Der "war ein interessanter Artikel" Thread

    • Wahrscheinlich weil Unternehmen nicht aufhören Daten zu sammeln, nur weil der Staat auch Daten sammelt.
      Realistisch ist einfach, dass dann beides passiert und ein böser Staat hat mMn deutlich mehr Potential diese Daten zu abusen als ein böses Unternehmen.
    • Der Staat erhebt ja wohl jetzt schon viel zu viele Daten. Meine Regierung muss eigentlich nicht zwingend wissen, wo ich wohne oder wie mein Fingerabdruck aussieht.
      Das einzige, was gegen Missbrauch effektiv schützt, ist Daten gar nicht erst zu erheben. Die Vorteile von Kameraüberwachung sind doch eh fragwürdig (gefühlte Wahrheit), weil sie Sicherheit nur suggerieren, aber nicht de facto erhöhen.
      Schlaue Müllsysteme, sinnvolle Ampelschaltung und automatische Sprinklersysteme sind ja wohl alle umsetzbar, ohne die Privatsphäre der Bürger zu berühren.

      Bighead schrieb:

      Warum seht ihr eure Daten lieber nicht in der Hand des Staates? Verstehe ich literal nicht
      Weil ein Staat, im Gegensatz zu einem Unternehmen, auch die nötige Exekutive hat, um mir gefährlich zu werden. Rein potentiell und auch faktisch in vielen Ländern dieser Welt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Der_Busfahrer. ()

    • Oh ja ich wollte schon immer das Szenario haben, dass mein Chef mir ungefragt Empfehlungen gibt bei Hygiene Artikeln, da meine kürzlich eingekauften ihm nicht gefallen?
      Dieser Account benutzt sehr gerne Zynismus, Sarkasmus und Ironie ¯\_(ツ)_/¯ nett kann ich trotzdem wirken...
      Wortlawinen rollen gewöhnlich von den Bergen der Dummheit Stanislaw Jerzy Lec
    • Bighead schrieb:

      Warum seht ihr eure Daten lieber nicht in der Hand des Staates? Verstehe ich literal nicht
      Wozu? Also konkret finde ich sollte der Staat keinerlei Daten erheben, für die er keine Verwendung hat. Daten sind ja nicht gleich Daten. Um was geht es dir hier? Die Daten die ich vll bei Facebook angebe sind ja dort nötig und für die Aufgabe(n) des Staates unnötig. Da kann der Staat schlecht einspringen als Treuhand oder so.

      Und wieso der Staat selbst nicht massenweise Daten sammeln können sollte lehrt uns die Geschichte (Nazis konnten die Religionszugehörigkeit in den Einwohnermeldeämtern der Niederlande abfragen). Das Missbrauchspotential ist da und keiner kann sich sicher sein, was die Zukunft bringt. Selbst wenn ich der heutigen Regierung vertraue, kann das nächste Legislatur anders sein. Ohne konkreten Nutzen (also nicht so schnappartige "mehr Sicherheit" oder "zum Schutz vor Terror" Forderungen) ist es das einfach nicht Wert.
      There are 10 types of people - those who understand binary, and those who don't.
    • Also ich denke es geht in die Richtung NSA, da sonst der Kontext keinen Sinn macht und die Umfrage war für mich auch mehr so ein "such Dir das kleinere Übel aus", als nicht so seriös.
      Ich gebe dir recht, der Staat soll mich und andere schützen, mich aber nicht in meinen Privatleben durch kontrollieren beschneiden.
      Wo fängt es da nun an? Würde mich ja schon freuen, wenn die Polizei sich nicht von der Polizei überprüfen lässt.

      Zurück zum wer ist, das größere/ kleinere Übel.
      Nach meiner Auffassung ist ein Unternehmen deutlich gefährlicher von den Vorstellungen, die dieser erheben möchte,
      es will am liebsten wissen bevor die Person es selber so richtig weiß, was es benötigt, um gerade im Moment oder Zukunft an Dienstleistungen oder Güter glücklich zu sein.
      Zudem ist es eine Technologie, die bereitgestellt wird für alle da, die zahlen. Also kann der Staat auch davon profitieren, zudem sprechen wir von ganz vielen Unternehmen, die Sammeln, siehe NSA Vorfall.

      Ich sehe nicht mehr wie man aus der Masche rauskommt, Internet Gewohnheiten pflegen bedeutet immer bisschen Identität preisgeben, da dieses das kleinste Detail nicht vergisst und die Technik zum Daten sammeln immer besser wird.

      Ich habe zwei Psychologen, die beide arbeiten genau in diesem Sektor, wie muss ich Werbung gestalten in Social Network, damit Menschen aufmerksam werden und das in Auftrag gegebene Unternehmen oder Gruppen entscheidend Antworten/ Daten raus ziehen können, die man valide machen kann, also allgemein gültig sind um noch deutlich detaillierte "Stereotypen" anzufertigen zu können. Insgesamt sind das kleine Puzzleteile, aber in der Masse und vernetzt werden sie unangenehm.

