Seraphs Post-Hardcore/Emo/Screamo/Metalcore/Deathcore - Thread (Hell YELL!)

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    • Seraphs Post-Hardcore/Emo/Screamo/Metalcore/Deathcore - Thread (Hell YELL!)

      Ein schöner Tag heute.
      Ein schöner Tag zum Rausgehen?
      Ein schöner Tag zu Sterben?
      Dallas Green, seines Zeichens Sänger bei Alexisonfire und Solo-Künstler mit City And Colour, sagte einst in einem Lied:
      "what a great day, to spent indoors".
      Einfach mal hinsetzen und nichts machen. Die Seele baumeln lassen. Den Moment genießen.
      Doch genießt man den Moment und macht einmal nichts, schläft man entweder langsam ein, oder ertappt sich bei nicht enden wollender Introspektion.
      Unzählige Gedanken fliegen einem durch den Kopf - Gedanken vom Tag, vom Vortag, von Morgen. Von Frauen, Gefühlen, Hürden und Bürden. Entweder man ergibt sich also diesen Gedanken, und verliert sich in seinem Nachdenkprozess, möglicherweise seiner Tagträumerei, oder man wirkt entgegen und versucht sich abzulenken. Die Sorgen beiseite zu wischen. Doch wie wischt man wiederum Sorgen beiseite? Der Fernseher ist plump und dient zur Kontrolle, respektive Verdummung, der Massen, des Pöbels. Das Internet ist ähnlich angelegt, nur bietet es mehr Freiheiten. Dennoch befriedigt mich beides nicht. Befriedigen kann mich in jener Hinsicht der Ablenkung, des Freimachens von Sorgen, nur die Musik.
      Ich habe schon früh erkannt, dass Musik meine Passion darstellt. Sie hilft einem durch gute sowie schlechte Zeiten, ist ständiger Begleiter und kann mir immer genau das geben, was ich brauche. Wenn ich aufgebracht oder wütend bin höre ich "harte" Klänge, wenn ich traurig oder enttäuscht bin "sanfte" Töne, wenn ich einfach nur abschalten möchte "progressive/ruhige" Töne. Ich habe die Wahl. Doch wie kann ich die Wahl haben, wenn ich keine Musik kenne. Ich muss mich ersteinmal mit Genres und Bands beschäftigen, bevor ich sagen kann, was mir wirklich zusagt. Worin ich wirklich aufgehe. Was mein Herz berührt. Ich bin daher sehr offen gegenüber jeglichen Stilen und habe schon so manches gehört, nehme jeden Tipp zu Herzen und höre mir gern Sachen an, solange die Menschen dann auch mit Kritik umgehen können, die von mir leider oft hart ausfällt. Vielleicht zu hart, ich weiß es nicht. Aber wenn man keine Ideale hat, keinen Geschmack, bzw. keine Ausprägung seines Geschmacks - woran soll man sich dann orientieren? Ich werde sicher nicht mitschwimmen, und all jenen Müll hören, die der Großteil der Leute hört. Oder mich einfach in Unwissenheit den "Charts" ergeben. Aber gut, ich denke jeder von euch hat seinen eigenen Geschmack schon definiert. Oder er ist ihm indoktriniert worden, ob bewusst oder unbewusst sei erstmal dahingestellt. Fakt ist, ihr habt alle eine Meinung zu Musik. Und wenn ich euch Frage, was euer Lieblingsgenre ist, kommt eine klare Antwort. PxX würde vielleicht "Hip Hop" sagen, Achso vielleicht "Progressive (Metal)", roflgrins vielleicht "Melo Death", Juff vielleicht "Jumpstyle", ElephantTalk vielleicht "Jazz", und Tree vielleicht "Emo" oder "Screamo".
      Das ist alles schön und gut. Nur das Problem ist in meinen Augen, dass die meisten bei Trees Antwort erstmal schlucken werden. "Emo" - oh mein Gott. Ist er wirklich so ein schwarzhaariges Kiddie mit Kajal und 40 Piercings, komplett Dunkel gekleidet und eine Rasierklinge um den Hals hängen?
      Sicher nicht.
      Doch genau dies ist das Problem von Emo. Die Medien und allen voran unsere heutige dumme, nichtswissende Teenie-Kultur ziehen diese an sich wunderbare Musikrichtung in den Dreck, verfälschen sie, und geben der Gesellschaft (die es nicht besser weiß!!) ein leicht verdauliches/zu schluckendes Bild. Emos sind dunkle, sich ritzende Typen ohne Perspektive - quasi die potentiellen Selbstmörder und Amokläufer von morgen. Die hören natürlich auch alle Emo...
      NOT!
      Es tut mir Leid aber ich muss jetzt einfach das Weltbild von 90% der unwissenden, mitlaufenden Leute zerstören. Emos haben mit der Musikrichtung "Emo" einen feuchten Furz zu tun. Nichtmal 10% kann überhaupt eine Emoband nennen, die dann dem Genre auch wirklich angehört. Sie hören diese Musik nicht und hören meistens Metalcore, Charts oder sonst was für Richtungen. Emo ist den meisten viel zu unbekannt. Ich gehe später auch darauf ein, woran das liegen mag. Sie rennen einer MODE(!)welle nach, die nichts anderes als "cool" sein soll und gerade "in" ist. Genauso wie damals die große "Baggies"-Welle, wo alle dachten sie ziehen sich ein Long-T an, setzen ein Cap auf, und hängen die Hose auf halb Acht, jetzt auf einmal "cool" sind. Dennoch möchte ich, dass ihr euch bewusst seid, dass jegliche Musik die ich hier vorstellen werde, nichts mit Emos gemein hat und dass ihr jedem, der sieht dass ihr das anhört und euch dann als "Emo" betitelt eins 'in die Fresse geben könnt, lachen könnt, und dann mit einem Oneliner ala "du hast ja keine Ahnung" schließen könnt. Ich befreie euch auch gern vom weiteren Irrglauben, dass Bands die wie beschissene MODE(!)-Emos aussehen, auch Emo spielen. Allen voran das populärste, falsch eingeordneten Beispiel: Bring Me The Horizon.

      Bring Me sahen schon so aus, als sie noch Deathcore gespielt haben(erste EP+Album), und es diese Emo-Welle noch gar nicht gab. Tragischerweise(!) haben sie einen GROßTEIL dazu beigetragen, dass es sich überhaupt so entwickelt hat. Sie waren eines der Steckenpferde der Kiddies, die sich dann "Emo" aufs Banner geschrieben haben. Sie haben einfach in Scharen den Stil von Oli Sykes kopiert und dachten, sie seien jetzt genauso cool und hip wie er. Was natürlich nicht korrekt war, sondern genau das Gegenteil auslöste: eine Welle von Nachahmern und ahnungslosen Kopien. Heute sieht jeder zweite in meiner Szene gleich aus, und entweder man akzeptiert es, oder nicht. Gott sei Dank, muss man ja selbst nicht äußerlich genauso "dazugehören", nur um anerkannt zu werden.
      Fakt ist einfach nochmals, dass BMTH vielleicht Spasten sein mögen, ihre Musik aber Null mit Emo zu tun hat und sie früher Deathcore und heute Metalcore spielen. Sie werden einfach nur in diese "Emo-Schublade" gesteckt, weil sie genauso aussehen und den Hype halt selber mit ausgelöst haben. Hier noch ein Beispiel-Video für alle, die die Band nicht kennen, aber das nächste Mal hoffentlich MUSIKALISCH vom Emo abgrenzen:




      Egal, im folgenden werde ich nun auf die Musikrichtung "Emo" und das Verhältnis zum modernen Post-Hardcore eingehen. Dazu muss ich aber verschiedene Vorbemerkungen machen.

