Individuelle Konsumentscheidungen: Können sie etwas verändern?

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    • Individuelle Konsumentscheidungen: Können sie etwas verändern?

      Hallo zusammen,

      Kolumne von Christian Stöcke @ Spiegel Online schrieb:


      Ethischer Konsum
      Wir reichen Sünder
      Fast jede Konsumentscheidung hat ethische Konsequenzen. Fairer Kaffee, vegane Ernährung, Rad statt Auto - können wir die Welt mit unserem individuellen Verhalten retten? Oder ist das eine Illusion?

      Diese Kolumne kommt zu folgendem Fazit:

      Kollektive Willensanstrengungen gehen nur mit Gesetzen
      Vor allem aber wird die Welt im Ganzen nicht allein durch individuelle Entscheidungen besser, gerechter, weniger grausam. Das hat in der Geschichte selten bis nie geklappt. Wir sind einfach zu schwach.
      Wir Menschen schaffen es aber gelegentlich in großen Gruppen, in einer Art kollektiver Bewusstwerdung unsere eigene Trägheit zu überwinden und ein für alle Mal festzulegen, dass bestimmte Dinge einfach gar nicht gehen.

      Was haltet ihr davon? Bringt der bewusste Lebensstil von Individuen tatsächlich nichts? Oder ist das der Vorläufer auf dem Weg zu aufwändigen Kampagnen, die in Gesetzen münden können? Sind am Ende tatsächlich Gesetze zwingend erforderlich?

      Was macht ihr, was andere oder die Mehrheit nicht so machen, was in irgendeiner Form auf eure Weise ethisch(?) besser ist? Macht ihr es so, weil es auch andere Vorteile bringt oder nur/auch wegen eures Gewissens? Schränkt es euch ein?

      Ich versuche beispielsweise wenig und niedrigtourig Auto zu fahren, wobei mich vermutlich mehr mein eigener finanzieller Gewinn durch den geringeren Verbrauch motiviert...
    • gelebtes Beispiel ist einfach total wichtig. Wenn du die CO2-Bilanz von Inlandflügen nicht gut findest, dann nutz ein anderes Transportmittel, wenn du die Arbeitsbedingungen und Marktmacht von Amazon nicht gut findest, kauf woanders.

      Ich hab neulich eine "Keynote" von einem Typen gehört der die Zalandowerbung "Schrei vor Glück" verzapft hat, und er meinte dass sei zwar in der einen Hinsicht gute Werbung gewesen, dass jeder dann Zalando kannte, aber sie war eben so aufdringlich und scheiße, dass niemand sich getraut hat, Freunden zu erzählen, da gekauft zu haben.

      Wenn ich jz also nicht von einem Flug nach Rom sondern einer Zugfahrt nach Rom erzähle, hat das nicht nur den Impact, dass ich persönlich weniger CO2 verursacht habe, sondern auch andere kriegen die Idee, dass das sogar actually eine Option ist, wenn man die Zeit dafür hat.

      Außerdem machen es viele Leute (inklusive meiner selbst) auch bloß um ihr Gewissen zu beruhigen, und wenn du dann nicht regelmäßig erzählst wie du der Versuchung, 40 McNuggets zu essen, nicht widerstehen konntest, wird es akzeptabler in den Augen deiner Freunde, das auch zu tun.

      Natürlich ist der Impact einzelner nicht groß, aber nur wenn einzelne anfangen was zu ändern kann es zu einer Bewegung werden wie mit Fitness und Veganlife auf der vermeintlich positiven und Handysucht und SUV-Fahren auf der vermeintlich negativen Seite. Wenn es keine individuelle Absicht gibt, wird auch niemals ein Gesetz draus. Und die "das Flugzeug wär ja eh geflogen" ist glücklicherweise mittlerweile schon mehr Meme als ernstgemeint.
    • shrodo schrieb:

      Der Anteil der Menschen die bewusst verzichten/moralisch korrekte Entscheidungen treffen ist einfach zu klein um da wirklich was zu bewegen.
      ist zwar korrekt, aber trotzdem halte ich es für wichtig ein größeres, kollektives bewusstsein für "ethisches konsumverhalten" zu schaffen. auch wenn hier vielen bewusst sein dürfte, dass der hamburger bei MCs für 1€ nicht nur aus gesundheitlicher perspektive eine fragwürdige kaufentscheidung darstellt, ist das in der breiten bevölkerung nicht zwangsläufig der fall.

      das problem besteht darin, dass menschen dumm und verführbar sind (ich ja auch). und solange es billigflüge und hackfleisch für 50 cent/kilo gibt, werden sich auch abnehmer dafür finden lassen, moralisches bewusstsein hin oder her.

      das zugrunde liegende problem aber ist ein fundamentales: unsere auf exponentielles wachstum getrimmte wirtschaft, die global immer höheren konsum für ihr wachstum benötigt ist nun mal nicht vereinbar mit den begrenzten ressourcen des planeten erde.

      im rahmen unseres kapitalistischen wirtschaftssystems kann man dem problem nur mit immer mehr regulierungen zuleibe rücken, was nicht nur unelegant ist, sondern sich auch frustrierend und bevormundend für die bürger anfühlt (s. EU-vorschriften-verdrossenheit).

      folgerichtig wäre es richtig und wichtig über alternative gesellschaftsmodelle zu diskutieren, zumal uns durch die zunehmende automatisierung und machine learning umwälzungen in unserem kapitalistischen wirtschafts- und gesellschaftssystem bevorstehen, deren ausmaße nur die wenigsten heute abzuschätzen vermögen.

      diese diskussionen werden von seiten der politik allerdings nicht geführt, was sich in nicht allzu ferner zukunft als fataler fehler erweisen wird. welche partei kann schließlich heute eine vision für deutschland 2050 vorlegen, geschweige denn für europa? wie sehen die perspektiven aus für die millionen von arbeitslosen, die im zuge der automatisierung oder der nächsten wirtschaftskrise so sicher auf uns zukommen, wie das amen in der kirche?


      total control now.
    • Ist ein hochinteressanter Themenkomplex, der sich aum Rande auch in meiner Diss niederschlägt. Ich verkneife mir mal, mit Zitaten um mich zu werfen, nur so viel: Der Begriff der 'kollektiven Verantwortung' geistert immer mal wieder durch die Kulturgeschichte, ist aber noch nie so prominent gewesen, wie in der aktuellen Gesellschaft, in der die Gesamtheit der Menschheit (hier besonders hervorgehoben natürlich die Hochindustrienationen) ein nie dagewesenes Potenzial hat, den Planeten als Ganzes nachhaltig (zum Besseren wie zum Schlechteren) zu verändern.
      Dazu kommt, dass durch die stetig steigende Verfügbarkeit von Information, und den ebenso stetig steigenden durchschnittlichen Bildungsgrad der Weltbevölkerung das Bewusstsein für die Konsequenzen diverser Konsumhandlungen immer größer wird. (Ja, es gibt immer noch wahnsinnig viele Leute, die sich der Konsequenzen ihres Handelns nicht bewusst sind, oder die einen Fick drauf geben, aber trotz dieser traurig hohen Zahlen wird das stetig besser).

      Ich stimme zwar zu, dass merkliche Verbesserungen in der Industrie nicht (bzw. kaum) ohne rechtliche Vorschriften umsetzbar sein werden, aber wer macht denn diese Vorschriften? Das ist die Politik. Und die wird sich nur dann trauen, an (aus Geld/Wählerstimmensicht) derart riskante Projekte ranzugehen, wenn die Gesellschaft durchblicken lässt, dass man das machen kann, ohne bei der nächsten Wahl zweistellige Prozentpunkte zu verlieren. Und ich glaube, dass genau im Hinblick auf diesen gesellschaftlichen Wandel jeder einzelne durch bewusste Konsumentscheidungen die Welt ein Stück zum besseren verändern kann, solange es nicht aus einem missionierenden Selbstzweck heraus passiert.

