Erstarken rechter Parteien in Deutschland - ist das Gendern schuld oder doch der Islam?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kolibri schrieb:

      -Neben den offiziellen Schulden hat Deutschland auch welche in ausgelagerten Sondervermögen (etwa 100 Milliarden für die Bundeswehr/Corona-Hilfen).

      Die Sondervermögen sind für mehrere Jahre. Das Bundeswehrsondervermögen sind 100 Mrd. für 4 Jahre, also 25 Mrd. jährlich. Und der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) 200 Mrd. für 3 Jahre, also ca. 66 Mrd., wovon aber noch 27 Mrd. übrig sind dieses Jahr. Diese sollen ja vielleicht für den Industriestrompreis benutzt werden. Aber selbst wenn alles benutzt wird und du auf 90 Mrd. Sondervermögen pro Jahr rechnest, ist das nichts prozentual gegen 4000 Mrd. BIP jährlich.

      Also die "simple Grafik" beantwortest du mit einer simplen Nebelkerze.
    • shrodo schrieb:

      Direkt einen Mindestlohn miteinführen
      Das hätte auch die Union früher erkennen können ja, aber gibt es ja jetzt ohnehin. Löst natürlich auch nicht alles

      shrodo schrieb:

      Leute faktisch in Arbeitsverhältnisse zwingen (weil sonst das geld gestrichen wird) ohne gleichzeitig dafür zu sorgen, dass diese Arbeitsverhältnisse nicht zu einem "zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel" mutieren, ist halt nicht richtig
      Auf jeden Fall muss Arbeit lohnen ja!
      Das ist auch mein großer Wermutstropfen bei Schwarz-Gelb etc, dass die das manchmal verdrängen
      Aber das tut sie ja gerade NICHT, die Arbeit. , wenn hart malochende Leute sehen, dass jeder Flüchtling und Sozialhilfe-Empfänger mehr bekommt sogar noch. Und es gibt halt auch zahlreiche freie Stellen und Jobs, die zwar hart sind, aber auch keine Ausbeute, zumal es jedem frei steht sich weiter auf eigenen zeitlichen Mehraufwand zu qualifizieren.

      Und der deutsche Sozialstaat ist wirklich eher Modus Hängematte, wenn du dir mal Osteuropa, Skandinavien, oder gar ärmere Länder der Welt anschaust. Da gibts n paar Monate gutes Geld und dann quasi sterben, falls erfolglos. Also "zuviel Druck" oder irgendwas ist schon sehr vom dekadenten Leuchtturm Sozialparadies aus gedacht.
      In Dänemark gibt es soweit mir bekannt paar Monate volles Gehalt vom Amt bzw hohe Zahlunge, weil die zurecht sagen "kann jedem mal passieren, unvorhersehbar entlassen zu werden" aber dann danach musst du was haben. fertig.

      shrodo schrieb:

      Umsatz, nicht Gewinn besteuern wäre eine Idee.
      Ne, wieso das??? Wenn einer viele Leute beschäftigt und produziert und Umsatz macht wie Schwein, aber keinen Gewinn, wäre der ja gut für den Staat, macht dann aber Minus???What?

      siehe dies:

      shrodo schrieb:

      Geld ist nicht das Problem, notfalls macht man ein paar Steuerschlupflöcher (z.B. die Steuererklärung) zu.

      Schlupflöcher schließen schon korrekt dazu, ja.

      shrodo schrieb:

      Im Bahnvorstand sitzen lauter Alt-Politikerwurden ja auch die ganzen gescheiterten Unions-Politiker geparkt...
      Das ist mir nicht bekannt. Kenne actually zero Unionspolitiker der Bahn und hab noch ne davon gehört. Aber die Bahn macht einfach Missmanagement, ja.

      Ascent schrieb:

      Also die "simple Grafik" beantwortest du mit einer simplen Nebelkerze.
      Nicht ganz, ich hatte mich nur im ersten Absatz auf die Sondervermögen bezogen, ich hatte mich zudem auch auf die "schwarze Null" bzw. die wichtige Tatsache bezogen, dass man die Jugend bitte nicht noch mehr zulasten der Alten die finanziellen Sorgen schultern lassen darf.
      Also Umschuldung auf die Zukunft (letztlich jawohl auch mich und dich) ist für mich ein ernster Faktor, keine Nebelkerze.
    • langbutter schrieb:

      @devilchen Das wollte ich so auch ungefähr ausdrücken. Die tieferliegende Ursache für die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen sehe ich auch in der Globalisierung. Die Arbeiterklasse in westlichen Industrienationen konkurriert auf einmal mit anderen Menschen auf der ganzen Welt und muss ohnmächtig dabei zusehen, wie sie immer weiter wirtschaftlich absteigt.



      [...]


      Ich wollte also nicht sagen, dass linke Parteien in der Vergangenheit keine Fehler gemacht haben. Das haben sie mit Sicherheit. Ich sehe darin nur nicht die Ursache für rechtspopulisitsche Bewegungen, sondern glaube beides hat in der Globalisierung eine gemeinsame Ursache. In einer wirtschaftlich und gesellschaftlich globalisierten Welt können Nationalstaaten gar nicht anders als versagen. Individuelle Kränkungen haben heutzutage immer häufiger globale Ursachen und erzeugen deshalb ein um so größeres Gefühl von Ohnmacht und einen um so größeren Vertrauensverlust in den Staat. Die Ursache für globale gesellschaftliche Trends im Wahlprogramm der SPD oder der Linkspartei zu suchen ist finde ich einfach der falsche Ansatz.
      Der Fehler/das Versagen liegt nicht dabei, dass sie die Globalisierung so wie sie jetzt funktioniert aktiv herbeigeführt haben (ok die Schröder SPD schon), sondern, dass da nicht gegengesteuert wird. Zumindestens seit den letzten 10 Jahren ist glasklar was eigtl gemacht werden muss, auch von Seiten der wirtschaftswissenschaftlichen Beratern. Vorher gabs da durchaus noch die Debatte, ob Freihandel gut für jeden ist und es quasi nur Vorteile gibt. Aber es ist schon seit 10-15 Jahren mainstream Ökonomie, dass das eben nicht der Fall ist und Freihandel zu overall benefits führt, aber es innerhalb eines Landes Gewinner und Verlierer gibt und man die Verlierer kompensieren muss (vorher gabs nur theoretische Modelle welche das vorhersagen, aber jetzt gibts empirische Daten die das genau bestätigen). Wurde halt nirgendwo gemacht, was zu der oben genannten Einkommensschere führt, welche vor allem im deutschen Fall ja eh nur die Spitze des Eisberges ist, die Vermögensungleichheit ist ja noch viel krasser bei uns. Die anzugehen traut sich ja auch absolut gar keiner.

      Also: Globale Ursachen kann man nicht alleine verhindern oder lösen, aber man kann die Effekte auf die eigene Bevölkerung abfedern. Und das wurde lange einfach nicht getan.