      Erstens möchte ich sagen, dass ich hoffe, dass auch anders geartete Hörer als die Standard "Metal/Hc"-Leute hier mal reinschauen, und sich den ein oder anderen Track anhören. Ich würde mich zumindestens sehr freuen und bin immer offen für konstruktive(!) Kritik, weitere Musikvorschläge, oder Querverweise zu anderen Genres. Achso hat mich an Tool herangeführt, wofür ich ihm sehr dankbar bin, und ich hoffe, ich kann seinen musikalischen Horizont mit diesem Thread gleichermaßen erweitern, wie er meinen.
      Dieser Thread entstand und entsteht übrigens rein auf seine Anfrage hin, also wenn ihr Gefallen daran findet, oder euch auch nur ein Lied gefällt: HAIL him. thx ;)

      Zweite Vorbemerkung ist über das Genre allgemein. "Emo" an sich ist meiner Meinung nach relativ tot. Ich weiß, dass ist eine harsche Aussage, aber sie ist eigentlich auch leicht zu begründen. Abgesehen von den Undergroundbands die heute noch existieren und den wenigen deutschen bzw. international praktizierenden Bands sind alle Emobands, die früher "groß" waren, oder das Genre (mit-)erfunden/maßgeblich geprägt haben, entweder tot, aufgelöst, oder ein Schatten ihrer selbst.
      Ich spreche dabei von Bands wie Indian Summer(aufgelöst), Still Life(aufgelöst), Swing Kids(aufgelöst), Jimmy Eat World(nicht mehr die selben), From First To Last(tot), Funeral For A Friend(nicht mehr die selben), From Autumn To Ashes(aufgelöst).

      Das einzige was von den "Urgesteinen" noch übriggeblieben ist, sind Dashboard Confessional, die immernoch fleißig Touren und Alben machen die von vor 10 Jahren klingen, und auf gewisse Art und Weise Thursday, die sich zwar verändern aber mit den Jahren mMn besser werden, was sehr selten ist. Früher erschien mir seine Stimme auch immer sehr schief, mittlerweile scheint er genug gesungen haben, dass er die Mehrzahl der Töne trifft, haha ;)
      So viel zur oldschool.
      Auch möchte ich weniger auf die Frauenbands eingehen, die man eh schlechter einordnen kann (Flyleaf, Paramore und die überragenden VersaEmerge), und erst recht nicht auf Mainstream Bands die heutzutage fälschlicherweise mit Emo getaggt werden, wie z.B. Fall Out Boy, Panic! At The Disco, My Chemical Romance oder 30 Seconds To Mars.
      Wen es unter den Mainstream-Fingern juckt und wissen will, über welches Genre ich mit dem modernen Post-Hardcore gleich expliziter sprechen werde, hört entweder schonmal dort rein, oder gibt sich den Sidekick Tipp von mir, nämlich Escape The Fate mit dem Album "Dying Is Your Latest Fashion", was quasi auch meinen ersten "richtigen" Anspieltipp darstellt.



      Klar, mainstreamig. Klar, Sellout. Klar, zu hoch produziert. Klar, weinerlich. Und klar, teils auch nervig. Aber so ist der Mainstream nunmal. Und wenn man auf sowas klar kommt, und sich auf die Stimme einlassen kann, ist das Album eine kleine Hit-Perle und Spaßgranate. Das aber nur am Rande. Hier ein Ausschnitt:



      Also wenn ihr wirklich "eintauchen" wollt, dann überspringt dies, und hört erst im nächsten Teil rein. ;)


      Wie also ein Genre "wiederbeleben" oder "erneuern", für das schon der Grabstein gemeißelt wurde. Richtig, mit Ideen, Esprit, Herz und Hingabe. Und natürlich Geld. Ohne geht es leider(!) nicht, oder schwer.
      Das stellt für mich die "Geburtsstunde" des heutigen modernen Post-Hardcore dar. Er erlaubt zusätzlich zu dem normalen traurigen/weinerlichen Gesang auch höheren Gesang (frauenähnlich, meist counter-tenöre/Falsett), Screams/Growls, Breakdowns, und Elemente aus anderen Musikrichtungen.
      Nur so konnte man Emo "effektiv" am Leben erhalten, bzw. noch genügend Leute finden, die es sich anhören, sich damit beschäftigen, Platten kaufen und hoffentlich mal nach den roots forschen früher oder später. Daher ist dieser ganze Begriffskomplex "modern Post-Hardcore" auch ziemlich labil und "in Progress". Ich habe früher fälschlicherweise den Mode-/Hypeterm "Emocore" verwendet, welchen ich heute gern revidieren möchte, da er nur eine Zeiterscheinung markierte. Man kann eine einzelne Band manchmal auch schlecht einordnen, aber das ist ja ein genreübergreifendes Problem, dass viele Grenzen mittlerweile fließend verlaufen, wie man so schön sagt.

      ich präsentiere jetzt eine natürlich(!) völlig subjektive liste der top 10 newschool modern post-hc outputs die ich bisher gehört habe. diese alben und EP's werden alle aus den letzten 5 jahren sein um sowohl von der zeit her als auch vom stil her angepasst ans genre zu sein. heißt wiederum für euch, dass ihr keine probleme haben werdet, diese alben auf diversen seiten und blogspots zu finden und euch dann ggf. besorgen könnt, bevor ihr vielleicht die ein oder andere scheibe kauft und somit euer eigen nennt. ich hoffe dies kann euch zum großflächigen support jener bands anregen, sodass ihr diese dann auch auf ihren konzerten unterstützt/begleitet und euch mit cds/merch eindeckt :) nur so machen sie gewinn und können weiter am touren bleiben.

      ich werde rückläufig beginnen, d.h. erst platz 10 vorstellen und mich dann zu platz 1 "vorarbeiten". ich werde jedes album mit cover belegen, beim bandnamen einen myspace link hinzufügen und ein youtube sample video anbieten für den schnellen zugriff.

      also los geht die wilde fahrt:


      10. Emarosa - Relativity



      Dieses Album ist der Beginn unserer Liste und stellt auch gleichzeitig den größten Bezug zum ehemaligen Emo-Genre dar. Growls und Screams jeglicher Art sind rar gesäht und es liegt ganz klar der Fokus auf dem überragenden Organ von Jonny Craig. Er ist zwar in gewisser Weise ein eitles Arschloch (u.a. als er sich selbst als einzigen "inoffiziellen Nachfolger Michael Jacksons" titulierte), aber seine musikalischen Fähigkeiten stehen einfach außer Frage. Er ist DAS Mastermind im Genre und besitzt eine der besten Ranges, die ich jemals gehört habe. Er trifft Basstöne genau so punktgenau wie vereinzelte Counter-Tenor Höhen und das ist im Genre einfach unheimlich selten gewesen, weil der Großteil nurnoch im Bereich Tenor/Counter-Tenor/Falsett agiert. Auf jeden Fall kommt man im modernen Post-Hardcore nicht um dieses wunderbare, melodie(n)reiche Album von Emarosa herum und es ist ein perfekter Einstieg wenn man "neu anfangen" möchte.

