9-Euro-Ticket

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    • Pantofolaio schrieb:

      Ständig irgendwie aufs Amt kann ich nicht behaupten.
      Die 3 Fahrten aufs Jahr gerechnet sollten tragbar sein.
      Vor allem mit dem Sozialticket.
      Hmmm... ich war drei Monate arbeitslos, und das nicht im Jobcenter sondern im Premium-Sie-sind-Akademiker-und-finden-eh-was-hier-ist-ihr-ein-Jahr-Freifahrtsschein-mit-60%-ihres-letzten-Gehalts-alles-easy-Arbeitsagentur-Spezialmodus und musste schon mehr als einmal im Monat hin. Die Mathematik würde ich auch gerne mal sehen.
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    • war ich und derzeit wieder und ja
      ich musste nur einmal zu nem persönlichen termin. war ja corona
      mein nächster aversierter termin wurde jetzt erstmal wieder nach hinten gelegt.
      wer sich auf den verein verlässt ist echt am ende

      @Rob das sind meine ALG2 Erfahrungen bei ALG1 wurde ich auch häufiger kontaktiert.

      In Hannover zahlt kostet mit Sozialkarte das Sozialtagesticket Zone A (Quasi Hannover bis auf Speckgürtel) 2,90€ - so als konkrete Referenz

      Ich kommuniziere aber auch mit denen. Vielleicht liegt es daran.
      A change is as good as a rest.

    • Nigma.wolliver twist schrieb:

      Unabhängig davon würde ich das gerne breiter betrachten.
      Die meisten Gesetze haben über ihren Ursprungszweck hinaus oft Vorteile für andere und es muss in der Verhandlung/Formulierung von Gesetzen abgewogen werden, ob der eigentliche Zweck diese Nebenkosten rechtfertigt.
      Beispielsweise ist es sinnvoll, gewisse Sachen von der Steuer absetzen zu dürfen, da sonst eine Betriebsführung nicht möglich ist, andererseits lässt es aber auch viele Optionen für Betrug. Sollte man jetzt keine Gehälter mehr absetzen dürfen?
      Und es kann natürlich so sein, dass manche bei einem kostenlosen Ticket einen Vorteil erhalten, ohne dass sie in die Solidargemeinschaft einzahlen. EU-Subenvtionen für Milchbauern werden auch von Veganern eingezogen, meine Steuern fließen gerade auch als Gehälter an AfD-Abgeordnete oder an die Bundeswehr.

      Ich bin übrigens auch allgemein Vertreter von Kostenminimalisierung statt Sanktionen; housing first mal als Stichwort in den Raum gestellt.
      Wir können aber auch gerne beim konkreten bleiben :)

      E: hab mal den Post für Auslagern reported
      Da man jeden von dir genannten Punkt sehr ausgiebig und mit vielen verschiedenen unterschieden diskutieren könnte sehe ich da jetzt keinen Mehrwert darin, dass so breit zu diskutieren.

      @blutgarten
      Das ist sicher ein reales Problem, wobei ich mich da schon frage, einen wie großen Anteil das betrifft? Sollte dieser eher klein sein, dann gäbe es im zweifle ja vll kostengünstigere Mittel und Wege.
    • Welches Problem? Dass die Hartz-IV-Regelsätze viel zu klein sind ist glaube ich auch außerhalb von Verkehrsfragen ein großes Problem.

      Ich glaube die Lösung für den Nahverkehr ist es das ganze günstiger zu machen als die Alternativen und aber vor allem das Angebot drastisch zu verbessern. Ganz kostenlos finde ich ein bisschen kritisch, denn eine gewisse Lenkungswirkung über den Preis braucht es bei so grundsätzlich nicht nachhaltigen Dingen schon. Man sollte schon einen Anreiz haben auf unnötige Wege zu verzichten oder auch mal zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nehmen. Wer sich das minimal notwendige Maß an Mobilität dann aber nicht leisten kann, dem muss eben geholfen werden. Die einfachste Lösung wäre wahrscheinlich den ÖPNV für (bestimmte) Leistungsempfänger kostenlos zu machen. Aber mir ists egal wie man das politisch löst, solange es auf eine wirkliche Hilfeleistung rausläuft und die Leute nicht wie jetzt einfach fürs Arbeitslossein bestraft werden.