      Als Beispiel nehme ich jetzt einfach mal vegetarische / vegane / "flexitarische" Ernährung (bitte nicht mit Sinn/Unsinn vegX Ernährung derailen, soll nur das Prinzip verdeutlichen): Wäre man vor zwanzig Jahren nicht nur auf praktische Hürden bzgl. des Essensangebots gestoßen, sondern in weitesten Teilen der Gesellschaft auf vollkommenes Unverständnis gestoßen, und musste Hohn und Spott ertragen. Ist mittlerweile sogar im fleischverliebten Oberfranken fast völlig problemlos möglich, und man hört (Achtung, persönliche und Umfeldserfahrung) mehr Rechtfertigungen, warum Nichtvegetarier Fleisch essen, als dass sie sich über die "Essbehinderten" lustig machen würden. Ist bei weitem kein perfektes Beispiel, aber illustriert denke ich schön, wie das handeln einzelner Leute über einen gr nicht so langen Zeitraum hinweg für gesellschaftliche Akzeptanz sorgen kann. Und ohne die wird es keine ausreichenden Regulierungen geben.

      edit: legit dreimal der selbe Beitrag :thumbsup:
      wp @Bighead @boobold
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      - Johannes der Echte

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    • Vermeide Autofahren wo es geht, fahre alles mit Fahrrad, ÖPNV, Zug (habe auch nicht vor mir mittelfristig ein Auto zuzulegen), boykottiere Nestlé so gut es geht, kaufe Bio so gut es geht, fliege nicht Inland und mache auch Kommilitonen drauf aufmerksam, bzw. rege zumindest zum reflektieren an.
      Bin mir bewusst, dass mein Verhalten überhaupt nichts ändert und weiß auch, dass da noch eine Menge Luft nach oben ist bei ethischem Verhalten.
      Aber ich mache es zumindest für ein teilweise gutes Gewissen und mit der Überzeugung, dass sich solche Dinge nur durchsetzen kann, wenn man mit gutem Verhalten vorangeht.
      Verknüpfe damit keinerlei Erwartungen und illusioniere auch nicht, dass mein einzelnes Verhalten was ändert.

      Soll auch nicht nach #Gutmenschenlife klingen oder will mich damit irgendwie profilieren, aber halte das schon für ein wichtiges Thema und denke wenn es sich in der Mehrheit der Gesellschaft durchsetzen sollte, dann kann sich was ändern.

      Bin mir aber auch bewusst, dass viele das nur als Augenwischerei und Gewissensberuhigung bewerten werten, arguably unsure ob das nicht sogar valid sein könnte.
      1blaze

      Zagdil schrieb:

      Wer hätte gedacht was aus dem "Ich heiße Buktus, komme aus Oldenburg und schlage gerne Frauen"-User in den nächsten Jahren wird?
    • Bei sich selbst anzufangen und sich die Sachverhalte bewusst zu machen ist ein guter erster Schritt und wie schon geschrieben ist es 1) besser als nichts und 2) schafft tatsächlich Resultate. Wenn man aber etwas auf ner größeren Skala bewegen möchte, führt nichts daran vorbei gesetzliche Rahmen zu schaffen. Gibt unzählige Beispiele, die zeigen, dass Veränderungen über Gesetze tatsächlich schnell und gut Verbesserungen schaffen. (Smog in vielen asiat. Metropolen --> Fahrverbote/pushen von Öffis und Elektroautos; Verbot Glühbirnen; Grüne Plakette (strittiges Thema^^); Dosenpfand; DSGVO; ... euch fällt bestimmt instant noch mehr ein)