      Anspieltipps: Heads Or Tails Real Or Not, The Past Should Stay Dead, Her Advice Cost Us A Life
      Sample:



      Background Info: Der Fronter Jonny Craig hat auch ein Soloprojekt mittlerweile, auf das ich später auch noch eingehen werde. Zusätzlich war er mal Sänger bei der Band, dessen Album gleich auf Platz 4 erscheint, und Gastsänger der Band auf Platz 9 und Toursänger der Band auf Platz 8. Weiterhin ist er Mitglied einer neugegründeten Allstar-Band namens "Isles & Glaciers", auf dessen Debüt-EP ich ungefähr so sehnsüchtig warte wie ein halbverhungerter Weltreisender auf sein erstes Schnitzel. =)
      Auf deutsch: er ist eine scheiß Legende im Genre^^

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      Platz 9: Broadway - Kingdoms




      Da sage noch einer, ich würde Kopien keine Chance geben. Broadway ist die neueste Band auf der Liste, und das Album ist erst Mitte diesen Jahres erschienen, aber es toppt schon so ziemlich einiges an Genrevertretern, die ich bisher so gehört habe. Frei nach dem Motto "besser gut kopiert als schlecht erfunden" liefern Broadway hier ein Debüt ab, das an jeder Ecke und Ende klingt, als hätte man es schon tausend mal gehört. Hier eine Prise Hope Dies Last, da ein Schnipsel von Band 7, dort ein Tässchen von Band 8 und fertig ist der Zaubertrank. Mir persönlich schmeckt er seeeehr gut und deswegen kann und will ich ihnen nicht die Ehre verwähren, auf dieser Liste zu erscheinen. Er ist verlockend in der Vornote, lecker beim Verzehr und vollmundig im Nachgeschmack. Abrunden tut dieses feine Gebräu der Gastauftritt vom gerade genannten Jonny Craig, und zusätzlich das Gastspiel vom zweiten Genrekönig, Craig Owens, auf den ich nach der Liste auch noch zur Genüge kommen werde. Lustig übrigens, wie alle was mit "Craig" heißen. haha. not.
      Dennoch vorsicht: die Stimme ist eine knappe Oktave höher als die von Craig und gehört zu den allerhöchsten im Genre. Meiner Meinung nach aber der beste Newcomer dieser Erde, er trifft einfach jeden Ton und die Range ist genauso krank. Er transportiert die Emotion noch nicht ganz so perfekt wie ein jordan blake oder ryan randall, aber er ist auf dem allerbesten weg.

      Anspieltipps: Last Saturday, und einer der Übertracks dieses Jahres(!) -> Don't Jump The Shark Before You Save The Whale (feat. Jonny Craig)
      Sample:



      Background Info: Unglaublich wie eine komplett neue Band zwei der größten Szene Koriphäen auf einem Album vereinen konnte, aber allein dafür müssten sie schon einen Oscar verdienen. Ich prophezeie ganz Großes!
      Und es tut mir Leid, aber bei dem von mir geposteten Youtube-Lied die Stelle am Ende ab 3:24 ist das absolut GRÖßTE KINO dieses VERSCHISSENEN JAHRES für mich. Unglaublich was da passiert. Lyrisch episch. Gesanglich episch. Arragements episch. Melodien, Alles. Vote for "Best Ending Of A Song" wäre der Track mindestens Top 20.

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      Platz 8: A Skylit Drive - Wires...And The Concept Of Breathing



      Tja was soll ich sagen. Wenn man mich RL kennen würde, wüsste man, dass ich diese Band hype ohne Ende. Allein wenn der Name schon fällt kann ich mich schlecht halten und muss in einen Text- und/oder Mitsingschwall ausbrechen. Ich mag das neueste Album leider nicht mehr zu sehr, daher muss ich hypen was noch von ihnen übrig geblieben ist. Wires... war das erste Full-Length meiner ehemaligen Lieblings-modern Post-HC Band A Skylit Drive und das erste Album mit dem neuen Sänger "Jag"(Michael Jagmin). Er ist zwar ziemlich gut und kommt sogar noch höher als der alte Sänger(Jordan Blake), lässt aber ein klein wenig dessen Genialität vermissen. Insgesamt ist er aber ein würdiger Ersatz und Wires... zollt dem auch gut Tribut. Im Prinzip ist es ein überproduziertes, total hochbudgiertes Hitmonster geworden, also genau das was die Plattenfirma aus ASD machen wollte. Auf dem ganz neuen Album funktioniert das nicht mehr so gut, auf Wires... jedoch hat es jedoch die Schnittmenge zwischen "catchy as hell" und "noch erträglich" genau gefunden. Ich kann einfach keinen Track skippen und ich habe so viele Zitate aus diesem Album, es ist unglaublich. Mein bester Freund, der quasi nie im Leben was mit dieser Musik am Hut hatte und bekennender Techno/Trance'ler ist, hat dieses Album zwei mal gehört und es dann betrunken WEINEND(!) mit mir im Auto mitgesungen. Man stelle sich diese Szene vor. Das Album hat also einen nicht zu verachtenden Impact, wenn man sich nur darauf einlassen kann. Vergesst die Genrekonventionen, vergesst alles was ihr über modernen, "hypeverschriehenen" Post-HC wusstet. Hier kommt A Skylit Drive.

      Ps: Bitte nicht erschrecken wegen den Vocals. Die Höhe ist unheimlich extrem, ich weiß. Aber es zahlt sich absolut aus dieses Album auf einen wirken zu lassen. Das wird aber bei den vorderen Plätzen natürlich noch mehr so ;) Also wenn euch noch nichts zusagt keine Angst haben, es wird nur besser .)

      Anspieltipps: Wires and the Concept of Breathing, This isn't the End, Balance (der Schluss ab 2:45 ist der HAMMER! soooooooooooo geile Ambientgitarren. Alter lasst mich sterben...), All It Takes For Your Dreams To Come True
      Sample:



      Background Information: Jonny Craig war hier mal Toursänger, in der Zeit zwischen Blake und Jag.

