Bewerbungsthread - Fragen und Antworten

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    • Wenn das Kollegium/dein Chef nicht mir dir als Person klarkommt (und das ist nunmal nicht die Person, die im Bewerbungsschreiben steht, sondern eher die, die man im facebook sieht), dann brauchst du dort auch gar nicht anfangen zu arbeiten.
      Wenn die Chemie nicht stimmt, dann kann das Gehalt noch so toll sein, dann hast du nach spätestens einem Jahr keine Lust mehr, denn mit den Menschen musst du nunmal i.d.R. einen großen Anteil des Tages, und somit deines Lebens, verbringen.

      Wer mich also mit seinem Absturz-Festival-Bierdosen Fotos nicht mag, mit dem werd ich auch in Anzug und Krawatte nicht warm.
    • Haha Og3r: Genau das was du gerade sagst ist der Denkfehler den ich zu erklären versuchte: Klar ist dass so das man nicht als Person mit Leuten klarkommt manchmal und man dort sicher nicht glücklich/produktiv wird dann.

      Aber der Witz ist ja: Bei Facebook bist du eben nicht die Person die du tatsächlich bist sondern subjektiv interpretierbar. Vor der Bewerbung hat der Typ dich nicht einmal Live und in Farbe gesehen (in den meisten Fällen), sieht dann Facebook Fotos und denkt: Mann mit dem komme ich persönlich doch wohl überhaut nicht klar !

      Zack, Problem wo vllt. gar keines ist.

      Man kann als Vergleich in etwa sich ja mal denken: Wer kommt bei Dotasaource sympathisch rüber? Und danach dann Bewerbungen sortieren. sicher paar eindeutig aussortiert wegen groben Unfug aber über den REst weißt du doch so gut wie nix (es sei denn bereits persönlich getroffen na klar). Die können doch ganz anders sein als wie sie sich präsentieren und du kommst mit jemandem klar der hier nur Stuß faselt oder umgekehrt, wer hier wie ein Seelenverwandter kommt ist in Echt völlig unqualifiziert . z.B durch einschläfernde/bzw. motivierte Stimme oder lebendige Gestik/ schlufernder Gang oder was weiß ich. Ganz banale Sachen aber machen Live halt zumindset bei Jobs mit Kundenkontakt einen Riesenunterschied.

      Und ich glaube viele interpretieren dass was sie nicht wirklich wissen dann einfach in die vorhandenen Kommentare und Bilder rein. Mal sicher treffend, häufiger allerdings wohl eher daneben.
    • Ob der Entscheider etwas richtig interpretiert wenn er dein Profil sieht ist die eine Seite, vor allem da viele Leute nicht sehr mit dem Internet vertraut sein dürften.

      Aber du musst auch sehen, dass das Facebookprofil eben wie ein Lebenslauf o.ä. zu sehen ist. Du triffst gegenüber dem Personaler schon eine Aussage indem du dein Profil entweder veröffentlichst oder eben nicht veröffentlichst. Wenn du einen nicht alltäglichen Namen hast dann bereits, ob er dich bei Facebook überhaupt findet oder gar nicht. Ein Freund von mir musste sich neulich bei einem Date rechtfertigen, warum er nicht bei Facebook angemeldet ist: du sagst bereits etwas aus, wenn du nicht einmal angemeldet bist, weil in den Köpfen der Menschen bestimmte Vorurteile gegenüber solchen Verhaltensweisen verankert sind. Als sichersten Weg würde ich deshalb auch das Verstecken des eigenen Profils sehen.

