Der "war ein interessanter Artikel" Thread

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    • Was ja auch völlig legitim ist. Das machen Autoren innerhalb einer Zeitung oder über Zeitungsgrenzen hinweg schon immer so. Wenn du als seriöses Medium nur noch falsche Fakten in die Tastatur hackst bist du deinen Ruf ganz schnell los.
      Mit bildblog.de/ , meedia.de/ und co gibt es auch Berichterstattung über Berichterstattung. Hinzu kommen der Presserat und Journalistenverbände wie der DJV

      Ich weiß nicht was genau dein Punkt nun war, aber ich würde seriösen Medien in Deutschland nicht vorwerfen falsche Dinge zu verbreiten.

      Beitrag von roflgrins ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Wat ().
    • trackinghappiness.com/happy-at-work/

      Mensch trackt ausgiebig seine eigene happiness seit 5 Jahren und schreibt darüber monatlich einen Blog. Hier ist die Zusammenfassung über die letzten paar Jahre.
      Zentrale Frage: Macht die Arbeit ihn unglücklicher?


      My monthly happiness had already started to decrease after November, 2014, but it reached it lowest point in February 2015. I traveled to Kuwait in January to work on a project as an engineer, and February saw me continuing that daily grind. I continued working until the 22nd, after which I flew back to the Netherlands. In the meantime, I was working a lot. It seemed like the more I worked, the less happy I became. Was my work really the only factor to blame? That's what I want to find out.
    • Dumbaz schrieb:

      trackinghappiness.com/happy-at-work/

      Mensch trackt ausgiebig seine eigene happiness seit 5 Jahren und schreibt darüber monatlich einen Blog. Hier ist die Zusammenfassung über die letzten paar Jahre.
      Zentrale Frage: Macht die Arbeit ihn unglücklicher?


      My monthly happiness had already started to decrease after November, 2014, but it reached it lowest point in February 2015. I traveled to Kuwait in January to work on a project as an engineer, and February saw me continuing that daily grind. I continued working until the 22nd, after which I flew back to the Netherlands. In the meantime, I was working a lot. It seemed like the more I worked, the less happy I became. Was my work really the only factor to blame? That's what I want to find out.

      ergänzend für Interessierte

      hbr.org/2017/03/does-work-make…he-world-happiness-report
    • https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... enner.html

      geht um muslimische Familienstrukturen und so weiter gutes Interview


      Spoiler anzeigen
      Lieber Halal, Shisha-Bar, dicke Autos und schön unter sich bleiben. Nicht nur die deutsche Mehrheitsgesellschaft hat Probleme mit jungen Muslimen, sondern die auch mit sich selbst. Wird das nie besser? Ein Expertengespräch.
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      Sineb El Masrar wurde 1981 als Tochter marokkanischer Einwanderer in Hannover geboren und wuchs auf dem Land auf. Sie ist Gründern des Frauenmagazins „Gazelle“, das sie als Herausgeberin leitet. Und sie war von 2010-2013 Mitglied der deutschen Islam-Konferenz. Nun hat sie „Muslim Men, Wer sie sind, was sie wollen“ geschrieben. Im Gespräch mit WELT spiegelt sie ihre Erkenntnisse an der aktuellen Debatte über den Islam in Deutschland.

      WELT: Wie empfinden Sie die derzeitige Stimmung in Deutschland? Wieso ist sie derartig aufgeheizt?

      Sineb El Masrar: Mir machen die verhärteten Fronten und die Radikalität Sorgen. Früher oder später, egal, über was man redet, kommt man auf die Migration und die Flüchtlinge. Es ist wie eine Obsession. Dadurch, dass wir nicht nur Rechts- und Linksextreme haben, sondern eben auch islamistische Akteure und Sympathisanten, wird alles noch viel komplizierter. Die werden aber nicht als antidemokratisch erkannt und reden sich bei jeder absurden Forderung mit Religionsfreiheit heraus. Eine vertrackte Situation.

      WELT: Wieso tut sich so wenig im Umgang mit problematischen Verbänden und Gruppierungen? Will man nicht, sieht man nicht?

      El Masrar: Diese Frage müssen vor allem Parteien und Kirchen beantworten. Es sind die wenigen bekannten Personen, die das Wort Dialog gerne in den Mund nehmen und die Öffentlichkeit bezirzen, auch wenn einige Teile der Verbände vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Wir erleben auch die Neuauflage der Islam-Konferenz. Mit dabei sind antidemokratische, frauenfeindliche und antisemitische Positionen.