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      Platz 7: Alesana - On Frail Wings Of Vanity And Wax
      mir sind hier zwei cover bekannt ->

      und

      Zu Alesana kann man sehr viel sagen aber das Problem ist, dass sie von unserer Liste wohl eine der populärsten Bands darstellt, und man daher kaum Sachen sagen kann, die das Image der Band wieder "aufpolieren". Sie gelten nämlich auch als Mitväter des Emohypes und ihr neues Album ist auch alles andere als gut. Weiterhin gibt es die Problematik dass jedes Kind, das denkt es hätte Ahnung von Musik, sofort beim Wort "Emo" an Alesana denkt. Egal, ich kann nur rettend sagen, dass "On Frail Wings Of Vanity And Wax" definitiv ein legendäres Album war und zum Standardinventar eines jeden modernen Post-HC Hörers gehört. Jeder der auch nur Ansatzweise etwas auf sich hält, sollte irgendwann einmal dieses Album gehört haben, und vonmiraus zu "Apology" seiner Freundin eine Rose vorbeigebracht haben. Solves einfach. Trust me. I'm a doctor. haha.
      Die Produktion ist nicht die beste aber das Album ist auch schon etwas betagter. Dürften so drei vier Jährchen sein mittlerweile. Hachja, wie die Zeit vergeht.

      Anspieltipps: Apology(!), This Conversation Is Over(!), Tilting The Hourglass(!), Congratulations I Hate You, Ambrosia, Pathetic Ordinary
      Sample:



      Background Information: Diese Band ist für mich gestorben. Das neue Album ist belastend schlecht, und auch allgemein nurnoch Mainstream-Hype-Scheiß von Alesana zu hören. Auch die Screams sind ziemlich schwach auf der Brust und das wissen auch alle. Dennoch ist das sehr leicht zu verschmerzen, man kramt diese Perle trotzdem gern mal wieder aus und hört sie in einer nostalgischen Minute an. Quasi die "Essenz" des newschool Post-HC auf eine gewisse Art und Weise. Schlecht produziert, noch schwach auf der Brust, aber einfach Kult. Hätte eigentlich in die Top 5 gemusst aber dafür kenne ich zu guten modernen Post-HC :D

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      Platz 6: In:Aviate - 1987



      Diese Band ist die wohl beste Entdeckung die ich jemals in meinem Leben gemacht habe. Noch ohne Label habe ich sie vor drei Jahren mal durch Zufall auf MySpace entdeckt. Damals hatten sie gerademal drei Lieder online, und das waren Demoaufnahmen. Was ich da aber hörte, war so unheimlich überwältigend, dass ich meinen Ohren nicht trauen konnte. Ich musste ihnen schreiben und alles Gute wünschen. Ich tat dies auch. Sie schrieben zurück und bedankten sich. Heute ist In:Aviate genau das, was ich ihnen gewünscht habe: auf Rise Records angekommen und einer der größten Hoffnungsträger im weltweiten modernen Post-HC.
      Dies ist ihr erstes Full Length Album, ergo wiedermal ein Debüt, und es SPRENGT alle Konventionen. Tut mir Leid aber was hier abgeliefert wird übersteigt fast den Begriff, für mich ist das nurnoch Kunst. Ganz knapp schrammt es an den Top 5 Alben vorbei, sichert sich aber gleichzeitig nichtsdestotrotz einen sicheren Platz in der Top 10, sogar vor Genreriesen wie Alesana.

      Anspieltipps: Eulalia, Questioning Everything, Awake, Kissing Tigers, And The World Will Know
      Sample: gibt es nicht, besorgen!

      Background Info: Ab hier beginnt das ABSOLUTE Pflichtprogramm Achso. Ich will dass du dieses scheiß Album saugst, hörst und INHALIERST. Lieder wie Kissing Tigers oder And The World Will Know sind künstlerische Meisterwerke, super gespielt, perfekt gesungen und dieses Jahr LOCKER Top 20 von den Einzelliedern aller Genres her. Unglaublich episch was hier abgeliefert wird, athmosphärisch bis zum get no, melodisch, touching, ALLES. FICKT DIE WELT sorry aber es ist mein Top 1 Album 2009.

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      So nun die Top 5, ab jetzt wird es arg schwierig. Ich habe ewig hin und her überlegt, getauscht, alte Listen hervorgekramt und wieder zerrissen, aber ich habe mich festgelegt und nun das Resultat .)

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      Platz 5: Lower Definition - The Greatest Of All Lost Arts



      Eine Band auf Platz Fünf die kein Schwein kennt, erst ein Album draußen hat, und nach ihrer kurzen Schaffensphase mittlerweile schon wieder kurz vor dem Split steht? w00t Seraph, du musst verrückt sein!?
      Not. Lower Definition haben sich diesen Platz jedoch redlich verdient und hart erarbeitet. Ein Albumentstehungsprozess von über einem Jahr ist unglaublich selten und verdient größten Respekt, erst Recht wenn der Output so überzeugend ist, wie dieser. Lower Definitions Shouter wandelt nämlich nicht auf den Pfaden der Genre-Vorbilder, nein. Er hat sich einen ganz eigenen, glassjaw-esken Stil angeeignet und singt tiefer, aber auch nuancierter als seine Kollegen. Die Laut-Leise-Dynamik ist daher noch viel mehr zu spüren als bei den meisten anderen Alben dieser Liste. Zudem verfügt er über einen der fähigsten Drummer im Genre welcher Gern den ein oder anderen unerwarteten Break oder Fill einbaut. Ich mag seinen verspielten Umgang mit den Sticks einfach, welchen er auch gern zugunsten von wohl dosierten Double-Bass-Salven weichen lässt. Und wenn die Musik aussetzt und er sein Ride antippt, kann man sich eines guten Breakdowns sicher sein.
      Nichtsdestotrotz brauch "The Greatest Of All Lost Arts" auch am längsten bis es zündet. Es ist definitiv das vertrackteste Album der Liste und muss locker 5 mal gehört werden, bis man alles verstanden hat und auswendig kann. Lieder sind auch oftmals noch lange nicht zu Ende, auch wenn man denkt, sie hätten schon drei Mal aufhören können. Das bringt natürlich zusätzliche Finesse ins Genre und peppt alles etwas auf. Gut ich übertreibe ein bisschen, das aber auch nur weil ich das Album natürlich gerade durchzappe .)

      Anspieltipps: The Weatherman, Pueblo Cicada, His Silent Film, If We Speak Quietly, The Ventriloquist(!)
      Sample:


      (unbedingt mehrmals anhören und meinung sagen achso)

      Background Info: Auf "Pueblo Cicada" hat unser Dauergast Jonny Craig auch wieder eine Fahrkarte ;) Keine Ahnung wie er es schafft, auf so gut wie JEDEM Genrevertreter wo er nicht selber schon in der Band war, mitzuwirken. Schon leicht gespenstisch.

