Lehr- und Pädagogikecke

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    • shrodo, hausaufgaben darf man nicht benoten.
      fließen zwar irgendwo mit ein, aber eher untergeordnet. und das ist schon grenzwertig, weil man nicht weiß, wer die hausaufgaben alleine gemacht hat, wer sie abgeschrieben hat oder wo nachhilfelehrer/eltern alles gemacht oder geholfen haben.
      OB die HA gemacht werden ist dann sowieso eher arbeitsverhalten.

      kann man halt oft in der realität schwer trennen. manch einer kehrt null um HAs, fuchst sich aber in 10 min ins thema rein und geht auf 1 steil. andere bräuchten die HA um sich ne 3-4 zu sichern. wenn letzteres keine HAs haben, ist das dann quasi mündlicher selfmurk für die.

      kann ich dann aber auch nich ändern. rufe die eltern nicht an, schreibe keine briefe und trage vergessene HA nirgendwo ein, außer intransparent für mich.
      wenn irgendeiner mal dauerhaft HA verweigert, würde ich der mutter wohl mal ne email schreiben. aber nicht im sinne von "ihr kind tut nix. voll der spast. prügeln sie ihn zum ha machen. sonst gibts ne 5", sondern eher "ihr kind macht die ha nie. sollten sie wissen. tut ihm nicht gut."

      also mehr informationspflicht als drang etwas auf teufel komm raus zu verändern.
      sehe da nicht meine verantwortung, sondern die eltern in der pflicht.

      einzige was ich mache, ist potentiell starke schüler, die wegen #scheissebauen #keinbock #hassfach im 4er bereich gammeln, obwohl sie ez 1-2 sein könnten.
      einzelgespräche, in denen man die kids stark redet bewirken wunder wie ich feststellen muss.
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
    • @flyhigh Haben bei dir die Schüler die Möglichkeit nachzufragen, was sie letzte Stunde für eine Note bekommen haben oder gibst du ihnen Hinweise, dass es nicht gerade so pralle war?
      Siehe letzten Schüler auf dem Bild, kommt mir vor wie ein Junge der gemerkt hat, dass er was tun muss, damit er sich nicht die Gesamtnote versaut.
      Dieser Account benutzt sehr gerne Zynismus, Sarkasmus und Ironie ¯\_(ツ)_/¯ nett kann ich trotzdem wirken...
      Wortlawinen rollen gewöhnlich von den Bergen der Dummheit Stanislaw Jerzy Lec
    • Xephas schrieb:

      @flyhigh Haben bei dir die Schüler die Möglichkeit nachzufragen, was sie letzte Stunde für eine Note bekommen haben oder gibst du ihnen Hinweise, dass es nicht gerade so pralle war?
      Siehe letzten Schüler auf dem Bild, kommt mir vor wie ein Junge der gemerkt hat, dass er was tun muss, damit er sich nicht die Gesamtnote versaut.

      Schüler können nachfragen, kriegen dann aber meist nur halbgare Antwort, weil es im Raum dann 5000 Dezibel hat, während alle in die Pause drängen.
      Habe das jetzt auch abgewürgt, mit dem Hinweis, dass ich sie mind. 2x pro Halbjahr, ggf. 3x kurz in Einzelgesprächen vor der Tür (Rest macht Stillarbeit) über ihren Stand informiere.
      Weiß diesbzgl. nur noch nicht, wie ich das mit Selbsteinschätzung händeln soll. Halte davon eigentlich gar nichts, aber es ist aktuell wohl en vogue. :wacko:

      Der letzte Schüler auf dem Bild hatte tatsächlich kein Einzelgespräch. Den hat es gerettet, dass ich ne neue Sitzordnung eingeführt und ihn von seinem Bro hinten in der Ecke weggeholt habe. Seitdem sitzt er vorne zwischen zwei Mädels und muss seinen Mitteilungsdrang wohl oder übel am Thema auslassen. (Außerdem war er Fan vom "Erlkönig" und ging bei der Ballade ganz gut ab.)


      edit: @watnuss Du nervst grade mit Penetranz, falls es dir nicht auffällt. Deine erste Frage war n joke. spätestens der weise ninjo hat sie dir jokemäßig beantwortet. Entweder bist du also ironieresistent oder du fordest HuPu-Diss' heraus und hast sie damit auch verdient ;) chill jetzt einfach. alles gut. nix passiert. hoch die hände wochenende!
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
    • flyhigh schrieb:

      shrodo, hausaufgaben darf man nicht benoten.
      fließen zwar irgendwo mit ein, aber eher untergeordnet. und das ist schon grenzwertig, weil man nicht weiß, wer die hausaufgaben alleine gemacht hat, wer sie abgeschrieben hat oder wo nachhilfelehrer/eltern alles gemacht oder geholfen haben.
      OB die HA gemacht werden ist dann sowieso eher arbeitsverhalten.
      ich könnte schwören sowas wie dedizierte "Arbeitsverhaltensnoten" gabs bei uns nicht. Hatten nur mal so einen Unfug von wegen mitabeit oder so im zeugnis (aber halt insgesamt xd).
      Wenn du Hausaufgaben nicht benoten darfst nimm sie halt aus der liste raus. war eh nur schnell die ideen die ich im kopf hatte hingeschrieben.

      geht bei HA mMn auch ein bisschen um Erziehung/sich unterordnen können (was man lernen muss) und nicht nur um stofflich was lernen. Wenn der Lehrer sagt S. 3 Nr. 5+7 sind HA dann ist das zu tun, wers wiederholt nicht macht sollte dann schon einen Nachteil (in welcher Form auch immer) erhalten.
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster schrieb:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      #TeamKyuzo2016
    • Frage an Flyhigh: Machst du gelegentlich was in Richtung Unterrichtsdiagnostik? Bestimmte Aufgaben zum Vorwissen oder auch Arbeitsverhalten in z.B. Gruppenarbeiten, oder ist das alles mehr oder weniger dein Lehrerauge, dass das alles "nebenbei" aufnimmt und den Unterricht dementsprechend anpasst?