      Die Saufbilder fallen in die gleiche Kategorie wie alles was jemand negativ ausgelegt werden kann: Wenn irgendwelche Eigenschaften in Korrelation zu bestimmten persönlichen Problemen stehen können (versucht damit etwas zu kompensieren, hat tiefergehende Probleme) dann wird der Personaler das in seine Entscheidungsfindung mit einbeziehen. Dass kein Kausalzusammenhang bestehen muss ist klar, aber es ist die Aufgabe des BWLer, den optimalen Kandidaten zu finden, der wahrscheinlich die wenigsten Probleme macht. Den gleichen Sinn hat übrigens das Bewerbungsgespräch.
      Deshalb sollte man auf seinem Facebookprofil bestimmte Dinge unbedingt vermeiden zu erwähnen (ein paar normale Partybilder sind ein eher schlechtes Beispiel, aber psychische Probleme sollte man keinesfalls erwähnen). Wobei es eben wie du bereits gesagt hast auch ältere Leute gibt die anderen per se Dummheit unterstellen, wenn überhaupt Bilder von dir im Internet zu finden sind.
      Du bist noch angestellt und der neue Personaler sieht, dass du andauernd zur Arbeitszeit postest? Ganz schlechte Idee...

      PS: es gibt hier einen Lokalpolitiker, der Battlefield 3 auf seinem FB-Profil hat, was denkst du wie die Leute darüber tratschen. Ich weiß nicht wie ich das beurteilen soll, entweder fehlt dem Politiker die Interneterfahrung oder er möchte Dinge verändern und junge Leute begeistern. Es wissen aber auch längst schon Leute, die nicht bei FB sind und die sind nicht alle begeistert davon. Dafür ist das Profil nicht so aalglatt wie die unserer Spitzenpolitiker.
    • wie bewerbungen einfach nach einem riesigen zirkus aussehen.
      ich hatte immer die idealistische hoffnung, dass man sich mit allen relevanten informationen bewirbt und dann durch ein gespräch näher sondiert wird und dann wegen seiner qualifikation genommen wird. aber hier scheint es sich zu bewahrheiten: besser gut blenden als kompetent sein. alles was mir in letzter zeit in der schule beigebracht und vermittelt wird, ist das ich softskills beweisen muss und mich präsentieren können soll. Das klingt für mich einfach nach mega humbug. wenn ich fachlich ahnung habe, bin ich für den beruf geeignet. und mein charakter wird dann in einem gespräch festgestellt, und dann können ja beide seiten, sowohl ich als auch die firma, entscheiden ob das passt. aber mir erscheint es hier, als wäre es nur so, dass ich die richtigen kniffe lerne und auf call & response basis einfach munter jede kompetenz vorgaukeln kann um den job zu kriegen. klingt irgendwie traurig, aber wahrscheinlich dramatisiere ich auch zunehmend...
      [17:57:06] <Cave_Man> wie mache ich buletten?
      [...]
      [17:58:35] <Warbringer> Der Höhlemensch auf kulinarischer Entdeckungsreise: "Wie mache ich Bouletten?"
    • @Cave_Man: Du dramatisierst nicht - es kommt tatsächlich sehr stark auf die soft skills an. Find ich aber gar nicht so verkehrt. Das mit der Wichtigkeit der fachlichen Kompetenz ist doch Quatsch. Das funktioniert nicht so, als wärst du mit deinen Fähigkeiten ein Puzzlestück, das in die Lücke der Firma passt oder eben nicht.
      Drei Gründe:
      Erstens wird vor dem Bewerbungsgespräch sowieso schon durch das Stellengesuch aussortiert. Wenn man für den Job chemisch versiert sein muss, dann bewirbt man sich halt mit abgeschlossenem Chemiestudium. Oder Ausbildung, je nachdem. Das bedeutet, dass die Bewerber, die im Gespräch landen, wahrscheinlich sowieso mehr oder weniger qualifiziert sind. Fachlich, meine ich.

      Zweitens sind gerade fachliche Dinge schnell erlernbar (wenn ne gewisse Basis da ist). Da ists dann oft besser für die Firma, wenn man den im menschlichen Umgang sicheren Bewerber nimmt und ihn fachlich noch etwas anlernt, als wenn man sich für den entscheidet, der jetzt schon genug weiß, das aber nicht vermitteln kann und somit wahrscheinlich auch kein besonders gut funktionierender (Team-)Mitarbeiter ist.