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      Platz 4: Dance Gavin Dance - Downtown Battle Mountain



      Dance Gavin Dance hätten eigentlich mehrere Plätze in dieser Liste verdient, da sie die einzige Band aus dieser Liste neben In:Aviate sind, wo ich ausnahmslos jedes Album empfehlen kann. Sie liefern einfach trotz wechselnder Besetzung konstant umwerfende Leistungen ab, wobei "Downtown Battle Mountain" meiner bescheidenen Meinung nach die monumentalste ist. Man "spürt" förmlich, dass es von Jonny Craig mitgeschrieben wurde, damals war er glücklicherweise noch Bandmitglied. Die Songs sind einfach von umwerfender Kraft, Emotion und Leidenschaft. Ich kann jeden Satz nachfühlen und ich weiß nicht wieso. Dieses Album gehört zum absoluten Pflichtprogramm eines jeden Menschen der sich auch nur im Ansatz für Musik aus dem Post-Hardcore interessiert, ich kann es _uneingeschränkt_ empfehlen. Gebt ihm etwas Zeit, lest ein paar Texte und vielleicht könnt ihr mich verstehen. Alles in allem möchte ich keine Worte mehr verlieren, ihr müsst es selbst hören. All den Schmerz, all das Herz, was in diesem wunderbaren Album und in diesen weltbewegenden Riffs und Melodien steckt. Unbezahlbar, die Stunden die ich dieses Album schon am Stück angehört habe.


      Anspieltipps: Lemon Meringue Tie, Antlion, It's Safe To Say You Dig The Backseat!!!!!!!!!!!! (aber eigentlich alles...kann man getrost am stück anhören)
      Sample:


      (achso scheiß auf die chaos parts, bitte lass dich auf dieses album ein. wenn du bisher auch nur an irgendwas gefallen finden konntest, dann hör dir das an. jede investierte minute lohnt sich. und wenn du dich zwingen musst. diese gitarren sind WELTklasse. welt. klasse.)

      Background Information: Einziges Full Length mit Jonny Craig als Sänger. Auf dem selftitled danach und auf dem neuen Album "Happiness" singt ein anderer, Kurt Travis. Diese beiden sind jedoch auch superb(!) und solltem jedem Hörer der die Musik eh schon mag ausnahmslos zusagen.

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      Platz 3: In:Aviate - Speak [EP]



      Und da sind sie wieder: In:Aviate zum Zweiten. Tja was kann man sagen was nicht schon gesagt wurde.
      Ihre EP "Speak" zählt trotz ihrer Kürze mit nur sechs Liedern und 20 Minuten Spielzeit zum Besten, was jemals im Genre released wurde. Unheimliche Melodien, unheimlich einnehmend, geradezu gespenstisch gut. Immer auf dem Schwebebalken zwischen gewandter Sanftheit, melancholischer Trauer und knackigen Gewaltausbrüchen. Zusätzlich weltbewegende Lyrics mMn, Synthie-Effekte, und eine unheimliche Originalität. Also ich finde auf Anhieb keine Band im Genre die eine ähnlich mitreißende Laut-Leise-Dynamik spielt wie In:Aviate, und damit auch immer so "ins Schwarze" trifft. Jeder einzelne Song catcht sofort aufs erste Hören und lässt einen nicht mehr los. Ich tue mich auch ganz schwer, hier Hörtipps zu geben, muss es ja leider aber dennoch machen. Egal, auf jeden Fall absolute Hörempfehlung meinerseits. MySpace bringt euch übrigens nichts, da haben sie (leider) nurnoch neue Songs(also vom aktuellen Album, siehe Platz 6).

      Anspieltipps: A More Agreeable Form Of Escapism(!), The Saints We Portray, Conversations With The Scenery, und der ÜBERTRACK "Speak American Standard" (eigentlich ALLE!)
      Sample:


      (unheimlich stark!)

      Background Information: In:Aviate Tracks laden oftmals nicht nur zum Träumen ein, sondern verfügen meistens auch über epochale, super durchdachte Enden. Daher ist es wirklich absolut ratsam und zu empfehlen, jeden Song bis zum Ende anzuhören, und die volle Vielfalt der EP zu genießen. Absolutes Weltniveau, wirklich. Bis heute warte ich auf meine physical copy... :/

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      Platz 2: Saosin - Translating The Name [EP]



      Wieder eine EP. Diesmal nur fünf Lieder. Nichtmal eine Viertelstunde Musik. Und dazu noch sechs Jahre alt, quasi schon fast wieder prägend.
      Völlig _EGAL_.
      Diese EP ist so gut wie das Beste vom Besten. Sie ist einer der epochalsten Outputs meines Lebens und ich glaube kaum ein anderes Album aus dieser Liste wurde(abgesehen von Alesana) so gehyped und hat die Fans so geflashed wie dieses Werk hier. Achso das ist meine allergrößte Empfehlung an dich. Das Drumming ist mehr als Weltniveau. Zu damaligen Verhältnissen von einem anderen Stern wenn man mich fragt. Was der Junge hinter den Toms abliefert ist ein Fest und einfach nur Freude vor dem Herrn. Ich habe diese CD mindestens schon 200 mal angehört und ich habe immernoch manche Stellen nicht kapiert wie er es spielt. Auch die Gitarren sind eine Wucht und wechseln immer zwischen athmosphärisch-dicht und krassem Gefrickel hin und her. Allgemein ist die EP sehr "lebemännisch". Sie klingt wie "pur aus dem Leben gegriffen". Wie eine Schnittmenge unserer Generation. Der momentanen Generation. Einer stressgeplagten, schnellebigen Mediengesellschaft, in der es vor Druck und Leid nur so strotzt.
      Ich liebe diese CD abgöttisch und sie kann nur durch die CD auf Platz 1 geschlagen werden. Dennoch hat Anthony Green (damaliger Sänger von Saosin) sich hier einen eigenen Meilenstein gesetzt - solch eine Perfektion wird er nie mehr abliefern werden, nie mehr. Nicht bei seiner neuen Band Circa Survive und auch nicht mit seinem Soloprojekt, tut mir Leid.
      Jeder, der diese EP mit Verstand und musikalischem Vorwissen anhört, wird mir beipflichten müssen. Innerhalb der Grenzen des Post-HC ist diese CD ein Meisterwerk das umherblickt, seines gleichen sucht, aber nur müde lächeln kann. Es gibt kaum Konkurrenz auf so hohem technischen und gefühlsmäßigen Niveau (mehr). Alles was übrig ist, sieht man zum Großteil hier in meiner Liste^^ Ich bin gespannt wann ich das nächste Mal so eine ehrliche CD hören darf. Ich sehe förmlich das Herzblut vor mir, was in diesen Output geflossen ist. Nun gut, genug der Lobeshymnen. Hört es euch einfach selber an und bildet euch eine Meinung :) Ich freue mich über jeden Comment.

