Der "war ein interessanter Artikel" Thread

    • War im Januar auch noch im Team Crash, aber jetzt sehe ich das wieder ein wenig nüchterner und glaube, dass es erstmal noch weiter geht. Die Chinesen ballern ja jetzt auch ein riesenkonjunkturprogramm raus, die Zahlen meiner US-Unternehmen sehen auch wieder besser aus.

      Ich pumpe derzeit jedenfalls wieder fleißig Geld in die Aktienmärkte, während ich 2018 eigentlich nur noch meine Daimler Altlasten hielt.
    • Hm, bin was das Thema angeht etwas gespalten und denke, man muss da jeden einzelnen Fall im Kontext betrachten. Aus meiner Sicht ist freier Meinungsaustausch nicht nur im Bundestag, sondern auch in Einrichtungen wie unseren Universitäten definitiv wichtig. Unliebsamen Meinungen kein Forum zu verschaffen fördert keinen produktiven, wissenschaftlichen Diskurs. Dumme Hetze und Demagogie gehören jedoch nicht dazu und sind ganz sicher alles Andere als wissenschaftlich. Eine Bildungseinrichtung hat jedes Recht reiner Hetze keine Plattform zu geben, da diese nämlich, entgegen des oft propagierten Anspruchs, den wissenschaftlichen, offenen Diskurs nicht fördert, sondern ihn stattdessen massivst behindert und genau dies auch zum Ziel hat.

      Ein Beispiel aus der University of applied sciences in Frankfurt: Letztens wurde dort eine Podiumsdiskussion zum Thema EU veranstaltet, zu der Politiker aus allen Parteien inklusive der Afd eingeladen waren. Dass Jörg Meuthen eingeladen war, kann man durchaus kritisch sehen. Warum? Ein/e CDU- oder FDP-PolitikerIn vertritt vielleicht nicht meine Meinung, ist aber innerhalb solcher Diskussionen in der Lage, konservative oder libertäre Ansichten sachlich und wissenschaftlich zu untermauern und hilfreich zur Debatte beizutragen. Afd-Leute haben sowohl im Bundestag, in Landtagen als auch in etlichen Fernsehdebatten wieder und wieder bewiesen, dass sie sich jeder konstruktiven Diskussion verweigern, dass sie ihre Sendezeit meistens als PR-Move ausnutzen und reine Theaterauftritte hinlegen (hallo Alice Weidel), dass sie rassistische Parolen und andere, wissenschaftlich nicht ansatzweise haltbaren, Thesen raushauen, kurzum: Dass sie schlicht und einfach nicht mit Anderen diskutieren wollen und auch nicht mit sich reden lassen wollen. Da kann ich absolut verstehen, wieso man als Uni sagt "ne, die versauen uns nur unsere Podiumsdiskussion, grölen am Ende nur irgendwelche Scheiße rum und über die eigentlich wichtigen Themen kann dann gar nicht mehr debattiert werden". Die Frankfurter Uni entschied sich, Meuthen nicht auszuladen und ich finde diese Entscheidung in Ordnung, aber man muss sich auf jeden Fall bewusst sein, dass Podiumsdiskussionen durch Demagogen ganz schnell ruiniert werden können. Einige Studenten haben sich dann dazu entschieden, friedlich gegen Rassismus und Faschismus zu protestieren, was ebenso völlig in Ordnung und sehr begrüßenswert ist.

      Bezogen auf die Beispiele des Artikels kann ich nicht zu jedem Beispiel etwas sagen. Bei folgendem Beispiel muss ich jedoch ganz schnell einhaken:
      In Oxford wurde eine Diskussion über Abtreibung abgesagt, weil auf das Podium zwei Männer eingeladen worden waren.
      Der Autor stellt es extrem verharmlosend dar. Es wurden nicht einfach nur zwei Männer dazugeladen, sondern die Podiumsdiskussion sollte ausschließlich aus zwei Männern bestehen. Hinzu kommt, dass diese beiden Männer Mitglieder der Pro-Life Bewegung der Uni waren. Erstens ist Kritik absolut berechtigt, wenn die Redner einer Abtreibungsdebatte ausschließlich männlich sind, obwohl Abtreibungen immer die Frau betreffen. Zweitens kann man bei dem damaligen Titel der Podiumsdiskussion "This House believes that abortion culture harms us all” (abortion culture...4real?!) und dem fundamentalistisch-christlichen Hintergrund dieser Bewegung davon ausgehen, dass die Diskussion nichts Anderes gewesen wäre, als demagogisches Gerede und emotionale, unwissenschaftliche Pseudofakten. Und nein, wie oben erklärt, muss eine Uni ganz sicher nicht eine Plattform dafür gewährleisten, zumal diese Leute solche Positionen auch immer noch woanders propagieren können, also kommt mir nicht mit Zensur der Meinungsfreiheit. Eine Bildungseinrichtung ist ein Ort der wissenschaftlichen Debatten. Punkt.
      Die Anti-Transgender Beispiele aus dem Artikel klingen für mich auch verdächtig nach einfältiger Transphobie ohne wissenschaftliche Haltbarkeit, aber darauf werde ich jetzt nicht näher eingehen, da ich die Hintergründe nicht kenne.


