kam noch dieses andere seltsame Gefühle, was sie die ganze Zeit hatte, wenn sie ihn ansah. Sie musste es jetzt tun.
    Herr ich erbitte mir Euren unheiligen Segen!
    Die Antwort auf ihr flehen war lediglich ein kurzes Knurren in ihm Kopf und schon dachte sie, dass sie der Teufel im Stich ließ, doch plötzlich fühlte ungeheure Kraft in sich aufsteigen und sie wusste was sie zu tun hatte. Sie erhob sich aus ihrem Versteck, das nur wenige Meter von dem Kampfschauplatz entfernt war und presste ihre Hände gegeneinander. Ihre eine Körperhälfte begann zu loderndem Feuer zu werden, während die andere Hälfte zu kristallklaren Eis erstarrte. Sie verstärkte den Druck auf ihre Hände und sandte eine Hitzewelle den tief in den Boden unter ihr hinab bis sie auf eine Höhle stieß, in der ein riesiger uralter Drache schlief. Sie verstärkte die Hitze, die in der Höhle herrschte um einige dutzend Grad und spürte wie der Drachen seine Augen öffnete. Gleichzeitig breite sich vor ihr ein Pfad aus Eis aus, der direkt auf Layx zuraste, der sich über den inzwischen Bewusstlosen Halbelfen gebeugt hatte, um ihn zu töten. Der Eispfad erreichte Layx, ohne dass dieser ihn bemerkte und ließ seine Füße vereisen und breitete sich langsam über seinen Körper aus. Layx schrie überrascht auf und drehte sich zu ihr um. ,,Du? Du verdammte Hure!"
    Elle spürte wie Layx in die Schattenwelt entfliehen wollte, doch sie hielt ihn mit ihrer Magie in dieser Welt gefangen. Das Eis hatte sich inzwischen bis zu seinem Hals ausgebreitet. Layx blickte sie immernoch zornig und angestrengt an: ,,Wenn ich hier wieder raus bin, werde ich dich töten, dich und diese Halbelfenmissgeburt, alle beide, töten werde ich euch, TÖTEN, TÖT.."
    Das letzte Wort blieb ihm im Hals stecken als sich das Eis auch über seinen Kopf ausgedehnt und ihn zu einer kompletten Eisfigur gemacht hatte.
    Sie zügelte ihre Magie und wandelte sich wieder in ihre normale Gestalt. Schnell eilte sie zu dem bewusstlosen Halbelfen und versuchte ihn hochzuheben. Doch sie hielt inne, als sie sah wieviel Blut an ihm klebte und wie dreckig das ihre Kleidung machen würde. Stattdessen packte sie ihn an einer Hand und ließ den Boden hinter ihr in Form einer kleinen Bahn gefrieren, auf der sie den Bewusstlosen hinter sich herzog. Sie würde sich beeilen müssen, wenn sie dem Zorn des Drachen entgehen wollte, sollte sich doch Layx mit ihm rumschlagen.
    Plötzlich hörte sie ein gewaltiges Brüllen aus dem inneren des Berges, das den Boden heftig erzittern ließ. Kurz darauf vernahm sie weiteres Brüllen aus der Richtung der anderen Berge. Die Drachen sind erwacht, Zeit zu verschwinden.
    Sie beschleunigte ihr Tempo als sie aufeinmal merkte, dass der Boden unter ihr immer wärmer wurde, sie sah wie die Eisbahn hinter ihr schmolz und sie den Halbelf nur noch auf dem heißen Boden hinter sich her zog. Sie seufzte auf. Tja Süßer, tut mir ja leid, aber da musst du jetzt durch...

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  • Der Untergrund bebte. Der Berg bebte. Das gesamte Gebirge bebte. Selbst der Himmel und die Erde schienen zu beben. Noch vermag niemand zu sagen, was aus der Gruppe rund um Gyulkus werden wird, doch eins ist sicher: Es wird im Augenblick mehr helfen als schaden; und das wusste Gyulkus.
    Kurz bevor die Erschütterungen einsetzten wusste sich Gyulkus nicht zu retten. Schwer angeschlagen konnte er sich gerade noch auf seine beiden Beine erheben, um sich wieder Zivot und Rika entgegenzustellen. Keiner der dreien wusste nun, wie es weitergehen sollte in diesem Kampf. Jeder wollte jeden angreifen, doch keiner wollte damit anfangen. Sie wussten es genau: derjenige, der mit dem Kampf beginnt wird gleichzeitig derjenige sein, der als erstes aufhören wird zu kämpfen.
    Es war in dieser Pattsituation, in der die drei Repräsentanten der jeweiligen Gruppen bemerkten, dass irgendetwas nicht stimmen konnte. Es bebte.

