Outrages Weltgeschehen-Thread

    • Jenes.

      Und die Aussage ist von seinem Twitter-Account. Kanns am Handy gerade nicht einbetten, hier ist der Link. Sind auch noch paar andere perlen dabei.

      mobile.twitter.com/MichaelKuffer/status/994594001599655937

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      "Nimm das Messer runter! Als ich ihre Stimme imitierte, war es 1 Jokus."
      - Johannes der Echte

      "Diesen Künstler feier ich extrem! Er spielt ein sehr unkonventionelles Banjo."
      - Fas
    • Wisst ihr, was etwas paradox ist? Printmedien sterben aus, weil kein Mensch dafür Geld zahlen will, aber wir sind heute mehr als jemals zuvor darauf angewiesen, dass andere Leute uns über Geschehnisse in der Welt informieren. Die ganze Gesellschaft geht seit Menschengedenken immer mehr in Richtung Spezialisierung, und während der eine Software schreibt, Kinder unterrichtet oder Autos zusammenschraubt, ist es der Job des Journalisten, Quellen zu finden und auszuwerten und die Informationen an die Leserschaft weiterzugeben. Man sieht es in den Politikthreads, dass kaum jemand wirklich Bock hat, sich eigeninitiativ zu informieren. Auch was Politiker auszeichnen sollte ist zum Teil, dass sie sich in irgendeinem Themenbereich gut auskennen und besser als der Normalo eine Entscheidung darüber treffen können. Aber in Zeiten von Lügenpresse, Filter Bubble und Co. rückt die Tatsache immer mehr in den Hintergrund. Es geht immer mehr um die Narrative, die welche Interessensgruppe auch immer spinnen möchten.

      Ich hab neulich eine Rede (um das Wort Keynote zu meiden^^) von irgendeinem Axel-Springer-Boss gehört, und der hat erzählt, wie Axel-Springer Deutschland und die Welt zu einem besseren Ort machen will, u.a. dadurch, wie sie ihre Berichterstattung gestalten. Abgesehen von meinem omegalul auf diese Aussage raffen aber selbst die unreflektiertesten Menschen, dass Medien Dinge werten, und es kommt dann im Zweifelsfall zu Abwehrreaktionen wie die Lügenpresse-Calls, selbst wenn die Springerpresse mal eine gute (aka meine^^) Ansicht der Dinge in ihre Berichte reinfärbt.

      Es sollte mal ein Medium geben, das sehr aufmerksam zwischen Fakten und Interpretation unterscheidet, und am besten die Auslegung der Geschehnisse aus mehreren Richtungen beleuchten (als Beispiel: Einwanderung ist gestiegen, linksgrünversiffte appellieren an Menschlichkeit und Weltoffenheit, AfD warnt vor Überfremdung, FDP wittert Fachkräftezuwachs, ...). Dann noch das ganze mit einem Haufen Quellen versehen, dass man den einzelnen Ansichten nachgehen kann. Ich bin recht bemüht, aufmerksam zu sein, mich "Cui bono" zu fragen, sobald ich irgendeinen Artikel lese beispielsweise, doch durch die Art, wie momentan Artikel geschrieben werden, ist es einfach undurchschaubar, was grade Fakt ist, und was Auslegung. Wenn man striktere Grenzen ziehen würde (klar ist das schwierig, aber man könnte wenigstens den Versuch unternehmen), könnte man mit dem kritischen Lesen einfacher erkennen, ob ein Event grade interessensgefärbt ausgelegt wird. Zusätzlich könnte man auch faktenbasierter Kritik an den Artikeln üben. Auch hier würde wieder die Spezialisierung zum Tragen kommen: wenn jemand dem Artikel nicht traut kann er nachforschen, ggf. Fehler aufdecken und als Issue zum Artikel schreiben, sodass alle Leser davon profitieren und die Autoren Feedback über ihre Arbeit kriegen und den Artikel nachbessern können (mit Versionshistorie und nicht wie momentan dass einfach Überschriften und Absätze nach Gutdünken geändert werden, siehe dieses Spiegel-Online-Analyse-Video).

      Ist natürlich schwierig, sowas zum Laufen zu kriegen, aber wenn es aus dem nix spawnen würde, wäre das ziemlich bereichernd finde ich.
    • Bighead schrieb:

      Zusätzlich könnte man auch faktenbasierter Kritik an den Artikeln üben. Auch hier würde wieder die Spezialisierung zum Tragen kommen: wenn jemand dem Artikel nicht traut kann er nachforschen, ggf. Fehler aufdecken und als Issue zum Artikel schreiben, sodass alle Leser davon profitieren und die Autoren Feedback über ihre Arbeit kriegen und den Artikel nachbessern können
      bildblog.de/
      faktenfinder.tagesschau.de/
      twitter.com/niggi
      Gerade in ner doti, ich schreib gleich noch was zum Rest
      we do not sow
    • Ich würde mich ganz allgemein von der Idee verabschieden, dass es sowas wie "objektiven Journalismus" gibt. Alleine schon durch die Auswahl an Nachrichten wird ja häufig schon ein bestimmtes Bild vermittelt. Selbst wenn der Inhalt von Nachrichten 100% korrekt ist, muss ja noch darüber entschieden werden, was eine News ist. Habe z.b. gerade auf Zeit online gelesen, dass es in Magdeburg wohl einen fremdenfeindlichen Übergriff gab (zeit.de/gesellschaft/zeitgesch…biss-fremdenfeindlichkeit)