      Drittens: Selbst wenn du mit fachlichen Kompetenzen Dinge meinst wie Teamfähigkeit, Durchsetzungswille, Führungsqualitäten etc. pp., also Kompetenzen, die nicht ohne weiteres erlernbar sind, weil sie z.b. irgendwo der psychischen Kategorie angehören, funktioniert dein Argument nicht. Denn die Firma kann sich nunmal nur 30 Minuten Zeit pro Bewerber nehmen. Und in diesen 30 Minuten muss dann möglichst viel erkennbar sein. Deshalb nimmt jede Firma lieber den, dessen Verhalten darauf hinweist, dass er solche Kompetenzen aufweisen kann, als den, bei dem das nicht so einfach zu erkennen ist. Klar kann sie damit mal auf die Schnauze fliegen (und einen nehmen, der besser schien, als er war), viel wahrscheinlicher ist aber, dass der Eindruck halbwegs passt und sie daher auch recht zufrieden sein können mit ihrer Wahl.
      Weil es viel schwerer ist, ernsthaft zu "blenden", als du dir vorzustellen scheinst. Menschen kriegen meistens unterbewusst mit, wenn etwas vorgespielt wird. Weil Körpersprache nicht zu den Aussagen passt usw. Da bleibt dann ein störendes Gefühl - oftmals wird ein Schauspieler einfach leicht unsympathisch gefunden. Und das ist ja gerade das Ausschlußkriterium, das hier immer wieder mit genannt wird.
    • Cave_Man schrieb:

      wie bewerbungen einfach nach einem riesigen zirkus aussehen.
      ich hatte immer die idealistische hoffnung, dass man sich mit allen relevanten informationen bewirbt und dann durch ein gespräch näher sondiert wird und dann wegen seiner qualifikation genommen wird. aber hier scheint es sich zu bewahrheiten: besser gut blenden als kompetent sein. alles was mir in letzter zeit in der schule beigebracht und vermittelt wird, ist das ich softskills beweisen muss und mich präsentieren können soll. Das klingt für mich einfach nach mega humbug. wenn ich fachlich ahnung habe, bin ich für den beruf geeignet. und mein charakter wird dann in einem gespräch festgestellt, und dann können ja beide seiten, sowohl ich als auch die firma, entscheiden ob das passt. aber mir erscheint es hier, als wäre es nur so, dass ich die richtigen kniffe lerne und auf call & response basis einfach munter jede kompetenz vorgaukeln kann um den job zu kriegen. klingt irgendwie traurig, aber wahrscheinlich dramatisiere ich auch zunehmend...


      Erstens, ja Du dramatisierst. Zweitens Deine Hoffnungen sind berechtigt. Wenn bei Dir im Laufe des Threads der Eindruck entstanden sein sollte, dass die fachlichen Kompetenzen zweitrangig sind, dann darf ich Dich beruhigen, dem ist nicht so. Aber bevor Du persönlich Dich beweisen darfst im vor Ort Gespräch benötigst Du halt die Einladung. Um da hinzukommen musst Du aber die Grundlagen schaffen und dazu gehören nun einmal auch bestimmte Punkte. Ein Zirkus wird dabei nicht gemacht. Es ist aber ein leichtes, sich in der gläsernen Welt nicht selbst als gläserne Person darzustellen. Darauf wird lediglich hingewiesen. Man keine Gewichtung vornehmen zwischen hard und soft skills, jedoch haben beide Ihre Berechtigung und fließen in eine Bewertung mit ein. Nur nach hard skills oder soft skills eine Bewerbung zu beurteilen geht nicht und wäre auch ein Merkmal für mangelnder Kompetenz des Entscheiders. Also sei beruhigt. :)
    • Hallo Beastmaster und andere Profis!