      Man gibt diesen Gruppen damit eine Plattform, die man der DVU oder NPD nicht gegeben hätte. Diese islamischen Organisationen spielen nicht mit offenen Karten. Immer noch ist man nicht bereit in Politik und Öffentlichkeit, genau hinzuschauen und die Rote Karte gegen Antidemokraten und damit auch den Islamismus zu ziehen, wie man sie bei der AfD gerne zückt.

      WELT: „Rote Karte“ heißt was genau?

      El Masrar: In Deutschland trauen sich mittlerweile viele, offen rassistisch zu sprechen. Man muss jetzt auch den Blick aufs migrantische Milieu werfen, wo es Analogien gibt zu dieser menschenfeindlichen Einstellung. Viele wollen zurück zu den vermeintlich islamischen Wurzeln, reden von Minderheiten und Flüchtlingen sehr abfällig und glauben, ihr Glück im fundamental interpretierten Islam zu finden.

      Das wird vor allem uns Muslimen um die Ohren fliegen. Viele Muslime haben bis heute nicht begriffen, was Islamismus alles bedeutet. Das ist nicht nur IS und Bin Laden, und diese Ignoranz spielt vor allem Rechtsradikalen in die Hände.

      WELT: Sie beten, Sie fasten, aber Sie sind kein Fundi. Warum gibt es nicht mehr von Ihrer Sorte? Wo bleibt der spirituell umgängliche moderne Muslim?

      El Masrar: Spiritualität findet bei einem selbst statt und nicht, indem ich es allen unter die Nase reibe. Ich gehe doch nicht auf die Straße und bete! Diese Unsitte kommt von Salafisten und Muslimbrüdern, die von Afrika bis Asien für ihre Ideologie missionieren. Man hat sie überall gewähren lassen.

      Nun ist dieser Islam auch in Deutschland gelandet. Deswegen müssen auch demokratische Muslime Farbe bekennen. Sie müssen sich gegenseitig Mut zusprechen, dass sie nicht alleine sind. Sie sind viele. Sie sind nur unfassbar unsicher. Aber sie müssen sich auch endlich als Teil der deutschen Wirklichkeit begreifen.

      WELT: Nach Ihrem Buch über die „Muslim Girls“ kommen nun die „Muslim Men“. Was nehmen Sie mit aus all den Gesprächen mit jungen Männern? Sind Sie wirklich in deren Denkwelten eingedrungen?

      El Masrar: Es war spannend. Es war auch gar nicht so schwer, an diese Männer heranzukommen. Einige hatten sich an mich gewandt. Andere hat der liebe Gott mir quasi auf einem silbernen Tablett serviert (lacht). Darunter waren auch ein Sexarbeiter, ein Mann, der zwangsverheiratet wurde, und ein Mann, der Potenzmittel auch an Imame vertreibt.

      Alle, so schwierig ihre Biografien sind, hatten ein großes Bedürfnis zu sprechen. Da ist viel Druck im Kessel. Schmerz. Aber auch Wut und Hass. Der eine betäubt sich mit Drogen, der andere schlägt vor Sprachlosigkeit um sich oder weicht in den Islamismus aus. Kurzum: Sie kommen nicht aus dem Dilemma heraus, ihr Leben zu bewältigen. Diese Unsicherheit wird oft ausgenutzt von findigen Seelenfängern. Alles wird für „halal“ erklärt und kommerzialisiert: Muskelaufbauprodukte, Bankgeschäfte bis hin zur Prostitution.

      WELT: Der Familienzusammenhalt ist das zentrale Thema für viele Migranten. Familie kann aber auch die Hölle, ein Gefängnis sein. Wieso sind Eltern derart dominant, dass sie das Leben ihrer Kinder bis hin zur Wahl des Ehepartners beeinflussen können?

      El Masrar: Weil sie als Eltern selbst dominiert und unter Druck gesetzt werden von ihrer Gemeinde. Gerade in den sogenannten arabischen Clanstrukturen ist das gut zu beobachten. Man kann sich rausziehen, aber das gelingt nur, wenn man sein Leben allein meistern kann. Das lernen die Jungen aber nicht.