      Eine Freundin von mir hat in ihrer Bachelorarbeit Einzel-, Gruppen- und Selbstdiagnosebögen für den Chemieunterricht entwickelt und finde es recht interessant. In den VLs wurde uns auch viel darüber gepredigt, aber nie eine praktische Umsetzung gezeigt.

      Gerade jetzt wo ich an einer Schule bin, wo die Leistungsheterogenität so ungefähr das Maximum erreicht, würde ich echt gerne mehr dazu wissen.

      zum Thema Hausaufgabe: ebenfalls #, betrachte es als Eigenverantwortlichkeit und Möglichkeit für SuS am Unterrichtsverlauf dranzubleiben und den bisherigen Stoff zu festigen. Wenn es jemand nicht nötigt hat, werde ich dafür keine Strafen aussprechen. Falls es jemand nötig hat, aber nicht für nötig hält, gibt's halt ein Gespräch und Appell - wenn das nicht reicht, selbst Schuld.
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    • Unser Prof. hat uns ausdrücklich geraden solche Tests zu machen. Gibt literally überall schon gute Tests, die unterschiedlich lange dauern und eignen sich gerade zu Schulstart / neue Klasse.

      Hausaufgaben kontrolliert flyhigh ja sicher im Unterricht, daher fließen sie ja schon irgendwie in die mündliche Note ein. Außerdem hilfreich, wenn n Schüler zwischen zwei Noten steht. Man ist ja nicht verpflichtet stets den Mittelwert zu nehmen.
    • MCHEIDIBRAK schrieb:

      Frage an Flyhigh: Machst du gelegentlich was in Richtung Unterrichtsdiagnostik? Bestimmte Aufgaben zum Vorwissen oder auch Arbeitsverhalten in z.B. Gruppenarbeiten, oder ist das alles mehr oder weniger dein Lehrerauge, dass das alles "nebenbei" aufnimmt und den Unterricht dementsprechend anpasst?
      lehrerauge.
      mehr ist als anfänger nicht drin. und das ist vermutlich schon scheiße.

      würde grad gern mehr dazuschreiben, muss aber gleich los. sorry alles :-*
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    • An der Schule ist mir bisher keine derart große Klasse untergekommen, 25 war das Maximum.

      In dem Fall ist der Bewertungsaufwand doch nicht riesig, kleines Diktat und Miniaufsatz + ordentlich Diagnose. Gerade bei dem Übergang von Grundschule auf Weiterführende ist sowas halt imo mehr als angebracht.

      Dazu kommt halt noch, dass dieses Gymnasium (afaik) deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal hat dank vorangegangenem Politikum. Es heißt zwar Gymnasium, man hat im Schnitt aber nur 5 Gymnasiasten bis zur Oberstufe in der Klasse. Schüler die nach 9 bzw. 10 abgehen, bekommen ihre Noten auf Haupt- und Realschulniveau umgerechnet. Das Leistungsgefälle muss man halt möglichst früh ausmachen.

      Werde zur Schule wohl irgendwann noch einen Post droppen, belastet schon ziemlich.
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    • Ne ich meine, dass man ausgehend von dem Test für einige Schüler ja Defizite aufarbeiten muss, während andere das nicht brauchen.
      Bei mir waren damals in 5/6/7 die Klassen so groß, dass man nicht auf einzelne Schüler eingehen konnte.

      Ich hatte in der fünf einige Defizite vom Stoff her, weil meine Grundschule einfach im Ghetto war und die Lehrerin dazu kurz vor der Rente. Aber hatte in der fünf halt nur die Wahl selbst zu gucken, wo ich bleibe oder zu gehen.

      Was halt nicht sein sollte, aber in der Praxis halt so ist
    • Da hast du natürlich Recht. Macht man große Unterschiede aus, bleibt eigentlich nur die Möglichkeit den Unterricht weiter zu individualisieren, was bei größer Schüleranzahl natürlich Selfmurk bedeutet.

      In der 5. Klasse sollte man sich imo aber noch den Arsch aufreißen, das so gut wie möglich hinzudeichseln.

      Ich war in einer 11. Klasse Chemie, die auf dem Niveau einer 9. Klasse unterrichtet wurde, weil die vorherigen Klassen nie auch nur ansatzweise auf Gymnasialniveau unterrichtet werden konnten. Die Lehrerin, die die Soße dann vorgesetzt bekommt, muss sich nun entscheiden, 9/10 nachzuholen und die Kinder zu ficken, die in den Vorjahren Glück hatten und eigentlich schon genug drauf haben oder 11. Klasse Stoff durchziehen und einen Großteil der Klasse abhängen. Ist halt ein ziemliches Dilemma - war mir darüber schon immer bewusst, wie hart das aber tatsächlich ist, ist mir jetzt erst klar geworden. Also hart für die SuS und damit auch für mich.
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