Outrages Weltgeschehen-Thread

    • @roterbaron
      Wegen dem Maaßen?
      Die hätten bei dieser Seehofer-Geschichte das machen sollen, bei Maaßen tuts doch auch ne neue Personalie, da machste dich doch unglaubwürdig, wenn du wegen einer Einzelperson eine Regierung crushst. Zumal wir wegen der Jamaika Geschichte hierzulande ja eine lange Diskussion darüber hatten, dass auch das regierungsfähig sein und Verantwortung übernehmen an sich wichtig ist, nicht nur das parteiliche (kann man verschiedene Auffassungen zu haben, aber bei so einem Zeitgeist voreilig Zoff zu suchen wäre ungeschickt).

      Bei Seehofer dagegen wäre es ideal, weil da eine halbe Partei mit dranhing, das keinerlei Verhältnis zur Sachebene der Debatte hatte und Seehofer auch unmittelbare Autoritätskonkurrent zu Merkel darstellt. Der Maaßen ist ja n kleiner Fisch, den wird man im Zweifel einfach fallen lassen, wenn der Druck zu groß wird, aber die SPD würde das ja wohl kaum riskieren, dafür dann mit so einer Drohung zu committen, die man ihr selbst dann extrem übel nehmen wird, wenn sie alles durchkriegen würde was sie zu den gegenwärtigen Geschehnissen fordert.

      Wäre allerdings natürlich schon ne sehr günstige Gelegenheit, eine "Trendwende" vom Juniorpartner hin zu einem kritischen ko-dominanten Partner hinzukriegen und insbesondere den Seehofer mit seinen schwachsinnigen Positionen endlich mal so masiv zu untergraben, wie es sich gehört.
    • halte Maaßen nicht für einen kleinen Fisch und die ganze Angelegenheit (bzw die Summe seiner Fehlleistungen z.B. "Edward Snowden ist ein russischer Spion")) ist imo deutlich schlimmer für den Rechtsstaat als das Theater das CDU/CSU im Sommer aufgeführt haben.

      Halte ich für kein bisschen unglaubwürdig wenn man das macht. Folgende Szenarien:

      Maaßen bleibt und SPD bleibt in der Regierung. -->SPD macht sich unglaubwürdig weil sie ausser sich ne Woche aufregen nichts gemacht hat
      Maaßen geht und SPD bleibt in der Regierung-->SPD hat was erreicht und den Rechtsstaat gestärkt (wenn der Nachfolger nicht noch schlimmer ist)
      Maaßen bleibt und SPD geht aus der Regierung-->heikler Move aber ich würde das positiv bewerten (für mich). Bei Neuwahlen verliert die SPD aber sicherlich wieder und wird das deshalb nicht machen.

      Ja mir ist klar, dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit/Diskussion/Streit eine Regierung platzen lassen kann aber der Typ ist echt untragbar.



      derail: K.a. warum Leute immer CDU wählen; ist mir völlig schleierhaft. Selbst wenn man die anderen Parteien nicht leiden kann, kann man doch sehen, dass da wirklich richtig viel seit jahrzehnten schief läuft (extremer Lobbyismus, Maut, Armut, Wohnungsbau, Rente, Sicherungssysteme, Infrastruktur etc.). Der Gedankengang beim normalotto stell ich mir vor als: "Ja mit der CDU ists kacke aber die anderen sind auch nicht besser". Verstehe nicht warum man nicht von nem Zustand von dem man safe weiss das er schlecht ist nicht ne Veränderung macht. Die Linken werden nicht anfangen Gulags zu bauen nur weil sie plötzlich 30% haben. Die AfD wird hoffentlich keine Menschen vermessen um eine Gruppe einfach umzubringen wenn sie an ner Regierung beteiligt sind. Man kann den anderen doch wenigstens ne Chance geben auch mal was zu probieren. Wenn kacke ist/oder das gleiche (Rot-Grün unter Schröder) kann man ja wieder zum alten kackzustand zurückkehren.
      kein aquatischer bastard
    • Na ca. 15-20% der Wähler sind doch schon auf dem Ast "lass mal ne Alternative wählen". Dass es zwischen Kübelböck und Jungelcamp nur noch für die Partei reicht, auf der die Alternative schon drauf steht überrascht mich halt keinen Zentimeter mehr.
      Icefrog is just a idea. When he's gone, someone will take his place. He's immortal now.
    • roterbaron schrieb:

      derail: K.a. warum Leute immer CDU wählen; ist mir völlig schleierhaft. Selbst wenn man die anderen Parteien nicht leiden kann, kann man doch sehen, dass da wirklich richtig viel seit jahrzehnten schief läuft (extremer Lobbyismus, Maut, Armut, Wohnungsbau, Rente, Sicherungssysteme, Infrastruktur etc.). Der Gedankengang beim normalotto stell ich mir vor als: "Ja mit der CDU ists kacke aber die anderen sind auch nicht besser". Verstehe nicht warum man nicht von nem Zustand von dem man safe weiss das er schlecht ist nicht ne Veränderung macht. Die Linken werden nicht anfangen Gulags zu bauen nur weil sie plötzlich 30% haben. Die AfD wird hoffentlich keine Menschen vermessen um eine Gruppe einfach umzubringen wenn sie an ner Regierung beteiligt sind. Man kann den anderen doch wenigstens ne Chance geben auch mal was zu probieren. Wenn kacke ist/oder das gleiche (Rot-Grün unter Schröder) kann man ja wieder zum alten kackzustand zurückkehren.
      Ich finde es zwar persönlich mittlerweile auch echt nicht nachvollziehbar, aber Gründe gibt es schon viele:

      -Kommunal häufig tendenziell vernünftigere Leute (mein Eindruck) mit guten Ideen und nur moderat konservativer Einstellung (die es trotz oder gerade wegen ihrer Frische und Offenheit offenbar nicht weit nach oben schaffen. Dafür bei anderen
      Parteien (leider vor allem der mir auf Bundesebene recht sympathischen Linken) häufig die letzten Penner (wortwörtlich) mit ihren Punkeroutfits auf Stimmenfang. Kein Wunder, dass der Familienvater oder resolute Rentner oder der Bankier von nebenan dann darin keine Alternativen sieht.

      Zusammengefasst: Seriöses auftreten und bodenständiger Stamm (aber scheinbar nur unten)

      -Absolute Traditionspartei in vielen ländlichen Regionen und Bayern, hohe Kraft der Gewohnheit und Vertrauen in noch so überholte Modelle und schwache Persönlichkeiten aus unterbewusstem verzweifelten Erhaltensversuch der Gewohnten Lebensqualitäten (die diese Partei paradoxerweise wohl am wenigsten zukunftsfähig sicherstellt). Insbesondere die allgemeine Politikverdrossenheit wirkt sich dann günstig aus, weil die Stammwähler eben Stammwähler sind und sich aus Gewohnheit trotz Frustration wieder ins Dorfzentrum begeben.

      -Nähe zu Wirtschaft und alten Leuten (kaum Nichtwähler)
      und eher wenig Nähe zu jungen Leuten und den völlig Politikfrustrierten (viele Nichtwähler=höhere Prozente für CDU)

      -Größte und Einflussreichste Partei nach vielen Wahlen=sehr gut wählbar für Pragmatiker, die wollen, das ihre Stimme auch stabil mitregiert. Ist bei z.B. der FDP gerade absolut nicht sicher, ob deine Stimme nur deine Prinzipien widerspiegelt, oder auch die tatsächliche Regierung mit konstituiert, für pragmatische Denker könnte das bei der Stimmabgabe wichtig sein.

      -Langjährige Geschichte als Partei und Regierungserfahrung=Krisenfest.

      -"Amtsbonus" durch jahrelange Gewöhnung an Merkel. CDU steht für Verlässlichkeit (leider auch häufig im falschen Segment...)

      -Fischen der AFD Wähler von rechts. Demgegenüber taktischer Fehler der SPD sich nicht nach links hin zu bewegen und klar abzugrenzen= Gefühl der SPD Wähler, eh nur den Juniorpartner zu wählen. Gleichzeitig aber trotz schlechter Kopie sicherlich auch einige Rechtswähler durch ständige Annäherung an die AFD abgekriegt.

      -Steht auch für Stabilität (schwarze Null etc.). Muss man anerkennen.

      -Erfolgreiches Aufgehen von völlig rückwärtsgewandten Wahlkampfstrategien ohne Lösungsoptionen für die zukünftigen Probleme die niemand von der Presse oder den anderen Parteien großartig hinterfragt hat (wohl aufgrund des absoluten Überthemas Migration, das selbst in Presse, Talkshows, Elefantenrunden, Comedysendungen, überhaupt wegen der AFD, aber auch wiederum durch Strategie und Taktikfehler anderer Parteien einen Riesen Raum bekommen hat und andere Themen im Hintergrund hat verbleiben lassen, die gigantische Schwächen bei insbesondere AFD und CDU offenbart hätten.
    • einfach neben der Dotasource GmbH noch die Dotasource Partei (DSP)

      An die paar Leute mit Politikerfahrung, kann man nicht auch "einfach" mit Gleichgesinnten probieren eine etablierte Partei umzuorientieren statt ne Parteigründung zu machen? Bin ja echter Hater dieser Zersplitterung der politischen Landschaft aus historischen Gründen und an den Piraten sieht man ja wie schnelllebig selbst kurzzeitig erfolgreiche neue Parteien sein können. Also wie sehr ist eine Neugründung Idealismus und wie sehr geht man an der Realität in einer Bestandspartei unter?
    • Neugründungen scheinen in der deutschen Politikgeschichte das beste Mittel zu sein den Kurs der Bestandsparteien zu ändern.

