Ist der öffentliche Dienst unterbesetzt?

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    • Es gibt wirklich beides - unterbesetzte Bereiche, wo das Personal hart arbeitet und die oben beschriebenen Fälle (habe eine ähnliche Anekdote aus meiner Zeit bei der Arbeitsagentur). Teilweise gibt es beide Extreme sogar in derselben Behörde.
      we do not sow
    • Will nochmal kurz anmerken, dass man in größeren Konzernen auch quasi unkündbar ist. Außer du klaust was oder hast sex im Büro. Was weiß ich.
      Und Leute die den ganzen Tag nichts tun außer Kaffee trinken gibt's hier auch.
      "I'd only suggest that you try to understand other people. Try to learn empathy"
    • DerSaxe wrote:

      Ist jetzt Rumpimmeln auf Arbeit für Verbeamtete Realität oder Meme? Blicke hier gerade nicht mehr durch.
      Actually ernstgemeinte Frage btw.

      Paging @shrodo und wer sich sonst noch angesprochen fühlt
      Da ich auch sowas wie ein Beamter bin.

      Mein Grundtenor ist es eine gute Balance zu finden. Wenn ich 6 von 8 Stunden straight und effektiv arbeite dann kann ich auch mal 10min frühstücken oder was anderes machen.

      wollt mir doch nicht sagen, dass ihr euch nicht mit Menschen auf Arbeit mal über was anderes als Arbeit unterhaltet :1f914:

      luke wrote:

      ALLE 18 jährigen außer betrayus sind scheiße

    • Freie Wirtschaft hier. 50 % der Arbeitszeit arbeiten ist auch schon das maximal erträgliche. Im Endeffekt zählen immer die Ergebnisse, nicht der Weg dahin. Wenn der Chef und die Firmenkultur das vertragen, ist es richtig angenehm. Es gibt natürlich trotzdem noch Boomer, die gern als erste kommen und als letzte gehen. Selbst schuld imo.
      Ab aufs Velo:

    • DerSaxe wrote:

      Ist jetzt Rumpimmeln auf Arbeit für Verbeamtete Realität oder Meme? Blicke hier gerade nicht mehr durch.
      Actually ernstgemeinte Frage btw.
      Achtung 5€ für das Phrasenschwein:

      DEN EINEN Beamten gibt es wahrscheinlich nicht.


      wohl eher so.

      wolliver twist wrote:

      Es gibt wirklich beides - unterbesetzte Bereiche, wo das Personal hart arbeitet und die oben beschriebenen Fälle (habe eine ähnliche Anekdote aus meiner Zeit bei der Arbeitsagentur). Teilweise gibt es beide Extreme sogar in derselben Behörde.


      Problem ist jetzt halt, herauszufinden und zu steuern, wie du die von Südländer erwähnten Kaffeetisch-Laboranten los wirst, anstatt dort zu kürzen, wo dir halbe gesamte Staat zusammenbricht (oder zur lahmen Schnecke wird), nur wenn mal 2 überarbeitete Leute gleichzeitig krank werden oder in den Urlaub gehen.

      Ich denke man kann sich das Beamtentum vielerorts wie eine Art Sanduhr vorstellen. Wenn die Engstelle falsch gestaltet ist, kannst du an den Enden relativ beliebig kürzen/erweitern/ummodellieren und es wird nix großartig anders.
    • Ich würde als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst auch bestätigen, dass es beides gibt. Rumpimmeln und überforderte mit Haufenweise Überstunden. Würde aber nicht sagen, dass sich das extrem von dem was ich aus der "freien Wirtschaft" kenne, unterscheidet. Gibt genug Studien die sagen, dass ein Mensch im Schnitt in vielen Berufen maximal 5-6 Stunden produktiv arbeiten kann (natürlich schließt das ausnahmen nicht aus). Bei 8 Stunden Arbeitszeit wird da natürlich auch gepimmelt.
    • Kolibri wrote:

      Ich denke man kann sich das Beamtentum vielerorts wie eine Art Sanduhr vorstellen. Wenn die Engstelle falsch gestaltet ist, kannst du an den Enden relativ beliebig kürzen/erweitern/ummodellieren und es wird nix großartig anders.
      Ich finde den Vergleich sehr schön.
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster wrote:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      "some games just feel so unthrowable until you suddenly lost"
    • Rosencohl wrote:

      ch würde als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst auch bestätigen, dass es beides gibt. Rumpimmeln und überforderte mit Haufenweise Überstunden. Würde aber nicht sagen, dass sich das extrem von dem was ich aus der "freien Wirtschaft" kenne, unterscheidet. Gibt genug Studien die sagen, dass ein Mensch im Schnitt in vielen Berufen maximal 5-6 Stunden produktiv arbeiten kann (natürlich schließt das ausnahmen nicht aus). Bei 8 Stunden Arbeitszeit wird da natürlich auch gepimmelt.
      Das Problem ist aber, dass in der Wirtschaft das Problem, wenn es gravierend ist, oder wenn extrem unnötige Bürokratie besteht, das Ganze irgendwem auffällt oder es offenbar die Firma sich das leisten /erlauben kann (auch wenn es natürlich "unfair" gegenüber den nicht-faulen Mitarbeitern der selben Firma ist, wenn ein anderer chillt).