      Was übertriebene Political Correctness angeht stimme ich zu, dass innerhalb der Universitäten manchmal aufgepasst werden muss. Möchten Wissenschaftler Kritik an der Flüchtlingspolitik ausüben, so sollte dafür Raum geboten werden, solange es sich um eine zivilisierte, konstruktive Debatte handelt. Es gilt also imo der Grundsatz: Der Meinungspluralismus sollte auch an Unis immer aufrechterhalten werden und ist extrem wichtig für die politische Weiterentwicklung jedes Individuums, Hetze und Rassismus gehören aber sicherlich nicht dazu (und sind auch keine "Meinung").

      The post was edited 2 times, last by Kola_mit_Ice ().

      die calmer than a suicide bomber
    • Kola_mit_Ice wrote:

      Erstens ist Kritik absolut berechtigt, wenn die Redner einer Abtreibungsdebatte ausschließlich männlich sind, obwohl Abtreibungen immer die Frau betreffen.
      Männer sind übrigens auch immer von Abtreibungen betroffen, da Männer ja nunmal beim Zeugungsprozess eine nicht unerhebliche Rolle spielen.
      Außerdem ist dieses Argument sinnlos, denn man kann sehr wohl eine Meinung zu einem Thema haben und öffentlich diskutieren auch wenn man nicht unmittelbar davon betroffen ist (was bei einer Abtreibung nichtmal so ist, siehe erster Punkt). Z.B. Deutsche, die Ausländern irgendwas darüber erzählen wollen, dass sie nicht diskriminiert werden. Studenten, die Steuern erhöhen wollen, obwohl sie noch nie gearbeitet haben. Kann man beliebig fortsetzen.


      Kola_mit_Ice wrote:

      Zweitens kann man bei dem damaligen Titel der Podiumsdiskussion "This House believes that abortion culture harms us all” (abortion culture...4real?!) und dem fundamentalistisch-christlichen Hintergrund dieser Bewegung davon ausgehen, dass die Diskussion nichts Anderes wäre, als demagogisches Gerede und emotionale, unwissenschaftliche Pseudofakten.
      Reine Spekulation deinerseits, wie soll man wissen was aus der Diskussion geworden ist, wenn man Sie verbietet.
      Wäre es nicht sinnvoller die Diskussion laufen zu lassen. Wenn es doch unwissenschaftliche Pseudofakten wären, dann würden die klugen Studenten das doch auf Anhieb argumentativ entlarven können.
      Selber nachdenken halte ich für sinnvoller als durch Zensur ungeliebte Positionen aus dem Sichtfeld zu schaffen.
    • Südländer wrote:

      Außerdem ist dieses Argument sinnlos
      Das war aber überhaupt nicht mein Argument. Ich habe nicht gesagt, dass Männer dazu keine Meinung haben dürfen. Es wäre auch absolut ok gewesen, wenn man als Sprecher einen Mann und eine Frau zur Podiumsdiskussion zur Abtreibung einlädt. Aber eine Podiumsdiskussion über Abtreibung AUSSCHLIEßLICH von Männern führen zu lassen, finde ich halt dumm und anmaßend. Um dein anderes Beispiel aufzugreifen: Es wäre ebenso dumm und anmaßend, wenn bei einer Podiumsdiskussion zur Steuerfrage ausschließlich Erstis als Sprecher eingeladen werden, die noch nie gearbeitet haben.