      Meine persönliche Handhabe ist, dass ich Dinge, die ich absolut nicht verantworten kann oder bei denen Verzicht/Alternativen zu nutzen für mich kein großer Aufwand oder es mir nicht so wichtig ist, mich "einschränke". Aber ich mache mir keine großen Umstände mich ethischer zu Verhalten. Stattdessen lieber Aufwand dahingehend betreiben Multiplikator sein bzw. seine Energie, die ja begrenzt ist, dafür einzusetzen. Für richtiges Politik betreiben bin ich leider zu großer Prokrastinator :(, wäre aber der beste Weg imo.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Walnuss (die Echte) ()

      There are 10 types of people - those who understand binary, and those who don't.
    • es gibt inzwischen so ein paar dinge, die ich aus moralischen gründen nicht mehr machen kann, da sträubt sich mein inneres komplett dagegen. ich denke da im seltensten fall daran, was für einen impact ich auf andere damit habe, dafür habe ich noch zu sehr die befürchtung, dass mein verhalten als profilieren/virtue-signaling interpretiert wird. es ist mit der zeit einfach logisch geworden, gewisse dinge nicht zu tun (fleisch essen, tomaten im supermarkt in ne plastiktüte packen, gewisse klamottenmarken unterstützen..), weil der schaden/nutzen faktor dagegen spricht.

      ich finde das thema aus soziologischer/politikwissenschaftlicher perspektive unglaublich interessant, fall dazu also jemand gute literatur quellen hat, würde ich mich sehr dankbar schätzen :)
      @lkllnd


    • Würde anregen sowas schon als Schulfach für Kleinkinder einzurichten. Das führt vielleicht auch dazu das Eltern auf gewisse Dinge aufmerksam werden, zum Beispiel das das Kind beim Einkauf daran erinnert wie viel Plastik eigentlich verwendet wird. Über Bildung imo der einzige Weg wenn man nicht über Gesetze regulieren möchte.

      Fakten reichen dem Menschen nicht aus, Fleisch ist da ein sehr gutes Beispiel, obwohl Veganer da eine riesige Agenda fahren, seit vielen Jahren, interessiert es viele nicht. Bei solchen Dingen ist Kultur > Ethik und Umwelt.

      Gibt auch Menschen die interessiert es einfach nicht, die kann man nur über Gesetze erreichen.
    • Toppa schrieb:

      Würde anregen sowas schon als Schulfach für Kleinkinder einzurichten. Das führt vielleicht auch dazu das Eltern auf gewisse Dinge aufmerksam werden, zum Beispiel das das Kind beim Einkauf daran erinnert wie viel Plastik eigentlich verwendet wird. Über Bildung imo der einzige Weg wenn man nicht über Gesetze regulieren möchte.

      Fakten reichen dem Menschen nicht aus, Fleisch ist da ein sehr gutes Beispiel, obwohl Veganer da eine riesige Agenda fahren, seit vielen Jahren, interessiert es viele nicht. Bei solchen Dingen ist Kultur > Ethik und Umwelt.

      Gibt auch Menschen die interessiert es einfach nicht, die kann man nur über Gesetze erreichen.

      Generell hast du natürlich recht, aber nur durch Bildung alleine kann es zu keiner fundamentalen Änderung kommen. Bildung ist ein wesentlicher Eckpfeiler aber es kommt eben auch auf die Wirtschaftlichkeit an. Immer mehr Menschen haben immer weniger Geld und können sich daher einen wirklich gesunden Lebensstil gar nicht leisten (ich klammere hier teure "Bioprodukte" bewusst aus), sondern kaufen eben das was günstig ist oder was nicht lange für eine Zubereitung braucht. Konsumverhalten selbst ist am Ende zwar immer eine Individualentscheidung, um hier eine generelle Änderung herbeizuführen muss eben auch für die entsprechenden Begleitumstände gesorgt werden. Das wäre zwar wünschenswert, aber ich sehe hier generelle Probleme die von Seiten der Politik schon seit Jahrzehnten nicht in den Griff bekommen werden. Daher glaube ich nicht daran, dass es hier mittelfristig zu einer Änderung kommt.

