Honklers Politikzirkus - Memethread

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    • blutgarten wrote:

      Wo jetzt, bei der letzten Generation oder bei den Autofahrern?
      Aus meiner Sicht ja tatsächlich eher: LG

      @kobold

      "Bruder" (!!!) Ich poste hier seit 16 Jahren. Ich bekomme häufig Gegenwind und bin mir sehr bewusst eine Meinung zu vertreten, die hier in der Minderheit ist und manchmal auch zu polemisch und manchmal muss ich auch einsehen, dass ich falsch lag oder übers Ziel hinweg gegangen bin und Korrektur einlegen muss. Und manchmal poste ich auch zu spät oder zu langatmig oder zu blöd .

      Aber wenn du glaubst, ich wäre nicht wirklich ehrlich und aufrichtig daran interessiert, eine ausführliche und begründete Gegenposition zu hören, ich wäre einfach nur ein Troll und mit so einem Einzeiler abzuspeisen, dann frag dich doch mal, warum es mir immernoch Spaß macht, mich aktiv in dieses Forum einzubringen, jeden Tag (fast), auch wenn es Leuten massiv auf den Sack geht ggf....
      Man kann mir vieles vorwerfen, aber ich habe jedenfalls ein wirklich ehrliches Interesse und Respekt gegenüber den Meinungen, die man mir entgegenbringt und kann daraus für mich irgendwas mitnehmen....sonst würde ich nicht so frequent seit über eine Dekade hier Textwalls machen...

      und wenn du jetzt dich darüber lustig machen willst mit deinem Post und dafür Grüngold abfarmst dann mach es halt...bringt es dir soviel, wie mir meine Posts, dann gönne ich es dir immerhin.
    • Kolibri wrote:

      Was ist denn da das Ziel???
      Kolibris auf Dotasource und Reddit triggern, damit die sich einmal täglich Gedanken um die Klimakatastrophe machen. Diese multiplizieren den Effekt dann durch wütende Beiträge und pushen das Ganze extrem. Fördert die Chancen eines Umdenkens und dann hat man ggf. auch noch das Gefühl alleine drauf gekommen zu sein, richtig broken.
    • Du steigerst dich da ziemlich in etwas rein. Mein Ein-Wort-Post hat null mit deiner Position geschweige denn deiner Person zu tun. Ich hätte es beim Lesen einfach lustig gefunden, wenn an der zitieren Stelle "frägt" statt "fragt" gestanden hätte, musste über den Gedanken ein bisschen kichern und hab's dann abgeschickt.
    • Kurzer Hinweis darauf, dass wir hier im Memethread sind.

      Ansonsten find ichs ein bisschen albern den Aktivisten fehlende Empathie und Solidarität zu unterstellen und gleichzeitig keinerlei ernstzunehmenden Versuch erkennen zu lassen, sich mal mit deren Perspektive auseinanderzusetzen. Wo ist denn deine Solidarität den jüngeren Generationen gegenüber?
    • Walnuss (die Echte) wrote:

      Hittet fast noch härter als gesiezt werden.
      Wo arbeitest du, dass du nicht grunsätzlich von allen gesiezt wirst, es sei denn man hat das "du" "ausgetauscht"?


      blutgarten wrote:

      Ansonsten find ichs ein bisschen albern den Aktivisten fehlende Empathie und Solidarität zu unterstellen und gleichzeitig keinerlei ernstzunehmenden Versuch erkennen zu lassen, sich mal mit deren Perspektive auseinanderzusetzen. Wo ist denn deine Solidarität den jüngeren Generationen gegenüber?
      Ich denke, dass die ältere Generation (die jetzt 50-60 jährigen, die ~40% Wähler ausmachen) eben mit dem Gedanken aufgewachsen sind "arbeiten gehen, damit man sich die ganzen schönen Sachen leisten kann". Das haben die gemacht und jetzt, wo sie genug Geld und Zeit (Kinder ausm Haus) haben wird ihnen gesagt "Jede Wegstrecke mitm Auto zurücklegen und 2-3 Mal jährlich in Urlaub fliegen ist nicht drin". Dass da mit Ablehnung reagiert wird ist ja logisch. Wozu haben die dann ihr ganzes Leben gearbeitet, wenn Sie jetzt nicht "die Ernte" davon einholen können?
      Dass das ganze natürlich von Union/FDP befeuert wird, weil man da Wähler abgreifen will (obwohl ich mir sicher bin, dass die genau wissen was Sache ist), ist unschön aber nicht zu verhindern.
      Byron - Attributmagier
      Der Korpothread

      Oster wrote:

      Wenigstens shrodo denkt mit.





