Coronavirus

    • till wrote:

      würdest du dich selber als radikalisiert beschreiben @myplaren ?

      edit:
      was haltet ihr eigentlich von 2G Karneval vor 2 Wochen?
      In welchem Kontext?
      Corona-Maßnahmen?

      Würde dir gerne eine gute Antwort geben, aber je mehr ich nachdenke, desto mehr kommt mir dabei die Offenheit der Frage in die Quere.

      Um aber mal noch etwas Hintergrundinformationen zu geben:
      Meine Mutter hat ne chronische Bronchitis, arbeitet trotzdem die ganze Zeit weiter als Lehrerin in einer Brennpunktschule in NRW (NRW!!!!!!!!), reißt sich da den Arsch auf, kann mit FFP2 auch alles andere als geil atmen. Die hat immerhin Montag ihre 3. Impfung bekommen, sodass ich mir gerade wieder weniger Sorgen mache.

      Mein Vater ist vor zweieinhalb Jahren an Krebs gestorben und jetzt darf man wieder lesen, wie Therapiemaßnahmen für Krebs und alle möglichen anderen wichtigen Eingriffe ausfallen/verschoben werden und das, wie gesagt, zu einem großen Teil vermeidbar.

      Meine Schwester ballert auch ihr PJ im Krankenhaus, könnte mir da ebenfalls geileres vorstellen.

      Da ist irgendwann das Verständnis einfach aufgebraucht.

      Und ich habe ja auch gar nicht für irgendwelche drakonischen Maßnahmen oder Gängeleien plädiert, aber _jetzt immer noch_ ein Opfernarrativ um Ungeimpfte stricken zu wollen, geht mir schon gehörig auf den Sack.

      The post was edited 1 time, last by myplaren ().

      and combined with this image of what we should be doing there comes the inability to read or appreciate anybody who does something entirely different.
      MATLOK siGNAtuRtriGGer
    • Radikalisierung ist ein gut erforschtes Phänomen und funktioniert in beide Richtungen. Einfach mal sich selber fragen ob man den gegenüber noch als individuellen Menschen wahrnimmt oder nur als Teil einer homogenen Masse.
    • myplaren wrote:

      In welchem Kontext?
      Corona-Maßnahmen?

      Würde dir gerne eine gute Antwort geben, aber je mehr ich nachdenke, desto mehr kommt mir dabei die Offenheit der Frage in die Quere.

      Um aber mal noch etwas Hintergrundinformationen zu geben:
      Meine Mutter hat ne chronische Bronchitis, arbeitet trotzdem die ganze Zeit weiter als Lehrerin in einer Brennpunktschule in NRW (NRW!!!!!!!!), reißt sich da den Arsch auf, kann mit FFP2 auch alles andere als geil atmen. Die hat immerhin Montag ihre 3. Impfung bekommen, sodass ich mir gerade wieder weniger Sorgen mache.

      Mein Vater ist vor zweieinhalb Jahren an Krebs gestorben und jetzt darf man wieder lesen, wie Therapiemaßnahmen für Krebs und alle möglichen anderen wichtigen Eingriffe ausfallen/verschoben werden und das, wie gesagt, zu einem großen Teil vermeidbar.

      Meine Schwester ballert auch ihr PJ im Krankenhaus, könnte mir da ebenfalls geileres vorstellen.

      Da ist irgendwann das Verständnis einfach aufgebraucht.

      Und ich habe ja auch gar nicht für irgendwelche drakonischen Maßnahmen oder Gängeleien plädiert, aber _jetzt immer noch_ ein Opfernarrativ um Ungeimpfte stricken zu wollen, geht mir schon gehörig auf den Sack.
      Ich verstehe deinen Punkt und wollte dir auch nicht unterstellen dass du für drakonische Maßnahmen wärst.
      Es gibt allerdings nun mal nicht "den" Ungeimpften, das sind alles individuelle Menschen. Und klar gibt es irgendwelche Leute die denken sie werden gechipt oder sonst was, das ist aber doch nicht die absolute Mehrheit dieser Bevölkerungsgruppe.
      Meine Freundin kann sich aufgrund einer chronisch entzündlichen Nervenverletzung nicht impfen lassen, liest jetzt in jedem zweiten Kommentar auf Social Media dass sie deshalb ein schlechter Mensch ist.
      Ich weiss, sobald sie ihren Schwerbehindertenausweis zeigt sind dann plötzlich alle still und schämen sich, aber die Diskriminierung ist trotzdem da und ich merke wie es sie fertig macht.
      Als ich das letzte mal geschaut habe vor ein paar Tagen waren Deutschlandweit übrigens 15% der Intensivbetten mit Coronapatienten belegt. Wenn 15% zusätzlich (mit Ankündigung wohlgemerkt) ein Gesundheitssystem zum kollabieren bringen muss man vielleicht mal auf die politisch Verantwortlichen schauen und nicht eine Bevölkerungsgruppe für sämtliche Missstände verantwortlich machen.
    • till wrote:

      Ich verstehe deinen Punkt und wollte dir auch nicht unterstellen dass du für drakonische Maßnahmen wärst.Es gibt allerdings nun mal nicht "den" Ungeimpften, das sind alles individuelle Menschen. Und klar gibt es irgendwelche Leute die denken sie werden gechipt oder sonst was, das ist aber doch nicht die absolute Mehrheit dieser Bevölkerungsgruppe.
      Meine Freundin kann sich aufgrund einer chronisch entzündlichen Nervenverletzung nicht impfen lassen, liest jetzt in jedem zweiten Kommentar auf Social Media dass sie deshalb ein schlechter Mensch ist.
      Ich weiss, sobald sie ihren Schwerbehindertenausweis zeigt sind dann plötzlich alle still und schämen sich, aber die Diskriminierung ist trotzdem da und ich merke wie es sie fertig macht.
      Als ich das letzte mal geschaut habe vor ein paar Tagen waren Deutschlandweit übrigens 15% der Intensivbetten mit Coronapatienten belegt. Wenn 15% zusätzlich (mit Ankündigung wohlgemerkt) ein Gesundheitssystem zum kollabieren bringen muss man vielleicht mal auf die politisch Verantwortlichen schauen und nicht eine Bevölkerungsgruppe für sämtliche Missstände verantwortlich machen.
      Ist halt das Ding, wenn man den Spagat zwischen Lesbarkeit/Prägnanz und Vollständigkeit der Information im Internet eher auf Lesbarkeit/Prägnanz ausrichtet (schreibe ich am Handy "Alle, die dazu gesundheitlich ohne zusätzliches Risiko in der Lage sind, sich aber trotzdem nicht impfen lassen" [ergo aus ideologischen Gründen] oder Ungeimpfte. Dass diese Abwägung unschöne Kollateralschäden wie im Falle deiner Freundin hat, tut mir leid [nicht so lapidar gemeint, wie es klingt], aber in alltäglicher Kommunikation auch schwierig komplett zu vermeiden). Ich fühle mich ein bisschen, als ob mein Post als Aufruf für Ausschreitungen gegen Ungeimpfte auf dich gewirkt hat. Habe ja noch mal klargestellt, dass mich einfach das allgemeine Opfernarrativ gestört hat. Die persönlichen Befindlichkeiten haben das ganze dann im Ton bestimmt etwas schärfer gemacht.

      Ich glaube hier auf DSDE und auch in meinem sozialen Umfeld, hat niemand Hass auf Leute, die sich aus "nachvollziehbaren" medizinischen Gründen (das ist eine sehr breite Klammer, ich denke im Zweifelsfall entscheiden das dann die betreuenden Ärzte) nicht impfen lassen können. Und ich habe auch keinen Hass auf Leute, die sich aus komplett absurden Aluhut-Gründen nicht impfen lassen wollen.

      Ich kann aber verstehen, dass sich die erstere Teilgruppe in dem bestimmt stattfindenden Hass auf Ungeimpfte (in meiner Bubble habe ich das bisher nicht mitbekommen, wenn wir heute-show oder elhotzo posts mal ausnehmen xd) dann pauschal mitgemeint fühlen und gerade würde ich auch nicht gerne in der Haut deiner Freundin stecken wollen.

      Dass gerade aus dem linken Spektrum der Punkt mit den allgemeinen Missständen im Gesundheitssystem, vor und während Corona noch mal besonders, kritisiert wurde, ist glaube ich auch klar.