      Anspieltipps: ALLES IHR SPAßVÖGEL :D :D :D na gut weil ihrs seid: SEVEN YEARS, 3RD MEASUREMENT IN C (bester schluss ever), LOST SYMPHONIES (mein abgehtrack nummer eins. wenn das IRGENDWO kommt reiße ich immer die ganze bude ab. so UNHEIMLICH weltbewegende FILLS, RIFFS und die vocals ich könnte immer wieder mein scheiß herz rausreißen und es ihm zu füßen legen. wenn ich diesen scheiß satzanfang höre hört mir auf: "If I deciiiiiiiiiiiiiiiiiide" bei 1:10 fick die henne sry das ist weltniveau.)
      hier ->




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      so und jetzt platz 1 mates :>>>
      haha MUHA

      ...

      es MUSSTE ja so kommen

      ....

      ICH HAB EUCH GEWARNT FFS!!"!1111einself

      .....

      TRUST, THE DJ!!!!!!!!!!!!1111111111111

      ......




      Platz 1: A Skylit Drive - She Watched The Sky [EP]



      Nun ist es raus. Genau wie In:Aviate bekommt meine Wahllieblingsband im modern Post-HC-Sektor, A Skylit Drive, ihre zweite Nennung und ihren wohlverdienten, ersten Platz.
      "She Watched The Sky" ist so gut, dass ich es manchmal selbst kaum glauben kann. Die Produktion ist ähnlich altbacken wie bei Saosin oder dem Alesana Album, aber das spielt überhaupt keine Rolle. Die Magie dieser EP wird einfach schon nach dem ersten Durchhören klar und wenn man einmal drin ist kann man sich ihr nicht mehr entziehen. Nicht umsonst hat eine Rohversion dieser EP zum sofortigen Signing bei Tragic Hero Records geführt. Dies muss man ihnen erstmal nachmachen.
      Zudem sind Lieder wie "The All-Star Diaries", "Hey Nightmare, Where Did You Get Them Teeth?", "A Reason For Broken Wings" oder "According To Columbus" totale Meilensteine des Genres an denen sich alle heutigen Vertreter messen müssen. Auch diesen Fakt darf man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eine 6-Track-EP plus Intro stellt vier der überragendsten Lieder der gesamten modern Post-HC-Geschichte. Sorry aber da fehlen mir wirklich die Worte. Erst recht natürlich beim Hören.
      Jordan Blake war und ist einfach DAS Genie gewesen in Sachen Gesang und transportiert die Gefühle wie kein Zweiter. Jag ist natürlich(!) auch stark, aber er kann ihn nicht VÖLLIG ersetzen. Ein kleiner Restschmerz bleibt immernoch. Und seine neue Synthie-Mainstream-Geldmach-Band "Watchout! Theres Ghosts" kann man auch getrost in der Pfeife rauchen, leider.
      Egal, das soll die Leistung auf diesem Silberling nicht schmälern. "She Watched The Sky" stellt ohne Wenn und Aber den Gipfel der neuzeitlichen Post-Hardcore Entwicklung dar, und ich bin gespannt wann es abgelöst werden wird. Broadway, Lower Definition als auch vorallem In:Aviate traue ich es zu, aber es wird wohl nichtsdestotrotz noch ein Stück dauern. Wenn es denn überhaupt geschieht. ^.^
      Denn wenn ich mir gerade mal wieder "Hey Nightmare..." anhöre, glaube ich, brauche ich gar nichts anderes zum Leben :fine:

      Anspieltipps: The All-Star Diaries, Hey Nightmare, Where Did You Get Them Teeth?, A Reason For Broken Wings, According To Columbus
      Sample:



      Background Info: A Skylit Drive's neuestes Album "Adelphia" ist leider unwürdig für ASD-Verhältnisse und bekommt von mir maximal eine 3.5/5 - leider. Ich hoffe ihr nächstes Album wird wieder besser und orientiert sich wieder mehr an SWTS.


      so dudes ich hab morgen früh um acht uni daher würd ich sagen mach ich morgen am späteren nachmittag erst weiter. es folgen einzeltipps, weitere interpreten, andere genres etc ;)
      man darf gespannt sein. bis dahin gern feedback jeglicher art .) oder wenn euch ein lied gefallen hat =)
      MfG

      The post was edited 14 times, last by Seraph ().


      "You wanted life
      - I showed you love."
      Seraphs Post-Hardcore/Emo/Screamo/Metalcore/Deathcore - Thread (Hell YELL!)
      ---

      Boo^ wrote:

      Seraph. Connecting people.
    • auch wenn ich eher auf der hc schiene lebe, abboniert.



      go on :guitar:



      ps: ahcos (wenn es denn das "achso" nach dem bmth vid heißen so) hat dich wohl nicht nur an tool sondern auch an textwände herangeführt ^^ .. kleiner scherz am rande, eher low
      falls richtig, freirunde
    • hört sich doch sehr interessant an
      fahre auch eher die hc/dm schiene aber werd auf jeden fall immer wieder reinschauen

      double hail schonmal von mir

      keep it up
      Down - Set- Hut


      Scrimmage to the Death!
    • thx for share!

      hab mich immer schon gefragt, was dieses emocore auf sich hat.
      grundsätzlich mag ich die modeerscheinung ja, auch wenn ich an sich kein fan von schubladen bin. was ich amüsant finde, ist dass jede szene, die sich von der masse abheben will, die kommerzialisierung ihrer idole verabscheut. ich hab in der situation gesteckt, als "schranz" kommerziell wurde und war ähnlich engagiert. heute kann ich darüber lächeln^^

      freu mich auf mehr
      Wo der Wahnsinn Methode hat, werden aus Bekloppten Spezialisten.
    • ebenfalls thx for share.
      Jetzt kann ich meine Musiksammlung wieder etwas aufstocken und Dashboard Confessional hatte ich schon vollkommen vergessen einfach geniale Musik.
      30 seconds to mars (the Kill) auch einfach ubergenial hab bis jetzt alle alben von ihnen gekauft.
      Alles in allem starker artikel von dir.
    • das lied von escape the fate erinnert mich ein bissl an bullet for my valentine - tears dont fall

      is das auch emocore?
      Wo der Wahnsinn Methode hat, werden aus Bekloppten Spezialisten.
    • na das muss ja ein übersichtliches kleines genre sein wenn mans so relativ knapp abhandeln kann XD kleiner scherz, aber mal ernsthaft, ich hab durchaus auch mal überlegt sowas ähnliches für progressive musik im allgemeinen zu verfassen, habe dann aber einfach gemerkt dass das thema zu komplex ist und ich schlicht und einfach noch nicht genug in dem bereich gehört habe um wirklich umfassende zusammenfassunge verfassen zu können (was auch daran liegt dass das nicht der einzige "acker" ist den ich "bestelle" x) )

      also, progressive meine liebste musik ... hmm naja, wenn man progressive so weit fasst wie ich und nicht nur DT (und klangähnliche bands) darunter versteht kann man das schon so stehen lassen ^^ allerdings nicht als "liebstes" sondern "am meisten gehörte".