      Und wie du schon richtig sagst gibt es am Ende immer viele Leute die einfach ihr Verhalten aus Bequemlichkeit nicht ändern werden. Wobei ich für mich allerdings auch sage, ich esse gerne Fleisch. Ich brauche nicht jeden Tag welches und esse auch gerne mal vegetarische/vegane Gerichte, aber trotzdem esse ich es gerne und werde dabei auch bleiben. Das meine persönliche Ignoranz die ich mir selbst zugestehe.
      die, die, dynamite
    • @m-u-h
      Würde die Nachfrage nicht das Angebot regulieren? Zum jetzigen Zeitpunkt sind diese Produkte echt teuer, kann mir aber vorstellen das sich das, bei gehobener Nachfrage, durch mehr Konkurrenz, automatisch ändert. Wenn ich da einem Irrtum unterliege, gerne berichtigen.

      Welche Form der Ignoranz hat dich denn befallen, schlicht die Unwissenheit oder ist es ein ignorieren der Argumente?
      Sind dir Tiere schlichtweg egal, oder ist der Geschmack dir wichtiger als deren Leid und der riesigen Umweltbelastung die der Konsum beinhaltet? Glaubst du es gäbe ein Argument was deine Konsumentscheidung diesbezüglich ändern würde, wenn es eines gibt, welches wäre das?

      Will jetzt keinen Missionar spielen, aber wäre ja vielleicht förderlich um mehr über individuelle Beweggründe herauszufinden.
    • @Jan

      Es geht mir nicht um ein Schwarz/Weiß-Denken, sondern darum zu sehen ob die Tendenz eher in Richtung Gesetze geht oder ob individuelle Aufklärung ausreichend ist um ein Umdenken auszulösen das groß genug ist etwas abzuschaffen ohne dafür Gesetze zu benötigen. Das der Mensch ein bequemliches Tier ist, und da schließ ich mich mit ein, ist ja kein Geheimnis. Fleischkonsum bietet sich nunmal super an, weil es zu einer der großen Kontroversen gehört die momentan so stattfinden.

      Wir können auch gerne andere Bereiche "untersuchen", vielleicht wäre das ja dann förderlicher?

      Danke für die Antwort @Der_Busfahrer.
    • Toppa schrieb:

      Es geht mir nicht um ein Schwarz/Weiß-Denken, sondern darum zu sehen ob die Tendenz eher in Richtung Gesetze geht oder ob individuelle Aufklärung ausreichend ist um ein Umdenken auszulösen das groß genug ist etwas abzuschaffen ohne dafür Gesetze zu benötigen.
      Der Teil der Bevölkerung der weiß, dass Fleischessen nicht das Nonplusultra für den Planeten ist, isst doch trotzdem Fleisch. Also wider besseren Wissens. Keine Ahnung was du da mit "individueller Aufklärung" erreichen willst.
      Wenn du willst, dass die Leute weniger Fleisch konsumieren, musst du es teurer machen. Als Idee könnte man Steuern auf industrielle Fleischproduktion erheben und Biofleischproduktion steuerlich entlasten, was Fleisch insgesamt teurer machen würde, aber gleichzeitig die Qualität des Fleischen insgesamt auch steigern würde.
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster schrieb:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      #TeamKyuzo2016
    • Ich hätte keine Probleme damit, wenn du einfach allgemein nach den Beweggründen der Fleischessenden gefragt hättest. Finde aber diesen Part:

      Toppa schrieb:

      Welche Form der Ignoranz hat dich denn befallen, schlicht die Unwissenheit oder ist es ein ignorieren der Argumente?Sind dir Tiere schlichtweg egal, oder ist der Geschmack dir wichtiger als deren Leid und der riesigen Umweltbelastung die der Konsum beinhaltet?
      VIEL zu angreifend formuliert.