      Edit:
      Zudem sind wir gerade bei 68 % vollständigen Impfungen in DE. Selbst wenn wir da (meiner Laienperspektive nach) großzügige 5 % abziehen, die aus gesundheitlichen Gründen die Impfung nicht bekommen können, klafft da eine echt große Lücke. Und dass an der Situation allgemein sicherlich nicht nur zu wenige Impfungen, sondern auch die beschissenen sonstigen Maßnahmen und etwas gesamtgesellschaftlicher Leichtsinn oder die auch im Forum oft angesprochene Corona-Müdigkeit, ihren Anteil haben, darf man natürlich ebenfalls erwähnen. Ausgangspunkt der aktuellen Diskussion waren aber ja "die Ungeimpften".

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      MATLOK siGNAtuRtriGGer
    • till wrote:

      myplaren wrote:

      In welchem Kontext?
      Corona-Maßnahmen?

      Würde dir gerne eine gute Antwort geben, aber je mehr ich nachdenke, desto mehr kommt mir dabei die Offenheit der Frage in die Quere.

      Um aber mal noch etwas Hintergrundinformationen zu geben:
      Meine Mutter hat ne chronische Bronchitis, arbeitet trotzdem die ganze Zeit weiter als Lehrerin in einer Brennpunktschule in NRW (NRW!!!!!!!!), reißt sich da den Arsch auf, kann mit FFP2 auch alles andere als geil atmen. Die hat immerhin Montag ihre 3. Impfung bekommen, sodass ich mir gerade wieder weniger Sorgen mache.

      Mein Vater ist vor zweieinhalb Jahren an Krebs gestorben und jetzt darf man wieder lesen, wie Therapiemaßnahmen für Krebs und alle möglichen anderen wichtigen Eingriffe ausfallen/verschoben werden und das, wie gesagt, zu einem großen Teil vermeidbar.

      Meine Schwester ballert auch ihr PJ im Krankenhaus, könnte mir da ebenfalls geileres vorstellen.

      Da ist irgendwann das Verständnis einfach aufgebraucht.

      Und ich habe ja auch gar nicht für irgendwelche drakonischen Maßnahmen oder Gängeleien plädiert, aber _jetzt immer noch_ ein Opfernarrativ um Ungeimpfte stricken zu wollen, geht mir schon gehörig auf den Sack.
      Ich verstehe deinen Punkt und wollte dir auch nicht unterstellen dass du für drakonische Maßnahmen wärst.Es gibt allerdings nun mal nicht "den" Ungeimpften, das sind alles individuelle Menschen. Und klar gibt es irgendwelche Leute die denken sie werden gechipt oder sonst was, das ist aber doch nicht die absolute Mehrheit dieser Bevölkerungsgruppe.
      Meine Freundin kann sich aufgrund einer chronisch entzündlichen Nervenverletzung nicht impfen lassen, liest jetzt in jedem zweiten Kommentar auf Social Media dass sie deshalb ein schlechter Mensch ist.
      Ich weiss, sobald sie ihren Schwerbehindertenausweis zeigt sind dann plötzlich alle still und schämen sich, aber die Diskriminierung ist trotzdem da und ich merke wie es sie fertig macht.
      Als ich das letzte mal geschaut habe vor ein paar Tagen waren Deutschlandweit übrigens 15% der Intensivbetten mit Coronapatienten belegt. Wenn 15% zusätzlich (mit Ankündigung wohlgemerkt) ein Gesundheitssystem zum kollabieren bringen muss man vielleicht mal auf die politisch Verantwortlichen schauen und nicht eine Bevölkerungsgruppe für sämtliche Missstände verantwortlich machen.
      Von welcher Bevölkerungsgruppe redest du denn? Die Mehrheit der ungeimpften kann aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden? Und das kein Mensch jemanden zu den querdenkern oder einfachen impfskeptikern (Idioten) zählt, der sich aus medizinischen Gründen sich nicht impfenlassen sollte muss einem einfach klar sein. Es gibt ganz viele Leute, die ganz ganz furchtbare Dinge durch covid durchmachen müssen/mussten und dafür sind die Idioten zu großen Teilen mitverantwortlich, da muss es jemand der aus guten Gründen nicht geimpft werden kann aushalten, dass man die (mit ihr zu 0 % in einen Topf zu werfenden) Leute, die sich grundlos nicht impfen lassen so angeht. Auf politische Fehler wird auch überall andauernd hingewiesen, wo da diese Exklusivität der Schuldfrage bei den ungeimpften liegen soll ist mir ein rätsel
    • till wrote:

      myplaren wrote:

      In welchem Kontext?
      Corona-Maßnahmen?