      Der ganze Bürokratiewahnsinn und das in der Zeit stehen bleiben einer alternden Boomergesellschaft kommt dann halt noch dazu. Bzw wahrscheinlich korreliert der Generationenkonflikt und jetzt wo ich drüber nachdenke der West/Ost Konflikt auch eh mit den Gewinnern/Verlierern. Kapitallose Geringverdiener sind wohl meistens jung oder aus dem Osten.
    • Kolibri schrieb:

      shrodo schrieb:

      Direkt einen Mindestlohn miteinführen
      Das hätte auch die Union früher erkennen können ja, aber gibt es ja jetzt ohnehin. Löst natürlich auch nicht alles
      Die Union will bis heute keinen Mindestlohn. Die Union (wie auch die FDP) sind Arbeitsgeber (im schlechtesten Sinne), die haben kein interesse an guten Löhnen, nur daran, möglichst viel Profit zu machen. Also im Gegensatz zu einem klassischen Familenunternehmer der das Unternehmen in 4. Generation führt und somit eben nicht nur an heissem Geld und schnellen Frau interessiert ist. (ist jetzt ein wenig plakativ, geb ich zu)

      Kolibri schrieb:


      shrodo schrieb:

      Leute faktisch in Arbeitsverhältnisse zwingen (weil sonst das geld gestrichen wird) ohne gleichzeitig dafür zu sorgen, dass diese Arbeitsverhältnisse nicht zu einem "zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel" mutieren, ist halt nicht richtig
      Auf jeden Fall muss Arbeit lohnen ja!Das ist auch mein großer Wermutstropfen bei Schwarz-Gelb etc, dass die das manchmal verdrängen
      Aber das tut sie ja gerade NICHT, die Arbeit. , wenn hart malochende Leute sehen, dass jeder Flüchtling und Sozialhilfe-Empfänger mehr bekommt sogar noch. Und es gibt halt auch zahlreiche freie Stellen und Jobs, die zwar hart sind, aber auch keine Ausbeute, zumal es jedem frei steht sich weiter auf eigenen zeitlichen Mehraufwand zu qualifizieren.

      Und der deutsche Sozialstaat ist wirklich eher Modus Hängematte, wenn du dir mal Osteuropa, Skandinavien, oder gar ärmere Länder der Welt anschaust. Da gibts n paar Monate gutes Geld und dann quasi sterben, falls erfolglos. Also "zuviel Druck" oder irgendwas ist schon sehr vom dekadenten Leuchtturm Sozialparadies aus gedacht.
      In Dänemark gibt es soweit mir bekannt paar Monate volles Gehalt vom Amt bzw hohe Zahlunge, weil die zurecht sagen "kann jedem mal passieren, unvorhersehbar entlassen zu werden" aber dann danach musst du was haben. fertig.
      Der Arbeiter hat nicht mehr Geld in der Tasche, nur weil der Sozialhilfeempfänger weniger bekommt. Der Arbeiter hat vor allem erstmal schlechtere Chancen auf ne Lohnerhöhung wenn der Sozialhilfeempfänger plötzlich auf dem Arbeitsmarkt erscheint und mit dem Arbeiter um seinen Job buhlt. Eigentlich sollte der Arbeiter froh sein über jeden, der den AG zwingt ihn weiterhin zum guten Gehalt zu beschäftigen.

      Hast du schonmal Sozialhilfe (oder Hartz4 oder Bürgergeld, ist ja eh basically dasselbe) erhalten? Das ist heftig beschissen. Irgendwelche random Termin, random Schulungen/Fortbildungen, komplettes Offenlegen aller Konten, gesellschaftsliches Stigma, etc. Das machen nur absolute Ausnahmefälle freiwillig mit (vor allem hast mit so wenig Geld ja auch keine tollePerspektive was Partnerwahl/Ortswechsel/Konsum angeht), beim Rest gibt es halt gute Gründe, warum die nicht Arbeiten und ja, zu geringe Löhne sind ein guter Grund nicht zu arbeiten. Und ich sehe das schon so, unser Staat sollte zu geringe Löhne eben nicht unterstützen. Es steht schließlich jedem AG frei seinen Mitarbeiter mehr zu bezahlen (Achtung, wieder überspitzt!) und dafür auf den zweiten Neuwagen pro Jahr zu verzichten.
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster schrieb:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      "some games just feel so unthrowable until you suddenly lost"
    • devilchen schrieb:

      Aber es ist schon seit 10-15 Jahren mainstream Ökonomie, dass das eben nicht der Fall ist und Freihandel zu overall benefits führt, aber es innerhalb eines Landes Gewinner und Verlierer gibt und man die Verlierer kompensieren muss

      devilchen schrieb:

      Globale Ursachen kann man nicht alleine verhindern oder lösen, aber man kann die Effekte auf die eigene Bevölkerung abfedern. Und das wurde lange einfach nicht getan.
      Kannst du das näher ausführen, wie genau gelungene Abfederung deiner Ansicht nach Aussehen könnte. Soll man sich deiner Ansicht nach Protektionistischer/Merkantilistischer verhalten (falls dieses Wort Beigeschmack hat, ich meine das gerade nicht wertend, sondern deskriptiv)?
      Oder willst du einfach an die "Verlierer" Geld ausschenken? Und so den Wettbewerb verzerren.

      Zumindest ein Teil der Probleme sind natürlich hausgemacht, ja. Da gabs ja immer wieder etwa die Fälle, wo Frankreich und Co. einfach U-Boote im eigenen Land in Auftrag gibt, deutsche Unternehmer sie aber immer erst nach Ausschreibung (bzw dann ja gar nicht mehr) bekamen.



      devilchen schrieb:

      was zu der oben genannten Einkommensschere führt, welche vor allem im deutschen Fall ja eh nur die Spitze des Eisberges ist, die Vermögensungleichheit ist ja noch viel krasser bei uns
      Also eine Einkommensschere die wächst ist hier ein Riesen-Problem, aber ich sehe keine Lösung, hat ja viele Gründe:
      -Psychologisch: Reiche messen/vergleichen sich nur mit Reichen und wollen immer mehr, nehmen sich "als gar nicht sooooo reich" war.
      -Agglomeration: Hier kann zumindest in einigen Branchen ja noch Marx zustimmen: Einige Brachen tendieren dazu, zu Monopolen sich zu entwickeln, weil der größere billiger ist, mehr Kundenstamm hat, mehr Know-How ggf. und Konkurrenten verdrängt oder wegkauft.
      -im privaten Ähnlich: Wer bereits reich IST, kann am Finanzmarkt noch reicher werden, wer kein "Startkapital" im Spiel des Lebens hat, natürlich nicht
      -Zudem haben obere Schichten natürlich mehr Zeit, Bildung, Bewusstsein dafür, verhalten sich finanziell sensibler.

      Extremfall und Ausblick in eine problematische Zukunft, diese ganzen GAFAT-Unternehmen (Google, Amazon, Facebook/Meta, Apple, Tesla) die GIGANTISCHE Monopole gerade aquirieren und in wenigen Jahren massivst Druck auch auf größerer Staaten machen können, mit ihrem Kapital oder der Sperrung ihrer Angebote.

      Grundsätzlich sind alle diese Punkte problematisch, aber in einem freien Land kaum zu verhindern, höchstens zu begrenzen. Die Frage "wozu brauchen wir noch Milliardäre" stellt kein Nicht-Linker, denn sie betrachtet das Problem nur aus Sicht eines Obrigkeitsstaates und nicht aus Perspektive des freien Menschen. Es gibt keinen einzigen Milliardär, weil wir ihn bräuchten, sondern alle, weil es jemand wurde.


      Ich möchte zum Thema "soziale Schere" nochmal aber einen ganzen wichtigen Punkt bzw. Frage einwerfen, die nach Schwarz-Gelber-Brille klingt, die mich aber auch persönlich betrifft:

      Wo setzt die Schere an und wo genau will man ansetzen um das Klaffen zu verhindern?


