US Presidential Elections 2020 - Bernie wählen... und sterben?

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    • Das, was dir korrekt aufgefallen ist, @Fas ist dieses Phänomen der Spaltung in Amerika. Die Gesellschaft war schon vor Trump gespalten, und die Spaltung hat durch ihn natürlich rasant zugenommen. Nicht nur die "blöden" Reps-Wähler/Hillibillies wollen in den Nachrichten lesen, was sie eh schon denken, die andere Seite will das (zum Teil) eben auch. Und wenn die Leute Anti-Trump lesen wollen, gibt es dafür auch ein entsprechendes Medium. Die Zeitungen und Fernsehsender sind eben sehr um Auflage/Einschaltquoten bemüht. Es gibt auch eher linke Medien, die trotzdem noch einigermaßen ausgeglichen berichten wie die Washington Post, aber CNN und CNBC gehen schon sehr stark Richtung Anti-Trump egal warum, eben auch, weil die Zuschauer es gerne hören wollen.

      Die deutsche Medienwelt ist bezüglich Trump/Reps allerdings noch schlimmer, da liest man fast alles nur negativ. Irgendeine Seite, glaube war auch schon hier im Thread, hat mal festgestellt, dass über 95% der Berichterstattung über Trump negativ ist. Und selbst wenn er zu 100% scheiße baut, gibt es doch eigentlich noch genug News wie z. B. dieser Besuch in Frankreich, die einfach absolut neutral sind und über die auch so berichtet werden sollte. Aber im Journalismus hast du auch immer die Meinung desjenigen, der den Artikel schreibt, selbst wenn es kein Meinungsartikel ist. Und die Tendenz geht immer mehr zur "gewichteten" Berichtserstattung als zur langweiligen, mehr Fakten ohne Wertung orientierten. Auch deshalb, weil sich "spannende" Nachrichten besser verkaufen.


      Guten Morgen an muh, sleepy, proudbavarian, seren, incognito, zinnsoldat, qory, juff, sic, banez-, arrow^gunz, cloud, zenarius, Tobi und den rest des DS-Stammtischs
    • Die kurze Antwort ist ja.
      Natürlich gibt es auch in den amerikanischen Medien einen starken linksliberalen bias und bei TV ist das dann eben Fox News vs. CNN/ABC/NBC/MSNBC etc.


      Kann aber mal als kleiner Denkanstoß für deutsche Medien alleine die Wortwahl für den Fall nehmen, wenn Person x etwas negatives über Person y sagt.

      Wenn jemand z.B. Kritik an Trump übt, finden wir da so Formulierungen wie "spricht Klartext", "rechnet ab", "nimmt auseinander"

      spiegel.de/politik/ausland/mic…d-trump-ab-a-1237514.html
      stern.de/politik/ausland/miche…raesidentin--6981852.html


      Wenn Trump selbst Kritik üb, finden wir hingegen so Formulierungen wie "hetzt", "droht", "beleidigt" oder "ätzt".



      stern.de/politik/ausland/donal…e-demokraten-8391198.html

      faz.net/aktuell/politik/trumps…-die-medien-15721013.html

      web.de/magazine/politik/us-pra…egalen-migranten-33273122


      Natürlich sind sprachliche Nuancen eine gewisse Gradwanderung, aber es wird eben dadurch deutlich, dass es klare Lieblinge und Feindbilder in den Medien gibt und Spiegel online über Michelle Obama vermutlich nie schreiben wird, dass sie "gegen Donald Trump hetzt", weil eben 95% der Leute bei Spiegel online Michelle Obama gut finden und hetzen so ein böses Wort ist, was grundsätzlich nur die andere politische Seite tut.

      Das zieht sich auch durch sämtliche politische Berichterstattungen sowohl in den USA (verfolge aktuell dort Fox News, CNN, NYT, Washington Post, Dailywire und nen bisschen reddit) als auch in Deutschland. Wenn man da nur eine von beiden Seiten verfolgt, kommt man schnell auf den Gedanken, dass man nicht mehr im selben Land lebt, weil sämtliche politische Ereignisse in einem komplett anderen Licht dargestellt werden. Und weil die Mehrheit der Medien nunmal links tendiert, kommt man als politisch eher mäßig interessierter Mensch häufig nur diese eine Sichtweise mit und formt entsprechend seine Meinung, bzw. kriegt diese bestätigt.