      Eine Frage vom Geld ist das ja auch nicht. Die Finanzierung ist für den Staat generell nie ein Problem, er hat ja selbst das Monopol über die eigene Währung und kann alles finanzieren worauf er Lust hat. Solange er sich nicht durch schlecht gemachte Regeln (Schuldenbremse HUST) selbst den Handlungsspielraum nimmt kann ein Vorhaben für den Staat gar nicht am Geld scheitern, sondern immer nur an Ressourcenfragen. Statt sich zu fragen ob etwas zu teuer ist, sollte man sich fragen ob es eine gute Idee ist Ressourcen (Rohstoffe, Arbeitskraft, Zeit, usw.) für eine Sache zu binden. Und ich glaube beim ÖPNV lohnt sich das im Vergleich zum privaten Autoverkehr immer, weil PKWs einfach unglaublich ineffizient sind. Wenn man also Geld in Umlauf bringt damit Ingenieure sich tolle Busse und Bahnen ausdenken ist das für die Allgemeinheit immer besser als die Ingenieure in der Automobilindustrie zu binden. Und Geld in Umlauf zu bringen damit Bedürftige sich überhaupt erst in der Gesellschaft einbringen können ist eigentlich immer gewinnbringend, da so ja überhaupt erst Arbeitskraft und Nachfrage generiert wird. Auch der produktivste Leistungsträger in der Gesellschaft hat sein Geld ja nicht selber erschaffen. Geld wird immer zuerst vom Staat in Umlauf gebracht bevor daraus Produktivität entstehen kann, nicht andersrum.
    • Rob schrieb:

      Pantofolaio schrieb:

      Ständig irgendwie aufs Amt kann ich nicht behaupten.
      Die 3 Fahrten aufs Jahr gerechnet sollten tragbar sein.
      Vor allem mit dem Sozialticket.
      Hmmm... ich war drei Monate arbeitslos, und das nicht im Jobcenter sondern im Premium-Sie-sind-Akademiker-und-finden-eh-was-hier-ist-ihr-ein-Jahr-Freifahrtsschein-mit-60%-ihres-letzten-Gehalts-alles-easy-Arbeitsagentur-Spezialmodus und musste schon mehr als einmal im Monat hin. Die Mathematik würde ich auch gerne mal sehen.
      Musste nach 4 Monaten Nachweise über Bewerbungen bringen, vorher nur 2x Telefontermine wo gefragt wurde ob ich hilfe beim Bewerben brauch (xD) und was sie in mein Profil schreiben sollen (musste Sachen buchstabieren). Da ich aber >30 geschrieben hatte war das ja kein Dingo. Hatte ja auch Bestätigungen von Vorstellungsgesprächen. Und nach 5 Monaten ALG1 dann auch den Job gestartet also alles ohne großen Stress. Vor-Ort musste ich nie sein, ging alles über Telefon/Internet, kann aber auch auch an Corona gelegen haben.
      Hier sollte irgendwas mit Bierpong stehen :grinking:
    • blutgarten schrieb:

      Welches Problem? Dass die Hartz-IV-Regelsätze viel zu klein sind ist glaube ich auch außerhalb von Verkehrsfragen ein großes Problem.