      Gibt eine Sache, die ich mich schon immer frage:
      Ich hab bisher bei jedem (offiziellen) Bewerbungsgespräch (bin in einen Job über ein eher informelles Gespräch reingekommen, da gings nur darum zu klären wann ich Zeit hab und wann ich anfange und das war auch vorher klar) im Anzu gekommen. Egal ob Praktikum, Aushilfsjob als Kassierer oder Bewerbung um ne Ausbildungsstelle. Teilweise kam ich mir da schon overdressed vor, aber hab mir gedacht "Lieber overdressed als underdressed" und drauf geschissen. Wurde darauf NIE angesprochen ("Warum haben sie sich denn so schick gemacht, sind doch nur an der Kasse hier?") und da die meißten Manager / CHefs / wasauchimmer mir auch im Anzug gegenüber saßen wars auch nie schlimm.
      Ist das richtig, dass es kein "overdressed" gibt oder würdet ihr schon komisch gucken, wenn sich jemand für ne Stelle als Putzkraft beworben hat und dann da im Anzug kommt?
    • Anzug kann nie Schaden! :D



      edit: wie du bereits gesagt hast wird wohl nie jemand dich verurteilen oder dich nicht anstellen, weil du zu overdressed bist. Im Gegenteil. Es zeigt wie wichtig dir auch ein möglicher Putzjob ist. Darüber hinaus hebst du dich auch von den Mitbewerbern ab, was auch immer sehr gut ist, weil du im Gedächnis bleibst und die anderen nicht.
      "The only time success comes before work is in the dictionary"
    • KopFNuss schrieb:

      Ist das richtig, dass es kein "overdressed" gibt oder würdet ihr schon komisch gucken, wenn sich jemand für ne Stelle als Putzkraft beworben hat und dann da im Anzug kommt?


      Mir ist es nicht bekannt, dass es overdressed gibt. Ich finde es einfach respektvoll und angebracht dem Personaler/Interviewer gegenüber bei einem Bewerbungsgespräch. Der Rest wurde gesagt.

      Anderes Thema:
      Ich hatte letzte Woche ein Bewerbungsgespräch für die Ausbildungsstelle Informatiker an der Berufsakademie Musterstadt - der junge Mann war auf einem Gymnasium mit Informatikcharakter, also fachlich schon tiefer in der Materie. Im Gespräch stellte sich raus, das er gerne Software entwickelt (VB, C++). Gleich am Anfang ging ich darauf ein, mit dem Hinweis, dass wir keine Software entwickeln und auch nicht programmieren. Ich habe ihm aber die Möglichkeiten in unserer Firma aufgezeigt. Das Gespräch lief gut, er war nicht sehr nervös und machte insgesamt einen guten Eindruck. Ich war mir aber nicht sicher ob er weiß auf was er sich einlässt. Auch der absolute Wille war nicht zu erkennen. Also bat ich ihn, mir zwei Wochen später eine A4-Seite zu schreiben, warum er sich den Bildungsweg entschlossen hat und ob er meinen Vorstellungen (u.a Microsoft Exchange/SQL/AD Consultant gemixt mit Netzwerkaufgaben als Schwerpunkte - dies wäre das ausgesprochene Ziel bei einer Übernahme) folgen könne. Was erhalte ich gerade in meinem Posteingang als Mail?:


      Sehr geehrter Herr Phillipp, ich werde mit einem l geschrieben, er hat meine Visitenkarte

      ich kann es mir sehr gut vorstellen bei der XYZ GmbH zu arbeiten, nach unserem Vorstellungsgespräch habe ich mich näher
      mit dem Thema Consulting und IT Lösungen beschäftigt und kann mich mit diesem Thema sehr gut identifizieren.
      Ich freue mich auf ihre positive Rückmeldung.

      Mit freundlichen Grüßen


      Ich glaube mit einer gut ausgearbeiteten Begründung, hätte er sehr gute Chancen gehabt. Warum schmeißen Leute so eine Chance weg? :(

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Be4stM4ster ()

    • Es gibt definitiv overdressed.
      Wenn du dich bei einem polnischen Maurer bewirbst und da mit Armani-Anzug auftauchst, fühlt er sich schlichtweg verarscht - zurecht.
      Ist jetzt ein bewusst überzogenes Beispiel, aber dennoch trifft es zu.