      Nehmen wir Mal an, dass die Meldung zu 100% der Wahrheit entspricht. Trotzdem stellt sich natürlich die Frage, ob und in welchem Umfang darüber berichtet wird. Liegt bei der Fremdenfeindlichkeit ein generelles Problem vor? War es eher ein Einzelfall? Sollte über jede Körperverletzung berichtet werden? Ist es womöglich stereotypisch (man erinnere sich an die antisemitischen Übergriffe auf kippaträger)

      Denke die Lösung ist nicht an objektiven Journalismus zu glauben, auch wenn es da natürlich verschiedene Shades of Grey gibt, was die Glaubwürdigkeit angeht, sondern einfach sowohl linke wie rechte Nachrichten Seiten und Podcasts zu verfolgen. Also Spiegel+tichys Einblick, oder nyt+wsj oder huffingtonpost+breitbart und sich dann sein eigenes Bild zu formen.

      Beitrag von Bighead ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: antisemitisches Gedankengut ().
    • gerade den reread von hunter s. thompsons fear and loathing on the campaign trail '72 gefinished und ich kann das buch jedem, der sich auch nur rudimentär für US-amerikanische politik interessiert, wirklich ans herz legen.

      thompson begleitet über den großteil des buches hinweg den demokratischen präsidentschaftskandidaten George McGovern (quasi ein früher bernie sanders) auf dessen kampagne und beschreibt in aller ausführlichkeit die (menschlichen) abgründe, denen McGovern sich im zuge des wahlkampfs zusehends ausgesetzt sieht, angereichert mit glorreichen "gonzo-journalism" anekdoten.

      hier noch mein absolutes lieblingszitat, das über die letzten 46 jahre sogar noch an relevanz gewonnen hat:
      The tragedy of all this is that George McGovern, for all his mistakes and his imprecise talk about new politics and honesty in government, is one of the few men who’ve run for President of the United States in this century who really understands what a fantastic monument to all the best instincts of the human race this country might have been, if we could have kept it out of the hands of greedy little hustlers like Richard Nixon.

      McGovern made some stupid mistakes, but in context they seem almost frivolous compared to the things Richard Nixon does every day of his life, on purpose, as a matter of policy and a perfect expression of everything he stands for. Jesus! Where will it end? How low do you have to stoop in this country to be President?


      total control now.

      Beitrag von Kolibri ()

      Dieser Beitrag wurde von TripperK aus folgendem Grund gelöscht: Spam ().
    • Trump hat "nur" ein vor Ewigkeiten beschlossenes Gesetz umgesetzt, außerdem haben einige der Palästinenser die Grenze in der Tat "angegriffen". Dass man die dann alle abknallt ist natürlich wieder klassisch unnötige Eskalation seitens Israel, aber es ist nicht so dass da ein Haufen unschuldiger Gandhis ein stummes Zeichen des Widerstands gesetzt hat.

      Genau dafür will ich halt so neutrale Berichte, bin ja auch erstmal auf den Hatetrain draufgesprungen, weil es gut in mein Weltbild gepasst hat.
    • Bighead schrieb:

      Trump hat "nur" ein vor Ewigkeiten beschlossenes Gesetz umgesetzt, außerdem haben einige der Palästinenser die Grenze in der Tat "angegriffen". Dass man die dann alle abknallt ist natürlich wieder klassisch unnötige Eskalation seitens Israel, aber es ist nicht so dass da ein Haufen unschuldiger Gandhis ein stummes Zeichen des Widerstands gesetzt hat.

      Genau dafür will ich halt so neutrale Berichte, bin ja auch erstmal auf den Hatetrain draufgesprungen, weil es gut in mein Weltbild gepasst hat.

      Das Gesez wurde eben 23 Jahre aus gutem Grund nicht umgesetzt. Ich weiss überhaupt nicht, was es da zu relativieren gibt.

      Und was heist hier „klassisch unnötige Eskalation“? Soll das witzig sein?
      Es sind gestern (!) über 50 Menschen gestorben. Wem bringt dieser Umzug etwas? Wer hat davon einen Vorteil?
      Es war doch von vornherein klar, was passieren wird. Dieses Risiko und die Menschenleben wurden billigend in Kauf genommen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kyuzo ()



      HumanlyPuma schrieb:

      junge leg dir ne hantel ins büro oder geh kegeln
    • Jerusalem war de facto schon seit Ewigkeiten die israelische Hauptstadt und das Verwaltungszentrum des Staates Israel. Dort sitzt sowohl der oberste Gerichtshof als auch die Regierung und das Parlament.

