Coronavirus

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    • Um den Unterschied nochmal herauszustellen. Angenommen es gibt keinerlei Engpässe im Gesundheitssystem. Dann sterben immer noch [Anzahl Infizierte] * [Mortalität]. Wenn wir [Anzahl Infizierte] drastisch reduzieren können (z.B. mit Quarantäne für alle die den Virus tragen) dann gibt es in der Summe weniger Tote. Die Frage is nur ob wir uns das leisten können/wollen. Und ich mein das nicht nur monetär, sondern auch als Gesellschaft und die damit einhergehenden Einschränkungen, die das bedeuten würde. Weil das was wir derzeit an Quarantäne haben, hat den Namen aus meiner Sicht nicht verdient und ist im Vergleich mit anderen Ländern, deren Maßnahmen bereits Erfolg zeigen, weit unter dem Möglichen.
      There are 10 types of people - those who understand binary, and those who don't.
    • Der_Busfahrer. wrote:

      [...] In unseren Breitengraden haben wir halt nun den Salat und können die bessere Strategie erst mal nicht mehr fahren. Wenn die Neuerkrankungen pro Tag erst mal stabil gleich bleiben können wir ja nochmal drüber reden
      Genau dafür wäre ein drastischer Lockdown nötig. Der würde die Anzahl der Neuinfektionen im Ideallfall auf 0 setzen. Nach 14-24 Tagen (was ist da jetzt eigentlich die Korrekte Zeit?) hätten wir die Krankheit ausgerottet. Praktisch bekommt man die Anzahl der Neuinfektionen natürlich nicht auf 0. Aber zumindest niedrig genug um diesen Reset zu nutzen um die Situation unter Kontrolle zu bekommen und dann mit ausreichend Tests (und natürlich auch Kapazitäten für die Erkrankten) einen Modus zu erreichen, in dem man möglichst wenig Leute ansteckt. Bonus: Die Gesellschaft kann nach und nach wieder zu normaleren Verhalten zurückkehren. Die Wirtschaft würde vermutlich weniger darunter leiden als mit der aktuellen Strategie. Es ist aus meiner Sicht einfach der bessere Umgang mit der Situation. Und ich hab hier das Rad nicht neu erfunden, sondern nur verstanden was China und andere bereits gemacht haben.
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    • Walnuss (die Echte) wrote:

      Genau dafür wäre ein drastischer Lockdown nötig
      Was ist für dich denn ein drastischer Lockdown? Also im Vergleich zur aktuellen Situation, was darf man zusätzlich nicht mehr? Einkaufen, Arztbesuche und hilfsbedürftigen Verwandten helfen kannst du ja schlecht verbieten.

      Ich will mich hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber meinst du nicht die Maßnahmen jetzt könnten ebenso ausreichen, um die Anzahl der Neuinfektionen dramatisch zu senken?
      Ausgangssperren sind ja auch unter Virologen nicht gänzlich unumstritten was ihre Wirkung anbelangt, wenn ich das korrekt gelesen habe.

      Generell bin ich aber ganz bei dir: Lieber früh und harte Maßnahmen, aber dafür weniger lang, als spät und alle paar Tage neue Einschränkungen kommunizieren. Als klar war wo die Reise hingeht hätte ich mir früher die jetzigen Maßnahmen gewünscht.

      Post by ninjo ().

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      Post by Cloud ().

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    • Der_Busfahrer. wrote:

      Walnuss (die Echte) wrote:

      Genau dafür wäre ein drastischer Lockdown nötig
      Was ist für dich denn ein drastischer Lockdown? Also im Vergleich zur aktuellen Situation, was darf man zusätzlich nicht mehr?
      Das ist ja der Punkt. Wenn du von der konkreten Infektion weißt, kannst du die Leute tatsächlich unter Quarantäne stellen, dass die das Haus gar nicht mehr verlassen müssen. Wenn du das für die komplette Bevölkerung anordnest, funktioniert das nicht.