      Das sieht man dann z.B. an @Laulau* s Post, "Ganz ehrlich @Hi2u, ich kapiere ja wie man vor 2 Jahren noch denken konnte, Trump würde irgendwas vernünftiges für sein Land tun, aber kiek mal auf den Zeiger mein Junge, es ist 2018."


      Da würde dann eben nen Konservativer sagen. Jo 2 sehr fähige Richter am supreme court, Steuersenkungen, hohes Wirtschaftswachstum, niedrigste Arbeitslosigkeit seit Generationen teilweise, steigende Löhne und Gehälter, Regulations cut und keinen Krieg. 8/10 would vote him again.

      Und zumindest steigende Löhne, gutes Wirtschaftswachstum und niedrige Arbeitslosigkeit sind ja eigentlich unstrittige Punkte, die man unabhängig von Ideologie als gut bezeichnen würde.



      Bisschen überspitzt formuliert, aber der Punkt sollte klar sein.

      Amerikanische Medien sind gefühlt noch um einiges deutlicher, was die Vermischung von Meinung/Analyse und Bericht geht.

      Im Prinzip gibt es einfach grob zwei Pole, welche eine voneinander unabhängige Betrachtung auf die Welt haben und die Ereignisse ganz anders interpretieren.
    • Ich finde deinen Beitrag allgemein ein wenig problematisch, weil er in die typische "both sides" Rhetorik einspeist, die ich für Bullshit halte, aber besonders folgendes:

      Alex- schrieb:

      Wenn jemand z.B. Kritik an Trump übt, finden wir da so Formulierungen wie "spricht Klartext", "rechnet ab", "nimmt auseinander"

      spiegel.de/politik/ausland/mic…d-trump-ab-a-1237514.html
      stern.de/politik/ausland/miche…raesidentin--6981852.html


      Wenn Trump selbst Kritik üb, finden wir hingegen so Formulierungen wie "hetzt", "droht", "beleidigt" oder "ätzt".



      stern.de/politik/ausland/donal…e-demokraten-8391198.html

      faz.net/aktuell/politik/trumps…-die-medien-15721013.html

      web.de/magazine/politik/us-pra…egalen-migranten-33273122
      Ich würde dir insoweit zustimmen, dass diese polemischen "spricht Klartext"/"nimmt auseinander" Formulierungen auf einem ähnlichen Level agieren wie "EPIC Ben Shapiro OWNS feminists compilation", aber der Vergleich mit der Betitelung "übt Kritik" ist schlichtweg falsch. Trump hetzt, droht, beleidigt und ätzt und wie du versuchst das zu normalisieren ist mehr als fragwürdig.
      @lkllnd


    • was @(((luke))) sagt. einerseits ist die polarisierende berichterstattung absolut nicht von der hand zu weisen. gerade das beispiel von @Fas sehe ich auch als vollkommen unnötig biased an (wobei CNN imho eh auf einem level mit ntv hierzulande anzusiedeln ist).

      aber andererseits hat sich die rechte filterblase in den letzten jahren dermaßen vom "gewohnten" spektrum wegbewegt, dass differenzierte berichterstattung schwerfällt oder direkt unmöglich gemacht wird. gerade von rechter seite werden da auch gerne begriffe wie "ausbalanciert", "faktenbasiert" oder "neutral" wild durcheinandergeworfen.

      Beispiel: Die Demokraten erklären morgen, dass die Erde flach ist. Die Republikaner halten dagegen, dass die Erde eine Kugel ist.
      • Faktenbasierte Schlagzeile: Demokraten verbreiten Lügen über Form der Erde
      • Ausbalancierte Schlagzeile: Demokraten und Republikaner können sich nicht über Form der Erde einigen
      vor allem die zweite variante gibt es auch in den vermeintlich liberalen medien immer noch viel zu häufig, obwohl, hauptsächlich von rechts, die absolut offensichtlichsten lügen/fake-news/fake-videos verbreitet werden (s.o.).

      southpark und libertäre konsorten haben dann ihr übriges getan und die both-sides-are-the-same-mentalität derart auf die spitze getrieben, dass heute tatsächlich viele der illusion aufsitzen, dass beide seiten gleich seien. das ist im übrigen auch einer der hauptgründe, weshalb die republikaner relativ erfolgreich mit ihrer konstanten projection sind.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von boobold ()



      total control now.
    • Gestern in dataisbeautiful eine interessant Grafik gefunden, in der jemand DW-NOMINATE (is, roughly speaking, a method of quantifying politicians' ideological positions based on their votes in Congress. The researchers who developed it found that two axes were sufficient to classify every in useful ways. The first axis is more or less the liberal-conservative spectrum, from the perspective of greater or lesser government involvement in the economy. The second axis captures regional differences, including opinions on slavery and segregation.) verwendet hat, um die politische Einstellung der Parteien in den letzten Jahrhunderte aufzuzeigen.