      Südländer wrote:

      Reine Spekulation deinerseits, wie soll man wissen was aus der Diskussion geworden ist, wenn man Sie verbietet.
      Alter, es war ne christliche Pro-Life Bewegung, man kennt deren Denkansätze doch eigentlich schon ziemlich gut, da sie die überall in der Öffentlichkeit verbreiten, also trägt die Uni ganz sicher keine Pflicht, denen ne Plattform zu bieten. Und nein, es ist auch nicht sinnvoller, die Diskussion laufen zu lassen, da solche Leute, genau wie beispielsweise das Afd-Gefolge, kein Interesse daran haben, eine Diskussion zu führen. Afd- Leute werden tagtäglich argumentativ entlarvt und es interessiert sie einen Scheiß. Diskussionen mit Leuten, die ihre Argumente nicht sachlich belegen können, sind halt auch so gut wie nie auf eine sachliche Diskussion aus und genau deswegen bringt eine Debatte mit diesen Leuten innerhalb einer Universität rein gar nichts.
      die calmer than a suicide bomber
    • Kola_mit_Ice wrote:

      Aber eine Podiumsdiskussion über Abtreibung AUSSCHLIEßLICH von Männern führen zu lassen, finde ich halt dumm und anmaßend.
      Kannst du ja dumm finden, ich finde es nicht dumm, da ich den Wert von Gedanken nicht anhand des Geschlechts festmache. Und weil du es dumm findest, ist es immer noch nicht ein valides Argument eine solche Diskussion zu verbieten. (Edit: roterbaron)


      Kola_mit_Ice wrote:

      Alter, es war ne christliche Pro-Life Bewegung, man kennt deren Denkansätze doch eigentlich schon ziemlich gut, da sie die überall in der Öffentlichkeit verbreiten, also trägt die Uni ganz sicher keine Pflicht, denen ne Plattform zu bieten. Und nein, es ist auch nicht sinnvoller, die Diskussion laufen zu lassen, da solche Leute, genau wie beispielsweise das Afd-Gefolge, kein Interesse daran haben, eine Diskussion zu führen. Afd- Leute werden tagtäglich argumentativ entlarvt und es interessiert sie einen Scheiß. Diskussionen mit Leuten, die ihre Argumente nicht sachlich belegen können, sind halt auch so gut wie nie auf eine sachliche Diskussion aus und genau deswegen bringt eine Debatte mit diesen Leuten innerhalb einer Universität rein gar nichts.
      Anscheinend bist du allwissend und kennst den Ausgang aller Diskussionen interessant. Immer noch kein valides Argument.
      Nur weil (deiner Meinung nach) andere Diskussionsteilnehmer aus demselben politischen Lager in vergangenen Diskussionen Ihre Argumente nicht sachlich belegen konnten, soll man also zukünftige Diskussionen mit völlig anderen Diskussionsteilnehmern präventiv verbieten?
      Sehr gefährliches Gedankengut.

      The post was edited 1 time, last by Südländer ().

    • Es geht nicht darum die Diskussion zu verbieten. Wenn du möchtest kannst du gerne privat jederzeit mit AfD-Politikern oder männlichen Abtreibungsgegnern diskutieren. Dafür kommt hier niemand ins Gefängnis und das war auch nie die Forderung.
    • Da die Unis öffentlich finanziert werden haben Sie aber die Pflicht unliebsame Gedanken nicht zu verbieten, sondern einen Diskurs im universitären Kontex zuzulassen. Wäre es ne reine Privatveranstaltung wäre es mir wurscht.
      Ihr unterschätzt und bevormundet die zukünftige geistige Elite des Landes aber ziemlich. Die können selber Ihre Schlüsse ziehen, nachdem Sie am Diskurs teilgenommen haben. Ihnen den Diskurs zu verwehren, nimmt Ihnen die Möglichkeit aktiv nachzudenken (und darum sollte es doch an Unis gehen)
    • Bin auch der Meinung dass eine Diskussion stattfinden muss
      Besagte "Podiumsdiskussion" bezüglich Abtreibung ist in meinen Augen jedoch keine Diskussion sondern schlicht politische Werbung
      zu einer Diskussion gehören zwei Parteien, wenn sämtliche Teilnehmer die gleiche Meinung vertreten kann man nicht gerade von Diskussion sprechen
      Dass da zwei Männer sitzen finde ich zwar seltsam und würde ich selber nicht so machen (weil ich eine Podiumsdiskussion mit 2 Teilnehmern nicht gerade sinnvoll finde, der Sinn einer Podiumsdiskussion sollte in meinen Augen eigentlich sein so viele unterschiedliche Meinungen wie möglich in den Raum zu bringen, und da zähle ich auch Meinungen welche ich für völlig falsch halte hinzu, einfach weil man nur so die Chance hat sie zu widerlegen)
      Dass es sich hier um Männer handelt disqualifiziert ihre Aussagen aber nicht, ich bin zum Beispiel auch der Meinung dass Schwerbehinderte diverse Vergünstigungen bekommen sollten auch wenn ich selber nicht Schwerbehindert bin, nur weil ich nicht selber davon direkt betroffen bin kann ich trotzdem eine Meinung haben. Diese Meinung kann gerne in einer Diskussion angefochten werden aber nur weil ich nicht Teil der Bevölkerungsgruppe bin über die gerade geredet wird kann ich trotzdem eine Meinung zu dem Thema haben.