      "some games just feel so unthrowable until you suddenly lost"
    • Ist halt auch das mindset des letzten Jahrtausends, dass Arbeit kacke sein muss und man sich dafür dann hemmungslos gönnt.

      Wird ja zum Glück langsam aber stetig anders. Arbeit als Verwirklichung wird immer wichtiger. Mit eventuell Mal endlich kommenden Grundeinkommen wird Arbeit und Lohn auch ideologisch entkoppelt und dann darf auch die Boomer Generation noch lernen, dass es mehr Spaß macht eine Gemeinschaft zu bauen statt Gabionenmauern. Freiwilligenarbeit ist jetzt schon größer als einige Industrien und wird auf kurz oder lang die Hauptbeschäftigung der Menschen.

      Wer das begreift, verzichtet liebend gerne auf Pendeln, sinnlose Stadtrundfahrten und Parkplätze. Über den Weg dahin streiten wir. Ich glaube aber fest daran, dass gewaltlose Aktionen uns durch einen ständig provozierten Diskurs dahinbewegen. Gewalt gegen Dinge und Gewalt gegen Menschen zu vergleichen nehme ich nicht als Beitrag zu diesem Diskurs sondern als Störungstaktik wahr. Es steht hoffe ich außer Frage, dass an den Haaren von der Straße zerren und einen Stau verursachen nicht auf der gleichen Stufe stehen. Tatsächlich lebensgefährdende Gafferstaus verursachen ist erst seit kurzem wirklich strafbar, während Kleben innerhalb kürzester Zeit in Schauprozesse gemündet hat. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen und jeder kann es sehen. Das sind die Taten die sprechen. Bei den Castorprotesten hat es Jahrzehnte gedauert, ich hoffe dieses Mal geht es ein bisschen schneller.

      :pray:

      The post was edited 1 time, last by Zagdil ().

      The verdict is not the end
      It is only the beginning
      Strong will shall keep spreading
    • blutgarten wrote:

      Ansonsten find ichs ein bisschen albern den Aktivisten fehlende Empathie und Solidarität zu unterstellen und gleichzeitig keinerlei ernstzunehmenden Versuch erkennen zu lassen, sich mal mit deren Perspektive auseinanderzusetzen. Wo ist denn deine Solidarität den jüngeren Generationen gegenüber?

      Also ich bin "die jüngere Generation", zumindest insofern als dass ich (noch) kein Eigenheim und keine Kinder habe und auch kein Auto und mich einigermaßen umweltfreundlich verhalte und ein Interesse am langen Erhalt des Planeten habe. Dafür braucht man glaube ich nicht besonders jung oder alt sein, Natur und Zukunft finden generell doch Zuspruch.

      Die Boomer und Nachkriegsgenerationen SIND aus meiner Sicht extrem solidarisch bereits gewesen, durch ihre Leistung hier ein Land aufzubauen. Meine Großeltern haben ihr Leben lang viel gearbeitet und leben (nicht erzwungen, aus Gewohnheit) noch heute sehr bescheiden.
      In der Generation meiner Eltern haben viele, mein Eltern auch, jahrelang mit 9to5 auf Auto und Haus und Ausbildung der Kinder gespart, das kommt diesen ja entsprechend zugute. Und es gab ja in dieser Generation massive Umbrüche der Arbeitswelt (Wende im Osten, Ende des "Ruhrpotts", Das Arbeitslosenrekordhoch der Jahrtausendwende into Hartz-Reform, ausbeuterischer Arbeitgebermarkt durch Kinderreichtum der Boomer, Umstellung vieler Arbeitsbereiche auf den Computer, Globaler Wettbewerb etc...)
      Also diese Generation ist was "Solidarität" angeht nicht der Schuldner, sondern Gläubiger, in meinen Augen.


      Ich denke aber schon auch das man selbst diesen Typus stark mitnehmen kann, auch Peter Lustig oder Robert Habeck oder Andreas Kieling sind ja diese Generationen, ist ja jetzt nicht so, dass das alles umweltfeindliche Top-Manager aus dem Pharma- und Autokonzern wären. Gerade die Bommer haben doch auch teilweise diese "zurück zur Natur, zurück zu meiner inneren Mitte"-Aussteiger Mentalität, wo sie jetzt im höheren Alter auch begreifen, dass das Leben nicht nur Geld und Arbeit ist.


      Aber ich denke Shrodo trifft es halt maximal:

      shrodo wrote:

      Das haben die gemacht und jetzt, wo sie genug Geld und Zeit (Kinder ausm Haus) haben wird ihnen gesagt "Jede Wegstrecke mitm Auto zurücklegen und 2-3 Mal jährlich in Urlaub fliegen ist nicht drin". Dass da mit Ablehnung reagiert wird ist ja logisch. Wozu haben die dann ihr ganzes Leben gearbeitet, wenn Sie jetzt nicht "die Ernte" davon einholen können?
      Gerade WEIL das 30-jahre lang das Ziel war und du hart malocht hast, kämpfst du doch um jeden Preis um den Erhalt dieser Werte. Du gibst ja sonst nicht nur materiell was auf, sondern wirst im Grunde bewertet als jemand der "was falsch gemacht hat".
      Und dann kommen Leute, die gerade ihr Abi schreiben und erklären dir, was man angeblich vor 30 Jahren schon hätte wissen können oder wie man ne Familie bequem mit ihrem Lifestyle angeblich durchbringt.

      Da kommen jetzt natürlich noch Aufreger hinzu, für die FFF/LG auch nix kann, Corona, Krieg, Inflation, Streiks etc..., die es aber sehr schwer machen, weiteren Verzicht und Einschränkung zu fordern.

      Und es kommt halt dann immer dieser sinnlose Spruch "ja, aber es geht um den Planeten, das ist ja das höchstrangigste was wir haben und rechtfertigt wirklich alles, was ich gerade mache", ohne jeden Sinn und Verstand. Als würde es nicht auch zukünftig mal ne Situation geben, wo der Froschteich oder das Vogelnest für den Windpark oder den Großkonzern weichen muss, oder als würde "ich fahre aus Gründen mit Auto zur Arbeit" grundsätzlich die Schlechtigkeit im Menschen verkörpern und müsste jeden Tag neu ermahnt werden.

      Man kann diese Generation schon auch bekommen, aber gewiss nicht so. Und wenn ein riesiger Teil der Wahlbevölkerung gegen dich ist, sehe ich nicht, was daran demokratisch wertvoll sein soll.
    • Kolibri wrote:

      In der Generation meiner Eltern haben viele, mein Eltern auch, jahrelang mit 9to5 auf Auto und Haus und Ausbildung der Kinder gespart, das kommt diesen ja entsprechend zugute. Und es gab ja in dieser Generation massive Umbrüche der Arbeitswelt (Wende im Osten, Ende des "Ruhrpotts", Das Arbeitslosenrekordhoch der Jahrtausendwende into Hartz-Reform, ausbeuterischer Arbeitgebermarkt durch Kinderreichtum der Boomer, Umstellung vieler Arbeitsbereiche auf den Computer, Globaler Wettbewerb etc...)

      Also diese Generation ist was "Solidarität" angeht nicht der Schuldner, sondern Gläubiger, in meinen Augen.

      "Unsere" Generation arbeitet sich den Arsch ab, 9 to 5 für beide Elterteile - statt für einen - Häuser nicht bezahlbar, Ausbildung der Kinder in eine ungewisse Zukunft ebenso, Rentensystem am kollabieren und das Gesundheitssystem scheißt völlig ab. Die gesellschaftlichen Perspektiven sind - und ich bin noch nichtmal bei den irreversiblen ökologischen Veränderungen - gnadenlos beschissen.

      Und in unserer Generation gibt und gab es genau die gleichen disruptiven Änderungen in der Arbeitswelt.
      Was willst du erzählen?

      Die letzte Generation fordert, dass die Regierung (und/oder Ihre Erfüllungshilfen) sind an das Pariser Klimaschutzabkommen hält, das dann in Deutschland parlamentarisch ebenso festgehalten wurde.

      Die scheiss Demonstranten fordern den Staat aus, seine von Ihm beschlossenen Gesetze einzuhalten.
      Die fordern nicht, dass alle Almans Ihre Autos verbrennen.


      HumanlyPuma wrote:

      junge leg dir ne hantel ins büro oder geh kegeln
    • Und was verzehren die Franzosen dann?

      Klimademonstranten? Autos der Derbygegner?
      Unter 100 Menschen liebe ich Einen, unter 100 Hunden 99...
      Knowing the difference between the easy way and the right way

      Display Spoiler

      Wir fliegen immer höher
      hier sind wir frei
      Wir sind bereit unsren Weg zu gehen
      hier oben kann uns nichts geschehn!!!
      Die Erde bebt denn unser Kampf ist noch nicht vorbei
      Doch unser Wunsch wird irgendwann in Erfüllung gehn

      Siehst du wie das Eis zerbricht
      kannst du das Feuer sehn?
      Wir müssen den Kampf bestehn
      Unsere Welt wird sonst irgendwann unter gehn

      Chala - Head - Chala
      Gib niemals auf ich weiß das Feuer brennt in dir
      bald hast du dein Ziel erreicht

      Chala - Head - Chala
      Öffne dein Herz du hast die Macht alles zu tun
      ich weiß du kannst es schaffen

      Chala - Head - Chala
      Spürst du die Kraft die tief in deiner Selle wohnt
      sie führt dich zu den Dragonballs

      Chala - Head - Chala
      Dein Traum wird irgendwann wahr doch der Weg
      ist noch so weieieieieeit


      And sometimes you have to go back,
      To know just where you have been
      But were old enough to know that
      What has been will be again (and again)

      And the bravest of faces are the ones where we fake it
      And the roles that we play

      Nothing matters when the pain is all but gone
      When you are finally awake
      Despite the overwhelming odds tomorrow came
      And when they see you crack a smile
      And you decide to stay awhile
      You'll be ready then to laugh again


    • Der Trick ist dass sich eben nicht alle scheiße verhalten, sondern darauf einigen, dass es besser wäre, wenn man gemeinsam ein schützenswertes Gut (in diesem Fall die nicht ersetzbare Umwelt) erhält, statt es in der Optimierung anderer erstrebenswerter Güter (Wohlstand, Komfort) untergehen zu lassen. Ganz lesenswert zu dem Thema (Moloch) ist slatestarcodex.com/2014/07/30/meditations-on-moloch/ und das Lex Fridman Interview mit Liv Boeree
      Let's Play: CK2, Patrizier 2, Anno 1800
    • Ihr übertreibt schon hart. Nur weil wir den Planeten für den Menschen unbewohnbar machen, heißt das nicht, dass Leben aussterben wird. Schaut euch mal den Mars mit seiner kaum vorhandenen Atmosphäre an, da gibt es safe auch noch Leben in irgendwelchen unterirdischen Wasseransammlungen.
    • Normal McNormalson wrote:

      Ihr übertreibt schon hart. Nur weil wir den Planeten für den Menschen unbewohnbar machen, heißt das nicht, dass Leben aussterben wird. Schaut euch mal den Mars mit seiner kaum vorhandenen Atmosphäre an, da gibt es safe auch noch Leben in irgendwelchen unterirdischen Wasseransammlungen.
      Löwenzahn heutzutage so: mimimi dieser Beton bekommt nur noch 50ml sauren Regen im Jahr

      Marsbakterien: Ficken ja! Perchlorat!!
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    • Obvsl. null ernstgemeint, ein Gag, dachte das sei unmissverständlich gewesen.. 8o
      Da das Problem ja ein globales ist, finde ich es halt sehr seltsam, wenn hier Nationen differenziert werden.
      War halt Ironie: Wenn die Vögel wirklich ausgerottet werden, dann eben nicht nur in Deutschland. Autofahrer blockiert werden aber in Deutschland,



      Also entweder: Der Planet stirbt (für alle), oder eben nicht (auch für alle).
      Das Deutschland sich rettet, wenn deutsche Autofahrer blockiert, und der Rest der Welt wird ignoriert, als ob hier mehr als 1-2% (sind es glaube ich) an Emissionen weltweit ausgestoßen würden, ist relativ bizarr argumentiert.

      Also ob der Planet stirbt oder nicht, ist Sache der Menschheit, nicht Sache eines Deutschen oder Franzosen.
      Und die Franzosen haben sich für eine Fortführung der Atomkraft entschieden (muss man nicht gutheißen und tue ich auch nicht), aber was die Co2-Geschichte angeht sind die sogar schon besser aufgestellt als wir. Die haben es sich sehr einfach gemacht, aber immerhin ein Konzept.
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