      Grüne, Piraten, AfD mal als ganz offensichtliche
      The verdict is not the end
      It is only the beginning
      Strong will shall keep spreading
    • Bighead schrieb:

      einfach neben der Dotasource GmbH noch die Dotasource Partei (DSP)

      An die paar Leute mit Politikerfahrung, kann man nicht auch "einfach" mit Gleichgesinnten probieren eine etablierte Partei umzuorientieren statt ne Parteigründung zu machen? Bin ja echter Hater dieser Zersplitterung der politischen Landschaft aus historischen Gründen und an den Piraten sieht man ja wie schnelllebig selbst kurzzeitig erfolgreiche neue Parteien sein können. Also wie sehr ist eine Neugründung Idealismus und wie sehr geht man an der Realität in einer Bestandspartei unter?
      Die Gruppe muss dann schon ziemlich groß sein. Ich kann hier nur von meinem kurzen Intermezzo bei den Jungliberalen berichten, programmatische Änderungen wurden durch
      Anträge erreicht. Man reicht einen ein und darüber wird dann auf Ortsebene abgestimmt, kommt dann mit Glück auf die Bezirksebene, dann auf die Landesebene und dann auf die Bundesebene (oder wie auch immer die Gliederung ist). Es sind also ziemlich viele Abstimmungen, bis irgendwas Beschluss auf Bundesebene wird. Als einfaches Mitglied ist das nicht gerade einfach. Dazu kommt auch bei den Julis eine recht breite Meinungsvielfalt, da rennt halt alles von feministischen Linksliberalen bis konservativen Nationalliberalen herum. Dass Anträge automatisch durchgewunken werden, muss also auch nicht immer der Fall sein.
    • Würde mich natürlich auch bei euch mit engagieren.
      Da ich aber weder Lust auf Politik, die Meinung anderer oder Ahnung von irgendwas habe, würde ich mich selbst für folgende Posten vorschlagen:
      - Staatsminister für Digitales
      - Präsident des Verfassungsschutzes
      - Gesundheitsminsiter


      HumanlyPuma schrieb:

      junge leg dir ne hantel ins büro oder geh kegeln
    • wolliver twist schrieb:

      Urban vs ländliche Bevölkerung nicht vergessen (je Dorf desto CDU), wie angesprochen Alter, Religion spielt eine (abnehmende, aber noch relevante) Rolle, Gewohnheit etc
      Die Idee dass Wahlen über bessere Argumente gewonnen werden ist überholt.
      Zum letzten Satz:

      In der Realität/Praxis leider ja. Aber doch nicht als Ziel/Ideal/Wunschvorstellung/Vision. Das ist ein Gesamtgesellschaftliches Fehlverhalten ohne Frage, für das die Politik alleine nichts kann, da sie mit immer plumperen und leereren Slogans nur auf veränderte Realitäten reagiert und nur bedingt (eben durch diese Slogans u.A.) selber auch eine Ursache dessen ist. Es sollte aber natürlich nicht so sein, dass der "größere Marketingerfolg" oder die "verständlichere/effektivere Rhetorik" sich durchsetzt, sondern eben die von dir angesprochene argumentative Basis.

      Falls du das ohnehin so gemeint hast, nvm, aber wir müssen doch zurück zu einem Punkt, wo dein letzter Satz eine Unwahrheit wäre und nicht einfach eine Umwandlung des Politikbetriebs in dumpfes Geblubber als irgendwie "zeitgemäß, modern oder natürlich Entwicklung" betrachten. Die Politik und auch die Gesellschaft haben doch alle ein Interesse daran, dass eben nicht das besser zu merkende Plakat gewinnt, sondern die besten Lösungen.
    • Kyuzo schrieb:

      Würde mich natürlich auch bei euch mit engagieren.
      Da ich aber weder Lust auf Politik, die Meinung anderer oder Ahnung von irgendwas habe, würde ich mich selbst für folgende Posten vorschlagen:
      - Staatsminister für Digitales
      - Präsident des Verfassungsschutzes
      - Gesundheitsminsiter
      Digitales und Verkehr mach obv ich.
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster schrieb:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      #TeamKyuzo2016
    • Kyuzo schrieb:

      Würde mich natürlich auch bei euch mit engagieren.
      Da ich aber weder Lust auf Politik, die Meinung anderer oder Ahnung von irgendwas habe, würde ich mich selbst für folgende Posten vorschlagen:
      - Staatsminister für Digitales
      - Präsident des Verfassungsschutzes
      - Gesundheitsminsiter
      Digitales und Verkehr würde ich auch eher Shrodo machen lassen, Gesundheitsminister muss eigentlich @greystar_ werden oder Fas. Und in der Regierung solltest du schon sein, sehe dich ja ganz groß als Heimatminister :D

      Ramius müsste den Kanzler machen, Devilchen Finanzminister. @betrayus_ wäre natürlich Verteidigungsminister :thumbup: Glaube wir bekämen da schon ne echt gute Truppe mit vielen Spezialisten zusammen. Der Traum wäre noch @Alex- als Wirtschaftsminister und @TripperK als Innenminister :love:


      Guten Morgen an muh, sleepy, proudbavarian, seren, incognito, zinnsoldat, qory, juff, sic, banez-, arrow^gunz, cloud, zenarius, Tobi und den rest des DS-Stammtischs
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