      Hier sehe ich nämlich das Problem so:
      -das Milieu bürgerliche Mitte/klassische Mittelschicht klafft mit nach unten. Er wird nicht nur das sog. Prekariat abgehängt, also die Unterschicht, die Schwächsten der Gesellschaft, sondern sehr reiche Eliten und höhere Oberschicht bis sehr hohe "Mittelschicht"(die "Mittelschicht" in der sich Friedrich Merz selber verortete meine ich jetzt^^) hängen die "normale" sehr große Mittelschicht ab. Handwerker und Kleinunternehmer, alles was immer als Rückgrat und Kern Deutschlands betitelt wird, sind auch Verlierer, keine Profiteure....

      ...und nun kommen aber die "sozialen" (Schnappatmung) und möchten, etwa bei der Wärmepumpe usw..."die Schere verhindern und soziale Ungleichheiten abfedern", meinen damit aber nicht, Reich zahlt für den Rest mit, sondern eher Mitte zahlt für Schwach mit.
      Damit klafft man die Schere noch weiter nach oben auf, denn der Mittelstand wird NOCH stärker belastet und das obere Milieu nicht annähernd im Verhältnis. Zudem sendet man fatale Signale
      "Leistung lohnt sich nicht, dein Haus im Grünen kriegst du Nimmermehr, bleib lieber arm und gering qualifiziert und übernimm keine Verantwortung, was du dir am Ende nämlich leisten kannst, ist genau dasselbe, der Staat zahlt einfach, was die zum bescheidenen Auskommen fehlt"
      Das kann es doch nicht sein!

      shrodo schrieb:

      Die Union (wie auch die FDP) sind Arbeitsgeber (im schlechtesten Sinne), die haben kein interesse an guten Löhnen, nur daran, möglichst viel Profit zu machen. Also im Gegensatz zu einem klassischen Familenunternehmer der das Unternehmen in 4. Generation führt und somit eben nicht nur an heissem Geld und schnellen Frau interessiert ist. (ist jetzt ein wenig plakativ, geb ich zu)
      Und jetzt wären wir passenderweise genau hier: Diese Parteien sehe ich stark anders, denn sie setzen sich zwar in der Tat nicht für gute Löhne ein, sehen das ganze aber auch aus Perspektive günstiger Arbeit und Preise für mittelständische Betriebe und kleinere Arbeitgeber.
      Diese Parteien tun somit nicht WENIGER, sondern MEHR oder EBENSOVIEL um die soziale Schere zu verhindern, nur dass sie etwas mehr Tiefe nach unten noch zulassen, dafür aber versuchen, die Mitte zu erhalten und Wohlstand für die arbeitende Bevölkerung, für die bürgerliche Familie und den kleineren Betrieb zu erhalten.


      shrodo schrieb:

      Hast du schonmal Sozialhilfe (oder Hartz4 oder Bürgergeld, ist ja eh basically dasselbe) erhalten? Das ist heftig beschissen. Irgendwelche random Termin, random Schulungen/Fortbildungen, komplettes Offenlegen aller Konten, gesellschaftsliches Stigma, etc.
      Nein, aber zum einen sind es zwei Faktoren: Einmal die Bürokratie/sinnlose Termine/Drangsalierung, andererseits reine Sachprobleme "wie kommt der Mensch wieder in Arbeit". Aber du musst das Thema auch aus der Sicht der Gesellschaft sehen. Ich streite ja nicht ab, dass die Situation für Arbeitslose bescheiden ist, aber umgekehrt muss auch der Staat gucken, wie er seine extremen Sozialausgaben minimiert und Kräftemangel zügig behebt.

      shrodo schrieb:

      beim Rest gibt es halt gute Gründe, warum die nicht Arbeiten und ja, zu geringe Löhne sind ein guter Grund nicht zu arbeiten.

      Ich bin auch für einen Mindestlohn! Der sollte erhalten bleiben. Aber es gibt auch noch Tarife, außerdem ist der Mindestlohn in der Inflation auch nicht stabil.
      Und die Löhne sind nicht überall niedrig und man muss halt auch sehen, was passieren würde (Dänemark etc.) wenn die Ämter einfach mal sagen "finde was, oder wir zahlen deutlich weniger".
      Wenn man geringe Löhne bekommt, gibt es zudem gerade in Zeiten massiven Kräftemangels auch Methoden, dass selber zu regeln.


      shrodo schrieb:

      Und ich sehe das schon so, unser Staat sollte zu geringe Löhne eben nicht unterstützen. Es steht schließlich jedem AG frei seinen Mitarbeiter mehr zu bezahlen (Achtung, wieder überspitzt!) und dafür auf den zweiten Neuwagen pro Jahr zu verzichten.
      Es geht ja nicht nur um den zweiten Neuwagen, sondern für die kleineren Fisch häufig ums Überleben oder um die Frage für den Chef, ob sich die ganz Arbeit bis nach Feierabend dann noch lohnt. Wenn es der zweite Neuwagen ist, dann ist er es halt, aber ich glaube es gibt da auch viele mit weniger Überschuss oder vernünftigeren Zielen. Ich habe den Eindruck du denkst gerade etwas zu sehe an Großkonzerne und weniger an durchkalkulierte kleiner Produzenten, die mit den ohnehin schon saftigen Auflagen, aktuell sehr hohen Betriebskosten (Strom...) und sehr hohem Lohndruck der Mitarbeitenden einfach dem Konkurrenzdruck weichen müssten, wenn da jetzt noch mehr Geld zum Fenster rausfliegt.

      Also insgesamt siehst du mir a) etwas zu viel den Lohn als verdientes Entgelt aus AN-Sicht und etwas zu wenig den Lohn als Kosten/Standortfaktor aus AG und Gesellschaftlicher Sicht...
      und

      b)etwas stark den Arbeitslosen und seine unschöne Lage und etwas zu wenig die hart kämpfende Mitte, die ihre Leistung bringt und ihre Qualifikation hat und Ziele hat, für die sie Opfer bringt, dafür dann aber bestraft wird, indem sie nach oben trotzdem abgekapselt werden, weil sie nach unten alles durchfüttern sollen. Das ist das völlig falsche Signal,

      Und um das zum Thread-Thema zeigend noch abzurunden: Auch Letzteres ist glaube ich ein Riesen Grund, warum so viele Leute trotz besseren Wissens auf rechte Rattenfänger spekulieren: Weil sie einfach diese unfaire Lage nicht mehr ertragen, dass sie ackern, ackern , ackern und trotzdem nie dem Traum näherkommen, weil alles teurer wird und ihr hart erworbenes Geld aber abließt.
      Die Flüchtlinge sind da nur derjenige Sündenbock, bei dem man es am ehesten erkennt, wen man alles mit hochpäppeln muss, deswegen werden die so stark mit Fremdenfeindlichkeit konfrontiert, aber das Problem, dass die Mitte auch allgemein zu viel für andere stemmen muss, ist im Kern der Sache.
    • Ich schreib meine Kommentare hier jetzt in Farbe rein, mir wird das zu doof die Absätze am Handy auseinander zu fummeln.

      Kolibri schrieb:

      devilchen schrieb:

      Aber es ist schon seit 10-15 Jahren mainstream Ökonomie, dass das eben nicht der Fall ist und Freihandel zu overall benefits führt, aber es innerhalb eines Landes Gewinner und Verlierer gibt und man die Verlierer kompensieren muss

      devilchen schrieb:

      Globale Ursachen kann man nicht alleine verhindern oder lösen, aber man kann die Effekte auf die eigene Bevölkerung abfedern. Und das wurde lange einfach nicht getan.
      Kannst du das näher ausführen, wie genau gelungene Abfederung deiner Ansicht nach Aussehen könnte. Soll man sich deiner Ansicht nach Protektionistischer/Merkantilistischer verhalten (falls dieses Wort Beigeschmack hat, ich meine das gerade nicht wertend, sondern deskriptiv)?Oder willst du einfach an die "Verlierer" Geld ausschenken? Und so den Wettbewerb verzerren.