      In der Übergangszeit durften in Teilen Chinas nur pro Haushalt eine Person alle drei Tage für Besorungen das Haus verlassen. Es wurde mehrfach täglich die Bevölkerung zur aktuellen Lage informiert. Nicht mit langen Reden sondern kurz und knapp. Das Ziel war klar formuliert: Ausbau der Testkapazitäten und zurück zu einer gezielten Quarantäne. Übert die Fortschritte wurde regelmäßig berichtet. Das schafft auch Durchhaltevermögen, wenn man die Fortschritte sieht. Genaueres hab ich jetzt nicht mehr aus dem Gedächtnis parat aber mich würde es wundern, wenn hier in den bisher geposteten Links nicht genau das schon erläutert wurde.
      There are 10 types of people - those who understand binary, and those who don't.
    • Verstehe ich natürlich.
      So komplett als Laie halte ich aber den Weg den unsere Regierung genommen hat aber für ziemlich gut um persönliche Freiheit und Infektionsrate senken zu balancen. Ich halte es nicht so riskant für andere Menschen, wenn ich alleine im Park spazieren gehe - symptomfrei und mit Abstand natürlich.
      Ich hoffe mal, wenn sich die Leute an die Spielregeln halten, dass wir mit diesen Maßnahmen ebenso effektiv dahin kommen, endlich ordentlich testen zu können und auf häusliche Quarantäne für bestimmte Personen umstellen können.

      China geht da natürlich die extra Meile, die können das auch.
    • Dass man das Virus ohne Impfstoff oder Herdenimmunität besiegt ist aufgrund der hohen Übertragbarkeitsrate, der versteckten Symptome und der globalisierten Welt unmöglich. Den Stand den China und Südkorea erreicht haben kann man nur mit weiterführender Quarantäne beibehalten. Das RKI rechnet laut Pressekonferenz mit mindestens einem Jahr bis Flächendeckend geimpft werden kann, darauf kann man sich aber auch nicht verlassen. Einen wirksamen und ungefährlichen Impfstoff zu finden/entwickeln ist arbeitsaufwandtechnisch eben eher glücksabhängig und weniger quantifizierbar.

      Hatte dann noch nen Artikel den ich leider gerade nicht wiederfinde, mit einer Simulation von der TU Wien (afaik) die auf 750.000 Tote bei keinen Maßnahmen kam, 500.000 Tote bei 3-monatiger Quarantäne (im wesentlichen durch die Möglichkeit Ressourcen im Medizinsektor aufzubauen) und dass mindestens 1,5-2 Jahre Quarantäne notwendig sind um die Zahl der Intensivbetten nicht zu überlasten. Da man die Neuerkrankungen natürlich nur sehr begrenzt aktiv regulieren kann ist aber selbst das nicht gegeben. Die Zahlen sind natürlich sehr random und kein Mensch der Welt kann abschätzen was passieren wird, aber es ist offensichtlich dass man für eine starke Einschränkung der Toten über mehrjährige und nicht über mehrwöchige Quarantänemaßnahmen spricht.

      Rechne persönlich noch nicht mit den 2 Jahren Dauerquarantäne, bin mal gespannt wie die Regierung ihre langfristigen Entscheidungen ( in egal welche Richtung) präsentiert.

      The post was edited 2 times, last by Sunslayer ().

    • Der jetzige Zustand mit Kontaktverbot lässt sich in westlichen Demokratien vielleicht zwei Monate aufrecht erhalten, denke ich. Danach drehen die Leute durch und gehen auf die Straße. Ich bin ja jetzt schon völlig fertig mit den Nerven nach anderthalb Wochen.
      Vor allem wenn wir durchgehend plus 20 Grad haben, kannst du die Leute nicht mehr einsperren.
    • Hab heute meinen desktop-pc heimgebracht, ab morgen ist 100% Homeoffice angesagt. Der guten Morgen Thread wird wohl richtig befeuert werden.

      Leider 100% HO, im anderen Regierungspräsidium machen sie das so, dass die Belegschaft in zwei Gruppen eingeteilt wurde und die abwechselnd arbeiten gehen. Wenn sie nicht im Büro sind, werden sie freigestellt. Also easy 50% bei 100% Lohn. Hätte ich ja auch mit mir machen lassen. Aber ich beschwer mich Mal nicht, Homeoffice ohne einen Vorgesetzen, der irgendwelche Ziele kontrolliert (nicht Mal welche aufstellt) ist auch schon Premium genug.
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster wrote:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      "some games just feel so unthrowable until you suddenly lost"
    • südländer wrote:

      Der jetzige Zustand mit Kontaktverbot lässt sich in westlichen Demokratien vielleicht zwei Monate aufrecht erhalten, denke ich. Danach drehen die Leute durch und gehen auf die Straße. Ich bin ja jetzt schon völlig fertig mit den Nerven nach anderthalb Wochen.
      Vor allem wenn wir durchgehend plus 20 Grad haben, kannst du die Leute nicht mehr einsperren.
      meinst du echt der großteil der Leute ist so asozial, dass sie lieber andere Leute gefährden, als ein bisschen Zeit alleine zu verbringen?

