Floyds Filmforum

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    • Hab Inception neulich gerewatched, ist ja schon irgendwie 'objektiv' nicht wirklich gut der Film. Ich verstehe nicht warum der Anfang so zwanghaft hektisch gemacht wird, man kommt gar nicht dazu mal irgendwelche Charaktere zu appreciaten. Wird für mich persönlich mega stark durch Träume gecarried, ansonsten schon alles etwas konfus. Ich hege ja fast den Verdacht, dass es absichtlich so gemacht ist, damit Leute es nur halb verstehen und dann beeindruckter davon sind.

      Ist aber auch interessant dass der Film in mir bestimmte Ansichten über Träume und Realität geplantet hat, stelle das momentan bei verschiedenen Filmen und Serien fest die ich mir nochmal anschaue^^
    • Bighead schrieb:

      Ist aber auch interessant dass der Film in mir bestimmte Ansichten über Träume und Realität geplantet hat, stelle das momentan bei verschiedenen Filmen und Serien fest die ich mir nochmal anschaue^^

      Kannst du das erläutern? Vielleicht träumen wir auch einfach unterschiedlich, aber für mich hat der Film ja komplett darin versagt Träume darzustellen.
    • Also dass Träume zusammenbrechen wenn man sich ihrer bewusst wird ist ein Klassiker im Klarträumen, das fand ich ganz nice wie sie das mit einstürzenden Wänden oder explodierenden Obstkisten dargestellt haben. Das plötzlich in einer Situation sein wo man sich erstmal zurecht finden muss haben sie auch nice dargestellt, ebenso die Paradoxe. Was man schlecht im Film umsetzen kann ist die "Traumsicht" (die bei mir wenigstens so ist), dass die Wahrnehmung ultra selektiv ist wenn man sich nicht grade in Conciousness übt.

      Was mein Denken glaube ich beeinflusst hat ist die Darstellung des Verschwimmens der Grenzen zwischen Realität und Traum. In den Zeiten wo ich sehr down war habe ich auch viel geträumt und die Versuchung war schon da, sich aus den Träumen sein Glück zusammenzubauen. Ist dort egal, kannst dir deinen aktuellen Crush manifestieren und vögeln, kannst nicere Stories erleben als Filme oder Spiele dir mit ihren Einschränkungen bieten können, es geht eben alles alles. Für mich sind Träume jetzt auch nicht automatisch ausgedacht und das RL echt, kann man ja nicht wissen ob "die Realität" nicht auch nur ne Matrix, eine Einbildung oder sonstwas ist. Es sind einfach wechselwirkende Welten. Ich verarbeite in Träumen Eindrücke ausm RL, genau so denke ich aber wenn ich viel träume auch tagsüber viel darüber nach, was ich so geträumt habe. Ist dann mehr so ein Huhn-Ei-Ding als dass Träume der echten Welt untergeordnet sind.

      Der Reiz am RL ist aber, dass eben nicht alles geht, und sich Achievements dann auch als solche anfühlen. Wenn man soviel träumt wie ich es teilweise getan habe, bleibt tagsüber kaum Zeit sich mit echten Dingen zu befassen, weil soviele Eindrücke aus den Träumen zu verarbeiten sind. Und so möchte ich eben nicht leben, ich möchte Träume dafür nutzen mein RL zu verbessern, nicht umgekehrt.

      Ich hab diese Phasen, in denen ich mich mehr mit Träumen als dem Leben beschäftigt habe, aber eben nach Inception gehabt. Deshalb denke ich dass deren Darstellung, dass man sich nicht mehr sicher ist, was wahr und was im Kopf ist, mich da schon ein wenig gebiased hat. Denn eigentlich ist es bei näherer Betrachtung ja schon oft offensichtlich, was ein Traum war. Problematisch sind so Grenzfälle, wo du nur ein Fragment einer Unterhaltung mit einer Person träumst, und dann überlegen musst, wie du nochmal in diese Unterhaltung gekommen bist und was du danach getan hast, um Realität von Traum zu unterscheiden. Wenn du dann noch wie ich Tagträumer grade solche Details mal vergisst, verschwimmen die Grenzen wieder. Ich kenne es eben nicht anders als so, deshalb halte ich es für möglich, dass diese Angst, nicht mehr zu wissen was real ist, auch aus dem Film stammen kann.
    • Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
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      Was fürn Scam. Film war gut bis auf das heftig bescheuerte Ende. Richtiger Scam. Hat ihn von ner 8/10 auf ne 6/10 runtergezogen