      Die Entscheidung ob eine individuelle Frau abtreiben möchte sollte meiner Meinung nach ausschließlich bei der individuellen Frau welche schwanger ist liegen (auch nicht bei anderen Frauen, diese haben genau so wenig Autorität über diese Entscheidung wie Männer).
      Selbstbestimmung was mit dem eigenen Körper passiert ist ein Menschenrecht und jemanden gegen seinen Willen zu zwingen einen Fötus auszutragen verletzt dieses in meinen Augen.
      Falls jemand der Abtreibung kritisch gegenübersteht da argumentativ etwas auszusetzen hat kann er das gerne tun, dann werde ich adäquat antworten.

      Demagogen kontert man denke ich nicht durch Ignoranz, das mag vor 20 Jahren noch halbwegs funktioniert haben aber in Zeiten des Internets wo jeder Mensch mit Zugang zum Netz eine potentiell weltweite Reichweite besitzt egal wie viele Menschen ihn anfangs unterstützen kann man so etwas nicht ignorieren und hoffen dass es verschwindet.
      Man kann ihnen aber argumentativ ihre selbsternannte Legitimität entziehen.
      Mir fallen allein in diesem Forum genug Leute ein welche sich da mit den beiden Typen an den Tisch hätten setzen können und die Diskussion objektiv für sich entscheiden können.
      Natürlich wird immer versucht werden die Diskussion weg von Fakten hin zu einem emotional aufgeladenen Gespräch zu führen, da kann man aber etwas gegen tun wenn man dem gegenüber rhetorisch überlegen ist.
    • till wrote:

      Dass es sich hier um Männer handelt disqualifiziert ihre Aussagen aber nicht,
      Das hat doch aber auch niemand gesagt. Mir werden hier Worte in den Mund gelegt. Südländer hat ja auch schon direkt angebissen, ich wusste, dass mir dieses Argument vorgehalten werden wird, aber zur Klarstellung distanziere ich mich davon NOCH MAL. JA MAN DARF ZU ALLEM NE MEINUNG HABEN. MAN DARF ALS MANN NE MEINUNG ZUR ABTREIBUNG HABEN. Was unsinnig ist, ist eine Diskussion über eine Bevölkerungsgruppe zu führen, ohne die besagte Bevölkerungsgruppe in die Diskussion einzubinden. Es ist nicht nur unsinnig, es ist massiv bevormundend. Wären Männer und Frauen an einem Tisch zur Diskussion, hätte es in diesem Punkt auch keine Kritik gegeben. Aber ey, ich stelle mal bei meiner Uni demnächst nen Antrag auf ne Podiumsdiskussion über Zwangsvasektomie und lade zu dieser Diskussion nur Frauen ein und keine Männer. Wie fändet ihr das? Sicherlich nicht cool. So, ich hoffe damit ist die Diskussion über diesen speziellen Aspekt beendet.
      die calmer than a suicide bomber
    • Kola_mit_Ice wrote:

      till wrote:

      Dass es sich hier um Männer handelt disqualifiziert ihre Aussagen aber nicht,
      Das hat doch aber auch niemand gesagt. Mir werden hier Worte in den Mund gelegt. Südländer hat ja auch schon direkt angebissen, ich wusste, dass mir dieses Argument vorgehalten werden wird, aber zur Klarstellung distanziere ich mich davon NOCH MAL. JA MAN DARF ZU ALLEM NE MEINUNG HABEN. MAN DARF ALS MANN NE MEINUNG ZUR ABTREIBUNG HABEN. Was unsinnig ist, ist eine Diskussion über eine Bevölkerungsgruppe zu führen, ohne die besagte Bevölkerungsgruppe in die Diskussion einzubinden. Es ist nicht nur unsinnig, es ist massiv bevormundend. Wären Männer und Frauen an einem Tisch zur Diskussion, hätte es in diesem Punkt auch keine Kritik gegeben. Aber ey, ich stelle mal bei meiner Uni demnächst nen Antrag auf ne Podiumsdiskussion über Zwangsvasektomie und lade zu dieser Diskussion nur Frauen ein und keine Männer. Wie fändet ihr das? Sicherlich nicht cool. So, ich hoffe damit ist die Diskussion über diesen speziellen Aspekt beendet.
      und genau so ne Denke ist einfach das kek am mode-Feminismus
      vellem nescire literas
      Klang des Augenblicks:
    • @pater patriae es geht obv um öffentliche, organisierte Diskussionen. Wenn du in einer rein männlichen Freundeskreisgruppe ne Diskussion über Abtreibung hälst, ist das ok und du musst nicht erst extra ne Frau anrufen, damit du anfangen darfst, zu diskutieren. Aber wenn man eine öffentliche Diskussion organisiert und dann nicht mal die von der Thematik Betroffenen einlädt, ist das schon gut beschissen.
      Falls das nicht der Aspekt war, der dich gestört hat, dann hab ich keine ahnung was du meinst und dann kannst du gerne weiter LustiKKe inhaltslose Kommentare zum Feminismus machen.
      aber die verstehe ich eh nicht, denn ich bin nur Feministin, weil das gerade trendy ist und ich auf tumblr body positivity posts gesehen hab.
      die calmer than a suicide bomber
    • Kola_mit_Ice wrote:

      Es ist nicht nur unsinnig, es ist massiv bevormundend. Wären Männer und Frauen an einem Tisch zur Diskussion, hätte es in diesem Punkt auch keine Kritik gegeben. Aber ey, ich stelle mal bei meiner Uni demnächst nen Antrag auf ne Podiumsdiskussion über Zwangsvasektomie und lade zu dieser Diskussion nur Frauen ein und keine Männer. Wie fändet ihr das? Sicherlich nicht cool. So, ich hoffe damit ist die Diskussion über diesen speziellen Aspekt beendet.
      eine Diskussion ist ja nicht bindend, geht erst mal ja nur um Meinungsaustausch
      meiner Meinung nach sollte jede Podiumsdiskussion öffentlich sein, damit meine ich dass jeder Mensch der gerne etwas zu dem Thema beitragen möchte willkommen ist dies zu tun.
      Falls es Meinungen sind die von anderen nicht geteilt werden ist eine öffentliche Diskussion direkt von Mensch zu Mensch der beste Weg um zu zeigen warum die eigene Meinung die richtige ist.
      Ich bin gegen jede Art von Zensur, weil Zensur voraussetzt dass irgendjemand weiss was richtig und was falsch ist. Und ich glaube nicht dass es einen Menschen gibt der bei jedem Thema ganz genau weiss was richtig ist, als logische Folge daraus ist es notwendig die Diskussion in der Öffentlichkeit zu führen.
      Eine Podiumsdiskussion mit vorher festgelegten Teilnehmern ist in meinen Augen immer gefährdet bestimmte Meinungen nicht gut zu repräsentieren einfach weil die Menschen welche die Diskussion veranstalten filtern können was sie hören wollen und was nicht.

      Ich halte die oben beschriebene "Abtreibungspodiumsdiskussion" nicht für eine ernsthafte Diskussion, warum habe ich oben schon beschrieben. Der Fakt dass es Männer sind ist dabei aber genau 0 relevant für mich.
      Du kannst diese Diskussion gerne organisieren, solange du jedem der gerne teilnehmen möchte die Möglichkeit gibst dies zu tun. Ansonsten ist es natürlich nicht sinnvoll, das liegt aber nicht daran dass da zwei Frauen sitzen.
      Wenn du bei dieser Diskussion anwesend wärst, welche Meinung würdest du vertreten?
      Ich vermute mal ganz stark dass du gegen eine Zwangsvasektomie wärst, ich würde mich von dir also gut repräsentiert fühlen und hätte gar keinen Grund mich aktiv bei der Diskussion zu beteiligen, ganz egal ob meine Meinung nun von einer Frau oder einem Mann repräsentiert wird.
    • evtl nehme ich mir nachher die zeit, mal schaun
      hatte gerade n video von samy deluxe in ner talkshow gesucht, aber leider nicht gefunden
      da zeigt er nämlich sehr schön auf wie ich das hier sehe
      vellem nescire literas
      Klang des Augenblicks: