Spenden an wohltätige Zwecke

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    • Spenden an wohltätige Zwecke

      Hi zusammen,

      Spendet hier jemand an wohltätige Zwecke? Wenn ja, an welche und wie viel? Wie steht ihr allgemein zu solchen Spenden?

      Ich selbst bin (Mal wieder) auf das Thema gekommen, nachdem ich das Buch "Tausend strahlende Sonnen" von Khaled Hosseini gelesen habe. Am Ende des Buches erwähnt er die von ihm gegründete "Khaled Hosseini Foundation", die sich Afghanischen Flüchtlingen widmet. Mir stellte sich dann aber eine Frage, die wahrscheinlich viele Leute beschäftigt: ist das das beste, was ich tun kann? Es gibt so viele Missstände in der Welt, die mit finanzieller Unterstützung verbessert werden können, ist es dann "fair" nur an eine Organisation zu spenden? Und Mal ganz davon abgesehen, woher weiß ich wie sinnvoll das Geld tatsächlich genutzt wird.
      Nach ein wenig Recherche bin ich auch auf givewell.org gestoßen, wo es darum geht sinnvoll zu spenden. Viele Spendenorganisationen sind wohl ineffektiv bis korrupt und deswegen sollte man ein bisschen recherchieren, bevor man Geld "verschwendet". Außerdem gibt es von denen auch einen Fonds in den man Reinspenden kann, welcher an mehrere Organisationen ausgezahlt wird. So ETF mäßig :D Mehr dazu aber auf der Seite, gibt ein nettes "Guide", das die Sachlage erklärt.

      Allgemein sehe ich mich immer mehr dazu verpflichtet *etwas* zu tun. Während des Studiums kann man sich noch mit den fehlenden finanziellen Mitteln rausreden. Aber inzwischen ist meine Lage so komfortabel, dass ich schon anfange mich mit ETFs auseinander zu setzen, da müssen eigentlich auch ein paar Euronen für Kinder mit Würmern in den Augen möglich sein.

      Wie seht ihr das?

      Gruß,
      Luke
    • Würde mit Ethical Banking anfangen; nicht passiv Kredite in zehnfacher Höhe deines gesamten Geldes an Kohlekraftwerkbetreiber, Cobaltminenbesitzer oder die Rüstungsindustrie zu verteilen hat vermutlich ne bessere Hebelwirkung als 20€ für Brot für die Welt.

      The post was edited 2 times, last by Sunslayer ().

    • Ich habe mich vom ASB und von Care bequatschen lassen. Sind beides Quartalsbeiträge, die mir nicht wehtun. Care würde ich trotzdem wahrscheinlich kündigen, aber bisher eher so #care.

      Sonst habe ich in letzter Zeit noch öfter an Mission Lifeline gespendet, davor ein paarmal an Viva con Agua.

      Ich habe für all diese Orgs halt so eine NGO Check Website konsultiert und da haben die ganz gut abgeschnitten. Moderner Ablassbrief, aber besser als nichts geben?
      and combined with this image of what we should be doing there comes the inability to read or appreciate anybody who does something entirely different.
      MATLOK siGNAtuRtriGGer
    • Huhu,

      spende nichts regelmäßig, sondern eher projektbezogen. Habe zum Glück ein paar Leute in der Bubble, die immer mal wieder was hochziehen und dann versuche ich da was zu geben. Insbesondere wenn ungeplantes Geld anfällt ist das eigentlich immer ganz nice - z.B. Corona-Kinderbonus, der eigentlich relativ bald kommen sollte, wird auch 50/50 an zwei Projekte gespendet.
      Allgemein bin ich bei sehr großen Organisationen immer relativ skeptisch, aus deinen genannten Gründen. Aber lasse mir gerne auch etwas von Leuten empfehlen, denen ich dahingehend sehr vertraue und die Kontakte aus erster Hand haben.
      z.B. habe ich so Equal rights beyond borders kennengelernt, ein Verein aus primär Anwält:innen, die sich für Familienzusammenführung aus den griechischen Lagern einsetzen und eine extrem erschreckend hohe Erfolgsquote haben.
      Als Student hat man sicherlich nicht die finanziellen Mittel groß was zu reißen, aber ich habe auch ein paar hyperprivilegierte in der (familiären) Bubble (z.B. meine Eltern, deren Ärzte, Eltern von Schulfreunden zu denen noch Kontakt besteht...), die ich z.B. für eigene Projekte, für die ich Spenden brauchte, ganz gut motivieren konnte.
      Spannendes Thema, ist glaube ich auch das erste Mal, dass ich da so offen drüber rede, normalerweise halte ich es da nach Matthäus

      Matthaeus 6:3 wrote:

      Wenn du Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. 3Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4auf daß dein Almosen verborgen sei; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.
      Zumindest, wenn man mal den letzten Nebensatz mit der räudigen "Quid pro quo"-Mentalität weglässt.
      1blaze

      Zagdil wrote:

      Wer hätte gedacht was aus dem "Ich heiße Buktus, komme aus Oldenburg und schlage gerne Frauen"-User in den nächsten Jahren wird?
    • Spende an eine muslmische Organisation der ich vertraue (da dort auch immer wieder ehrenamtlich Leute aus meinen Umfeld arbeiten und dies bestätigen können). Eine spende die ich montalich mache ist die Waisenkind adaption (meine letzte ist letztens abgelaufen (heißt das kind ist erwachsen genug und hat die Schule abgeschlossen (war ein Mädchen in Afghanistan).
      Sowas finde ich besonders sinnvoll, weil Kinder die als Waisen aufwachsen und in Krisenländern leben es doppelt hard trifft. Mit dem Beitrag schenkt man diesen Kindern ein zuhause + Kleidung, Verpflegung und verhindert Misshandlungen und Kinderarbeit. Das beste ist, dass das Kind die sicherheit hat durchgängig supported zu werden bis es (inşaAllah) auf eigenen beinen stehen kann.
    • Ich spende unregelmäßig irgendwohin wenn ich davon mitbekommen und die Orga oberflächlich sauber erscheint, Krebshilfe z.B.. Bin da aber trotzdem sehr kritisch, da ich viel im Promo Bereich gearbeitet und Fundraising zumindest mitbekommen habe. Absolute Schweinerei, da werden so viele Büroärsche mitbezahlt, die nichts tun außer Leute auf die Straße zu stellen. Von allen großen Orgas, die einen auf der Straße ansprechen erstmal Finger weg! Man wird u.a. zu manipulativen Verkaufsstrategien angehalten etc.

      Ansonsten meist direkt an Angestellte in Spätis etc. in Form von Trinkgeld, das hört sich zwar nie so cool an aber denen geht es auch nicht unbedingt gut und ich weiß, dass es ankommt. Letzte "Spende" waren z.B. 40 Euro und meine Telefonnummer für Bürokratieunterstützung an den Uberfahrer mit 4 Kindern, zwei Jobs und unbehandeltem Bandscheibenvorfall, weil er mit dem Gesundheitssystem nicht gut zurecht kommt... Ist aber natürlich auch immer ein Geschenk an mich selbst, weil instant Dankbarkeit.
      Obdachlosen versuche ich was gesundes zu Essen zu geben/kaufen, Geld ist da fast nie eine gute Idee.
      „Die meisten bekommen eine Meinung, wie man einen Schnupfen bekommt: durch Ansteckung.“
      Axel von Ambesser
    • Kirchensteuer und Geld an Obdachlose.

      Ansonsten fernab von monetären Aspekten würde ich dir empfehlen dich in einem wohltätigen Klub wie Lions oder Rotarier zu engagieren. Die bewegen super viel, sind eigentlich immer lokal verwurzelt (das heißt du siehst progress vor Ort und 100% kommt an) und durch die gemeinsamen Aktionen hast du viel Spaß.
    • Wenn mich Obdachlose fragen, dann bekommen die immer was zu Essen wenn ich was habe, oder ich hole denen fix was. Ansonten kaufe ich die Obdachlosenzeitung - hilft einen nicht irgendwie abzuheben.
      Was nicht ganz reinpasst: Da ich in den letzten Jahren viel mit Kunststudenten aus Deutschland und den Nachbarländern zu tun, versuche ich denen etwas gutes zu tun und erstehe Werke wenn sie mir gut gefallen. Ist schon heftig was die so für Materialkosten immer stemmen müssen. (Aber wenn ich ehrlich bin, sitzt da auch irgendwo ganz hinten der Teufel hofft das die mal berühmt werden und ihre Werke dann preismäßig durch die Ecke gehen)

      mfg
      coruscant
      Kommentar zur Schweinegrippe:

      Ich hatte mich schon gefragt welche nächste Sau durch's Dorf getrieben
      wird. Was wohl als nächstes kommt. Klimawandel oder vielleicht doch
      wieder Terrorismus ...

      Das der Mond auf die Erde stützt, DASS wäre mal was wirlich neues und
      sicher auch extrem verheerend. Alternativ tut es auch ein großer
      Meteorit.

      Ich kann es mir in Gedanken schon vorstellen. An Schweinegrippe
      erkrankt und vom Meteoriten erschlagen als der Kofferbomber gerade
      einen Block entfernt war ...

      Ja, das sind wahrhaft düstere Zeiten. Ich mach erst mal ein Bier auf ... Das ewige Leben wird sowieso keiner haben.