9-Euro-Ticket

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    • 9-Euro-Ticket

      9€ Ticket is halt einfach so unfassbar geil.
      Bin beruflich ne ganze Woche in Berlin und gönn mir jetzt für gefühlt 5ct pro Fahrt alles.

      Endsnice

      Edit by ramius: Aus dem Mitteilen-Thread ausgelagert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ramius ()

    • Der_Busfahrer. schrieb:

      Vor allem sollte das mal ein ganzes Jahr gelten, damit man da auch ordentliche Rückschlüsse draus ziehen kann.
      Definitv sinnvoller als Mineralölkonzerne zu subventionieren
      Die Regierung hat ja angegeben, dass die 3 Monate ca. 10 Mrd Euro kosten, Pi Mal Daumen also 40 Mrd/Jahr. Lasst Mal kollektiv Quellen/Infos/Aufschlüsselungen sammeln pls. Weil 40 Mrd/Jahr für sehr bezahlbaren Nahverkehr (der sich in einem gewissen Maße durch geringeres Ausmaß an Straßenerneuerung, geringere Kosten durch weniger Unfälle, Stau usw usf refinanziert) klingt echt dank und sollte viel konkreter eine politische Forderung sein, wenn das den Fakten entspricht.
      we do not sow
    • Nigma.wolliver twist schrieb:

      der sich in einem gewissen Maße durch geringeres Ausmaß an Straßenerneuerung, geringere Kosten durch weniger Unfälle, Stau usw usf refinanziert
      Bitte mich daran erinnern, dass ich nach den 3 MOnaten mal schauen wieviel Verkehr wir auf der Autobahn hatten im Vergleich zu den Vorjahren,
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster schrieb:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      "some games just feel so unthrowable until you suddenly lost"
    • Ob günstiger ÖPNV zumindest kurz bis mittelfristig tatsächlich weniger Leute zum Auto greifen lässt, muss sich eben zeigen. Das ist eben nicht unbedingt so, nur weil der Zug nun billiger ist.

      Hier mal ein Artikel über die Situation in Luxemburg et al, die natürlich nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar ist.

      12ft.io/proxy?ref=&q=https://w…hrsmittel/komplettansicht

      Die Bahn muss vor allem abseits des Preises attraktiver werden, damit Leute darauf umsteigen.
      Das zeigt auch schön die Anekdote von roterbaron, und bei meiner ersten Fahrt seit Monaten nach Frankfurt letzte Woche ist auch direkt die S-Bahn ausgefallen und die Regio hatte 30 Minuten Verspätung.

      Wer das jetzt mit 9€ Ticket zum ersten mal erlebt, wirft das Ding doch nach zwei Wochen wieder in den Müll.
    • THC-Veraechter schrieb:

      shrodo schrieb:

      Hab ja das VVS-Ticket (Stuttgarter Verkehrsbund) und somit auch das 9€ticket
      Nice, ich wusste bis gerade nicht, dass man durch eine Abo Karte auch automatisch das 9 Euro Ticket hat.
      Semesterticket gilt auch automatisch für ganz Deutschland, dazu gibts n Rabatt im nächsten Semester bzw. kann man sich auch auszahlen lassen wenn man jetzt fertig wird.
    • Der_Busfahrer. schrieb:

      Ob günstiger ÖPNV zumindest kurz bis mittelfristig tatsächlich weniger Leute zum Auto greifen lässt, muss sich eben zeigen. Das ist eben nicht unbedingt so, nur weil der Zug nun billiger ist.

      Hier mal ein Artikel über die Situation in Luxemburg et al, die natürlich nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar ist.

      12ft.io/proxy?ref=&q=https://w…hrsmittel/komplettansicht

      Die Bahn muss vor allem abseits des Preises attraktiver werden, damit Leute darauf umsteigen.
      Das zeigt auch schön die Anekdote von roterbaron, und bei meiner ersten Fahrt seit Monaten nach Frankfurt letzte Woche ist auch direkt die S-Bahn ausgefallen und die Regio hatte 30 Minuten Verspätung.

      Wer das jetzt mit 9€ Ticket zum ersten mal erlebt, wirft das Ding doch nach zwei Wochen wieder in den Müll.
      Sehe, wie sich in Luxemburg ja auch andeutet, bei dem Projekt ne stark soziale Komponente. Leute die sich Autofahren leisten können werden es imo auch weiter tun, außer es macht zeit/komforttechnisch wirklich viel mehr sinn Bahn zu fahren. Ich zb fahre zur Arbeit mit der Straßenbahn aufgrund einer schwierigen Parkplatzsituation und dem Berufsverkehr. Wären die beiden Faktoren anders, wäre mir der Preis erstmal sehr sehr nebensächlich. Zum einkaufen/verreisen werde ich definitiv weiter mitm Auto fahren, selbst wenn der öpnv kostenlos wäre. Man sollte den Erfolg daher vll auch nicht nur primär am umstieg vom Auto messen, sondern auch an der sozialen Komponente, dass Leute Mobilitätsboni erhalten, die sich es sonst nicht leisten können. Ob das aber am Ende Sinn macht/sich lohnt ist ne andere Frage. 40 Milliarden klingt erstmal nicht vollkommen utopisch, aber ist ne Menge Geld, dass man (vielleicht) doch deutlich sinnvoller investieren könnte
    • Prinz_von_Zerta schrieb:

      aber ist ne Menge Geld, dass man (vielleicht) doch deutlich sinnvoller investieren könnte
      Möglich, andererseits werden für dümmere Projekte ganz andere oder vergleichbare Summen aufgewendet. Je nach Bundesland sind übrigens 4-10% der Gefängnisinsassen Menschen, die sich die Strafe fürs Schwarzfahren nicht leisten können:

      Zahlungsunfähige Inhaftierte kosten 450 000 Euro am Tag
      Die Kosten für die Inhaftierung von Zahlungsunfähigen belaufen sich laut Bundesregierung auf durchschnittlich 157,72 Euro pro Hafttag. Das bedeutet nach den übrigen Angaben, das deutschlandweit etwa 450 000 Euro pro Tag ausgegeben werden, um solche
      Verurteilte zu inhaftieren, vielfach wegen bloßen S-Bahn-Fahrens ohne Ticket.

      sueddeutsche.de/politik/schwar…tiz-deutschland-1.5582047
      Neben der für mich naheliegenden Aussage, "niemand sollte wegen Schwarzfahren in den Knast müssen" ist hier ein sehr klarer Beweis, dass wir mit der aktuellen Situation Armut bestrafen und Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe ausschließen.

      Prinz_von_Zerta schrieb:

      sondern auch an der sozialen Komponente, dass Leute Mobilitätsboni erhalten, die sich es sonst nicht leisten können
      Das kann ich daher nicht genug unterschreiben.
      we do not sow
    • Ich will jetzt nicht die Diskussion eröffnen, ob Ersatzfreiheitsstrafen gut oder schlecht sind. Auch hier wäre es schön, wenn es nach den drei Monaten eine wissenschaftliche Aufarbeitung darüber gäbe, ob tatsächlich weniger Menschen ohne Ticket gefahren sind, und welche das sind.

      Kann ja auch gut sein, dass die Zahl der Menschen ohne Ticket zwar rückläufig ist, aber die, die trotzdem noch erwischt werden, noch immer die gleichen sind, die auch aktuell in den Knast wandern.
    • Sehr interessanter Ansatz zu dem Thema (Kosten Inhaftierung da mit reinnehmen). Mir fehlt da leider ein bisschen der Einblick, ob wirklich viele schwarzfahrer bei nem günstigeren Ticket sich eben dieses dann kaufen. Bei nem gratis öpnv fällt das natürlich weg. Wegen schwarzfahrenbals als solches sollte in meinen Augen auch keiner in den Knast, aber wiederholte regelmissachtung sollte auch nicht sanktionsfrei sein imo. Wie siehst du da ne Möglichkeit, damit umzugehen (eine außer gratis machen?). Sind es denn wirklich Leute die auf den öpnv angewiesen sind, die das ganze soweit ausreizen bis Knast kommt? Gibt es dafür Zahlen? (gucke nacher selber mal) Harzern die von a nach b tingeln um nicht geselschaftsfördernde Dinge zu tun muss die Allgemeinheit nicht den öpnv finanzieren, ob das ein relevanter Teil der schwarz Fahrer ist, die in happes sind, ist für mich die frage
    • Menschen die es sich eigentlich nicht leisten können fahren in der Regel nicht aus Spaß schwarz, sondern weil sie müssen. Gerade als Hartz-IV-Empfänger muss man ja ständig irgendwie aufs Amt und wenn man da nicht erscheint (z.B. weil man sich das Ticket nicht leisten kann) werden Leistungen gekürzt. Das Geld was im Regelsatz für Transportkosten vorgesehen reicht in vielen Kommunen auch nicht für ne Monatskarte aus. Da bleibt einem dann häufig nichts anderes übrig als schwarz zu fahren. Die Vorstellung, dass mit solchen Strafen Menschen bestraft werden die ohne Not und aus reinem Eigennutz betrügen greift auch sowieso ein bisschen zu kurz. Ins Gefängnis kommt man ja nur, wenn man die Strafe nicht zahlen kann. Wer schwarz fährt weil er nicht bezahlen will, es aber könnte, der kommt deswegen auch nie ins Gefängnis weil er sich vorher immer freikaufen kann.
    • Unabhängig davon würde ich das gerne breiter betrachten.
      Die meisten Gesetze haben über ihren Ursprungszweck hinaus oft Vorteile für andere und es muss in der Verhandlung/Formulierung von Gesetzen abgewogen werden, ob der eigentliche Zweck diese Nebenkosten rechtfertigt.
      Beispielsweise ist es sinnvoll, gewisse Sachen von der Steuer absetzen zu dürfen, da sonst eine Betriebsführung nicht möglich ist, andererseits lässt es aber auch viele Optionen für Betrug. Sollte man jetzt keine Gehälter mehr absetzen dürfen?
      Und es kann natürlich so sein, dass manche bei einem kostenlosen Ticket einen Vorteil erhalten, ohne dass sie in die Solidargemeinschaft einzahlen. EU-Subenvtionen für Milchbauern werden auch von Veganern eingezogen, meine Steuern fließen gerade auch als Gehälter an AfD-Abgeordnete oder an die Bundeswehr.

      Ich bin übrigens auch allgemein Vertreter von Kostenminimalisierung statt Sanktionen; housing first mal als Stichwort in den Raum gestellt.
      Wir können aber auch gerne beim konkreten bleiben :)

      E: hab mal den Post für Auslagern reported
      we do not sow
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