      Zumindest ein Teil der Probleme sind natürlich hausgemacht, ja. Da gabs ja immer wieder etwa die Fälle, wo Frankreich und Co. einfach U-Boote im eigenen Land in Auftrag gibt, deutsche Unternehmer sie aber immer erst nach Ausschreibung (bzw dann ja gar nicht mehr) bekamen.



      devilchen schrieb:

      was zu der oben genannten Einkommensschere führt, welche vor allem im deutschen Fall ja eh nur die Spitze des Eisberges ist, die Vermögensungleichheit ist ja noch viel krasser bei uns
      Also eine Einkommensschere die wächst ist hier ein Riesen-Problem, aber ich sehe keine Lösung, hat ja viele Gründe:-Psychologisch: Reiche messen/vergleichen sich nur mit Reichen und wollen immer mehr, nehmen sich "als gar nicht sooooo reich" war.
      -Agglomeration: Hier kann zumindest in einigen Branchen ja noch Marx zustimmen: Einige Brachen tendieren dazu, zu Monopolen sich zu entwickeln, weil der größere billiger ist, mehr Kundenstamm hat, mehr Know-How ggf. und Konkurrenten verdrängt oder wegkauft.
      -im privaten Ähnlich: Wer bereits reich IST, kann am Finanzmarkt noch reicher werden, wer kein "Startkapital" im Spiel des Lebens hat, natürlich nicht
      -Zudem haben obere Schichten natürlich mehr Zeit, Bildung, Bewusstsein dafür, verhalten sich finanziell sensibler.

      Extremfall und Ausblick in eine problematische Zukunft, diese ganzen GAFAT-Unternehmen (Google, Amazon, Facebook/Meta, Apple, Tesla) die GIGANTISCHE Monopole gerade aquirieren und in wenigen Jahren massivst Druck auch auf größerer Staaten machen können, mit ihrem Kapital oder der Sperrung ihrer Angebote.

      Grundsätzlich sind alle diese Punkte problematisch, aber in einem freien Land kaum zu verhindern, höchstens zu begrenzen. Die Frage "wozu brauchen wir noch Milliardäre" stellt kein Nicht-Linker, denn sie betrachtet das Problem nur aus Sicht eines Obrigkeitsstaates und nicht aus Perspektive des freien Menschen. Es gibt keinen einzigen Milliardär, weil wir ihn bräuchten, sondern alle, weil es jemand wurde.


      Ich möchte zum Thema "soziale Schere" nochmal aber einen ganzen wichtigen Punkt bzw. Frage einwerfen, die nach Schwarz-Gelber-Brille klingt, die mich aber auch persönlich betrifft:

      Wo setzt die Schere an und wo genau will man ansetzen um das Klaffen zu verhindern?


      Hier sehe ich nämlich das Problem so:
      -das Milieu bürgerliche Mitte/klassische Mittelschicht klafft mit nach unten. Er wird nicht nur das sog. Prekariat abgehängt, also die Unterschicht, die Schwächsten der Gesellschaft, sondern sehr reiche Eliten und höhere Oberschicht bis sehr hohe "Mittelschicht"(die "Mittelschicht" in der sich Friedrich Merz selber verortete meine ich jetzt^^) hängen die "normale" sehr große Mittelschicht ab. Handwerker und Kleinunternehmer, alles was immer als Rückgrat und Kern Deutschlands betitelt wird, sind auch Verlierer, keine Profiteure....

      Der Trick wäre halt die Politik so zu gestalten, dass man nur die richtig reichen trifft (also die die es eh nicht merken werden) und die MIttelschicht ausklammert. DAs will aber schwarze-gelb überhaupt nicht. Das Ziel ist die wirkllich reichen noch reicher zu machen und zu hoffen dass man dadurch am Reichtum teilhaben kann (Aufsichtsratsposten, etc.). Die Mittelschicht wird immer und immer wieder nur angeführt um nichts in richtung "reiche weniger schnell reich werden lassen" umsetzen zu müssen (z.B: bei Steuern).



      ...und nun kommen aber die "sozialen" (Schnappatmung) und möchten, etwa bei der Wärmepumpe usw..."die Schere verhindern und soziale Ungleichheiten abfedern", meinen damit aber nicht, Reich zahlt für den Rest mit, sondern eher Mitte zahlt für Schwach mit.
      Damit klafft man die Schere noch weiter nach oben auf, denn der Mittelstand wird NOCH stärker belastet und das obere Milieu nicht annähernd im Verhältnis. Zudem sendet man fatale Signale
      "Leistung lohnt sich nicht, dein Haus im Grünen kriegst du Nimmermehr, bleib lieber arm und gering qualifiziert und übernimm keine Verantwortung, was du dir am Ende nämlich leisten kannst, ist genau dasselbe, der Staat zahlt einfach, was die zum bescheidenen Auskommen fehlt"
      Das kann es doch nicht sein!

      Nochmal: Nicht der Staat zahlt die Gehälter, die Arbeitgeber tun es.



      shrodo schrieb:

      Die Union (wie auch die FDP) sind Arbeitsgeber (im schlechtesten Sinne), die haben kein interesse an guten Löhnen, nur daran, möglichst viel Profit zu machen. Also im Gegensatz zu einem klassischen Familenunternehmer der das Unternehmen in 4. Generation führt und somit eben nicht nur an heissem Geld und schnellen Frau interessiert ist. (ist jetzt ein wenig plakativ, geb ich zu)
      Und jetzt wären wir passenderweise genau hier: Diese Parteien sehe ich stark anders, denn sie setzen sich zwar in der Tat nicht für gute Löhne ein, sehen das ganze aber auch aus Perspektive günstiger Arbeit und Preise für mittelständische Betriebe und kleinere Arbeitgeber.Diese Parteien tun somit nicht WENIGER, sondern MEHR oder EBENSOVIEL um die soziale Schere zu verhindern, nur dass sie etwas mehr Tiefe nach unten noch zulassen, dafür aber versuchen, die Mitte zu erhalten und Wohlstand für die arbeitende Bevölkerung, für die bürgerliche Familie und den kleineren Betrieb zu erhalten.
      schwarz-gelb hat nur die wirklich großen Firmen im Kopf (siehe oben). Dass dabei natürlich auch gute Sachen für kleinere Betriebe rumkommen ist halt ein "Kollateralschaden".

      shrodo schrieb:

      Hast du schonmal Sozialhilfe (oder Hartz4 oder Bürgergeld, ist ja eh basically dasselbe) erhalten? Das ist heftig beschissen. Irgendwelche random Termin, random Schulungen/Fortbildungen, komplettes Offenlegen aller Konten, gesellschaftsliches Stigma, etc.
      Nein, aber zum einen sind es zwei Faktoren: Einmal die Bürokratie/sinnlose Termine/Drangsalierung, andererseits reine Sachprobleme "wie kommt der Mensch wieder in Arbeit". Aber du musst das Thema auch aus der Sicht der Gesellschaft sehen. Ich streite ja nicht ab, dass die Situation für Arbeitslose bescheiden ist, aber umgekehrt muss auch der Staat gucken, wie er seine extremen Sozialausgaben minimiert und Kräftemangel zügig behebt.
      Sozialausgaben werden fast komplett verkonsumiert, laufen also direkt wieder in die Binnenwirtschaft und sind daher volkswirtschaftlich gesehen gar nicht mal so beschissen. Steuersenkenungen wääre hier sehr viel schlechter.