      Man sollte sich den Umständen entsprechend kleiden, und diese sind mit einem gesunden Menschenverstand gut zu ergründen.
      Ein Anzug ist meist völlig in Ordnung, häufig angebracht und selten overdressed. Aber es kommt nunmal vor.
    • Anaphylaxis schrieb:

      Es gibt definitiv overdressed.
      Wenn du dich bei einem polnischen Maurer bewirbst und da mit Armani-Anzug auftauchst, fühlt er sich schlichtweg verarscht - zurecht.
      Ist jetzt ein bewusst überzogenes Beispiel, aber dennoch trifft es zu.

      Man sollte sich den Umständen entsprechend kleiden, und diese sind mit einem gesunden Menschenverstand gut zu ergründen.
      Ein Anzug ist meist völlig in Ordnung, häufig angebracht und selten overdressed. Aber es kommt nunmal vor.


      Oh my good, dass ist allen klar hier. Sie sind anscheinend etwas kleinkariert! Aber ich bezweifle das sich die Forenelite beim polnischen Maurer bewirbt, daher hatte ich den so wichtigen Fakt weggelassen.
    • Wie oben beschrieben ist das Beispiel bewusst überzogen, um es zu verdeutlichen.
      Grundsätzlich denke ich, dass es bei sehr vielen kleinen Handwerksbetrieben so ist.
      Wenn man dort im schicken Anzug und sauber polierten Lederschuhen auftritt, kann ein derber Handwerker den Bewerber schnell für ein Weichei halten, das sich nicht schmutzig machen möchte, und völlig den Beruf verfehlt hat.
    • Beastmaster, bezüglich der Frage nach anderen Bewerbungen: wärst du gekränkt, wenn ich dir im Bewerbungsgespräch sage, dass ich die Frage sinnlos finde?

      Ganz ehrlich was ist das für eine Frage? Natürlich bewirbt man sich wo anders. Schließlich läuft auch irgendwann das Überbrückungsgeld für Doktoranden aus und man muss auch weiter Geld ranschaffen wenn einen super Traumfirma XYZ GmbH nicht nimmt...
      Kapital ist der messbare Erfolg zur Sicherung unserer Zukunft
    • Anaphylaxis schrieb:

      Es gibt definitiv overdressed.
      Wenn du dich bei einem polnischen Maurer bewirbst und da mit Armani-Anzug auftauchst, fühlt er sich schlichtweg verarscht - zurecht.
      Ist jetzt ein bewusst überzogenes Beispiel, aber dennoch trifft es zu.

      Man sollte sich den Umständen entsprechend kleiden, und diese sind mit einem gesunden Menschenverstand gut zu ergründen.
      Ein Anzug ist meist völlig in Ordnung, häufig angebracht und selten overdressed. Aber es kommt nunmal vor.


      Ich würde mir als Arbeitgeber auch immer verarscht vorkommen, wenn jemand glaubt, ein Armarni Anzug wäre eine gute Geldanlage.

      Und warum genau sollte der Maurermeister sich verarscht vorkommen, wenn du zu nem Bewerbungsgespräch, bei dem es um DEN ERSTEN EINDRUCK (!) geht, einen Anzug anhast? Wie soll man sonst kommen? T-Shirt, Latzhose, Arbeitschuhe mit der Kelle direkt inner Hand?
      Gut sitzende, farblich abgestimmte Anzüge sehen einfach IMMER und AUSNAHMSLOS weltklasse aus und zeugen mMn einfach von Respekt dem anderen Menschen gegenüber, dass man sich von seiner besten Seite präsentieren möchte. Egal ob Vorstandsvorsitzender oder Maurermeister.

      Da allerdings viele Männer (vor allem deutsche) glauben, dass sie mit nem schwarzen oder lilanen Hemd unter einen schwarzen Anzug gut gekleidet wären, verstehe ich deine Befürchtung von "overdressed". Hat dann allerdings wenig mit overdressen zu tun, sondern schlicht mit der Tatsache, dass dein Gegenüber aussieht wie ein Clown.
    • Der Thread kommt wirklich wie gerufen, ich trau mich mal wirklich nach Hilfe zu fragen.