      Würde dir gerne eine gute Antwort geben, aber je mehr ich nachdenke, desto mehr kommt mir dabei die Offenheit der Frage in die Quere.

      Um aber mal noch etwas Hintergrundinformationen zu geben:
      Meine Mutter hat ne chronische Bronchitis, arbeitet trotzdem die ganze Zeit weiter als Lehrerin in einer Brennpunktschule in NRW (NRW!!!!!!!!), reißt sich da den Arsch auf, kann mit FFP2 auch alles andere als geil atmen. Die hat immerhin Montag ihre 3. Impfung bekommen, sodass ich mir gerade wieder weniger Sorgen mache.

      Mein Vater ist vor zweieinhalb Jahren an Krebs gestorben und jetzt darf man wieder lesen, wie Therapiemaßnahmen für Krebs und alle möglichen anderen wichtigen Eingriffe ausfallen/verschoben werden und das, wie gesagt, zu einem großen Teil vermeidbar.

      Meine Schwester ballert auch ihr PJ im Krankenhaus, könnte mir da ebenfalls geileres vorstellen.

      Da ist irgendwann das Verständnis einfach aufgebraucht.

      Und ich habe ja auch gar nicht für irgendwelche drakonischen Maßnahmen oder Gängeleien plädiert, aber _jetzt immer noch_ ein Opfernarrativ um Ungeimpfte stricken zu wollen, geht mir schon gehörig auf den Sack.
      Ich verstehe deinen Punkt und wollte dir auch nicht unterstellen dass du für drakonische Maßnahmen wärst.Es gibt allerdings nun mal nicht "den" Ungeimpften, das sind alles individuelle Menschen. Und klar gibt es irgendwelche Leute die denken sie werden gechipt oder sonst was, das ist aber doch nicht die absolute Mehrheit dieser Bevölkerungsgruppe.
      Meine Freundin kann sich aufgrund einer chronisch entzündlichen Nervenverletzung nicht impfen lassen, liest jetzt in jedem zweiten Kommentar auf Social Media dass sie deshalb ein schlechter Mensch ist.
      Ich weiss, sobald sie ihren Schwerbehindertenausweis zeigt sind dann plötzlich alle still und schämen sich, aber die Diskriminierung ist trotzdem da und ich merke wie es sie fertig macht.
      Als ich das letzte mal geschaut habe vor ein paar Tagen waren Deutschlandweit übrigens 15% der Intensivbetten mit Coronapatienten belegt. Wenn 15% zusätzlich (mit Ankündigung wohlgemerkt) ein Gesundheitssystem zum kollabieren bringen muss man vielleicht mal auf die politisch Verantwortlichen schauen und nicht eine Bevölkerungsgruppe für sämtliche Missstände verantwortlich machen.
      Es tut mir für deine Freundin leid und für Jeden ,der sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann.
      Aber diese Gruppe meint Keiner. Das man sich mit so einem background angegriffen fühlt, kann ich jetzt ehrlich gesagt nicht wirklich nachvollziehen.
      Die Gruppe zu der deine Freundin gehört, ist vermutlich recht klein, im Gegensatz zu den ganzen freiwillig Ungeimpften. Zudem wird in jedem Artikel in dem gegen ungeimpte geschossen wird, diese Gruppe explizit ausgenommen.