      LG

      Aluhut ist bereit.
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    • was edward snowden zum "perfekt informierten" staat zu sagen hat
      es geht darum, dass bemerkenswerte gesellschaftliche fortschritte oft dadurch erreicht wurden, das gesetze gebrochen wurden. die gründung der vereinigten staaten ist eines seiner beispiele (understandable bei seinem publikum). grund dafür ist, dass es zeiten gibt, in denen sich moralische werte der bevölkerung sich deutlich von dem unterscheiden, was vom gesetz vorgeschrieben wird. wenn man nun dem staat die werkzeuge in die hand drückt, seine bürger zu überwachen und mögliche gegenbewegungen im keim zu ersticken, kann man sich ja ausmalen was geschieht^^
    • Finde wir sollten in der Debatte mal unterscheiden zwischen Deutschland (und dem Jokus den der BND darstellt) und wirklich problematischen westlichen Fällen wie den USA und UK. Wir haben nicht soviel Überwachung wie die Länder, wir haben weniger mächtige Nachrichtendienste, unserer Bundeskanzler ist deutlich weniger mächtig innerhalb des Staates als der US-Präsident, unsere ganze Verfassung ist darauf ausgelegt, eine Machtergreifung zu verhindern.

      Englischsprachigen Youtubevideos werden sich meistens auf die USA beziehen, die einen deutlich ungerechteren Staat haben als wir.

      Man kann ja auch gerne erst den Staat reformieren, um Lobbyismus und Machtmissbrauch mal wieder zu reduzieren, und ihm dann die Verwaltung (nicht die freigiebige Nutzung) der Daten überlassen. Die Nutzung sollte immer noch nur auf richterliche Anordnung oder sowas gestattet sein, damit sich die Mächte gegenseitig kontrollieren.
    • Nö. Diese Länder sollten uns als Begründung dienen, dass es nicht wie dort wird. Aktuell BaWü und die Tests am Südkreuz zeigen ja eindeutig in welche Richtung es geht (spoiler: nicht Richtung Bürgerrechte). VS und die LKAs bauen immer größere Sammelkarteien auf (PMS, Limos, GS etc), die in vielen Fällen ohne rehtliche Grundlage bestehen. Als aktuelles Beispiel die Journalisten in Hamburg, denen die Akkreditierung entzogen wurde, weil sie in der PMSl waren, ohne dass je eine Anklage gegen sie vorlag.

      Gerade von Seiten der Exekutive wird ein höheres Maß an Überwachung nicht nur gefordert, sondern auch an unserem ach so wehrhaften Staat vorbei installiert.
      we do not sow
    • Jochen Bittner schrieb:

      Der amerikanische Politikwissenschaftler Mark Lilla beschreibt es als das große Versagen der Demokratischen Partei (deren Mitglied er selbst ist), den Vereinigten Staaten nach dem Individualismus-Hype der Reagan-Ära keine frische Vision von einem gemeinsamen Schicksal des Landes angeboten zu haben.

      "Stattdessen haben sie sich der Bewegung der Identitätspolitik verschrieben und dabei den Sinn dafür verloren, was wir als Bürger teilen und was uns als Nation ausmacht", schreibt Lilla in seinem Buch The Once and Future Liberal. Identitätspolitik sei Reaganismus für Linke. Das Ergebnis, so der Columbia-Professor, sei ein "Raum voller Studenten, die einander argwöhnisch beäugen" und Bürger, die nicht mehr fragten, was sie für ihr Land tun könnten, sondern was das Land ihnen auf Grundlage ihrer Identität schulde.
      Link
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster schrieb:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      #TeamKyuzo2016
    • Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau, die 12 Jahre für die Ermittlungen zuständig war, ging stets davon aus, dass Oury Jalloh den Brand in der Zelle selbst gelegt habe. Nach den Monitor vorliegenden Unterlagen hat der leitende Oberstaatsanwalt Folker Bittmann diese Einschätzung angesichts neuer Expertisen inzwischen widerrufen.
      Bittmann hält es demnach für wahrscheinlich, dass Oury Jalloh bereits vor Ausbruch des Feuers mindestens handlungsunfähig oder sogar schon tot war und mit Brandbeschleuniger besprüht und angezündet worden sei. Er benennt in dem Brief sogar konkrete Verdächtige aus den Reihen der Dessauer Polizeibeamten. Als mögliches Motiv für die Tat nennt er die Vertuschung einer anderen Straftat gegenüber dem Asylbewerber.
      tagesschau.de/inland/jalloh-recherche-monitor-101.html
      we do not sow