      shrodo schrieb:

      beim Rest gibt es halt gute Gründe, warum die nicht Arbeiten und ja, zu geringe Löhne sind ein guter Grund nicht zu arbeiten.
      Ich bin auch für einen Mindestlohn! Der sollte erhalten bleiben. Aber es gibt auch noch Tarife, außerdem ist der Mindestlohn in der Inflation auch nicht stabil.
      Und die Löhne sind nicht überall niedrig und man muss halt auch sehen, was passieren würde (Dänemark etc.) wenn die Ämter einfach mal sagen "finde was, oder wir zahlen deutlich weniger".
      Wenn man geringe Löhne bekommt, gibt es zudem gerade in Zeiten massiven Kräftemangels auch Methoden, dass selber zu regeln.
      Bisher sehe ich noch nicht, dass trotz Fachkräftemangel in den großen Tarifverhandlungen von AG-Seite ernsthafte Angebote vorgelegt werden, mit denen man Fachkräfte werben könnte.


      shrodo schrieb:

      Und ich sehe das schon so, unser Staat sollte zu geringe Löhne eben nicht unterstützen. Es steht schließlich jedem AG frei seinen Mitarbeiter mehr zu bezahlen (Achtung, wieder überspitzt!) und dafür auf den zweiten Neuwagen pro Jahr zu verzichten.
      Es geht ja nicht nur um den zweiten Neuwagen, sondern für die kleineren Fisch häufig ums Überleben oder um die Frage für den Chef, ob sich die ganz Arbeit bis nach Feierabend dann noch lohnt. Wenn es der zweite Neuwagen ist, dann ist er es halt, aber ich glaube es gibt da auch viele mit weniger Überschuss oder vernünftigeren Zielen. Ich habe den Eindruck du denkst gerade etwas zu sehe an Großkonzerne und weniger an durchkalkulierte kleiner Produzenten, die mit den ohnehin schon saftigen Auflagen, aktuell sehr hohen Betriebskosten (Strom...) und sehr hohem Lohndruck der Mitarbeitenden einfach dem Konkurrenzdruck weichen müssten, wenn da jetzt noch mehr Geld zum Fenster rausfliegt.
      Also insgesamt siehst du mir a) etwas zu viel den Lohn als verdientes Entgelt aus AN-Sicht und etwas zu wenig den Lohn als Kosten/Standortfaktor aus AG und Gesellschaftlicher Sicht...
      und

      b)etwas stark den Arbeitslosen und seine unschöne Lage und etwas zu wenig die hart kämpfende Mitte, die ihre Leistung bringt und ihre Qualifikation hat und Ziele hat, für die sie Opfer bringt, dafür dann aber bestraft wird, indem sie nach oben trotzdem abgekapselt werden, weil sie nach unten alles durchfüttern sollen. Das ist das völlig falsche Signal,

      Und um das zum Thread-Thema zeigend noch abzurunden: Auch Letzteres ist glaube ich ein Riesen Grund, warum so viele Leute trotz besseren Wissens auf rechte Rattenfänger spekulieren: Weil sie einfach diese unfaire Lage nicht mehr ertragen, dass sie ackern, ackern , ackern und trotzdem nie dem Traum näherkommen, weil alles teurer wird und ihr hart erworbenes Geld aber abließt.
      Die Flüchtlinge sind da nur derjenige Sündenbock, bei dem man es am ehesten erkennt, wen man alles mit hochpäppeln muss, deswegen werden die so stark mit Fremdenfeindlichkeit konfrontiert, aber das Problem, dass die Mitte auch allgemein zu viel für andere stemmen muss, ist im Kern der Sache.
      Natürlich geht es immer nur um die oberen 10%-20%. Im großen MIttelschichtsteil (bspw. unter 10 Mann Handwerksbetrieb) braucht man nicht rumfuhrwerken.
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster schrieb:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      "some games just feel so unthrowable until you suddenly lost"
    • Kolibri schrieb:

      Aber es gibt auch noch Tarife, außerdem ist der Mindestlohn in der Inflation auch nicht stabil.
      50% der Arbeiter haben kein Tarifvertrag...


      Dass ja der eigentliche Skandal, die Mindestlohn Erhöhung auf 12 Euro wird von der Inflation aufgefressen und die selbst erstellte Mindestlohnkommission erhöht diesen Satz nur auf 12,41€. Und die SPD sagt dann schade, können wir nichts machen, während die Vorsitzende selber von der SPD ist. Und wenn man dann liest, dass der Mindestlohn um 3% steigt, aber das Bürgergeld um 12%, kann ich verstehen, dass das falsch ankommt beim Wähler.
    • 1.
      Also das Schwarzgelb nur was für Reiche tun möchte halte ich schon für völlig falsch bis leicht wirr:

      -Warum sollten Sie (selbst wenn da wirklich einer nur in den Aufsichtsrat, was hat der Rest davon)?

      -Die Parteien haben zusammen in einigen Gebieten knapp die Hälfte der Bevölkerung hinter sich (also, hauptsächlich die Union). Wollen jetzt 50% der Deutschen, dass reiche reicher werden? Macht ja gar keinen Sinn.

      -handeln denn deiner Meinung nach linksgrüne aus reiner Menschenfreundlichkeit und ohne Eigennutz und bei Schwarzgelb ist es unmöglich, dass die das Beste für das Land wollen?

      -es entsricht auf einfach nicht den Programmen und Personen. Bei der FDP ist das Personal schon recht elitär, spätestens bei der CDU sind aber nicht nur Merz-Klone Mitglied.

      Das die nur große Firmen im Kopf haben ist spekulativ, den Eindruck habe ich aber nicht.


      Mir ging es aber auch nicht um Werbung für Schwarz-Gelb, aber deine Wahrnehmung halte ich schon für etwas mehr falsch als nur selektiv und es hat ja mit dem Thread-Thema irgendwie auch zu tun, in welchen Parteien man Lösungen sieht.


      2. Das die "Mittelschicht" abgemolken wird, da bin ich ja bei dir, hatte ich ja selber schon so kritisiert, dass ist ja die Stelle, wo wir uns 100% einig sind.
      Nur wird sie aus meiner Sicht von rotgrün mehr gemolken als von schwarzgelb und auch aus falschen Motiven (nicht Leistung fördern, sondern mildtätige Gießkanne)


      3. Zu "Sozialausgaben werden verkonsumiert"
      Ja, für was denn? Für den Vermieter, den Rewe-Markt und Freitag ma ne Portion Pommes? Das sind jetzt nicht gerade die Segmente, wo man den Konsum ankurbeln und stützen müsste. Und da kaufen die Leute doch auch und mehr, wenn sie arbeiten!

      Mit dem Unterschied, dass der Staat im einen Fall Geld an eher innovationsarme Dritte rauswirft (der typische Vermieter ist jetzt nicht für hohe Generierung von Wertschöpfung bekannt) und im anderen Fall aber nix zahlt, sondern sogar noch Steuer von dem Arbeitenden bezieht?
      Also was soll das bitte für nützlicher Konsum sein, zumal die Leute viel effizienter sind, wenn sie arbeiten. Und täglichen Bedarf kaufen Sie ja nun ohnehin immer, ob den nun das Amt zahlt oder sonstwer.
      Also das ist für den Staat einfach maximal schlecht, ohne wenn und aber.