      Jetzt zum allgemeinen Teil.
      Als Staatsangestellter liebe ich diese Querdenker. Durch sie fühle ich mich als Teil eines grossen, wohlorganisierten Apparates. Endlich mal ein bisschen Vertrauen in unsere Fähigkeiten.
      Leider sieht die Realität aber so aus, das unser lustiger Verein ganz sicher keine grosse Verschwörung gebacken kriegen würde.
      Faschistoide Machtübernahme? Das ich nicht lache. Geheimnisse auf allen Ebenen? Meine Güte, hier bleibt mal gar nix geheim. Sogar ich kleiner Kasper am Ende der staatlichen Nahrungskette würde irgendwas mitbekommen.
      Hater prallen ab an der Karbonschicht wie der Regen.
      Mann, ich setz mich auf den Thron und geb ein Fick dabei auf Jeden.
      Und roll weiter auf Chrom bis sie dann nicht mehr mit mir reden.
      Keine Bitch und kein Stress zieht mich runter wie ein Dämon,
      Ich blend sie alle weg mit ultraviolettem Xenon.
    • Alle Maßnahmen müssen durch das Grundgesetz abgedeckt sein, ansonsten befinden wir uns ohne Verzögerung in einem Krieg.

      Nochwas zu meiner Situation. für Leute die das Discord/mich sonst eher meiden: Ich habe 2 Kolleginnen, die offensichtlich beide von Anfang an "Angst vor der Spritze" hatten und eine Schutzbehauptung nach der anderen auspacken, über Monate hinweg. Ich habe mit denen schon viele persönliche Gespräche geführt und es scheint mir, dass der automatische Narrativ der gesellschaftlichen Opferrolle nach wie vor viel zu attraktiv zu sein scheint, als dass man seinen Standpunkt auch nur kurzzeitig überdenkt. Druck erzeugt Gegendruck quasi, je mehr öffentlich "die Ungeimpften" als Gesamtheit diskutiert wurden, desto mehr schien sich diese Haltung zu verfestigen. Dumme Menschen muss man manchmal bevormunden und die Politik hat versagt. Eine allgemeine Impfpflicht ab letztem Herbst für Menschen ohne medizinische Indikation (die Gruppe, die sich nicht impfen lassen können, auch wenn sies wollten) wäre im Nachhinein betrachtet vielleicht die bessere Wahl gewesen, aber der Zug ist nun abgefahren.

      Ich hatte vor ein paar Wochen über diesen alten Bekannten von uns geschrieben, der ungeimpft war und gestorben ist. Und obwohl mich das natürlich persönlich erschüttert hat, habe ich nach einigen Gesprächen mit Angehörigen/Kollegen festgestellt, dass es für mich eigentlich ok ist, wenn ein Idiot sich nur aus versehen selbst umbringt. Eigenverantwortung diesdas. Was aber nicht geht ist zur wandelnden Biowaffenfabrik zu mutieren, sorry, da hören bei mir die Grundrechte auf und es ist suddenly C&C Generals. Dieses absehbare Risiko muss gehandhabt werden und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Mit Leuten reden ist gut, ich habs versucht, aber eine Pandemie ist nunmal kein Kindergeburtstag.

      Und Lockdown für Ungeimpfte ist unironisch bescheuerter als alles was ich jemals gesehen habe, da ist Leute mit Bratwurst anlocken und denen ne Spritze reindrücken während sie abgelenkt sind sogar noch besser.

      VG
      twitch.tv/all4hm

      "Du greifst nach den Sternen, ich greif' nach dem Sideboard."
    • Die Alternative zum Einschränken von Rechten Ungeimpfter (Teil-Lockdown) oder einer Impfpflicht mit konsequenter 2G-Regelung ist übrigens aktuell nur ein Einschränken von Rechten aller (Lockdown). Wer heutzutage - wohlgemerkt nach 10 Monaten von Impfverfügbarkeit und Impfkampagnen - immer noch von Meinungsdiktatur oder fehlender Überzeugungsarbeit bei Ungeimpften spricht, ist mindestens genauso verloren, wie die Verweigerer selbst.
      Ab aufs Velo:

    • Nur mal so zu Gewalt und Staat der mich zu etwas zwingt....
      Werpflicht? Irgendwer? Zu meiner Zeit gabs das noch. War lustig. Man hat mich mit 19 dazu gezwungen zu lernen, wie ich mit einer Waffe andere Leute möglichst effizient umbringen kann.
      Und weil ich ein so vielversprechender Kandidat dafür war, hat man mir ein tonnenschweres Metallmonster gegeben, mit dem ich noch sehr viel besser andere Leute töten kann.
      Und zum Schluss ging es darum, das ich die vom Staat verordnete Waffe mit dazugehöriger Munition nach Hause nehmen musste, weil es gar nicht vorgesehen war, das Ding jedes Mal wieder abzuholen, wenn ich alle Zwei Jahre meinen 3 Wöchigen Auffrischungskurs im Leute töten machen durfte.
      Ist das leicht überspitzt formuliert?
      Ich weiss nicht... Eigentlich war es doch genau das, oder?
      Also, warum ist es jetzt gerade bei Rechten, und davon gabs bei dem Kasperleverein viele, jetzt kein Problem wenn sowas absurdes verlangt wird, aber sich solidarisch zu zeigen durch einen kleinen Pieks ist der Weltuntergang?
      Ich raff es wirklich nicht.
      Alleine schon deshalb habe ich einfach keine Nerven mehr für diese hirnverbrannten Argumentationen.
      Und dann der Begriff "Schlafschaf"....
      Diese bodenlose Arroganz, zu glauben man sei irgendwie klüger als alle Anderen bringt mich so auf die Palme, da muss ich mich zur Breuhigung Heute gleich nochmal impfen lassen.
      Hater prallen ab an der Karbonschicht wie der Regen.
      Mann, ich setz mich auf den Thron und geb ein Fick dabei auf Jeden.
      Und roll weiter auf Chrom bis sie dann nicht mehr mit mir reden.
      Keine Bitch und kein Stress zieht mich runter wie ein Dämon,
      Ich blend sie alle weg mit ultraviolettem Xenon.
    • Greulich wrote:

      Endlich mal ein bisschen Vertrauen in unsere Fähigkeiten.
      Leider sieht die Realität aber so aus, das unser lustiger Verein ganz sicher keine grosse Verschwörung gebacken kriegen würde.
      Wer an die Weltverschörung glaubt, war nie ein Projektmanager. 10 Leute dazu zu kriegen, zum richtigen Zeitpunkt ihre Aufgabe zu erfüllen, erfordert extremen Aufwand. Sie zusätzlich auch noch davon abzuhalten darüber zu reden, ersheint mir nahezu unmöglich. (KA mehr wo ich das gelesen habe, wird auch nicht der genaue Wortlaut sein aber #agreed)

      Ich bin pro Impfpflicht, weil unsolidarische Menschen mehr Freiheit gefährden als durch ungeimpft sein gewinnen, wenn man das so stumpf formulieren darf. Ich will nicht geimpft sein, also nehme ich eine ganze Gesellschaft in Geiselhaft -> ciao.
      Präzedenz dafür, was ein Staat darf und durchsetzen kann, gibt es ja ausreichend. Pockenimpfung war bis 1976 auch in (West)Deutschland verpflichtend; Polio, Tetanus, Tuberkulose, Masern in Ostdeutschland.

      Brutalemasse wrote:

      fehlender Überzeugungsarbeit bei Ungeimpften
      Unabhängig von der durch mich gewünschten Impfpflicht:
      Ich behaupte, es gäbe deutlich mehr und früher geimpfte, wenn die Angebote niedrigschwelliger wären. Mehr lokale kleine Zentren, Impfbusse etc., bei den Impfbussen aktuell stehen die Leute 3-5h an.
      Die Impfzentren im Sommer waren krass überlaufen. Warum wurden die Hausärzt:innen erst so spät ins Boot geholt? Viele Menschen haben ein gutes Verhältnis zu ebd. und man hätte da vermutlich viele abholen können, bevor sie im rabbit hole gelandet sind.
      we do not sow
    • till wrote:

      Als ich das letzte mal geschaut habe vor ein paar Tagen waren Deutschlandweit übrigens 15% der Intensivbetten mit Coronapatienten belegt. Wenn 15% zusätzlich (mit Ankündigung wohlgemerkt) ein Gesundheitssystem zum kollabieren bringen muss man vielleicht mal auf die politisch Verantwortlichen schauen und nicht eine Bevölkerungsgruppe für sämtliche Missstände verantwortlich machen.