      Darkest Hour war dafür richtig nice, auch wenn die Tippse zu viel Screentime bekommen hat

      Was mir bei beiden Filmen aufgefallen ist: CGI sieht auch in 2018 ziemlich kacke aus
    • Infinity War war legit.
      Ich dachte nach den Trailern, sie verkacken Thanos, er war aber abgesehen vom CGI hier und da wirklich gut umgesetzt. Ich kann Leute verstehen, die den Film haten oder gar nicht erst reingehen, wirklich, aber für einen brain off-Blockbuster hat er erneut gut unterhalten. Nicht auf Civil War- oder gar Guardians-Niveau, aber durchaus in schaubaren Gefilden.
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      Stimmen zum Ende interessieren mich natürlich am meisten. Mich persönlich hat es nicht so abgeholt wie viele andere aus dem Kino, welche danach teils weinend und teils völlig konsterniert rausgegangen sind. Es sollte aber denke ich klar sein, dass man hier beim "happy MCU" noch ein Hintertürchen eingebaut hat. Und wie das aussieht, können sich die meisten von euch sicherlich auch schon denken.

      MfG

      "You wanted life
      - I showed you love."
      Seraphs Post-Hardcore/Emo/Screamo/Metalcore/Deathcore - Thread (Hell YELL!)
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      Boo^ schrieb:

      Seraph. Connecting people.
    • Habe den Film während meinem Urlaub in HCMC angeschaut,
      war in einem dieser CGV "l'amour" Kinosälen mit den Betten, war super comfy und es gab Freigetränke und einen Snackkorb für 300k VN Dong (umgerechnet 10€).
      Zweimal. Innerhalb von drei Tagen :)

      Und es ist tatsächlich ein Film, den man sich gut 2-mal aufeinanderfolgend anschauen kann.
      150min lang, großes Schauspieler Ensemble, viele Schauplätze - da fallen einem beim 2. Schauen doch viel neues auf.

      Spoiler anzeigen
      Natürlich erstmal sehr anders als die Comic Vorlage, da die ganzen Entities ala Death/Eternity/Galactus/LordChaos+MasterOrder, aber auch so zentrale Leute wie Adam Warlock wegfallen.
      Ist einfach zuviel Content, den sie trotz der letzten 10 Jahre Marvel Studios einfach nicht erzählt bekommen. Würde mich aber auch gar nicht wundern, wenn diese abstrakteren Figuren einfach nie in der Form drankommen, sondern ala Ego The Planet (der als Celestial erklärt wurde) abgespeckt werden. Zumal auch die ganzen Fantastic Four Filme fehlen, um den Marvel Kosmos zu erkunden und zu erklären.

      Finde es trotzdem sehr gelungen und vorallem Thanos war wunderbar auf die Leinwand gebracht.
      Er ist auch der tatsächliche Protagonist des Films, der seinen Plan zur Rettung des Universums durchzieht und am Schluss seine Reward-Scene kriegt.
      Thanos hätte niemals so dargestellt werden könnnen, wäre der Film am Anfang des MCUs gewesen. Viele Filme haben darauf hingebaut, dass Infinity War für uns ein stimmiges Filmerlebnis ist.
      z.B. hatte man in Black Panther einen Villain in Killmonger, dessen Beweggründe man ein wenig nachvollziehen konnte, auch wenn man seine Ausführung hinterfrägt
      oder auch der Humor in GotG/letzten Thor:Ragnarok auch ganz anders ist als in den ersten MCU Filmen.


      Würde ihn gar nicht mit Civil War / GotG groß vergleichen, sind mMn zu verschiedene Filme.
    • War auf jeden ein gutes Filmerlebnis (auch wenn Audio ein Tick zu laut war, glaube VN Leute haben alle nen Hörschaden),
      wäre da sicherlich nochmal hin, wenn es mehr Auswahl gegeben hätte in der Woche (Avengers, Quiet Place, RAMPAGE :D:D, asia/vn/korean filme).

      Wünschte den Level an Komfort würde ich auch in DE für 10€ kriegen :((