      Man kann da wirklich von gescheiterter Integration sprechen. Und zwar im familiären Kosmos als Allererstes. Dann kommt die Politik, die die Lebenssituation von Migranten oft nicht interessierte. Man lebt hier, spricht gut Deutsch, sogar die Kriminellen, die ich traf, hätten als BWL-Studenten durchgehen können. Aber was heißt das schon?

      Viele haben die Möglichkeiten, die ihnen dieses Land bietet, sich frei zu entfalten, sich auszuprobieren, ohne gleich andere zu unterdrücken, nicht genutzt. Das ganze Umfeld dieser Männer denkt konform, alle lassen nur die Unterordnung zu. Die freiheitliche Mehrheitsgesellschaft ist zwar an jeder Ecke anzutreffen, aber viele haben kaum Kontakt zu dieser. Dieses Leben scheint für sie unerreichbar. Das erzeugt auch Neid.

      WELT: Vielleicht ist es aber auch immer wieder ein Schock, das partiell entglittene, hemmungslose Leben hier zu sehen, das uns selbst doch auch anwidert: die viele nackte Haut, der Alkohol, der Dreck, die Asozialität, die Bindungslosigkeit.

      El Masrar: Das Deutsch-Sein assoziieren viele Migrantennachkommen in der Tat damit. Sie wohnen meist selbst in von Ur-Deutschen geprägten Problemvierteln und sehen nicht das Gutbürgerliche, das gebildete und weltoffene Deutschland. Auch die in anderen Vierteln lebenden Migranten kennen sie nicht. Diese Vielfalt innerhalb des deutschen Lebens ist ihnen fremd. Zu dieser sozialen und ethnischen Segregation hat auch die Stadtplanung beigetragen.

      WELT: Die von Ihnen Interviewten sagten oft „Bloß kein Deutscher werden“. Warum?

      El Masrar: Eher, dass „wie ein Deutscher sein“ eine Abwertung ist. Dieser Satz verrät vor allem viel über ihre eigene ethnische und soziale Gruppe. Pünktlich sein, den Dingen auf den Grund gehen, tolerant sein – wenn sie das als deutsch bewerten, bestätigen sie jedes negative Vorurteil über sich. Sie sind Geiseln ihrer vernachlässigten oder archaischen Sozialisation.

      WELT: Wenn die muslimischen Mädchen überkontrolliert werden und sie daher anpassungsfähiger und damit auch schlauer sind, was ist dann das Hauptproblem des muslimischen Mannes?

      EL Masrar: Die Jungs haben zu viel an Freiheit ohne Sinn und Verantwortung. Dies führt geradewegs in die Rücksichtslosigkeit. Sie sind früh sich selbst überlassen. Eltern wollen beispielsweise, dass aus ihrem Jungen ein Arzt wird, schön und gut. Wer aber keine Eigeninitiative gelernt hat, wird nicht weit kommen. Frust, Aggressivität und Opfergehabe sind oft das Ergebnis. Das ist etwas, was die Mütter oft mitverursachen. So produziert das Patriarchat nur Opfer.

      WELT: Diese männliche Unfreiheit kommt viel zu selten aufs Tapet. Auch der Mann wird letztlich zwangsverheiratet. Die Selbstmordrate unter muslimischen Männern ist hoch, nicht wahr?

      El Masrar: Vor allem ist das ein männliches Problem. Männer leiden ja weltweit an festgefahrenen Selbstbildern. Auf der einen Seite gibt es aufgeschlossene muslimische Männer, die in sich ruhen und sehr tolerant sind. Andere sind zerfressen von Neid, Missgunst und Opportunismus und argumentieren mit dem Islam.

      Vielen hier lebenden Muslimen ist es nicht gelungen, eine mehrschichtige Identität zu entwickeln. Viele Deutsch-Türken oder Deutsch-Araber kennen zudem nicht einmal die kulturelle Vielfalt ihrer eigenen Herkunftsländer! Bei so viel Komplexen kommt dann ein eindimensionaler Islam wie gerufen.

      WELT: Wieso kann ein Land wie Deutschland diese Identitätsprobleme nicht abfedern, sie nicht lösen helfen?

      El Masrar: Diese Männer haben eine zu niedrige Frustrationstoleranz. Einer sagte: „Man wird nie von seinen Eltern um seiner selbst willen geliebt.“ Als kleines Wesen in einer großen Familie nicht geliebt oder oft geschlagen zu werden ist hart. Das spüren Kinder ihr Leben lang. Ein gesundes Selbstbild-Fundament wird da nicht mitgegeben. Wo soll Deutschland da eingreifen?