      Wie vielleicht aus dem Outerthread bekannt, hab ich ja das Studium abgebrochen, jobbe zur Zeit in der Fabrik und versuche auf lange Sicht eine Ausbildungsstelle zu finden. Ich hab den Chemielaboranten als Ziel. Die bisherigen Bewerbungen verliefen leider bislang erfolglos. Lag vermutlich einerseits an den sehr spät abgeschickten Bewerbungen und andererseits auch am Bewerbungschreiben selbst.

      Wobei ich nun um Rate frage:
      Ich weiß einfach nicht wirklich, wie ich mich um die Stelle bewerben soll. Soll ich den Studienabbruch erwähnen oder ansatzweise erklären oder einfach übergehen. Soll ich ansprechen, warum ich mich mit 24 noch für eine Ausbildung entscheide? Wie trage ich die "verschwendeten" Unijahre am besten in den Lebenslauf ein?

      Bisher hab ich eben geschrieben, dass ich mich neu orientieren will und mich für etwas praxisnäheres interessiere (so hats mit auch der Futzi vom Arbeitsamt geraten). Danach eben das übliche Blabla und noch hervorgehoben, dass ich schon ein bisschen Laborerfahrung und Vorkenntnis in Chemie habe.

      Bin mir halt überhaupt nicht mehr sicher, ob das der richtige Ansatz ist. Wäre für jeden Rat dankbar, denn ich habe nochmal eine Stelle gefunden, um die ich mich bewerben könnte, bei mir ums Eck ist und sich auch sonst ganz gut anhört. Da es für dieses Jahr langsam echt knapp wird, wäre es schon toll, wenn die Bewerbung jetzt endlich mal sitzt und ich zumindest mal vorsprechen darf.

      Gruß
      Zagdil
      The verdict is not the end
      It is only the beginning
      Strong will shall keep spreading
    • Kommt ganz drauf an wie lange du studiert hast. Bei 1-2 Semestern im Lebenslauf erwähnen, aber nicht rechtfertigen. Denn da sollte jedem klar sein, was da los war.

      Im Motivationsschreiben könntest du es in etwa so formulieren:

      Erste Grundlagenkenntnisse konnte ich in einem begonnenen Studium der Chemie (?) sammeln. Auf Grund mangelnder praktischer Verknüpfung entschied ich mich jedoch für eine Ausbildung, weswegen ...
    • 相變 ® schrieb:

      Beastmaster, bezüglich der Frage nach anderen Bewerbungen: wärst du gekränkt, wenn ich dir im Bewerbungsgespräch sage, dass ich die Frage sinnlos finde?


      Es würde Dir keine Pluspunkte verschaffen sondern eher ins Gegenteil tendieren. Denn die Antwort wäre schlicht unhöflich. Du bewertest indem Moment meine Fragestellung und gleichzeitig die Kompetenz. Sei dahin gestellt ob Du die Frage als sinnlos erachtest. Es gibt einfach geschicktere Antworten. Manchmal muss man sich einfach auf die Zunge beißen. Wie heißt es so schön, das Leben ist kein Ponyhof. :)

      Zagdil schrieb:

      Bin mir halt überhaupt nicht mehr sicher, ob das der richtige Ansatz ist. Wäre für jeden Rat dankbar, denn ich habe nochmal eine Stelle gefunden, um die ich mich bewerben könnte, bei mir ums Eck ist und sich auch sonst ganz gut anhört. Da es für dieses Jahr langsam echt knapp wird, wäre es schon toll, wenn die Bewerbung jetzt endlich mal sitzt und ich zumindest mal vorsprechen darf.