      zum eigentlichen thema: ich stelle (mit einiger überraschung) fest, dass ich manche bands die du selbst als "oldschool emo" bezeichnest auf meiner platte habe ^^ leider kann ich mit from autumn to ashes, jimmy eat world, funeral for a friend so garnix anfangen, allerdings kenn ich von allen auch nur relativ wenig, und ich befürchte zudem fast dass das, was ich auf meiner platte habe, von dir warscheinlich garnicht als "oldschool" akzeptiert wird x) naja insgesamt interessieren mich bands die ich nichtmehr live bewundern kann ohnehin grundsätzlich nicht sonderlich (von so ganz alten klassikern wie led zeppelin oder pink floyd und konsorten mal abgesehen), also wenn da was oldschool mäßiges ist was WIRKLICH alles überragt dann her damit aber ansonsten muss das nicht unbedingt sein ^^

      die "mainstream" emo bands sind etwas durchwachsen, also MCR find ich persönlich großartig ^^ "the sharpest lives" von "black parade" ist nach wie vor eines meiner liebsten lieder überhaupt, die textstelle "... a light to burn all the empires / so bright the sun is ashamed to rise and be ..." ist eine meiner absoluten lieblingsstellen ^^ das album läuft bei mir nach wie vor ohne abnutzungserscheinungen und auch die älteren alben haben mit liedern wie "give 'em hell kid" einfach abnormal geile songs ... wenn das kommerzieller mainstream emo ist - meinetwegen, ich finds genial x)

      fallout boy dagegen hasse ich auf den tod, genauso wie panic at the disco ... zwei meiner größten hassbands überhaupt, ganz besonders fallout boy kann ich auf den tod nicht ausstehen. ich hasse die musik, das aussehen, den style, die fans, ich hasse einfach alles ALLES ALLES an dieser band und krieg ohrenkrebs wenn ichs höre oO

      30 seconds to mars ist so lala, ganz gut prinzipiell aber weit davon entfernt eine meiner lieblingsbands zu sein, klingt leider einfach zusehr nach mainstream und radio für meine ohren daher kann ichs mir dauerhaft nicht geben auch wenns prinzipiell gut und, was noch wichtiger ist, ehrlich klingt/ist.


      bin halt sehr gespannt mit was du dann letztenendes ankommst ^^ ich hoffe jedenfalls dass es sich auf KEINEN FALL so anhört wie diese grauenhaften bring me the horizon... das traurige ist: instrumentell sind die garnichtmal so schlecht, stellenweise sogar ziemlich gut, aber der gesang ist der absolute totalhorror. wenn emo auch nur ansatzweise bedeutet dass die sänger hysterisch rumkreischen wirst du erfolglos versuchen meinen horizont zu erweitern XD ich kann mir alles geben von falsett über cleanvocals und rap (also sprechgesang) bis zu keifen schreien growlen und grunzen ^^ aber dieses hysterisch/weibische gekreische (weibisch ist jetzt nicht frauenfeindlich gemeint, denn es gibt frauen und weiber die sich leider verhalten wie dumme hühner und unmotiviert rumkreischen - das meine ich) kann ich garnicht haben und ich werde mich auch nicht daran gewöhnen können und schon garnicht wollen. dies aber nur am rande, denn so wie ich das verstehe hat emo nichts mit dieser richtung zu tun - zumindest hoffe ich dass ich dich dahingehend richtig verstanden habe ^^



      da ich jetzt leider etwas in zeitnot gerate muss ich meine textwand hier abbrechen, aber es wird auf jeden fall einen thread zum thema musik in nächster zeit von mir geben ^^ vielleicht kann ich da dann ja irgendwas von dem was ich mir hier anhören kann mit einbauen, denn, soviel sei gesagt, der thread wird sich nicht auf ein genre beschränken sondern allgemein mit musik zu tun haben (sofern mir da niemand zuvor kommt was das von mir angestrebte thema angeht)


      freut mich übrigens dass dir tool gefällt (nicht dass ich was anderes erwartet hätte ... ^^), ich empfehle dir DRINGENST dir katatonia anzuhören, die bringen jetzt ein neues album raus. ich erwarte ein absolutes meisterwerk und ein album was unter meiner persönliche top5 der alben 2009 kommt ^^
      und jetzt wo du dir tool angetan hast kannste direkt mit mastodon weitermachen - meine derzeitige absolute lieblingsband x)
    • Shine- wrote:

      Nö, bullet is eigentlich Metalcore (wobei sie selber gesagt ham dass the poison n bissle emocore wa)
      BfmV ist Metalcore, aber The Poison ist nur am ersten Blick/Hörer Emocore. Eigentlich hat es nichts mit Emocore zu tun. Das ganze Album ist bei mir unter den Top 10, weils einfach kein Lied gibt was ich skipen würde.

      Ich würde gerne den Unterschied zwischen Post-Hardcore und Emocore abgehandelt haben, da die Grenzen auch ineinander fließen. Zum Beispiel schwankt Silverstein auch dazwischen.

      Außerdem finde ich es komisch, dass ich Emo genannt werde, wenn ich sage ich höre unter anderem A Day to Remember, Three Days Grace, Billy Talent oder BfmV.

      Nice Thread!
      Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
    • Hab mir jetzt bis auf das direkt verlinkte escape the fate video noch nichts angehört aber das war schonmal nicht schlecht und einige der band kenn ich auch noch nicht daher hoffe ich dass du mir mit dem thread helfen kannst noch ein paar tolle bands zu entdecken und wenn ich zeit hab werd ich evtl auch mal was posten ^.^
    • Beim "oldschool emo" fehlt (zumindest aus deutscher Sicht) noch Yage. Wohl die bekannteste deutsche Screamoband (?)

      Zählen Bands wie Escapado, Kurhaus, Planlos,... eigentlich noch zu Alternative/Punk oder werden die mittlerweile dem Emo angerechnet?
      [spoil]«et surtout qu’ils n’aient qu’une religion, un culte pur, simple, dégagé d’idolâtrie et de dogmes monstrueux… une religion enfin que le peuple puisse suivre sans avoir besoin de cette vermine insolente qu’il érige en médiateur entre le ciel et sa faiblesse, et qui ne sert qu’à le tromper sans le rendre meilleur»
      pauljorion.com/blog/?p=38990[/spoil]
    • hm bei mir hats damals mit ETF angefangen mit genau dem lied. leider musste der sänger in den knast und sie haben einen neuen und jetzt sind sie nicht mehr das, was sie mal waren =(

      einige lieder von ihrem neusten album sind auch ok, aber mehr auch nicht. das einzig nennenswerte lied für mich ist "this war is ours".