      WELT: Sie beschreiben eine kulturelle Pathologie.

      El Masrar: Vielleicht bin ich deswegen auch so resignativ. Die Fehlentwicklungen sind immens. Und viele hierzulande sind mittlerweile genervt, was ich auch verstehen kann. Aber nicht immer gleich auf die Religion und die Herkunft zielen, das macht alles noch schlimmer. Eher müsste man sich fragen, was der menschliche Erfolgsfaktor wäre, damit man sich nicht radikalisiert, nicht frauenfeindlich wird. Und da komme ich zu der banalen Antwort: Es ist die Erziehung, die Kernfamilie und fehlende Zuwendung.

      Wie man es auch dreht und wendet: Wenn die Liebe da war und für die Jungs eine zugewandte Vaterfigur existierte, dann geht alles besser. Egal, wie arm oder bildungsfern man auch ist: Wenn die Zuwendung da ist, dann schaffen das alle. Einer meiner Gesprächspartner ist ein Unternehmensberater aus einfachen Verhältnissen, der genug Gelegenheit gehabt hätte, auf die schiefe Bahn zu geraten. Er hat alles oft mit Humor genommen und sich selbst gerettet.

      WELT: Selbstironie als Überlebensmoment, aber auch entwicklungspsychologisch wertvoll.

      El Masrar: Ja, ich denke auch an Oussama, der heute im Pflegebereich tätig ist. Dass der nicht kriminell wurde bei seinem Umfeld, grenzt an ein Wunder. Aber nein. Er hatte eine starke fleißige Schwester, eine Vaterfigur, einen sportlichen Bruder – und den Fußball. Das alles hat ihn gerettet.

      Viele der heute erfolgreichen Deutsch-Türken hatten die deutsche Oma, die ihnen auf die Sprünge half, weil sie sie in die deutsche Welt eingeführt hat. Das gibt es heute selten, weil man nicht mehr zusammenwohnt. Heute gibt es Shisha-Bars und „Islam-Seminare“. Man bleibt geistig verkümmert unter sich.

      WELT: Was ist Normalität für Sie? Es ist mehr als ein Klischee, wenn man an Zwangsehen, Ehrenmorde, Salafisten, Messerstechereien denkt. Aber gibt es so etwas wie einen Abu Hinz oder Abu Kunz? Und macht er sich so rar oder unsichtbar und unauffällig wie Otto Normalbürger?

      El Masrar: Die heutigen Abu Hinz und Abu Kunz hadern mit ihrer Identität! Die bildungsferne und archaische Herkunft führt dazu, dass man das irgendwann doch spürt und befremdet ist. Nicht unbedingt #MeTwo, aber die Rechnung ist eher offen mit der eigenen Familie als mit der Mehrheitsgesellschaft. Sie können in der Schule bei den laissez faire deutschen Lehrern die Sau rauslassen, aber nicht in der Moschee, nicht in der Familie. Hier liegt der emotionale Ballast begraben.

      WELT: Ihr Buch erscheint zur gleichen Zeit wie jene von Sarrazin und El-Mafaalani. Der eine wird viel Erfolg haben mit seiner Verdammung alles Islamischen, der andere überrascht, weil er gegen den Strich denkt mit seinem „Integrationsparadox“: Er sagt, die Konflikte, die wir in unserer Gesellschaft erleben, seien ein gutes Zeichen, denn wir kämen uns langsam näher. Sehen Sie das auch so?

      El Masrar: Es kommt zu Reibungen, weil der Unmut und die Kränkungen aufgrund des Bildungsaufstiegs artikuliert werden können. Der Bildungserfolg ist doch evident. Wir, die zweite und dritte Generation, sind oft Gewinner. Unsere Eltern haben den damaligen Rassismus und auch Armut noch schlucken müssen, obwohl viele auch sagen, die Deutschen seien gut zu ihnen gewesen. Aber ist das ein Erfolg?

      Vielleicht sollten einige eher zum Psychologen gehen, statt immer alles auf Nichtmuslime, Merkel, den Westen oder Israel zu schieben. Wir alle müssen uns fragen, wie wir es schaffen, zusammenzuwachsen und demokratiefeindliches Denken unabhängig vom Migrationshintergrund zu bekämpfen. Vielleicht ist das Integrationsparadox viel mehr ein Frustrationskarussell?