      Im Beamtentum kann es nun aber sein, dass einer chillt, der auf einer extrem wichtigen Stelle sitzt und keiner, der bei dieser Stelle was will kann jetzt sagen:

      Ist das zwingen nötig/üblich das es da so lange dauert? Oder sitzt da der überkrass gechillte Beamte, dem mein lebenswichtiger Antrag einfach nur egal ist/zu bürokratisch überreguliert begutachtet wird?

      Das Beamtentum hat halt das Problem der "vordefinierten Stellen" wo Pensum XY angenommen wird und mal sitzt da halt ein Top-qualifizierter am Stempel und woanders chillt irgendwer obwohl dringende Arbeit für 3 Leute da jeden Tag angeliefert wird...

      Natürlich fällt das auch IRGENDWANN mal auf, aber ich denke in der Wirtschaft geht das entweder schneller, oder es kann nur da passiern, wo es auf "Firmenebene" zu Unstimmigkeiten kommt (Kollege X arbeitet weniger als Y, der macht alles alleine), aber letztlich eher aufällt/geändert wird wenn wirklich extreme Schieflage besteht und man seine Funktionen nicht mehr erfüllen kann.

      Bei der Firma merkt man es halt am Geld oder Beschwerden über die Leistungen bzw. durch Kontrolle der oberen Hierarchieebenen, sobald irgendwer was vermisst.
    • Kolibri wrote:

      Rosencohl wrote:

      ch würde als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst auch bestätigen, dass es beides gibt. Rumpimmeln und überforderte mit Haufenweise Überstunden. Würde aber nicht sagen, dass sich das extrem von dem was ich aus der "freien Wirtschaft" kenne, unterscheidet. Gibt genug Studien die sagen, dass ein Mensch im Schnitt in vielen Berufen maximal 5-6 Stunden produktiv arbeiten kann (natürlich schließt das ausnahmen nicht aus). Bei 8 Stunden Arbeitszeit wird da natürlich auch gepimmelt.
      Das Problem ist aber, dass in der Wirtschaft das Problem, wenn es gravierend ist, oder wenn extrem unnötige Bürokratie besteht, das Ganze irgendwem auffällt oder es offenbar die Firma sich das leisten /erlauben kann (auch wenn es natürlich "unfair" gegenüber den nicht-faulen Mitarbeitern der selben Firma ist, wenn ein anderer chillt).

      Im Beamtentum kann es nun aber sein, dass einer chillt, der auf einer extrem wichtigen Stelle sitzt und keiner, der bei dieser Stelle was will kann jetzt sagen:

      Ist das zwingen nötig/üblich das es da so lange dauert? Oder sitzt da der überkrass gechillte Beamte, dem mein lebenswichtiger Antrag einfach nur egal ist/zu bürokratisch überreguliert begutachtet wird?

      Das Beamtentum hat halt das Problem der "vordefinierten Stellen" wo Pensum XY angenommen wird und mal sitzt da halt ein Top-qualifizierter am Stempel und woanders chillt irgendwer obwohl dringende Arbeit für 3 Leute da jeden Tag angeliefert wird...

      Natürlich fällt das auch IRGENDWANN mal auf, aber ich denke in der Wirtschaft geht das entweder schneller, oder es kann nur da passiern, wo es auf "Firmenebene" zu Unstimmigkeiten kommt (Kollege X arbeitet weniger als Y, der macht alles alleine), aber letztlich eher aufällt/geändert wird wenn wirklich extreme Schieflage besteht und man seine Funktionen nicht mehr erfüllen kann.

      Bei der Firma merkt man es halt am Geld oder Beschwerden über die Leistungen bzw. durch Kontrolle der oberen Hierarchieebenen, sobald irgendwer was vermisst.
      Ich glaube, dass das auch im öffentlichen Dienst auffällt. Hast natürlich recht, dass es im ÖD nicht immer so einfach ist, was auch daran liegt, dass es im ÖD schwieriger ist anhand vom Umsatz zu sehen wie die Mitarbeiter arbeiten. Es wird ja auch in dem Sinne kein Gewinn erwirtschaftet wie in der Wirtschaft. Das ist ein allgemeines Problem für den ÖD. Dieser versucht also die Leistung der Mitarbeiter an anderen Kennzahlen zu messen (Wie viele Anträge werden bearbeitet, wie viele Bürgeranliegen werden zufriedenstellend bearbeitet) Diese Kennzahlen zu finden und umzusetzen ist wie gesagt in vielen Behörden gar nicht so leicht und führt in der Praxis wiederum zu anderen Konflikten. Diese Kennzahlen sollen dann eben sagen, dass in Bereich XY irgendwas schief läuft und Änderungen darin können sehr lange dauern.