      4. Zu "Steuersenkung wäre schlechter"
      Kann man pauschal nicht sagen. Natürlich kommt erstmal weniger rein und es ist ggf. ungerecht geregelt. aber es lässt ggf. Firmen überleben, es schafft Standortvorteile und zieht ggf. Firmen damit an, der Einzelne hat mehr in der Tasche nachher (hier darfst du jetzt mit deinem Konsum-Argument) und es schafft Anreize:

      Was wäre wenn dein Boss sagt: "Herr Shrodo, Freitag 2 Stunden mehr liefern, dafür aber den üblichen Lohn, nur dann nahezu unversteuert? Und du hast davon richtig viel Cash!" Vllt, gehst du dann darauf ein
      (ob jetzt ja oder nein ist nicht der Punkt, aber es ist eine statistische Tatsache, dass je besser das Angebot/der Anreiz wird, desto mehr Leute werden es sich irgendwann überlegen und vllt. drauf eingehen).

      Also klares JEIN; kommt sehr auf konkrete Rechnung im Einzelfall an.

      5. Zu den Tarifen:
      Nehme ich anders wahr, in den letzten Monaten lagen doch irgendwo schon nie dagewesene Rekord-Angebote auf dem Tisch (weiß jetzt grad nicht wo das war...Bahn? Piloten?). Natürlich hat das auch mit Inflation und Kräftemangel zu tun, aber es ändert ja nix daran, dass der Arbeitgeber es irgendwann zahlt, ohne jede Gegenleistung, rein aus sozialer Abfederung, von der er nichts hat...oder fliegt der Pilot sicherer, wenn er mehr Geld kriegt?
      Wie du ja sagts, nicht der Staat zahlt, sondern der AG. Aber der muss auch erstmal können vor Lachen,

      6. zu "in der Mittelschicht sollte man nicht rumfuhrwerken", JA EBEN, genau! da sind wir ja einer Meinung...aber wo fuhrwerkt denn das "Heizungsgesetz", die Grundsteuerreform, die steigenden Immobilienpreise für private vier Wände, die Einschneidungen in der täglichen Mobilität am meisten rum, wenn nicht genau da?
    • Wo Kreuz 34
      1.  
        Grüne (16) 47%
      2.  
        was anderes (6) 18%
      3.  
        Linke (5) 15%
      4.  
        Volt (3) 9%
      5.  
        Piraten (2) 6%
      6.  
        FDP (1) 3%
      7.  
        SPD (1) 3%
      Halo i bims der greystar_ und ich würde gerne wissen, wen ich denn in ein paar Wochen wählen soll.
      For reference, ich hab hier vor allem etalk und boobold posts reingeliked und kann mich damit identifizieren,

      (Umfrage ist anonym)
    • es wurde über den grünen vote auch schon nachgedacht aber eine realpolitische priorität für mich ist dass union oder afd nicht an die macht kommen. in hessen siehts damit für die grünen kacke aus.
      was linksliberale alternativen mit chancen angeht ist man dann halt auch schon wieder lost. links wähle ich nicht mehr, volt sehen ganz vernünftig aus, wird mal dieses jahr probiert.
      Ne marche pas devant moi, je ne te suivrai peut-être pas.
      Ne marche pas derrière moi, je ne te guiderai peut-être pas.
      Marche à côté de moi et sois simplement mon amie. - Albert Camus
      Sundry's Gameblog! NEUER POST: Hunt: Showdown
    • greystar_ schrieb:

      ich hab hier vor allem etalk
      Also der mit der kommunistischen Revolte und "Opfer des Kapitalismus sind wie fallendes Herbstlaub usw?" und
      "das System wird als Naturzustand hingenommen"
      Sicher????

      Also Boobold scheint mir gemäßigt links und kann ich argumentatorisch irgendwo verstehen, weil die Argumente plausibel waren, aber wenn du die etalk-Posts auch nur halbwegs fühlen konntest, dann solltest du vielleicht GAR NICHT mehr wählen, sondern eine Untergrund-Terrorgruppe starten, die das Ziel eines Umsturzes und eine folgende sojwetische Räterepublik anstrebt.

      Etwas mehr Ontopic: Ich kann aber verstehen, dass man als "an mehr ECHTEM Links Interessierter" heute gar nicht mehr weiß, was man nehmen soll, weil alle Optionen wahrscheinlich nicht so das bieten, was man sich dann wünscht.
      Das hatte ich ja bereits analysiert hier, das die noch vor 20 Jahren eher linken Parteien irgendwie ins Bürgerliche gerutscht sind oder sich zerschlagen.

      Es gibt da viele hausgemachte Gründe:
      -a) Zuviel Ideologie die erstens Bürgerliche verschreckt, obwohl die es auch gerne sozialer hätten..

      ...b) zweitens für interne Streitereien sorgt (Abspaltung Wagenknecht/aktuell oder der Konflikt Grüne Jugend/Regierungsfraktion Grün

      -c) Zuviele "junge Wilde" die von Wirtschaft , Unternehmen und Recht und gesellschaftlicher Stimmung in älteren Wählerschichten und all sowas keine Ahnung haben und dann bitter enttäuscht sind, wenn ihr Plan Deutschland binn Jahresfrist "auf links zu drehen" (höhöhö) dann an Widerständen oder Zwängen der Realität scheitert.

      d) sehr viele Themen für Gewissen, die aber keine konkreten Folgen implizieren ("wir müssen den Kolonialismus NOCH MEHR aufarbeiten")

      e) Die EIGENTLCH linken Themen Lohn, Schutz der Schwachen, soziale Gleichheit, Verhinderung sozialer Schere werden zunehmend NGOs, Gewerkschaften, Uni-Gruppen etc...überlassen, obwohl das ja ein Bereich ist, wo man wirklich immer Stimmen holt von der breiten Masse, also eigentlich eine Art "natürlicher Wettbewerbsvorteil der Linken". die FDP z.B. ist hingegen eher Klientelpartei und hat den riesigen Nachteil, dass Leute, die sozial ins gleiche Segment gehören wie die Führungsriege einfach sehr gering an der Zahl sind. Das hat die Linke nicht, trotzdem dümpeln die im einstelligen Bereich, obwohl die derzeitige Lage den eigentlich riesigen Zustrom bringen müsste.

      f) "Blasse Führung" Lafontaine, Gysi, Wagenknecht sind intelligent und mitreißend, Bartsch, Wissler, oder die jenseits von gut und böse ahnungslose Amira Mohamed Ali werden einfach niemals Wählerinnen und Wähler kriegen, die nicht nur Wert auf Programm, sondern auch menschliche Eignung der Spitze, auf Format, auf starkes Auftreten legen oder im Wahlkampf spontan überzeugt werden wollen.

      g). Die geringe Identifikation mit großen Gruppen der Exekutive, Polizei und Bundeswehr, die als "zu rechts, zu militant, nicht nötig, Dienerschaft für unsere Demonstrationen" etc. bewertet wird und weniger als "ehrbarer Beruf, anständige Leute, Stütze für unsere Ordnung und Werte, hochgradig Sicherheitsrelevant. Diese Tendenz verstärkt sich noch selber als Teufelskreis, da sich stark linke dort eher nicht bewerben oder nicht genommen werden, so dass die Prophezeihung dann irgendwann stimmt.

      h) Die Wahrnehmung von Zusammenarbeit abseits des ideologischen Kerns als Verrat, sowie völlige Kompromissunfähigkeit, die eine reale Machtausübung ganz massiv beschränkt. Dies wiederum sorgt für nochmehr internen Streit, Frust, dass Dinge länger dauern und das "taktische Wähler", die gezielt auf knappe Votings und Koalitionen oder Absprachen spekulieren, damit ihre Präferenz irgendwie reale Macht bekommt, solche Parteien gar nicht mehr wählen.