      Man kann natürlich darüber streiten, inwiefern diese Methode das gut widerspiegelt, aber ich finde die Grafik schön :)
      e2: es geht hier um wirtschaftliche Ausrichtung, nicht soziale


      e: hier der thread reddit.com/r/dataisbeautiful/c…n_partys_drastic_30_year/
    • Alex- schrieb:

      Wenn jemand z.B. Kritik an Trump übt, finden wir da so Formulierungen wie "spricht Klartext", "rechnet ab", "nimmt auseinander"
      super nervige clickbaits. Stimme ich 100% zu.

      Aber insgesamt sehe ich die Schuld bei
      Soziale Medien mit wirklich erfundenem bullshit anstatt polarisierenden Artikeln.
      pizzagate, crisis actor und ähnliches
      Nice Meme

    • wäre echt nett wenn du das mehr als nur stehen lässt. Momentan ist es nichts anderes als zwei unglaublich verschiedenen Meinungen mit sehr wenig argumentationspunkten. Weil die Frau in nem kurzen Ausschnitt zitiert wird über eine Thematik die halt sehr viel Berechnungen braucht die der Kommentator einfach überspringt und über geklautes Geld "at gun point" redet. Die Thematik ist alles andere als eine simple Anekdote zu der es in dem Clip erklärt wird.
      Nice Meme

    • Kurz weg von dem/rep zu unkonkret links/rechts:
      "Immer mehr links" ist unspezifisch, aber an sich ist das doch plausibel.

      Rechts / Konservativ will den status quo halten, meist eig zu status quo(t-1) zurück.
      Klassiker Positionen sind dazu z.B. "tax cut", "small gov", Vater+Mutter+Kind, blame von $Minderheit, etc.

      Links will die Gesellschaft verändern, passt nach erfolgten Wandel die Ziele an (z.B. women -> black -> gay -> lgbt rights - überspitzt)
      FREE Hat
    • Kurzer Reminder dass Trump sich vor kurzem selbst als Nationalist bezeichnet hat, es nicht fertig bringt sich von literal Nazis zu distanzieren und regelmäßig die freie Presse als the Enemy of the People bezeichnet. Außerdem haben die Republikaner in den Midterms in vielen Staaten alles in ihrer Macht stehende getan um so viele demokratische Stimmen wie möglich zu unterdrücken und in den Staaten in denen es so aussieht als könnte es trotzdem nicht für einen Sieg reichen versuchen sie jetzt zu verhindern, dass alle Stimmen ordnungsgemäß gezählt werden.

      Das hat nichts mehr mit konservativen Werten zu tun. Die aktuelle republikanische Partei hat in den letzten Jahren alle ihre Werte über den Haufen geworfen und ist ganz sicher nicht politisch gleich geblieben.
    • Hab in letzter Zeit überlegt, warum eig. sowohl "links" als auch "rechts" (sowohl in USA + DE) eig. jeweils denken, die andere Seite sei übermächtig.
      Dazu folgende These:
      Beide Seiten haben mit den Vorwürfen irgendwo recht. "Die Gesellschaft" ist in den letzten X Jahren im Bezug zum Zustand vor X Jahren moralisch nach links gerückt. Gleichzeitig trifft das nicht für Wirtschaftspolitik und Law&Order Innenpolitik zu.
      Linke & rechte Politik waren jeweils in einem Politikfeld fast wirkungslos, in anderen sehr "erfolgreich".

      Schlussfolgerung o.ä. habe ich hier nicht, war nur ein Gedanke.
      FREE Hat
    • These:

      Republikaner haben die politische Macht - Präsident, Kongress, Bundesstaaten etc.

      Demokraten haben die gesellschaftliche/kulturelle "Macht" - Mainstreammedien, Hollywood, Silicon Valley etc.

      Beide wollen aber aber das jeweils andere.


      total control now.