      Kurze Anmerkung, weil oft über Beamte und Unkündbarkeit gesprochen wird, der Staat versucht in immer mehr Bereichen des ÖD nicht mehr zu verbeamten, man wird stattdessen Mitarbeiter im ÖD. Bin ich auch, wäre für das gleiche vor 15 Jahren noch verbeamtet worden. Da kann man irgendwie klagen, dass man noch verbeamtet wird, macht wohl kaum einer.

      Das Leute chillen, die auf wichtigen Stellen sitzen gibt es schon immer wieder. Dazu kann ich sagen, dass Leute in höheren Stellen im ÖD/Beamtentum oft nicht einen finanziellen Anreiz mit den Positionen verbinden, da geht es eher um das "Macht haben". Habe das mal mitbekommen, dass zwei Kreise zusammengelegt werden sollten und es da ein ziemliches Gefecht zwischen den beiden Bürgermeistern, Dienststellenleitern usw. gab, weil viele Stellen zusammengelegt wurden, obwohl die Personen auch in "niedrigerer" Position anschließend das gleiche verdient hätten.

      Gebe aber grundlegend recht, dass die Produktivität einzelner Mitarbeiter in gleichen Positionen extrem schwanken kann, finde das persönlich auch in gewisser weise ungerecht.
      Dazu kommt, dass extra Arbeit selten belohnt wird, eher dazu führt, dass jemand diese Aufgabe dann immer machen soll, ohne einen Vorteil davon zu haben. Führungskräfte kriegen oft nur 100€ mehr, als ihre Mitarbeiter, haben aber einen viel aufwendigeren Arbeitseinsatz. Geht es einem ums finanzielle, lohnt sich ein steuerfreier Nebenjob meistens mehr was h/€ angeht.

      Erste Ansätze durch weniger Verbeamtung, minimale Prämien für Führungskräfte bei erreichen von gewissen Kennzahlen sind da, da muss sich natürlich insgesamt noch mehr bewegen. Habe im Zusammenhang mit den Tarifverhandlungen vor kurzem irgendwo gelesen, dass in Deutschland im europäischen Vergleich tendenziell weniger Mitarbeiter beschäftigt sind und ein geringeres Gehalt gezahlt wird.

      The post was edited 2 times, last by Rosencohl: Rechtschreibung lol ().

    • Rosencohl wrote:

      Kurze Anmerkung, weil oft über Beamte und Unkündbarkeit gesprochen wird, der Staat versucht in immer mehr Bereichen des ÖD nicht mehr zu verbeamten, man wird Mitarbeiter im ÖD. Bin ich auch, wäre für das gleiche vor 15 Jahren noch verbeamtet worden. Da kann man irgendwie klagen, dass man noch verbeamtet wird, macht wohl kaum einer.
      Ich hab damals als ich angefangen hab nicht mit ner Verbeamtung gerechnet, ich wollte nur nicht mehr rumgammeln und anfangen mit Erwachsenendinge machen. Hab aber ein paar Kollegen, die ganz klar gesagt haben, dass sie ohne die Verbeamtung nicht beim Amt gearbeitet hätten (bzw. sich was anderes gesucht hätten) weil der Stundenlohn aufm Amt halt richtig räudig ist im vergleich zur freien Wirtschaft (geht um gehobenen Dienst, also Bachelor und aufwärts). Mit Verbeamtung ist es je nach PKV nicht besser, aber durch Pension braucht man halt keine private Altersvorsorge mehr betreiben, was den effektiven Lohn wieder erhöht.
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster wrote:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      "some games just feel so unthrowable until you suddenly lost"
    • Ist der Öffentliche Dienst unterbesetzt

      Aus dem Corona Thread ausgelagert.

      Ich bin nicht Beamter und habe heute 9,5 Stunden gearbeitet mit 20 Minuten Pause. Mehr habe ich nicht beizutragen.
      Dieser Beitrag wurde bezahlt vom George Soros Zentrum für politische Agitation
    • Kenne auch nur zu kurze Tage und meine Kollegen auch. Bin aber auch Externer bei Kunden und das erwartet man da. Wenn ich mir dort so Interne anschaue gibt's welche die für 5 Arbeiten und mit denen zusammen man was voran bekommt. Und dann gibts für jeden solchen noch die 4 anderen für die er ja mitarbeitet. Je mehr Managementstrukturen desto mehr wird das erfahrungsgemäß auch so. Denke das liegt also eher daran als an allem anderen.
      There are 10 types of people - those who understand binary, and those who don't.