      Ich glaube die Lösung für den Nahverkehr ist es das ganze günstiger zu machen als die Alternativen und aber vor allem das Angebot drastisch zu verbessern. Ganz kostenlos finde ich ein bisschen kritisch, denn eine gewisse Lenkungswirkung über den Preis braucht es bei so grundsätzlich nicht nachhaltigen Dingen schon. Man sollte schon einen Anreiz haben auf unnötige Wege zu verzichten oder auch mal zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nehmen. Wer sich das minimal notwendige Maß an Mobilität dann aber nicht leisten kann, dem muss eben geholfen werden. Die einfachste Lösung wäre wahrscheinlich den ÖPNV für (bestimmte) Leistungsempfänger kostenlos zu machen. Aber mir ists egal wie man das politisch löst, solange es auf eine wirkliche Hilfeleistung rausläuft und die Leute nicht wie jetzt einfach fürs Arbeitslossein bestraft werden.

      Eine Frage vom Geld ist das ja auch nicht. Die Finanzierung ist für den Staat generell nie ein Problem, er hat ja selbst das Monopol über die eigene Währung und kann alles finanzieren worauf er Lust hat. Solange er sich nicht durch schlecht gemachte Regeln (Schuldenbremse HUST) selbst den Handlungsspielraum nimmt kann ein Vorhaben für den Staat gar nicht am Geld scheitern, sondern immer nur an Ressourcenfragen. Statt sich zu fragen ob etwas zu teuer ist, sollte man sich fragen ob es eine gute Idee ist Ressourcen (Rohstoffe, Arbeitskraft, Zeit, usw.) für eine Sache zu binden. Und ich glaube beim ÖPNV lohnt sich das im Vergleich zum privaten Autoverkehr immer, weil PKWs einfach unglaublich ineffizient sind. Wenn man also Geld in Umlauf bringt damit Ingenieure sich tolle Busse und Bahnen ausdenken ist das für die Allgemeinheit immer besser als die Ingenieure in der Automobilindustrie zu binden. Und Geld in Umlauf zu bringen damit Bedürftige sich überhaupt erst in der Gesellschaft einbringen können ist eigentlich immer gewinnbringend, da so ja überhaupt erst Arbeitskraft und Nachfrage generiert wird. Auch der produktivste Leistungsträger in der Gesellschaft hat sein Geld ja nicht selber erschaffen. Geld wird immer zuerst vom Staat in Umlauf gebracht bevor daraus Produktivität entstehen kann, nicht andersrum.
      Sorry für offtopic, aber so ganz richtig is das nicht. Der Staat hat in unserem derzeitigen System kein Monopol auf Geld, das hat er an die Bundesbank und dann an die EZB abgetreten. Generell wird Geld auch nicht vom Staat geschaffen, sondern von Geschäftsbanken durch Kreditvergabe (gut, der Staat hat auch seine Landesbanken, aber die sind auch nicht komplett frei in dem was sie tun können). Natürlich könnte man das System ändern, aber derzeit ist es so.
      Was das MMT/Keynes Zitat angeht: "Geld ist kein Problem, es geht nur um Ressourcen" stimmt natürlich auch nur insofern wie die Menschen da mitmachen. Die Staatsquote in Deutschland liegt ja schon bei so 50% und ich sehe nicht wie man die noch stark steigern kann ohne dass die Menschen anfangen zu murren! Die wollen eben selber über ihr Ressourcen entscheiden und nicht alles dem Staat überlassen.

      Ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass ein Ausbau des ÖV vor allem um die Städte herum, und Anbindung von ländlicheren Regionen um Städte herum eine gute Idee ist. Für den richtigen ländlichen Raum sehe ich aber nicht, wie man Autos sinnvoll ersetzen kann.
    • Meinte damit schon die Zentralbanken die das Monopol auf das Geld haben. Ist vielleicht ein wenig vereinfacht die einfach so zum Staat zugehörig zu zählen, vor allem da die EZB ja eine europäische Institution ist. Der Gedanke hinter meiner Aussage war aber jedenfalls, dass den Zentralbanken das Geld nicht ausgehen kann und der Staat darüber zumindest theoretisch endlosen Zugriff darauf hat. Geld ist für ihn deshalb keine klassische (natürlich begrenzte) Ressource und "teuer" bedeutet daher für den Staat etwas anderes als für private Marktteilnehmer. Was für den Staat zu teuer ist hängt eigentlich nur von vorhandenen Ressourcen und politischem Willen ab, nicht davon wie viel Geld er hat.
    • blutgarten schrieb:

      Meinte damit schon die Zentralbanken die das Monopol auf das Geld haben. Ist vielleicht ein wenig vereinfacht die einfach so zum Staat zugehörig zu zählen, vor allem da die EZB ja eine europäische Institution ist. Der Gedanke hinter meiner Aussage war aber jedenfalls, dass den Zentralbanken das Geld nicht ausgehen kann und der Staat darüber zumindest theoretisch endlosen Zugriff darauf hat. Geld ist für ihn deshalb keine klassische (natürlich begrenzte) Ressource und "teuer" bedeutet daher für den Staat etwas anderes als für private Marktteilnehmer. Was für den Staat zu teuer ist hängt eigentlich nur von vorhandenen Ressourcen und politischem Willen ab, nicht davon wie viel Geld er hat.
      natürlich, aber wir haben ja nicht massenhaft ungenutzte ressourcen rumliegen (heutzutage wohl vor allem (qualifizierte) arbeitskräfte).
      vor allem kurzfristig kann man wirklich nicht einfach geld raushauen für projekte, da diese ja auch von unternehmen ausgeführt werden müssen, und für diese sollte es sich auch mittel-längerfristig rechnen ihre kapazitäten auszubauen. ansonsten kann es kurzfristig einfach dazu führen, dass diese ihre preise kurzfristig erhöhen und den gewinn mitnehmen.
      dh mittelfristig-langfristig kann der staat helfen anreize zu setzen wie sich die wirtschaft entwickeln soll, also zB weniger leute in autoindustrie und mehr leute in öpnv. wenn das für die gesellschaft allgemein produktiver ist, wird sich das dann auch in wirtschaftswachstum äussern.
      wie man es falsch macht, haben ja beispiele aus sowjetunion und mao's china gezeigt, ist also ein sehr zweischneidiges schwert. andersherum können märkte natürlich genauso fehlanreize setzen, wenn zB erderwärmung nicht in ressourcen eingepreist ist.
      nachhaltige wirtschaftspolitik ist nicht einfach!
    • Apocalypso schrieb:

      Rob schrieb:

      Pantofolaio schrieb:

      Ständig irgendwie aufs Amt kann ich nicht behaupten.
      Die 3 Fahrten aufs Jahr gerechnet sollten tragbar sein.
      Vor allem mit dem Sozialticket.
      Hmmm... ich war drei Monate arbeitslos, und das nicht im Jobcenter sondern im Premium-Sie-sind-Akademiker-und-finden-eh-was-hier-ist-ihr-ein-Jahr-Freifahrtsschein-mit-60%-ihres-letzten-Gehalts-alles-easy-Arbeitsagentur-Spezialmodus und musste schon mehr als einmal im Monat hin. Die Mathematik würde ich auch gerne mal sehen.
      Musste nach 4 Monaten Nachweise über Bewerbungen bringen, vorher nur 2x Telefontermine wo gefragt wurde ob ich hilfe beim Bewerben brauch (xD) und was sie in mein Profil schreiben sollen (musste Sachen buchstabieren). Da ich aber >30 geschrieben hatte war das ja kein Dingo. Hatte ja auch Bestätigungen von Vorstellungsgesprächen. Und nach 5 Monaten ALG1 dann auch den Job gestartet also alles ohne großen Stress. Vor-Ort musste ich nie sein, ging alles über Telefon/Internet, kann aber auch auch an Corona gelegen haben.
      Lag wahrscheinlich nicht nur an Corona, sondern auch daran, dass du so weit vom durchschnittlichen Arbeitslosen bist, wie @UncleBenz von seinem dsde comeback.
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