      Intensivbett ist nicht Intensivbett. Einerseits wurde bereits etabliert, dass schwere Covid-Verläufe vergleichsweise lange Liegezeiten haben. Dazu kommt ein deutlich höherer Pflegeaufwand, da eine der Möglichkeiten der Beatmung die Bauchlage ist, die allerdings nur für einige Stunden täglich angewendet werden kann. D.h. du musst die Menschen mit all ihren Schläuchen, ihrem Gewicht etc. täglich mehrmals wenden. Außerdem spielen Infrastruktur und Zeit eine Rolle. Man braucht eigene Stationen, die hermetisch abgeriegelt werden können, um Nicht-Covid Intensivpatienten nicht zu gefährden. Das bedeutet auch, dass Personal, welches sich um diese 15% kümmert, auf Grund von Hygiene und lokaler Distanz, sich nur um Covid-Patienten kümmern kann. Die zeitliche Komponente ist das regelmäßige Ein- und Ausziehen von protektivem Equipment.

      Zusätzlich kommt, dass das Gesundheitssystem jetzt seit guten 18 Monaten Notzustand fährt. Die Anzahl an Schichten, das Urlaubsverbot und die mentale Komponente (Menschen wochenlang zu behandeln, nur damit sie doch sterben und das wieder und wieder) hat dazu geführt, dass das Personal nicht nur weit über seine Belastungsgrenze gegangen ist, sondern dass daraus auch Konsequenzen gezogen wurden. Es gibt zwar keine Zahlen für 2020 und 2021, aber Pseudoempirie aus unserem Institut hat dazu geführt, dass viele Intensivpflegekräfte (die extra geschult und erfahren im Umgang mit Patienten sind) ihren Job aufgegeben haben/ in die ambulante Pflege, Rente oder Teilzeit sind. Bei uns waren das ca. ein Drittel.

      Ich habe hier einen Artikel einer ca einen Monat alten Umfrage der deutschen Krankenhausgesellschaft dazu gefunden:
      Display Spoiler

      Die Mehrzahl der Krankenhäuser mit Intensivbetten hat aktuell mit Abwanderungen aus derIntensivpflege zu kämpfen. 72 % der Befragten haben derzeit durch Kündigungen, interne Stellenwechsel oder Arbeitszeitreduktionen weniger Intensivpflegepersonal zur Verfügung alsnoch am Ende des letzten Jahres. Die Abwanderungen betreffen in gut einem Drittel derKrankenhäuser bis zu 5 % des Intensivpflegepersonals und in 29 % der Intensivbereichezwischen 5 – 10 % der Pflegekräfte. In jeder elften Klinik sind es sogar mehr als 10 %.Die betroffenen Kliniken hatten am Jahresende 2020 im Mittel 57 Vollkräfte in derIntensivpflege beschäftigt. Eine Abwanderung von 5 % entspricht somit durchschnittlich rund3 Vollkräften und eine Abwanderung von 10 % etwa 6 Vollkräften weniger als im Vorjahr.Größere Krankenhäuser ab 600 Betten mit entsprechend größeren Intensivkapazitäten sindvon Abwanderungen überproportional betroffen. Zwei Drittel dieser Häuser haben seitJahresende 2020 5 - 10 % an Intensivpflegekräften (56 %) oder mehr verloren (11 %).


      Außerdem zeigt das DIVI-Intensivregister, dass die Bettenkapazität seit einiger Zeit gefährlich niedrig ist. Normale regionale Krankenhäuser haben idR eine Intensivbettenzahl von 10-12. 10% freie Betten bedeutet, dass die Platz für genau ein akutes Ereignis (Herzinfarkt, Schlaganfall, Polytrauma, etc etc) haben. Wenn also zwei auf einmal kommen, bedeutet das Weitertransport, was wiederum eine Verminderung der Chancen etc zur Folge hat. Unabhängig davon, dass man für den Weitertransport dann wieder einen Rettungswagen mit Besatzung (im Falle eines Intensivtransportes sogar einen Notarzt dazu) braucht, der dann wieder nicht für andere Sachen zur Verfügung steht.

      Ich gebe dir Recht, dass die Politik an einigen oder sogar vielen Stellen versagt hat und zu zögerlich war, aber ich wollte diese lächerlich anmutenden 15% mal in Kontext stellen.