Coronavirus

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    • Ich habe jetzt bei meinem Hausarzt und beim Gesundheitsamt angerufen und niemand konnte mir da weiterhelfen. Ein Test ist in meinem Fall nicht vorgesehen, weil ich in keiner Risikoregion war und keinen nachweislichen Kontakt zu einem Infizierten hatte. Auf Arbeit hab ich auch schon Bescheid gesagt, aber ohne offizielle Testergebnisse erwarte ich mir da keine ernstzunehmenden Maßnahmen.

      Mir gehts einigermaßen gut. Atembeschwerden gibt es immer noch, aber stetig Lüften und tiefes Durchatmen regeln schon. Wenn es ernst wird ruf ich natürlich den Notarzt, das ist aber erst mal nicht nötig.

      Das deutsche Gesundheitssystem ist aber offensichtlich nicht vorbereitet und ich glaube die ganze Lage wird noch heftig eskalieren. Nehmt das ganze bitte ernst und haltet euch an die Vorgaben und seid am besten extra vorsichtig. So ne Lungeninfektion ist echt nicht nice und nicht für jeden ohne weiteres wegsteckbar.
    • Bin vermutlich auch betroffen, aber bin zum Glück symptomfrei. Aber wie bluti schon sagt sind Tests praktisch nicht zu bekommen. Heißt auf der anderen Seite auch, dass man sich die offiziellen Zahlen echt sonst wo hinschmieren kann. Das ist ne untere Grenze der Fallzahlen. Aber wirklich Arbeiten kannste damit nicht. Also besser auf die Todeszahlen schauen und von da aus hochrechnen.

      Hab btw auch keine Anordnung auf Quarantäne bekommen. Das mach ich quasi auch nur freiwillig.

      Vll hab ich den Virus auch (noch) gar nicht. Wer weiß das schon ohne Test und Symptome...
      There are 10 types of people - those who understand binary, and those who don't.
    • Kannst in einer exponentiell steigenden Kurve unmöglich alle testen. Wie soll das denn funktionieren?
      "I'd only suggest that you try to understand other people. Try to learn empathy"
    • Aro wrote:

      Kannst in einer exponentiell steigenden Kurve unmöglich alle testen. Wie soll das denn funktionieren?
      Was hat das eine mit dem anderen zu tun und keiner hat von "alle" geredet.
      Kapazitäten liegen bei rund 160.000 Tests pro Woche
      spiegel.de/wissenschaft/medizi…5f-4434-b05f-7fad3dda34f4
      Hier könnte man doch ansetzen und vielleicht sich auch schnellere Tests organisieren.
      middle age'd
    • Welche schnelleren tests denn? Die anti-körper tests sind halt wirklich nicht so sinnvoll. Steht auch im Artikel. Am Ende hast du dann eben einige Leute, die denken sie sind negativ, dabei sind sie aber gerade hoch infektiös, weil noch in der Anfangsphase der Krankheit.
      Absolut testen wir ja anscheinend auch mehr als Süd-Korea. Haben halt auch paar mehr Einwohner. Und wenn diese vollautomaten eine Lieferzeit von 6 Monaten haben, kannst da auf die schnelle jetzt auch nicht viel machen.

      Natürlich wäre der best case von möglichst allen Tests zu machen, aber ich weiß nicht, wie das funktionieren soll. Und einige virulogen scheinbar auch nicht.
      "I'd only suggest that you try to understand other people. Try to learn empathy"
    • Also ohne auf viel größerer Skala testen zu können, werden wir dem ganzen nicht Herr werden. Flattenthecurve ist leider auch nicht die Lösung, kA ob das hier schon irgendwo geteilt wurde. Steht aber vermutlich (bisher von mir nur überflogen) auch alles hier: leopoldina.org/presse-1/nachri…hme-coronavirus-pandemie/
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    • Flatten the curve ist nicht die Lösung sondern Zeitgewinnung, man kann dann ja z.b Kapazitäten ausbauen um zu Beispiel besser testen zu können. Deutschlands Testzahlen finde ich ja nicht so schlecht, 1/3 weniger als Südkorea relativ zur Bevölkerungszahl ist ja nicht ganz so schlimm. Hoffentlich können und werden diese Zahlen noch steigen (weil es ja noch diverse Möglichkeiten gibt). Bessere Testmöglichkeiten werden ja ständig erforscht bzw getestet bevor sie breitflächig angewandt werden, und afaik wird in Wien schon ein 90 Minutentest angewandt (statt einer der ein paar Stunden dauert wie vor einer Woche)


      In Österreihc ist auch gerade die Rede von "Tests massiv erhöhen" was wohl die wichtigste Maßnahme mit diesem (erzwungenen) Social Distancing ist. Ich hoffe da tut sich bald was. Mein Bundesland hat heute den Hotspot Tirol leider überholt (aber nur in absoluten Zahlen afaik)

      Linz, Linz-Land (wo ich herbin) und überhaupt alle Bezirke rund um Linz sind auch am häufigsten betroffen. Mein GF arbeitet in nem Supermarkt (wo immerhin schon Schutzmaßnahmen wie Plexiglaswände und sowas eingeführt wurden) und ich mache mir schon sorgen. Es ist nicht so einfach ruhig zu bleiben bzw keine Anxiety zu kriegen wenn man sich zu viel mit dem Thema beschäftigt, deswegen versuche ich das immer ein bisschen zu Balancen.
    • Walnuss (die Echte) wrote:

      Also ohne auf viel größerer Skala testen zu können, werden wir dem ganzen nicht Herr werden. Flattenthecurve ist leider auch nicht die Lösung, kA ob das hier schon irgendwo geteilt wurde. Steht aber vermutlich (bisher von mir nur überflogen) auch alles hier: leopoldina.org/presse-1/nachri…hme-coronavirus-pandemie/
      Verstehe ich so nicht.
      Was bringt es denn nun noch jeden Menschen zu testen? Wir sind doch an dem Punkt, dass man die Verbreitung gar nicht mehr verhindern kann. Und wir alle sind so ziemlich in Isolation, ob du nun positiv bist oder negativ macht keinen großen Unterschied mehr.
      Und was meinst du mit Lösung? Wir spielen auf Zeit damit die Anzahl gleichzeitiger schwerer Fälle nicht die Kapazitäten der Intensivstationen übersteigt. Natürlich ist das keine Lösung, behauptet ja auch niemand. Wir warten halt nun darauf dass ein Impfstoff fertig ist.
    • Naja schaue nach China wo die jetzt wieder anfangen die Quarantäne zu lockern. Du testest nicht alle, sondern die die Kontakt zu nem positiv getesteten haben. Die kommen dann alle in Quarantäne. Damit du mit dem Verfahren anfangen kannst brauchst du aber genügend Test um Elemente in diesen Baumstrukturen alle abbilden zu können und du musst davor auch erstmal die Anzahl der Neuinfektionen drastisch reduzieren. Daher: Lockdown into Testkapazitäten hochfahren into langsam wieder die Quarantäne lösen.

      Wenn man das anders handhabt, haben wir das Problem mit Quasiquarantäne für alle an der Backe, bis es einen wirksammen Impfschutz gibt plus sterben in Deutschland ~2 Mio Menschen. Wenn du jetzt drastisch Eingreifst muss das nicht sein. Das Ergebnis wäre besser als das von "flatten the curve".
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    • Da gebe ich Dir Recht, und Südkorea hat das ja AFAIK auch super hinbekommen. Ich glaube aber bei uns ist das nun nicht mehr realistisch, weil wir zu spät damit dran sind.
      Ich gehe mal stark davon aus, dass die deutschen Testkapazitäten auch ausgeschöpft sind für die Leute, die bereits im Krankenhaus liegen, aus Risikoregionen kommen oder entweder Kontakt I oder II sind.

      Was ich aber nicht verstehe ist, woran du festmachst, dass nun 2 Mio sterben sollen wenn man wie jetzt die Quasiquarantäne für alle ausruft? Wir leben ja nun fast so, als sei jeder positiv getestet worden.
    • @Der_Busfahrer. als ich das letzte mal nachgesehen habe, gehen wir alle noch fröhlich arbeiten. Irgendwas mit Arbeit macht gesund


      Boo Artikel Teil 2 wrote:


      • We could also set up a tracing operation like the ones they have in China or other East Asia countries, where they can identify all the people that every sick person met, and can put them in quarantine. This would give us a ton of intelligence to release later on our social distancing measures: if we know where the virus is, we can target these places only. This is not rocket science: it’s the basics of how East Asia Countries have been able to control this outbreak without the kind of draconian social distancing that is increasingly essential in other countries.
      The measures from this section (testing and tracing) single-handedly curbed the growth of the coronavirus in South Korea and got the epidemic under control, without a strong imposition of social distancing measures.
      The verdict is not the end
      It is only the beginning
      Strong will shall keep spreading
    • Das was wir derzeit haben ist nur ne Quasiquarantäne. Bei Flatten the Curve geht es nur um die zeitliche Abfolge der Erkrankung (um unnötige tote zu verhindern. Aber nicht um die, die die Krankheit na sich fordern wird). Letztlich werden aber alle, die nicht von selbst schon immun sind, erkranken. Wenn du dann ne Mortalität von sagen wir 3% annimmst und 80% erkranken werden (das passiert ja irgendwann), dann kommste auf rund 2 Mio. Die 80% und 3% sind zwar nur Abschätzungen. Aber die Dimension sollte passen.
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    • Du kannst doch aber diese beiden Prozesse unmöglich unabhängig voneinander betrachten. Wie @Kazuiii schon meinte geht es bei "flatten the curve" darum Zeit zu gewinnen. Zeit für die Gesundheitssysteme sich vorzubereiten und einer Überlastung durch einen Peak vorzubeugen sowie Zeit um möglich Therapeutika/Impfungen zu finden bzw. generell mehr über diese Erkrankung zu lernen und dadurch passend reagieren zu können.
      Verstehe deshalb deinen Punkt ehrlich gesagt auch nicht.
    • Ich betrachte die nicht unabhängig. Ich sag auch nicht flatten the curve ist kacke. Ich sag das geht nicht weit genug und ist nicht die Lösung/optimale Strategie.
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    • Der Punkt ist, dass "flatten the curve" vielleicht zu wenig ist, weil man mit den aktuellen Maßnahmen die Kurve gar nicht so weit runterdrücken kann, dass das Gesundheitssystem nicht überlaufen wird. Je früher und extremer die Maßnahmen desto effektiver.
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    • Schon optimal im Bezug auf die Möglicheiten, die wir aktuell haben.
      Bin mir sicher, dass sich de Strategie ändern wird, wenn sich die Umstände ändern.
      Eine richtige Antwort ist nicht immer eine gute Antwort.
    • Sagt ja auch gar keiner das sei die Lösung für die Pandemie. Und ich will dir auch gar nicht widersprechen, dass gerade Südkorea und Taiwan hier direkt viel besser gehandelt haben als Deutschland oder Europa allgemein. Die kennen sich aber auch aus. In unseren Breitengraden haben wir halt nun den Salat und können die bessere Strategie erst mal nicht mehr fahren. Wenn die Neuerkrankungen pro Tag erst mal stabil gleich bleiben können wir ja nochmal drüber reden