      Toppa schrieb:


      Glaubst du es gäbe ein Argument was deine Konsumentscheidung diesbezüglich ändern würde, wenn es eines gibt, welches wäre das?
      Dieser Satz hätte es bspw. getan und wäre WAY förderlicher gewesen und vorallem halt eben einfach weniger aggressiv
    • Also in den Kreisen in denen ich mich bewege (wenigstens die U30-Fraktion) ist Fleischkonsum keine Kontroverse, nur eine "Lifestyle Entscheidung". Weiß nicht wann das letzte Mal Veganer oder Fleischesser für ihre Essgewohnheiten auch nur im Spaß auf die Schüppe genommen wurden. Als gelegentlicher Fleischesser find ich das genau richtig, geht aus meiner Sicht erstmal darum, dass man nicht mehr unbewusst Fleisch in sich reinschaufelt, sondern sich darüber Gedanken macht. ob das grad sein muss.
    • Toppa schrieb:

      @m-u-h
      Würde die Nachfrage nicht das Angebot regulieren? Zum jetzigen Zeitpunkt sind diese Produkte echt teuer, kann mir aber vorstellen das sich das, bei gehobener Nachfrage, durch mehr Konkurrenz, automatisch ändert. Wenn ich da einem Irrtum unterliege, gerne berichtigen.
      Jein, Bis zu einem gewissen Punkt ist das sicherlich richtig, aber generell ist die konventionelle Massentierhaltung eben deutlich günstiger für den Produzenten als eine entsprechend Artgerechte Weidehaltung. Dadurch gibt es eben eine Grenze die sich irgendwann nicht mehr weiter nach unten schieben lässt, aber trotzdem noch deutlich über der konventionellen Mast liegt. Dass die Qualität des Fleisches durch die Freilandhaltung deutlich besser ist, ist übrigens auch nicht unbedingt gegeben und dadurch auch kein wirkliches Argument.

      Welche Form der Ignoranz hat dich denn befallen, schlicht die Unwissenheit oder ist es ein ignorieren der Argumente?
      Sind dir Tiere schlichtweg egal, oder ist der Geschmack dir wichtiger als deren Leid und der riesigen Umweltbelastung die der Konsum beinhaltet? Glaubst du es gäbe ein Argument was deine Konsumentscheidung diesbezüglich ändern würde, wenn es eines gibt, welches wäre das?

      Will jetzt keinen Missionar spielen, aber wäre ja vielleicht förderlich um mehr über individuelle Beweggründe herauszufinden.
      Tiere sind mir nicht „egal“, allerdings nehme ich mir die Ignoranz heraus, mir während des Konsums keine großen Gedanken darüber zu machen. Ist da bei uns ähnlich wie bei Busfahrer. Wir essen gar nicht viel Fleisch in der Woche, aber wenn wir welches essen, dann auch ohne schlechtes Gewissen.
      Ich selbst wüsste jetzt auch nicht was mich meine Konsumentscheidung hier nachhaltig ändern lassen würde. Wahrscheinlich nur so etwas wie eine akute gesundheitliche Gefährdung meinerseits

      Die Frage ist ja auch wo man einen solchen Konsumverzicht beginnen und wo enden lassen sollte. Man kann hier immer einen Schritt weitergehen und auf die moralische Verwerflichkeit von bestimmten Konsumgütern hinweisen. Auf so etwas will ich mich aber gar nicht einlassen.
      die, die, dynamite
    • es gibt natürlich die leute, die nicht mal startpage/duckduckgo statt google benutzen wollen, was ja ein sehr kleiner schritt ist. Bei denen braucht man es denke ich nicht versuchen. Habe aber auch letztens eine kennengelernt, die meinte sie benutzt fast immer tor falls sie surft, außer sie braucht die Geschwindigkeit. Solche Leute inspirieren mich dann, noch mehr zu tun.
      Was ist denn das Thema der Literatur überhaupt? Das Leiden des Individuums.