      Brutalemasse schrieb:

      Ich muss dann 2024 AfD wählen, sonst darf ich mich nicht mehr am Stammtisch sehen lassen. Wir machen den Probelauf für euch in Sachsen.
      Noch wäre Zeit, nach Amerika zu emigrieren, ich fürchte Sachsen ist verloren.
    • Da es hier ja auch mal um die verzerrte Darstellung durch die großen Medienhäuser ging finde ich dieses Tool ganz nice:

      fragdenstaat.de/koalitionstracker/

      Man hätte sonst fast den Eindruck bekommen, dass die Verbotspartei FDP wirklich alles blockiert, die Grünen nicht kompromissbereit wären oder die SPD absolut nichts macht. Jetzt würde ich mir aber noch die letzten 4 Legislaturperioden zum Vergleich wünschen :fine:
    • Kolibri schrieb:

      Also der mit der kommunistischen Revolte und "Opfer des Kapitalismus sind wie fallendes Herbstlaub usw?" und
      "das System wird als Naturzustand hingenommen"
      Sicher????
      Brudi hier halten sich einige schon sehr am Riemen mit den ganzen Steilvorlagen für ad homini die du lieferst, also lass doch zwischen deinen Ausschweifungen wenigstens persönliche Anfeindungen weg
      Let's Play: CK2, Patrizier 2, Anno 1800
    • Ascent schrieb:

      Welcher Konflikt? Die Jugendorganisation sind immer radikaler.
      Ich habe aber den Eindruck, dass das bei JU oder JL oder Jusos nicht so extrem ist.

      Beispiel etwa Lützerath: Grüne Zustimmung zur Kohle, aber sehr viele linksgrüne junge Leute dagegen.

      Beispiel 2: In SH haben wir erst vor 2 Tagen in der Presse gehabt, dass Frau Touré (wohl prominenteste Grüne in SH, neben Heinold und wenn man den Flensburger Robert Habeck nichtmehr zählt, weil er gerade als Wirtschafts- und Klimaminister auf Bundesebene aktiv ist) sich mit dem unfassbar beliebten CDU-Ministerpräsidenten Günther(fast absolute Mehrheit geholt, als glaube ich einziger MP bundesweit) angelegt hatte, in einer Migrationsfrage, bei der selbst die Bundesgrünen schon lange zugestimmt hatten.
      (Konkret ging es glaube ich um Moldawien als sicheres Herkunftsland oder sowas).

      Also diese enorme Diskrepanz, dass die eine Ebene schon A verbindlich den Partnern zugesichert und gültig beschlossen hat, die Jugend dann aber blockiert und B fordert, nachdem im Grunde bereits Entscheidungssicherheit herrschte, gibt es so extrem glaube ich nur da.


      Sunslayer schrieb:

      Man hätte sonst fast den Eindruck bekommen, dass die Verbotspartei FDP wirklich alles blockiert, die Grünen nicht kompromissbereit wären oder die SPD absolut nichts macht. Jetzt würde ich mir aber noch die letzten 4 Legislaturperioden zum Vergleich wünschen
      Habe ich das was übersehen? Die von dir verlinkte Seite ist interessant, kannte ich auch noch nicht und ja, Vergleich wäre gut, wobei ja eh die Merkel-Regierungen ganz andere situative Umstände hatten.

      aber wie genau kommst du von den Beschlüssen der Ampel auf die einzelnen Teil-Parteien (habe ich dass ggf. übersehen??? der Link führt zu umgesetzten/nicht umgesetzten Projekten nur)




      Bighead schrieb:

      Brudi hier halten sich einige schon sehr am Riemen mit den ganzen Steilvorlagen für ad homini die du lieferst, also lass doch zwischen deinen Ausschweifungen wenigstens persönliche Anfeindungen weg
      Ich bitte hiermit den @elephantTalk um Entschuldigung wenn das zu krass oder beleidigend war.
      Aber ganz ehrlich, rein objektiv und ohne menschlich angreifend zu werden, nur auf Sachebene, dieser erste Post von etalk war einfach demokratiefeindlich, falsch, rhetorisch drüber und dass @greystar_ dann da allen ernstes (offenbar???) auch noch Sympathie dafür andeutet, war dann einfach bisschen viel.
      Also ich stimme zu, dass wir uns hier nicht persönlich angehen sollten, schon gar nicht um Argumente zu stützen die Sachlichkeit claimen, und ich räume ein, dass ich da vielleicht weniger rücksichtsvoll formuliert hatte gerade, als nötig und angemessen.



      Nochmal dazu konkret:

      elephantTalk schrieb:

      in Form von neokolonialistisch finanzierten Sozialstaatsreformen

      elephantTalk schrieb:

      und auch den jetztigen Neokolonialismus, der unseren Sozialstaat finanziert
      wird einfach "Neokolonialismus" unterstellt...was auch immer das konkret sein soll oder wer da verantwortlich sein. Ich und meine BRD aber jedenfalls nicht. Da wird einfach (okay, billige Pun) der Elephant in den Raum gestellt. Ohne Sinn, aber mit inhaltlich gewichtigem Vorwurf.


      elephantTalk schrieb:

      dass parlamentarische Politik strikt nicht fähig ist die notwendigen Veränderungen zu bewirken, welche die bestehenden Probleme unserer nunmal globalen Gesellschaft tatsächlich lösen und nicht nur aus dem jeweiligen Blickfeld verschwinden lassen könnte: nämlich ein emanzipatorisches, revolutionäres (sprich im weiteren und propagandafreiem Sinne kommunistisches) Lager.

      elephantTalk schrieb:

      Leider hat sich auch gezeigt, dass eine "Revolution" auf gewaltfreiem, demokratischem Wege innerhalb der bestehenden globalen Ordnung nicht standhalten kann,
      Ruft im Grunde offen zu verfassungsfeindlichen Handlungen auf (und wird auch nicht begründet, außer mit der willkürlichen, subjektiven Äußerung "hat sich leider gezeigt")



      elephantTalk schrieb:

      Die tagtäglichen Opfer des Kapitalismus werden abgetan wie herbstzeitlich fallende Blätter: eben wegfegen und gut ist, was soll man machen? Der Preis, den wir global tagtäglich für unsere Demokratie bezahlen, ist mir persönlich zu hoch.
      Ist rhetorisch nicht schlecht, aber was "für Opfer des Kapitalismus", vllt. schaust du dir mal die Opfer des Sozialismus/Kommunismus/Revolutionen an.
      Hier jetzt ausschließlich die Errungenschaften der französischen Revolution zu bemühen, ist extrem selektiv, alles was nach dem ersten Weltkrieg in Russland passiert, Nordkorea, gewisse Tendenzen in China (was ohnehin auch stark kapitalistisch zugleich ist) spricht eher dagegen. Und die Franzosen haben ja nicht gegen, sondern für das gekämpft, was wir heute haben.