    Mehr als einen Augenblick brauchte Gyulkus nicht zu überlegen, er nahm sein Gepäck auf und versuchte vom Berg hinabzusteigen. Doch Rika ließ dies nicht zu. Der Echsenmensch konnte gerade noch seine Arme hochreißen, kurz bevor Rikas Schlag eintraf. Gyulkus kümmerte es nicht mehr, er musste herausfinden, warum es bebte.
    Das kann nichts Gutes verheißen. Wenn dies die Drachen sein sollten, dann haben wir ein Problem. Wir haben noch nicht einmal das Auge ausfindig machen können und nun müssen wir uns vor diesen uralten Bestien schützen.
    Schon wieder wurde Gyulkus zu Boden geschickt. Diesmal von einem Felsbrocken, den Zivot auf Rika schleuderte. Diese ließ den Felsen jedoch einfach durch ihren Körper hindurch gleiten und so wurde Gyulkus vom massiven Geschoss des Menschen getroffen.
    „Jämmerlicher Echsenmensch. Rika wird dich pulverisieren!“
    „Närrische Menschlinge! Ihr habt doch keine Ahnung, was uns allen bevorstehen wird!“
    Zeitgleich mit diesen Worten hörte man ein gewaltiges Brummen tief unter der Erde. Wilde Tiere flohen in alle Himmelsrichtungen und wie aus dem Nichts brach mit infernalischem Gebrüll ein gigantischer Drache durch den Boden.
    Zivot, der seinen Augen nicht trauen konnte, da er noch nie in seinem langen Leben ein solches Wesen zu Gesicht bekommen hatte, stand wie gebannt vor der monströsen Echse.
    „Was zur Hölle ist das?!“, rief er laut und auch Rika wich aus Unsicherheit zurück.

    Gyulkus, dessen Körper gerade mal einige Schuppen des Drachen bedecken würde, zögerte keinen Moment lang beim Anblick dieser Bestie. Der Drache drehe seinen riesigen Kopf zur Seite, um die Störenfriede sehen zu können, die so töricht waren, sein Territorium heimzusuchen. Er erfasste als allererstes das Dämonenweib, wich mit seinem Kopf etwas zurück, und stieß diesen wieder Ruckartig nach vorne und öffnete dabei sein Maul.
    Ein nervenzerreißender, markerschütternder Schrei hallte durch das gesamte Drachengebirge.
    Rika wurde alleine schon von dieser Schallwand fast hinweggefegt, während Zivot sich gerade noch in einem nahegelegenen Felsen verstecken konnte.
    Die Dämonin fing an zu schweben und versuchte dem Drachen zu entkommen, nicht weil der Drache sie töten könnte, sondern alleine aus dem Grund dass Sie nicht wusste, was sie erwarten würde, sollte sie sich diesem Monstrum stellen.
    Bronzefarbene Schuppen erstrahlten im Mondschein des Abends und riesige Flügel auf dem Rücken des Drachen hoben das Tonnenschwere Biest mit Leichtigkeit in die Höhe.

    Gyulkus wusste diese Gelegenheit zu Nutzen und war bereits auf dem halben Weg zurück ins Tal.
    Das war Glück im Unglück. Wer hätte gedacht, dass dieser Erddrache mich mit dieser Aktion retten würde. Ich hoffe nur, die anderen haben genau so viel Glück wie ich.

    Der Erddrache brüllte erneut auf, und aus dem Bergesinneren flogen Tausende kleinerer Erddrachen, während auch auf den anderen fünf Bergen die ersten riesigen Flugechsen mit infernalischen Schreien emporstiegen.
  • Licht durchströmte die Höhle. Erde begann sich zu schütteln, als wäre sie aus einem tausendjährigen Schlaf erwacht. Ein bizarres, klirrendes Brüllen unterstrich das Beben des Bodens auf dem Medea und Faran erschöpft lagen, während die gleißende Helligkeit schattenhaften Gebilde zerstörte.
    Fels bröckelte ab und fiel zu Boden.
    Ist das real? Oder spielt dieser Dûl uns nur einen perversen Streich vor unserem sicheren Tod?
    Langsam öffnete auch Faran ungläubig über die jüngsten Ereignisse die Augen. Wieder dieses klirrende Brüllen. Sichtlich geschockt flüsterte Faran: "Gérak hat mir davon erzählt, die Drachen, sie sind aufgewacht. Lauf, sie töten ausnahmslos alles, das ihre ewige Ruhe stört!"

    Die Seraph richtete sich mit zittrigen Füßen auf, worauf sie schließlich mit präzisen Handbewegungen kleine Lichtpartikel, unsichtbar im gegenwärtigen Beleuchtungsgrad, heraufbeschwor, die sich kreisförmig um die Beiden bewegten und langsam die schlimmsten Wunden schlossenn.
    "Mehr kann ich im Moment nicht tun, wir sollten fliehen während Dûl abgelenkt ist."
    Das Brüllen erklang wieder dem Klang tausender Kristalle gleich, nur viel lauter als zuvor. Bevor eine Reaktion möglich war, schoss eine noch strahlendere Gestalt um die Ecke, als sie es je für möglich gehalten hätten. Geblendet, nicht mehr in der Lage ihr Ende zu sehen, fiel Medea in Richtung Erdboden.

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