      Ich gebe Dir ein paar Beispiele von meinen Bewerbern, welche ein Studium vorher hatten:

      Fakts:
      • Ab 04.2010 Mc Donalds Musterstadt - Geringfügige Beschäftigung
      • 10.2005 – 01.2012 FH Musterstadt - Regenerative Energietechnik - kein Abschluss
      • 08.2002 – 06.2005 Berufsbildende Schulen des Landkreises Musterstadt - Zweijährige Berufsfachschule - Technische Assistenz für Informatik - Abschluss


      Anschreiben:

      Bewerbung um ein duales Studium (Bachelor of Scince, Schwerpunkt Informatik)

      Sehr geehrter Herr Philipp,

      zurzeit studiere ich Regenerative Energietechnik an der Fachhochschule Musterstadt. Aufgrund der Nichterfüllung meiner Erwartungen an diese Studienrichtung, werde ich mein Studium abbrechen, um meine Kenntnisse im Bereich der Informatik zu vertiefen und zu erweitern.

      Durch meine Ausbildung zur „Staatlich anerkannten technischen Assistentin für Informatik“ und den bestandenen Prüfungen während des Studiums, in dem Teil Informatik, bringe ich bereits gute Kenntnisse in den Sprachen C/C++ und Turbo Pascal mit. Parallel zum Studium habe ich Einstiegsliteratur zu der Sprache Java gelesen.

      Um mich in diese Richtung weiterzubilden, bewerbe ich mich in Ihrer Firma um ein duales Studium in Zusammenarbeit mit der staatlichen Studienakademie Musterstadt. Gern stehe ich Ihnen im Vorfeld als Praktikantin zur Verfügung.

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen mein Interesse an dieser Ausbildung zeigen und würde mich über ein persönliches Gespräch sehr freuen.

      Mit freundlichen Grüßen


      Sie wurde eingeladen, obwohl Sie in meinen Augen 7 Jahre vergeudet hatte. Leider hatte sie bereits einen Praxispartner gehabt. Ich hätte gerne erfahren, warum erst die Ausbildung und dann dieses Studium.

      Fakts:
      • 2010 – 2011 Dualstudium Fachrichtung Elektrotechnik an der DHBW Musterstadt bei der XMN GmbH (nicht abgeschlossen)
      • 2001 – 2010 Besuch des Gymnasiums in Musterberg Abschluss Abitur (2,0)


      Anschreiben:

      Bewerbung um eine Ausbildung zum Bachelor of Science in Informatik

      Sehr geehrter Herr Philipp,

      Mit großem Interesse habe ich von Ihrem Angebot für ein Dualstudium zum Bachelor of Science in Informatik gelesen.

      Die Informatik interessiert mich besonders, da ich täglich am PC arbeite und durch mein Abitur bzw. Studium Erfahrungen mit C++, HTML, Pascal und Visual Basic habe. Zusätzlich verfüge ich über tiefgreifendes Wissen über die Hardware und deren Funktionsweise im PC. Außerdem habe ich mir privat den Umgang mit Programmen wie Adobe Photoshop und Adobe After Effects beigebracht.

      Nachdem ich mein Abitur im Juni 2010 im Rahmen einer Schnellläuferklasse abschloss, begann ich ab September 2010 ein Dualstudium in der Fachrichtung Elektrotechnik an der DHBW Musterstadt bei der Firma XMN GmbH. Dieses Studium wurde zum 26.10.2011 abgebrochen, wozu ich auch gern persönlich genauere Auskünfte gebe.

      Für ein erfolgreiches Dualstudium in Ihrem Unternehmen bringe ich Kreativität, Gewissenhaftigkeit, Belastbarkeit, mathematisches Verständnis, Teamfähigkeit und äußerst großes Interesse für Informatik mit.

      Ich möchte gern mit der Ausbildung sofort beginnen und würde mich über ein persönliches Vorstellungsgespräch freuen.

      Mit freundlichen Grüßen


      Ich habe versucht zwei Schreiben mal zu nehmen, wo die Bewerber jeweils vorher studiert hatten (kurz oder lang). Vielleicht hilft es Dir. Du kannst mir Dein Bewerberschreiben auch schicken und ich versuche es zu optimieren. :love:
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