      youtube.com/watch?v=K0zfuWue--Q

      der rest gefällt mir leider nicht so...
      [chicken_32] [chicken_32] [chicken_32] [chicken_32] [chicken_32] [chicken_32] [chicken_32] [chicken_32]
    • Auch möchte ich weniger auf die Frauenbands eingehen, die man eh schlechter einordnen kann (Flyleaf, Paramore und die überragenden VersaEmerge),
      magste vielleicht doch was dazu sagen, da ich besonders den weiblichen gesang mag, insbesondere von flyleaf. find die sehr toll und siche noch ähnliches zeug. hab schon bisschen paramore und VersaEmerge reingehört und fands nich schlecht
    • Thomasiosi wrote:

      Auch möchte ich weniger auf die Frauenbands eingehen, die man eh schlechter einordnen kann (Flyleaf, Paramore und die überragenden VersaEmerge),
      magste vielleicht doch was dazu sagen, da ich besonders den weiblichen gesang mag, insbesondere von flyleaf. find die sehr toll und siche noch ähnliches zeug. hab schon bisschen paramore und VersaEmerge reingehört und fands nich schlecht

      Vielleicht sind ja Hey Monday bzw. Fireflight was für Dich, klingen aber beide eher nach Paramore^^:
      [spoil]«et surtout qu’ils n’aient qu’une religion, un culte pur, simple, dégagé d’idolâtrie et de dogmes monstrueux… une religion enfin que le peuple puisse suivre sans avoir besoin de cette vermine insolente qu’il érige en médiateur entre le ciel et sa faiblesse, et qui ne sert qu’à le tromper sans le rendre meilleur»
      pauljorion.com/blog/?p=38990[/spoil]
    • Bucci wrote:

      Beim "oldschool emo" fehlt (zumindest aus deutscher Sicht) noch Yage. Wohl die bekannteste deutsche Screamoband (?)

      alter schwede, du kennst YAGE??
      das ist ja total gestört. hätte ich nie gedacht dass hier jmd mit YAGE kommt oO =)
      jap die sind überragend, keine frage. nachdem meine alte platte geschrottet wurde, habe ich aber nichts mehr, könnte mir was antun.
      hast du zufällig die seven inch noch irgendwo? oder kannst du die auftreiben?

      hmm ich schreibe denn mal weiter :)
      bin froh dass es schon so auf anklang stößt, danke euch =)
      hoffe der ein oder andere tipp der gleich von mir kommt, gefällt euren ohren .)

      ps: cooler post achso :) mit deiner MCR-vorliebe hätte ich zwar nicht gerechnet, aber okay^^
      mastodon kenne ich, habe ich aber nie weiter gehört. katatonia ist notiert.
      und denk immer dran ->
      wie nietzsche schon gesagt hat, ist chaos nichts schlechtes. chaos ist nicht gleich unordnung,
      wie wir immer gleich denken würden. sondern chaos ist die geburtsstunde etwas neuen.
      es eröffnet ungeahnte freiheiten und wege.
      d.h. im klartext lass dich nicht abschrecken von der musik die ich dir gleich zeigen werde,
      auch wenn sie aufs erste hören hysterisch/wütend/durcheinander erscheinen mag.
      sie ist _emotional_. und das möchte sie ja auch sein.
      aber glaub mir wenn ich sie dir und dem rest der dudes ans herz lege, dann mache ich das
      nicht unüberlegt .) ich werde es schon versuchen so schmackhaft wie möglich zu gestalten,
      und trotzdem die liste nicht zu verfälschen. hinterher werde ich dann extra noch andere tipps
      aus sub- oder nebengenres geben, keine sorge :)
      MfG

      "You wanted life
      - I showed you love."
      Seraphs Post-Hardcore/Emo/Screamo/Metalcore/Deathcore - Thread (Hell YELL!)
      ---

      Boo^ wrote:

      Seraph. Connecting people.
    • is das neue katatonia nich schon raus? o0

      wenn du tool un ruhiger version willst, solltest du dir auf jeden fall mal a perfect circle anhören. hätt sie gern ma live gesehen =S
      sind trotzdem ultra chillig. aber das is der falsche thread ^^
      falls richtig, freirunde
    • katatonia ist so ziemlich das geilste, einfach auch weil sie so einzigartig klingen ... man muss es schon vertrackt mögen, aber wenn man sich in die sachen reinhört ist die musik von katatonia ein überragendes beispiel für "wachsende" musik... wenn man der musik den platz einräumt den sie braucht wird sie einfach großartig ^^
      lass dich auch nicht von der bandbiographie abschrecken, die haben heutzutage wirklich so ziemlich garnix mehr mit death oder black metal zu tun, mMn auch kein progressive da für progressive insgesamt das technisch filigrane fehlt, ich würde es unter alternative rock der wirklich sanften gangart einordnen... verträumt, melancholisch, verzweifelt, tastend, unsicher und dann plötzlich in einer geräuschexplosion hervorbrechend ... eigentlich haben die nichts unter der rubrik "emo" direkt zu tun, indirekt aber durchaus weils sehr emotionale musik ist.

      mastodon ist auf eine andere art und weise auch stark wachsende musik, allerdings logischerweise die VIEL härtere gangart im vergleich zu katatonia ^^ also kaum miteinander zu vergleichen. mastodon ist besonders dann geil wenn man ekelhaft komplexe instrumentenarbeit mag, denn in dem bereich sind die wirklich überzeugend ^^ ich persönlich mag besonders das vertrackte schlagzeug. insgesamt sehr schwer beschreibbare musik, mir gefällt jedenfalls die rohe gewalt in verbindung mit technischer finesse und sich unvermittelt auftuenden melodiebögen welche in dieser musik vermittelt wird... kann ich jedem nur wärmstens ans herz legen, diese musik wächst und wächst und wächst... das aktuellste album läuft bei mir ständig und wird jedesmal besser oO ^^

      bzgl. MCR... tjo weiß auch nicht, ich find die art und weise wie sie rumrennen eigentlich schon ziemlich affig und beispielsweise die videos (und die darin gezeigten posen) durchaus eher belustigend als anregend oder identifikationswürdig, aber die musik gefällt mir einfach ziemlich gut ^^ weiß auch nicht so recht woran ich das festmache, aber mir gefällts. tjo. is halt so (= ich hör auch gerne silbermond, und die kann man nun wirklich nicht als den großen wurf bezüglich musikalität oder erfindungsreichtum bezeichnen XD (okay, die frontfrau is halt ne geile sau, warscheinlich deshalb...)
      nicht jede band muss den unglaublichen anspruch haben oder irgendwie herausstechen, manchmal reichts halt wenns einem gefällt (= rise against sind sicher auch nicht die hardcore-messiahse aber ich hörs gerne. nunja.


      ich bin auf jedenfall offen gegenüber deinen vorschlägen (wenn sie denn kommen) aber merke trotzdem dass ich da noch eine menge schreiben muss um den wirklich guten bands wie z.B. mastodon und katatonia hier etwas platz im bewusstsein der geneigten forennutzer zu verschaffen ^^