      Ein fundamentales Prinzip des internationalen Rechts ist es, dass alles, das nicht durch internationale Vereinbarungen abgedeckt ist, als innerstaatliche Angelegenheit behandelt wird, was durch die Gesetze des jeweiligen Landes entschieden werden muss. Wenn Israel also entscheidet, dass Jerusalem seine Hauptstadt ist, dann sollte Jerusalem auch seine Hauptstadt sein und das gilt nach den Prinzipien des internationalen Rechts.

      Ich persönlich halte Trumps Entscheidung der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt und Verlegung der Botschaft, ohne vorher einen vernünftigen Plan für den Frieden im Nahost zu haben, für vorschnell und etwas unüberlegt, auf langfristige Sicht ist es aber wohl ein Schritt in die richtige Richtung. Was ich aber definitiv für falsch halte ist, dass die Hamas (eine islamistische Terrororganisation) ihre Anhänger bereitwillig und ohne Rücksicht in den Tod schickt, um sich selbst als das Opfer darzustellen. Man muss wissen, dass Israel schon Tage vorher etliche Flugblätter über palästinensischem Boden abgeworfen hat, um die Menschen vor Waffengewalt bei Angriff auf den Grenzzaun zu warnen. Die Angreifer waren auch keine friedlichen Demonstranten, sondern durchaus bewaffnete und gewaltbereite Anhänger. Wie die Hamas hier gehandelt hat ist einfach nur unmoralisch und ekelhaft, aber was erwartet man auch von einer Terrororganisation die seit mittlerweile 25 Jahren regelmäßig Selbstmordattentate auf Zivilisten verübt.
    • Mensch danke, und ich habe bisher die Hamas für die Friedensbewegung des Nahen Ostens gehalten.....

      Nochmal:
      Was ändert der Umzug? Was ist die Progression?


      HumanlyPuma schrieb:

      junge leg dir ne hantel ins büro oder geh kegeln

      Beitrag von HumanlyPuma ()

      Dieser Beitrag wurde von TripperK aus folgendem Grund gelöscht: Spam ().
    • Kyuzo schrieb:

      Nochmal:
      Was ändert der Umzug? Was ist die Progression?
      Wo war denn vorher die Progression in den letzten 10 Jahren?
      Heuchelei war es im besten Fall: Gewalt--> Runder Tisch-->"Der Friedensprozess macht Fortschritte"-->Ein paar Tage Ruhe --> Hups erneut Eskalation-->Repeat.
      Mit dem Umzug werden zumindest harte Fakten geschaffen (ob man die Entscheidung gut heißt oder nicht).

      mfg
      coruscant
      Kommentar zur Schweinegrippe:

      Ich hatte mich schon gefragt welche nächste Sau durch's Dorf getrieben
      wird. Was wohl als nächstes kommt. Klimawandel oder vielleicht doch
      wieder Terrorismus ...

      Das der Mond auf die Erde stützt, DASS wäre mal was wirlich neues und
      sicher auch extrem verheerend. Alternativ tut es auch ein großer
      Meteorit.

      Ich kann es mir in Gedanken schon vorstellen. An Schweinegrippe
      erkrankt und vom Meteoriten erschlagen als der Kofferbomber gerade
      einen Block entfernt war ...

      Ja, das sind wahrhaft düstere Zeiten. Ich mach erst mal ein Bier auf ... Das ewige Leben wird sowieso keiner haben.
    • Coruscant schrieb:

      Kyuzo schrieb:

      Nochmal:
      Was ändert der Umzug? Was ist die Progression?
      Wo war denn vorher die Progression in den letzten 10 Jahren?Heuchelei war es im besten Fall: Gewalt--> Runder Tisch-->"Der Friedensprozess macht Fortschritte"-->Ein paar Tage Ruhe --> Hups erneut Eskalation-->Repeat.
      Mit dem Umzug werden zumindest harte Fakten geschaffen (ob man die Entscheidung gut heißt oder nicht).

      mfg
      coruscant
      Klingt wie:
      Hauptsache weiter, egal in welche Richtung. Notfalls eben zurück.
      f j d n
    • @Kyuzo

      Der Post war nicht einmal an dich persönlich adressiert, habe jedoch festgestellt, dass das vielen Menschen gar nicht so wirklich bewusst ist und betone es daher lieber nochmal um miscommunications vorzubeugen.

      Was das ändert sollte doch eigentlich meinem Post entnehmen zu sein: Israel wünscht es so und betrachtet Jerusalem schon ewig als seine Hauptstadt. Laut geltendem Recht entscheidet jede Nation selbst wo sich ihre Hauptstadt befindet, nichts im Völkerrecht gibt anderen Ländern ein Mitspracherecht dazu und bei keinem anderen Land der Welt wird das getan. Es wird von einigen Staaten regelmäßig das Argument herangezogen, Jerusalem könne ja gar nicht die Hauptstadt Israels sein, da sich die Großzahl internationaler Botschaften in anderen Teilen des Landes befinden, dem möchte man eventuell entgegenwirken. Dass man Jerusalem als die Hauptstadt anerkennt ist einfach eine Anpassung an die Alltagsrealität Israels und ich würde mir wünschen, wenn andere Nationen dem Beispiel folgen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von stardust* ()

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