      Also diese Positionen sind einfach unbelegte, rhetorisch gelungene aber argumentativ schwache Darstellungen und verlangen auch durchaus eine schneidige Antwort.
      Wenn ich persönlich beleidigend verstanden wurde, dann bereue ich das und nehme das zurück, passiert manchmal, dass ich mich im Ton vergreife, aber den Wind gesät habe ich nicht, das ist hausgemacht, wenn man so einen demokratiefeindlichen und unfundierten Blödsinn verfasst.
    • Kolibri schrieb:

      Ascent schrieb:

      Welcher Konflikt? Die Jugendorganisation sind immer radikaler.
      Ich habe aber den Eindruck, dass das bei JU oder JL oder Jusos nicht so extrem ist.
      Beispiel etwa Lützerath: Grüne Zustimmung zur Kohle, aber sehr viele linksgrüne junge Leute dagegen.

      Beispiel 2: In SH haben wir erst vor 2 Tagen in der Presse gehabt, dass Frau Touré (wohl prominenteste Grüne in SH, neben Heinold und wenn man den Flensburger Robert Habeck nichtmehr zählt, weil er gerade als Wirtschafts- und Klimaminister auf Bundesebene aktiv ist) sich mit dem unfassbar beliebten CDU-Ministerpräsidenten Günther(fast absolute Mehrheit geholt, als glaube ich einziger MP bundesweit) angelegt hatte, in einer Migrationsfrage, bei der selbst die Bundesgrünen schon lange zugestimmt hatten.
      (Konkret ging es glaube ich um Moldawien als sicheres Herkunftsland oder sowas).

      Also diese enorme Diskrepanz, dass die eine Ebene schon A verbindlich den Partnern zugesichert und gültig beschlossen hat, die Jugend dann aber blockiert und B fordert, nachdem im Grunde bereits Entscheidungssicherheit herrschte, gibt es so extrem glaube ich nur da.


      Sunslayer schrieb:

      Man hätte sonst fast den Eindruck bekommen, dass die Verbotspartei FDP wirklich alles blockiert, die Grünen nicht kompromissbereit wären oder die SPD absolut nichts macht. Jetzt würde ich mir aber noch die letzten 4 Legislaturperioden zum Vergleich wünschen
      Habe ich das was übersehen? Die von dir verlinkte Seite ist interessant, kannte ich auch noch nicht und ja, Vergleich wäre gut, wobei ja eh die Merkel-Regierungen ganz andere situative Umstände hatten.
      aber wie genau kommst du von den Beschlüssen der Ampel auf die einzelnen Teil-Parteien (habe ich dass ggf. übersehen??? der Link führt zu umgesetzten/nicht umgesetzten Projekten nur)




      Bighead schrieb:

      Brudi hier halten sich einige schon sehr am Riemen mit den ganzen Steilvorlagen für ad homini die du lieferst, also lass doch zwischen deinen Ausschweifungen wenigstens persönliche Anfeindungen weg
      Ich bitte hiermit den @elephantTalk um Entschuldigung wenn das zu krass oder beleidigend war.Aber ganz ehrlich, rein objektiv und ohne menschlich angreifend zu werden, nur auf Sachebene, dieser erste Post von etalk war einfach demokratiefeindlich, falsch, rhetorisch drüber und dass @greystar_ dann da allen ernstes (offenbar???) auch noch Sympathie dafür andeutet, war dann einfach bisschen viel.
      Also ich stimme zu, dass wir uns hier nicht persönlich angehen sollten, schon gar nicht um Argumente zu stützen die Sachlichkeit claimen, und ich räume ein, dass ich da vielleicht weniger rücksichtsvoll formuliert hatte gerade, als nötig und angemessen.



      Nochmal dazu konkret:

      elephantTalk schrieb:

      in Form von neokolonialistisch finanzierten Sozialstaatsreformen

      elephantTalk schrieb:

      und auch den jetztigen Neokolonialismus, der unseren Sozialstaat finanziert
      wird einfach "Neokolonialismus" unterstellt...was auch immer das konkret sein soll oder wer da verantwortlich sein. Ich und meine BRD aber jedenfalls nicht. Da wird einfach (okay, billige Pun) der Elephant in den Raum gestellt. Ohne Sinn, aber mit inhaltlich gewichtigem Vorwurf.

      elephantTalk schrieb:

      dass parlamentarische Politik strikt nicht fähig ist die notwendigen Veränderungen zu bewirken, welche die bestehenden Probleme unserer nunmal globalen Gesellschaft tatsächlich lösen und nicht nur aus dem jeweiligen Blickfeld verschwinden lassen könnte: nämlich ein emanzipatorisches, revolutionäres (sprich im weiteren und propagandafreiem Sinne kommunistisches) Lager.

      elephantTalk schrieb:

      Leider hat sich auch gezeigt, dass eine "Revolution" auf gewaltfreiem, demokratischem Wege innerhalb der bestehenden globalen Ordnung nicht standhalten kann,
      Ruft im Grunde offen zu verfassungsfeindlichen Handlungen auf (und wird auch nicht begründet, außer mit der willkürlichen, subjektiven Äußerung "hat sich leider gezeigt")


      elephantTalk schrieb:

      Die tagtäglichen Opfer des Kapitalismus werden abgetan wie herbstzeitlich fallende Blätter: eben wegfegen und gut ist, was soll man machen? Der Preis, den wir global tagtäglich für unsere Demokratie bezahlen, ist mir persönlich zu hoch.
      Ist rhetorisch nicht schlecht, aber was "für Opfer des Kapitalismus", vllt. schaust du dir mal die Opfer des Sozialismus/Kommunismus/Revolutionen an.Hier jetzt ausschließlich die Errungenschaften der französischen Revolution zu bemühen, ist extrem selektiv, alles was nach dem ersten Weltkrieg in Russland passiert, Nordkorea, gewisse Tendenzen in China (was ohnehin auch stark kapitalistisch zugleich ist) spricht eher dagegen. Und die Franzosen haben ja nicht gegen, sondern für das gekämpft, was wir heute haben.

      Also diese Positionen sind einfach unbelegte, rhetorisch gelungene aber argumentativ schwache Darstellungen und verlangen auch durchaus eine schneidige Antwort.
      Wenn ich persönlich beleidigend verstanden wurde, dann bereue ich das und nehme das zurück, passiert manchmal, dass ich mich im Ton vergreife, aber den Wind gesät habe ich nicht, das ist hausgemacht, wenn man so einen demokratiefeindlichen und unfundierten Blödsinn verfasst.

      These: Alle Jugendorganisationen haben sowohl extremere als auch konträre Positionen zu ihren Parteien.
      Beispiele:
      Die JU ist mittlerweile für die Legalisierung von Cannabis, entgegen der CDU Position.
      Jusos sind dafür Deutsche wohnen zu enteignen, ihre eigene Berliner SPD Regierung boykottiert das ganze Vorhaben.
      Solid will mehrheitlich Wagenknecht rauswerfen, nicht erst seit gestern.

      Meine Beispiele füttern die These.

      Deine These war: Bei den Grünen ist der Kontrast größer als bei anderen. Deine Beispiele zeigen den Kontrast zwischen grüner Jugend und Grünen auf, dann kommst nix mehr. An der Stelle noch Text einfügen der einen Widerspruch bei den anderen mit den Grünen vergleicht und wir können es Argumentation nennen, so sind es paar zufällige Beispiele.

      Damit fängt dein Post an und endet mit:

      Kolibri schrieb:

      Also diese Positionen sind einfach unbelegte, rhetorisch gelungene aber argumentativ schwache Darstellungen und verlangen auch durchaus eine schneidige Antwort.
      Na dann.
    • Benutzer online 4

      4 Besucher