      kann mir das nur wenig vorstellen, aber muss fairerweise auch dazu sagen, dass sich durch die aktuelle Situation mein Leben (abgesehen vom einkaufen) nicht geändert hat
    • Auf Twitter drehen sie ja jetzt schon durch, weil man vorübergehend seinen Ausweis mitführen muss und beschwören den autoritären Polizeistaat herauf. Wird also tatsächlich spannend die nächsten Wochen/Monate.
    • Grimm wrote:

      meinst du echt der großteil der Leute ist so asozial, dass sie lieber andere Leute gefährden, als ein bisschen Zeit alleine zu verbringen?

      kann mir das nur wenig vorstellen, aber muss fairerweise auch dazu sagen, dass sich durch die aktuelle Situation mein Leben (abgesehen vom einkaufen) nicht geändert hat
      Das Wetter finde ich tatsächlich eine seltsame Argumentation von Südländer, aber denke, dass spätestens im Mai/Juni das (wirtschaftlich gesehen, aber dann dadurch gefährdete) Leben ohne großzügige Wiederöffnungen nicht machbar ist. Es stehen ja alle Produktionen still, länger als ein Quartal ist das denke ich nicht machbar (viele struggeln ja jetzt schon, da ist Monat 1 noch gar nicht durch). Es wird ja auch äußert heftige Rezession sicherlich folgen, auch jetzt schon.

      Wenn man bis Sommer dicht macht, kriegt man auch Probleme mit Abschlussprüfungen aller Art (nicht, dass das nicht auch in großen Notsituationen aufschiebbar wäre, wäre aber auch ein weiterer unglaublicher Einschnitt in das Leben vieler und mit unabsehbaren Folgen für Schulen, Betriebe, Unis etc.) . Zudem soll das Virus (not sure though) ja auch bei höheren Temperaturen eher Probleme haben.

      Denke allerdings das Großveranstaltungen (Sportevents, Festivals, Konzerte, größere Rednernächte und Comedy, Versammlungen) sowie freizeitliche und größere Reisen auch für länger als Sommer(und damit sozusagen die ganze "Saison" tabu sein werden.

      Das wäre so meine vorsichtige Prognose stand jetzt, so unsicher wie das alles eben ist.




      Das Argument von @Walnuss (die Echte) verstehe ich nicht...welchen "drastischeren Lockdown" meinst du? Das man nicht mehr spazieren und Einkaufen darf?
      Seh darin im Grunde keinen Vorteil, im Vergleich zu riesigen Nachteilen. Alle Leute die essentielle Berufe haben sind ja auch weiterhin auf der Straße und die Einkäufe kannst du kaum kontrolliere/machen viele jetzt bereits umsichtig. Und spazieren einschränken bringt kaum was bei Riesen-Drawbacks .

      Allerdings: In China und (edit: auch deutschen) Großstädten ist das wohl anders als in kleineren Städten und auf Dörfern. Seh im Fernsehen Bilder von Großstädten, wo die Leute in Stadtparks gehen und solche Sachen und sich da teils (ist ja erlaubt) "statisch" aufhalten, auf Sitzbänken und sowas und sich auch begegnet wird. Und Leute teilweise sogar noch freizeitlich öffentliche VErkehrsmittel nutzen. Hier in FL gehen viele Spazieren, aber es gibt quasi keine "Begegnungsflächen". Dunno ob das nachvollziehbar ist, ist natürlich absolut subjektiver Eindruck.


      Aber gerade in chinesischen Großstädten ist halt vor die Tür gehen ein anderes Level.
    • Walnuss (die Echte) wrote:

      Der_Busfahrer. wrote:

      [...] In unseren Breitengraden haben wir halt nun den Salat und können die bessere Strategie erst mal nicht mehr fahren. Wenn die Neuerkrankungen pro Tag erst mal stabil gleich bleiben können wir ja nochmal drüber reden
      Genau dafür wäre ein drastischer Lockdown nötig. Der würde die Anzahl der Neuinfektionen im Ideallfall auf 0 setzen. Nach 14-24 Tagen (was ist da jetzt eigentlich die Korrekte Zeit?) hätten wir die Krankheit ausgerottet. Praktisch bekommt man die Anzahl der Neuinfektionen natürlich nicht auf 0. Aber zumindest niedrig genug um diesen Reset zu nutzen um die Situation unter Kontrolle zu bekommen und dann mit ausreichend Tests (und natürlich auch Kapazitäten für die Erkrankten) einen Modus zu erreichen, in dem man möglichst wenig Leute ansteckt. Bonus: Die Gesellschaft kann nach und nach wieder zu normaleren Verhalten zurückkehren. Die Wirtschaft würde vermutlich weniger darunter leiden als mit der aktuellen Strategie. Es ist aus meiner Sicht einfach der bessere Umgang mit der Situation. Und ich hab hier das Rad nicht neu erfunden, sondern nur verstanden was China und andere bereits gemacht haben.
      Das Problem mit dem Vergleich zu China ist, dass sie in China nur eine Provinz komplett unter lockdown gestellt haben. Der Rest des Landes hatte weniger weitgreifende Einschränkungen und konnte weiter Waren und Lebensmittel liefern, ausserdem haben sie tausende Ärzte aus anderen Regionen nach Wuhan geschickt. Mittlerweile ist der Virus in ganz Europa verbreitet. Es besteht nichtmehr die Möglichkeit eines gezielten Lockdowns in einem Epizentrum, mit Unterstützung von ausserhalb. Wenn wir einen totalen Lockdown in Deutschland/Europa ausführen steht ALLES still. Die Kosten sind jetzt viel grösser als in China im Januar/Februar. Hinzu kommt, dass der Shutdown zu chinesisch Neujahr kam, da steht das Land eh für 2 Wochen still. Sie haben nur ein paar Wochen drangehängt. Den Salat haben wir nun, weil in Europa alle geschlafen haben. Niemand hat es wirklich ernst genommen, dass sowas in Europa passieren kann.

      Das Ziel muss sein, die Anzahl der Neuinfektionen zu reduzieren und unsere Lebensmittel + essenzielle Warensproduktion aufrecht zu erhalten. Gegen home office spricht nichts. Theoretisch spricht auch nichts dagegen einen Waldspaziergang zu unternehmen. Büros sollten aber imo komplett geschlossen werden, sowie für 2-4 Wochen auch alle Fabriken die keine medizinischen Güter herstellen. Da muss der Staat den Unternehmen helfen, es spricht auch nichts dagegen dafür riesige Staatsschulden auf sich zu nehmen (20-30% des BIP mehr Schulden wären ein viel geringeres Übels als Massenentlassungen wie in den USA imo).
      Wenn dann die Neuinfektionen hoffentlich gesenkt worden sind, muss man danach weiterhin gezielte Quarantäne + Contact Tracing bei den weiterhin auftretenden Neuinfektionen treffen, da man diese nie ganz aus der Welt schaffen kann. Das ist was Südkorea und Singapur schon seit dem Anfang unter erheblichen Anstrengungen machen. Dies hatte hier die Folge, dass die Fälle weniger als exponentiell gewachsen sind und man es gut in den Griff gekriegt hat ohne Shutdowns und mit minimal invasiven Regelungen (es wird eigtl nur an allen Bürogebäuden/Gyms etc die Temperatur am Eingang gemessen. Die Leute sagen ja sonst immer, dass die Regierung in Singapur drakonisch mit den Bürgern umgeht, was Bussgelder etc angeht. Durch das frühe Reagieren konnte man aber bisher fast alle einschränkenden Massnahmen verhindern).

      Meine Hoffnung ist ähnlich wie die vom Busfahrer, dass die jetzigen Massnahmen reichen. Länger als einen Monat wird man die vermutlich nicht flächendeckend aufrecht erhalten können. Ich gehe auch davon aus, dass die Regierung weiterhin nachjustieren wird, haben sie ja die letzten Tage auch getan. Ich hoffe nur man lässt sich dabei nicht zu viel Zeit, wie in Italien.
    • Es sollte jedem klar sein wen diese Situation am meisten trifft: Die meisten Tafeln haben dicht. Millionen werden arbeitslos werden. Obdachlose und Junkies haben keine Möglichkeit mehr Pfand zu sammeln oder zu betteln. Die meisten Obdachloseneinrichtungen müssen auch schließen. Zeigt euch solidarisch und steckt jedem Pennern dem ihr begegnet ein paar Euro zu, es sind diese Menschen die aktuell überhaupt keine Möglichkeiten mehr haben.



      Ich habe heute versucht meine Angelegenheiten zu klären falls ich es nicht überstehe. Bis bald oder nie wieder ihr ficker! Ich hoffe doch sehr der boomervirus wird auch noch einer Menge Politiker das Leben kosten die es wirklich verdient haben. peace out. Venceremos!
      I am the living Pitești Phenomenon.